Über 1,6 Millionen Schüler*innen nutzen sofatutor!
  • 93%

    haben mit sofatutor ihre Noten in mindestens einem Fach verbessert

  • 94%

    verstehen den Schulstoff mit sofatutor besser

  • 92%

    können sich mit sofatutor besser auf Schularbeiten vorbereiten

„Frau Jenny Treibel“ – Interpretationsansatz und Rezeptionsgeschichte (Fontane)

Du willst ganz einfach ein neues Thema lernen
in nur 12 Minuten?
Du willst ganz einfach ein neues
Thema lernen in nur 12 Minuten?
  • Das Mädchen lernt 5 Minuten mit dem Computer 5 Minuten verstehen

    Unsere Videos erklären Ihrem Kind Themen anschaulich und verständlich.

    92%
    der Schüler*innen hilft sofatutor beim selbstständigen Lernen.
  • Das Mädchen übt 5 Minuten auf dem Tablet 5 Minuten üben

    Mit Übungen und Lernspielen festigt Ihr Kind das neue Wissen spielerisch.

    93%
    der Schüler*innen haben ihre Noten in mindestens einem Fach verbessert.
  • Das Mädchen stellt fragen und nutzt dafür ein Tablet 2 Minuten Fragen stellen

    Hat Ihr Kind Fragen, kann es diese im Chat oder in der Fragenbox stellen.

    94%
    der Schüler*innen hilft sofatutor beim Verstehen von Unterrichtsinhalten.
Bewertung

Ø 5.0 / 6 Bewertungen
Die Autor*innen
Avatar
Deutsch-Team
„Frau Jenny Treibel“ – Interpretationsansatz und Rezeptionsgeschichte (Fontane)
lernst du in der Oberstufe 7. Klasse - 8. Klasse - 9. Klasse

„Frau Jenny Treibel“ – Interpretationsansatz und Rezeptionsgeschichte (Fontane) Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video „Frau Jenny Treibel“ – Interpretationsansatz und Rezeptionsgeschichte (Fontane) kannst du es wiederholen und üben.
  • Gib wieder, wie „Frau Jenny Treibel” vom Publikum rezipiert wurde.

    Tipps

    Überlege noch einmal, wie viele Filme in der DDR und wie viele in der BRD gedreht wurden.

    Lösung

    Der Roman von Theodor Fontane wurde folgendermaßen vom Publikum rezipiert:

    • „Frau Jenny Treibel” wurde vom Publikum gut aufgenommen. Es war ein Publikumserfolg. Das lag nicht zuletzt am Unterhaltungswert der Komödie.
    • Der Roman wurde als typischer Bourgeoisie-Roman empfunden. Dementsprechend kam er auch besonders im Bürgertum gut an.
    • „Frau Jenny Treibel” wurde je zwei Mal in der DDR und zweimal in der BRD verfilmt.
    • In einer Rezension wurde „Frau Jenny Treibel” als „Charakter- und Gesellschaftsstudie ersten Ranges” bezeichnet. Es gab noch viele andere positive Rezensionen.
  • Beschreibe Corinnas Situation als typische bildungsbürgerliche Frau des 19. Jahrhunderts.

    Tipps

    Überlege noch einmal, wen Corinna am Ende heiratet.

    Lösung

    In „Frau Jenny Treibel” wird mit Corinna eine typische Frau des 19. Jahrhunderts im Bildungsbürgertum dargestellt. Sie startet Emanzipationsversuche, aber scheitert letztendlich trotzdem.

    • Die Tatsache, dass sie nur durch Heirat ihre Verhältnisse verändern kann, ist für Corinna eine bittere Erkenntnis. Sie ist eine intelligente junge Frau.
    • Durch die Heirat mit Lepopold könnte sie aus der Vaterwelt entkommen. Leopold ist Jenny Treibels Sohn und dem Besitzbürgertum angehörig.
    • Letztendlich ist ihr Zukünftiger Marcell doch nur ein jüngeres Abbild ihres Vaters.
    Das Besitzbürgertum und das Bildungsbürgertum gehören zwar der gleichen sozialen Schicht, dem Bürgertum, an, jedoch ist der Unterschied, dass das Besitzbürgertum eher finanzielles Kapital und das Bildungsbürgertum intellektuelles Kapital „besitzt”.

  • Analysiere, welche Familie aus dem Werk der jeweiligen Darstellung der Familie des 19. Jahrhunderts entspricht.

    Tipps

    Wilibald ist verwitwet. Hilft dir das weiter?

    Lösung
    • In der Familie Treibel liegt eine typische Geschlechterrollenverteilung vor. Jenny Treibel ist die besitzbürgerliche Mutter und kümmert sich um die Kinder. Der Kommerzienrat ist derjenige, der das Geld verdient und sich bei der Erziehung im Hintergrund hält. Es wurde klar aus einem materiellen Bestreben heraus geheiratet und nicht aus romantischer Liebe. Die Kinder werden streng und bestimmt erzogen. Das Familienleben wird idealisiert und die Familie ist im weitesten Sinne geschlossen.
    • Familie Schmidt ist der Gegensatz des idealen Familienbilds des 19. Jahrhunderts. Sie besteht zwar aus mehreren, aber trotzdem nicht zueinander gehörigen Familienmitgliedern. Wilibald ist verwitwet, genauso wie die Haushälterin Rosalie Schmölke. Statt fester Rollenverteilung gibt es allerdings auch mehr Freiraum für die einzelnen Familienmitglieder und ihren Platz in der Gesellschaft. So ist Wilibald nachsichtig, als Corinna nicht Marcell, sondern Leopold heiraten möchte. Im weitesten Sinne gehört auch Marcell der Familie an.
  • Entscheide dich für plausible Interpretationen des Schlusses von „Frau Jenny Treibel”.

    Tipps

    Überlege noch einmal, ob biografische Parallelen die einzige Grundlage einer Interpretation sein sollen.

    Hat Corinna wahre Gefühle für Marcell?

    Lösung
    • Am Ende heiratet Corinna Marcell. Damit wollte der Autor wahrscheinlich zeigen, dass wahre Gefühle das einzige Richtige sind. Außerdem beugt sie sich dem Willen ihres Vaters, was zu der Zeit geläufig war. Angelehnt an den poetischen Realismus hat Fontane also wirkliche Verhältnisse abgebildet. Die Antwort ist nicht plausibel, da Corinna Marcell eher als Kompromiss heiratet. Trotzdem ist es nicht die reine Umsetzung von Wilibalds Wunsch. Er hat ihr den Freiraum gelassen, Leopold zu heiraten, doch Jenny Treibel hat dies verhindert.
    • Jenny Treibel setzt sich durch. Damit wollte Theodor Fontane seine Schwester in einem schlechten Licht dastehen lassen. Wahrscheinlich hatten die beiden ein angespanntes Verhältnis. Der Ansatz ist schwierig, da biografische Anhaltspunkte zwar zur Interpretation herangezogen werden können, aber nicht die alleinige Grundlage darstellen sollten.
    Die schlüssigen Interpretationsansätze sind:
    • Alle finden am Ende eine/-n passende/-n Partner/-in. Der Unterhaltungswert der Komödie steht eindeutig im Fokus. Möglicherweise hat Theodor Fontane dabei auch sein lesendes Publikum im Sinn gehabt. Dass Jenny Treibel sich durchgesetzt hat, unterstreicht, wie bestimmt sie ist. Das deutet auf das Verhalten des Bildungsbürgertums zu der Zeit hin. Im Ansatz wird dieses damit zwar kritisiert, aber durch die Verpackung in einer Komödie nicht weiter ausgeführt.
    • Am Ende heiratet Corinna Marcell. Sie kann zwar nicht aus ihrem bildungsbürgerlichen Gefängnis ausbrechen, jedoch hat sie einen Partner gefunden. Das Besitzbürgertum mit Jenny Treibel an der Spitze hat sich durchgesetzt und bleibt unter sich. Wahrscheinlich wollte der Autor damit wirkliche Zustände der Zeit abbilden. Ob das „bildungsbürgerliche Gefängnis” kritisiert wird, ist unklar. Allerdings wäre dieses von beiden Seiten aufrechterhalten, da Jenny Treibel am Ende Corinnas Entkommen verhindert. Auch Wilibald möchte, dass seine Tochter innerhalb des Bildungsbürgertums heiratet und hat gewisse Standesdünkel.
  • Fasse die Verbindungen von Bildungsbürgertum und Besitzbürgertum in „Frau Jenny Treibel” zusammen.

    Tipps

    Überlege noch einmal, in welche Schicht Corinna sich einheiraten möchte.

    Waren Jenny und Wilibald zusammen oder nur Freunde?

    Lösung

    • Die soziale Schicht des Bürgertums ist dem Adel untergeordnet und steht über den einfachen Leuten. Man kann das Bürgertum in Besitzbürgertum und Bildungsbürgertum unterteilen.
    • Die beiden Untergruppen waren schon immer durch die Freundschaft zwischen Wilibald und Jenny Treibel verbunden.
    • Außerdem warb Wilibald in jüngeren Jahren um Jenny. Er schrieb ihr sogar ein Gedicht, das sie bei jeder Gelegenheit vorträgt.
    • Wilibalds Tochter Corinna plant eine weitere Verbindung, da sie Jennys Sohn Leopold heiraten will. Damit möchte sie zu Reichtum und sozialem Ansehen gelangen.
    Wilibald und Jenny Treibel wohnten früher auch in einem Haus, da Wilibald der Untermieter von Jennys Vater war. In der Zeit fanden auch seine Avancen um Jenny statt.

  • Ermittle die Zusammenhänge von Ursache und Wirkung in Jenny Treibels Handeln.

    Tipps

    Überlege noch einmal, wie Ökonomie und Kapital zusammenhängen.

    Lösung

    • Jenny Treibel will die Ansicht weitergeben, dass Reichtum die Basis eines glücklichen Lebens ist und will, dass ihre Söhne besitzbürgerliche Frauen heiraten. Diese Ansicht vertritt allerdings auch Corinna.
    • Jenny nimmt ihren Söhnen die meisten Entscheidungen ab. Dass die „Charakterschwäche” beziehungsweise das fehlende Entscheidungsvermögen eher das Resultat dieser Erziehung ist, sieht sie nicht.
    • Sie versucht die Persönlichkeitsbildung ihrer Söhne zu fördern. Gegen den Adel anzustreben war im 19. Jahrhundert typisch für das Besitzbürgertum. Ihm untergeordnet hegten Menschen dieser Schicht Groll.
    • Sie heiratete aus rein ökonomischen Absichten, weil sie die Familie als Kapitalgemeinschaft sieht. Der reiche Kommerzienrat war für sie gleichbedeutend mit einem glücklichen Leben. Deshalb entschied sie sich gegen Wilibald.
    • Bei Jenny Treibel ist die Liebe zur Poesie in Wirklichkeit nichts als oberflächliches Gerede. Das soziale Ansehen und der Wohlstand sind ihr wichtiger als Bildung.
    • Sie will nicht, dass ihr Sohn Leopold Corinna heiratet, da sie im Ideellen, was das Bildungsbürgertum verkörpert, keinen Profit sieht. Den intellektuellen Wert sieht sie dabei nicht.
    Quelle: Fontane, Theodor (1892): Frau Jenny Treibel. URL: https://www.projekt-gutenberg.org/fontane/treibel/treib011.html [abgerufen am 02.06.2020]

30 Tage kostenlos testen
Mit Spaß Noten verbessern
und vollen Zugriff erhalten auf

8.156

sofaheld-Level

6.601

vorgefertigte
Vokabeln

7.455

Lernvideos

35.624

Übungen

33.169

Arbeitsblätter

24h

Hilfe von Lehrer*
innen

laufender Yeti

Inhalte für alle Fächer und Schulstufen.
Von Expert*innen erstellt und angepasst an die Lehrpläne der Bundesländer.

30 Tage kostenlos testen

Testphase jederzeit online beenden