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Zeitung: Aufbau, Merkmale und Funktion

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Ø 3.8 / 21 Bewertungen

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Team Digital

Zeitung: Aufbau, Merkmale und Funktion

lernst du in der Unterstufe 3. Klasse - 4. Klasse

Beschreibung Zeitung: Aufbau, Merkmale und Funktion

Nach dem Schauen dieses Videos wirst du Aufbau, Merkmale und Funktion von Zeitungen kennen.

Zunächst lernst du die Muster und Normen der Berichterstattung kennen. Anschließend zeigen wir dir unterschiedliche Zeitungstypen. Abschließend lernst du, die Besonderheiten einer Online-Zeitung kennen und erfährst, wie eine gedruckte Zeitung typischerweise aufgebaut ist.

Lerne etwas über Zeitungen, indem du den tollpatschigen Bibliothekshüter Ira beim Austragen von Zeitungen begleitest.

Das Video beinhaltet Schlüsselbegriffe, Bezeichnungen und Fachbegriffe wie Zeitung, Berichterstattung, Tageszeitung, Wochenzeitung, Regionale Zeitung, Überregionale Zeitung, Seriöse Presse, Boulevardzeitung, Online-Zeitung, Internetzeitung, Aufmacher, Schlagzeile, Nachrichten, Titelseite, Ressorts, Lead-Stil.

Nach diesem Video wirst du darauf vorbereitet sein, dir bestimmte Arten von Zeitungen genauer anzusehen.

Transkript Zeitung: Aufbau, Merkmale und Funktion

Zu Iras Aufgaben als Bibliothekshüter gehört es auch, die frisch eingetroffenen Zeitungen auszutragen. Extrablatt! Extrablatt! Extrablatt! Zeitung: Aufbau, Merkmale und Funktion. Zeitungen sind seit dem 19. Jahrhundert ein weit verbreitetes Massenmedium. Das heißt, sie sind seit dieser Zeit wesentlicher Bestandteil unserer modernen Gesellschaft, weil sie der Bevölkerung als Informationsquelle und zur Meinungsbildung dienen. Ihre Aufgabe ist es, den demokratischen Diskurs in der Gesellschaft zu sichern. Aus dieser Funktion heraus entwickelten sich Muster und Normen der Berichterstattung: z. B. Sachlichkeit, Objektivität und die Trennung von Nachricht und Meinung. Aus Interesse an wirtschaftlichen Erfolgen sind einige Verlage auch daran interessiert, Publikumsbedürfnisse wie z. B. Unterhaltung, Neugier und Sensationslust zu bedienen. Man kann Zeitungen auf unterschiedliche Art und Weise voneinander unterscheiden. Z. B. nach ihrer Erscheinungshäufigkeit (Tages- oder Wochenzeitung), nach dem Verbreitungsgebiet (regionale Zeitung oder überregionale Zeitung) und nach ihrem journalistischen Anspruch (seriöse Presse oder Boulevardzeitung). Wie der Name schon sagt, erscheint eine Tageszeitung täglich. Wochenzeitungen hingegen wöchentlich. Regionale Zeitungen nennt man auch Lokalzeitungen, weil sie nur in einer bestimmten Gegend (Region) herausgegeben werden. Das erkennst du oft schon am Namen, z. B. ist die "Berliner Zeitung" eine regionale Tageszeitung. Überregionale Zeitungen sind in ganz Deutschland erhältlich. Dazu zählt unter anderem DIE ZEIT, die als überregionale Wochenzeitung erscheint. DIE ZEIT zählt zur seriösen Presse (auch Prestigepresse genannt). Diese setzt sich mit zentralen Problemen ihrer Zeit auseinander und bietet einen hohen Informationswert. Das erkennst du an wahren Berichten, die in eine seriöse Diskussion mit oft intellektuellem Anspruch eingebettet sind. Die strikte Trennung von Information und Meinung wird gewährleistet. Boulevardzeitungen sind hingegen sensationsorientiert und haben einen hohen Unterhaltungswert. Das erkennst du meist an einer auffälligen Aufmachung. Damit sind große, plakative Schlagzeilen, auffällige Farben, wenig Text sowie ein hoher Bildanteil gemeint. Du hast vielleicht schonmal von der überregionalen Boulevardzeitung BILD gehört, die die auflagenstärkste Tageszeitung in Deutschland ist. Viele Zeitungen betreiben neben ihrer gedruckten Ausgabe auch eine Online Ausgabe. Während Internetzeitungen ebenfalls die Funktion haben, Lesende zu informieren, weisen sie dennoch ein paar Besonderheiten auf. Im Gegensatz zu gedruckten Zeitungen können Online-Zeitungen ständig aktualisiert werden. Bei interessanten oder wichtigen Ereignissen kann das sogar mehrmals am Tag passieren. Außerdem können ihre Artikel um multimediale Inhalte, wie z. B. Film- und Tonbeiträge, ergänzt werden. Desweiteren sind sie zu einem gewissen Grad interaktiv, weil Lesende die Möglichkeit haben, z. B. per E-Mail Leserbriefe zu schreiben, Artikel direkt zu kommentieren oder sich mit anderen in Chats oder Foren auszutauschen. Einzigartig für Onlinezeitungen ist außerdem eine Such- bzw. Archivfunktion. Lesende können somit gezielt auf Artikel zu einem bestimmten Thema aus zurückliegenden Ausgaben der Zeitung zugreifen. Zeitungen haben einen typischen Aufbau. Die Titelseite einer Zeitung soll die Lesenden über den Inhalt der Zeitung informieren. Damit möglichst viele Themen bereits auf der Titelseite genannt werden können, werden die Texte zunächst nur angerissen. Stattdessen gibt es Seitenverweise auf eine genaue Darstellung im Innenteil. Jede Zeitung hat ihr ganz eigenes Layout, aber in der Regel finden sich folgende Elemente auf fast jeder Titelseite: Der Zeitungskopf mit dem Titel der Zeitung, der Ausgabenummer, dem Datum und dem Preis, die Schlagzeilen (auch Headlines genannt), ein Titelbild, ein Aufmacher (also ein Leitartikel, der die wichtigsten Ereignisse des Vortages oder der vergangenen Stunden kommentiert) und die Nachrichten. Typischerweise beschäftigen sich die ersten drei Seiten häufig mit den aktuellen politischen Ereignissen im Land und in der Welt. Jede Zeitung ist in sogenannte Ressorts, also Themenbereiche, gegliedert. Zu den wichtigsten Zeitungsressorts gehören Politik, Wirtschaft, Sport, Lokales und Kultur (auch "Feuilleton" genannt). Im Kulturteil einer Zeitung erscheinen beispielsweise Rezensionen von Neuerscheinungen in den Bereichen Literatur, bildender Kunst, Architektur, Politik und Geschichte. Außerdem Kritiken zu Filmen, Opern, Theaterinszenierungen oder Ähnlichem. Oft werden dort auch Debatten zu kulturellen und weltanschaulichen Streitfragen abgedruckt. Andere typische Inhalte einer Zeitung sind z. B. Berichte, Nachrichten, Reportagen, Glossen, Kommentare oder Leserbriefe. Die meisten Zeitungstexte sind im sogenannten "Lead-Stil" aufgebaut. Das bedeutet, dass das Wichtigste zuerst genannt wird. Auf die Basisinformation folgt eine Zusammenfassung der zentralen Informationen und anschließend erst die Detailinformationen. Indem Kernaussagen zuerst genannt werden, gehen so beim Abbruch des Lesevorgangs keine wichtigen Informationen verloren. So, dann wollen wir mal schauen, was heute so in der Zeitung steht. Upsi.

3 Kommentare

3 Kommentare
  1. Gut erklärt

    Von Ralf R., vor etwa 2 Monaten
  2. Pls nicht so kindisch, 7. Klasse verstehts auch ohne

    Von Nicol Weidener, vor 3 Monaten
  3. joooo tolles viedeooo hab voll was verstanden : D

    Von Finja Rettkowski, vor 4 Monaten

Zeitung: Aufbau, Merkmale und Funktion Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Zeitung: Aufbau, Merkmale und Funktion kannst du es wiederholen und üben.
  • Zeige verschiedene Zeitungstypen auf.

    Tipps

    Wie oft erscheint eine Tageszeitung? Untersuche die Begriffe, dann findest du die passende Zuordnung.

    Es gibt große Unterschiede zwischen Boulevard-Zeitungen und der seriösen Presse.

    Lösung

    In dieser Übung hast du drei häufig verwendete Unterscheidungsmerkmale von Zeitungstypen kennengelernt.

    • Wie häufig erscheint die Zeitung? Hier wird meist zwischen Tages-, Wochen- oder Monatszeitung unterschieden.
    • Wo wird die Zeitung verbreitet? Regionale und überregionale Zeitungen haben unterschiedliche Inhaltsschwerpunkte.
    • Welchen journalistischen Anspruch verfolgt die Zeitung? Hier wird zwischen seriöser und sensationsorientierter Berichterstattung unterschieden.

    Es gibt noch weitere Unterscheidungsmerkmale, wie z. B. Online- oder Printmedium, Wirtschafts-, Politik- oder Allgemeininformationszeitung.

  • Beschreibe Aufgaben und Entstehung der Zeitung als Massenmedium.

    Tipps

    Wenn du dir den jeweiligen Text genau durchliest, findest du schnell die passende Überschrift heraus.

    Zeitungen haben verschiedene Aufgaben, sie informieren und dienen so der Meinungsbildung und dem demokratischen Diskurs.

    Seit dem 19. Jahrhundert gibt es Zeitungen in Form eines Massenmediums.

    Lösung

    Zeitungen haben verschiedene Aufgaben. Hauptschwerpunkt ist, dass sie als Informationsquelle und zur eigenen Meinungsbildung dienen. Dadurch kann in einem demokratischen Staat wie Deutschland der demokratische Diskurs gefördert werden.

    Informationen über aktuelle Geschehnisse und Wissenswertes wurden schon seit sehr langer Zeit weitergegeben. Seit Mitte des 15. Jahrhunderts mit der Erfindung des Buchdrucks dann in gedruckter Form.

    Im 19. Jahrhundert entstand das Zeitungsformat als Massenmedium, das wir heute kennen.

  • Stelle den Aufbau einer Zeitung dar.

    Tipps

    Die Titelseite informiert über die wichtigsten Beiträge der Ausgabe.

    Willst du dich über neue Filme, Bücher oder Theateraufführungen informieren, findest du Informationen im Feuilleton.

    Ziel der seriösen Presse ist die Trennung von Nachricht und Meinung. Meinungen von Journalist*innen und Leser*innen werden u. a. in Glossen und Leserbriefen veröffentlicht.

    Lösung

    Wenn du verschiedene deutsche Tageszeitungen vergleichst, wirst du immer einen ähnlichen Aufbau finden.

    • Die Titelseite zeigt wie ein Inhaltsverzeichnis die interessantesten Artikel auf.
    • Auf den ersten drei Seiten werden vor allem aktuelle politische Themen aus dem eigenen Land und der gesamten Welt dargestellt.
    • Daran schließen sich die verschiedenen anderen Ressorts an, u. a. Wirtschaft, Lokales, Sport und Kultur.

    Die Zeitungsinhalte sind unterschiedlich aufbereitet. Texte werden als Bericht, Nachricht, Reportage, Glosse, Kommentar oder Leserbrief verfasst. Dabei gilt bei Berichten, Nachrichten und Reportagen die meinungsfreie Darstellung, während in Glossen, Kommentaren und Leserbriefen explizit die Meinung des Verfassenden dargestellt wird.

  • Bestimme Unterschiede zwischen seriöser Presse und Boulevardzeitungen.

    Tipps

    Boulevardzeitungen und die seriöse Presse haben unterschiedliche, manchmal auch gegensätzliche Zielsetzungen.

    Die seriöse Presse, die auch Prestigepresse genannt wird, setzt auf eine sachliche Diskussion und will umfassend informieren.

    Boulevardzeitungen wollen in erster Linie unterhalten und für hohe Verkaufszahlen sorgen.

    Merke dir, bei der seriösen Presse sind zentrale gesellschaftliche Probleme im Fokus, bei der Boulevardzeitung eher die Sensationsorientierung.

    Lösung

    Die seriöse Presse, auch Prestigepresse genannt, hat den Anspruch, Informationen und Meinungen in ihren Artikeln zu trennen. Ein hoher Informationswert zu zentralen gesellschaftlichen Themen und eine seriöse, oft intellektuelle Berichterstattung sind weitere Kennzeichen.

    Mit den Überschriften und Leads (Vorspann) in dieser Übung konntest du die Kennzeichen anwenden:

    • „Der unsichtbare Faden“ zeigt ein zentrales Thema auf und arbeitet mit einer Metapher.
    • „Zukunft unserer Kinder“, „Nachhaltige Jugend“ und „Lichtreflexe am Himmel“ informiert umfassend und sachlich.

    Im Gegensatz dazu verwendet die Boulevardzeitung sensationsorientierte Aussagen, wie z. B. „Alles weg“, „erschreckende Szenarien“, „arbeitslos und hungernd“, und will damit die Emotionen der Leser*innen ansprechen.

    Bitte beachte, dass die Boulevardzeitung zur Bildung einer unabhängigen Meinung oft wenig förderlich ist. Hier werden Informationen oft nur aus einer Perspektive dargestellt und die Grenzen der Wahrheit ausgedehnt.

  • Ermittle Grundmerkmale der seriösen Berichterstattung.

    Tipps

    Eine Berichterstattung erfolgt in der Regel auf sachliche Art und Weise.

    Eine subjektive Berichterstattung wird vermieden.

    Subjektiv bedeutet von persönlichen Gefühlen und Interessen bestimmt. Objektiv hingegen nicht von Gefühlen und Vorurteilen bestimmt, also unvoreingenommen und sachlich.

    In seriösen Texten wird exakt darauf geachtet, Informationen umfassend und objektiv darzustellen und keinerlei Meinungen einzubinden. Außer sie werden als solche ausgewiesen.

    3 Antworten sind korrekt.

    Lösung

    Grundnormen bei einer seriösen Berichterstattung sind

    • die Sachlichkeit (nur Bezug auf die Sache) und
    • die Objektivität (ohne Meinung oder Gefühle) in der Berichterstattung.
    • Zudem legen seriöse Zeitungen Wert auf die Trennung von Nachricht und Meinung.

  • Ermittle Informationen zur Onlinezeitung und dem Lead-Stil.

    Tipps

    Lead heißt übersetzt „anführen“ oder „leiten“. Beim Lead-Stil geht es also darum, das Wichtigste zuerst zu nennen.

    Lösung

    Die Vorteile der Onlinezeitungen sind vielfältig. Deshalb stehen sie oft in Konkurrenz zu den traditionellen Printmedien. Insbesondere die Aktualität und die mediale Art der Darstellung spricht viele Leser*innen an, auch die gezielte Suchfunktion von Informationen ist von großem Vorteil.

    Der Aufbau der Beiträge orientiert sich beim Print- und beim Onlinemedium am Lead-Stil. Hier geht es darum, die wichtigsten Informationen zu Beginn aufzugreifen. Zuerst werden Basisinformationen und anschließend eine Zusammenfassung der zentralen Informationen wiedergegeben. Erst daran schließt sich der Haupttext mit weiteren Detailinformationen an.

    $\rightarrow$ So geht beim Abbruch des Lesevorgangs kein Wissen verloren.

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