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Die Autor*innen
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Iris Pfeffer
Arten des Reims
lernst du in der Oberstufe 5. Klasse - 6. Klasse

Grundlagen zum Thema Arten des Reims

Inhalt

Reimarten in Gedichten

In der Lyrik werden viele verschiedene Reimformen – auch Reimarten genannt – unterschieden. Im Allgemeinen versteht man unter einem Reim den Gleichklang von Wörtern nach dem letzten betonten Vokal. Einfach erklärt liegt ein Reim vor, wenn Silben oder Wörter ähnlich klingen. Im Folgenden erklären wir die unterschiedlichen Arten von Reimen und beantworten unter anderem die Fragen „Wie nennt man das Reimschema aaa?“ oder „Welcher Reim ist abba?“.

Welche Reimarten gibt es?

Man unterscheidet die Reimformen nach der Stellung im Vers, der Silbenanzahl (Kadenz), der lautlichen Struktur (Phonologie), der Anordnung am Versende und nach Besonderheiten auf der Wortebene (Morphologie und Lexik). Die drei häufigsten Reimarten im Deutschen sind die Alliteration, die Assonanz und der Endreim.

Was ist ein Reimschema?

Oftmals reimen sich in Gedichten die Wörter am Ende eines Verses. Diese Reimform nennt man Endreim. Das Reimschema gibt dabei an, in welcher Abfolge oder in welchem regelmäßigen Muster diese Reimformen in einer Strophe oder einem Gedicht auftreten. Dabei wird das jeweilige Reimschema mit Kleinbuchstaben (in alphabetischer Reihenfolge) am Ende des entsprechenden Verses gekennzeichnet. Es gibt viele verschiedene Reimschemata. Da in Gedichten immer auch mehrere Reimformen möglich sind, muss für jede einzelne Strophe das Reimschema neu bestimmt werden.

Reimschema bestimmen: umarmender Reim

Was ist ein Endreim? – Beispiele

Beim Endreim liegt ein vollständiger Gleichklang des letzten betonten Vokals bei mehreren Wörtern vor. Die Konsonanten werden hierbei nicht einbezogen. Der Endreim ist die wohl am häufigsten auftretende Reimart im Deutschen. Meistens treten Endreime in Gedichten in Form von Paarreimen, Kreuzreimen oder umarmenden Reimen auf.

Paarreim – Beispiel

Man spricht von einem Paarreim, wenn sich zwei aufeinanderfolgende Verse reimen. Damit folgt dieser Reim dem Schema aabb wie beispielsweise in dem Gedicht Heutige Weltkunst (1654) des Autors Friedrich von Logau:

Anders sein und anders scheinen; (a)
Anders reden, anders meinen; (a)
Alles loben, alles tragen; (b)
Allen heucheln, stets behagen; (b)
Allem Winde Segel geben; (c)
Bös’ und Gutem dienstbar leben; (c)
Alles Tun und alles Dichten (d)
Bloß auf eignen Nutzen richten: (d)
Wer sich dessen will befleißen, (e)
Kann politisch heuer heißen. (e)

Kreuzreim – Beispiel

Bei einem Kreuzreim reimen sich die letzten Wörter eines Verses nicht mit dem direkt folgenden, sondern immer mit dem übernächsten Vers. Die Reime wechseln sich also ab und das Reimschema ist abab. Das Werk Die Sehnsucht (1801) des Schriftstellers Friedrich Schiller weist zum Beispiel in jeder Strophe zwei Kreuzreime auf:

Ach, aus dieses Tales Gründen, (a)
Die der kalte Nebel drückt, (b)
Könnt’ ich doch den Ausgang finden, (a)
Ach, wie fühlt’ ich mich beglückt! (b)
Dort erblick’ ich schöne Hügel, (c)
Ewig jung und ewig grün! (d)
Hätt’ ich Schwingen, hätt’ ich Flügel, (c)
Nach den Hügeln zög’ ich hin. (d)
[...]

Umarmender Reim – Beispiel

Der umschließende bzw. umarmende Reim besteht aus zwei Reimpaaren, wobei ein Reimpaar das andere umschließt. Dabei eröffnet ein Vers die jeweilige Strophe, es folgt ein Paarreim und die abschließende Verszeile reimt sich wiederum mit dem ersten Vers. Das Reimschema ist abba. Nachfolgend siehst du ein Beispiel für einen umarmenden Reim aus dem Gedicht Ich fürchte mich so vor der Menschen Wort (1899) des Lyrikers Rainer Maria Rilke:

Ich fürchte mich so vor der Menschen Wort. (a)
Sie sprechen alles so deutlich aus: (b)
Und dieses heißt Hund, und jenes heißt Haus, (b)
und hier ist Beginn, und das Ende ist dort. (a)
[...]

Was ist der Schweifreim?

Folgen in einem Gedicht ein Paarreim und ein umarmender Reim direkt aufeinander, spricht man von einem Schweifreim. Das Reimschema ist bei schweifenden Reimen aabccb.

Was ist der Haufenreim?

Bei einem Haufenreim bleiben die Reimformen innerhalb einer Strophe gleich. Das Reimschema folgt also dem Muster aaaa (bbbb, cccc usw.).

Was ist ein Stabreim?

Bei der Alliteration bzw. dem Stabreim sind die Anfangsbuchstaben oder -silben gleich. In den lyrischen Werken des Althochdeutschen (750–1050) war die Alliteration der vorwiegend verwendete Reim. Heutzutage kennt man den Stabreim vor allem noch aus bekannten Formulierungen wie zum Beispiel Mann und Maus oder Wind und Wetter. Es folgt aus der Schrift Edda der Textbeginn des Gedichts Der Seherin Gesicht (in der Übertragung von Felix Genzheimer) als Beispiel für einen Stabreim:

Gehör heisch ich Heilger Sippen,
hoher und niederer Heimdallsöhne:
Du willst, Walvater, dass wohl ich künde,
was alter Mähren der Menschen ich weiß.

Hier wird in den ersten beiden Versen der Buchstabe h wiederholt und damit betont, im dritten und vierten Vers der Buchstabe w sowie im vierten noch zusätzlich der Buchstabe m.

Was ist die Assonanz?

Bei der Assonanz bzw. dem Anklang klingen nicht die Konsonanten, sondern die betonten Vokale gleich wie in folgendem Beispiel:

Es kam der Abend, es kam die Nacht …

Hier reimen sich nicht die Anfangsbuchstaben, sondern die betonten Vokale sind gleich. Da bei der Assonanz nur die Vokale gleich sind, wird sie auch als „unvollständiger Reim“ bezeichnet.

Reine und unreine Reime

Ob ein Reim unrein oder rein ist, hängt von dem Maß der lautlichen Übereinstimmung der Reime ab. Bei reinen Reimen stimmen die Reime lautlich überein, das heißt: Die jeweiligen Reimsilben nach dem betonten Vokal sind klanglich absolut gleich wie zum Beispiel bei den Wörtern Wonne und Sonne.
Doch was ist ein unreiner Reim? Bei einem unreinen Reim sind die Reimsilben lautlich nicht identisch, sondern klingen nur ähnlich, wie etwa bei den Wörtern Freude und Beute.

Was ist die Kadenz?

Die Bezeichnung Kadenz stammt von dem lateinischen Wort cadere, was so viel bedeutet wie „fallen“ bzw. „sinken“. Laut Definition beschreibt die Kadenz in der Literaturwissenschaft die metrische Form des Versendes oder, einfach erklärt, bezeichnet die Kadenz die Betonung am Ende des Verses. Dieser Versschluss kann entweder betont oder unbetont sein. Es werden zwei verschiedene Kadenzen unterschieden: die männliche und weibliche Kadenz.

  • Bei der männlichen bzw. stumpfen Kadenz endet der Vers auf eine betonte Silbe.
  • Die weibliche bzw. klingende Kadenz zeigt, dass ein Vers auf einer unbetonten Silbe endet.

Die Kadenzen am Ende eines Verses haben dabei die Funktion, dass sie den Rhythmus innerhalb eines Gedichts bestimmen. Zudem kann die Kadenz die Lesart beeinflussen und somit auch das Verstehen und Interpretieren von lyrischen Werken mitbestimmen.

Mehr dazu, wie die Kadenzen des Gedichts zu bestimmen sind, wird im Video Gedichtinterpretation anhand verschiedener Beispiele erläutert.

Reimformen – Übersicht

In der nachfolgenden Tabelle sind zentrale Reimarten mit Beispielen aufgeführt:

Reimform Merkmale Beispiel
Paarreim
(Endreimschema)
Die Versenden klingen vom letzten betonten Vokal an gleich. (aa) Die Mitternacht zog näher schon; (a)
In stummer Ruh lag Babylon. (a)
[...]
umarmender Reim /umschließender Reim (Endreimschema) Zwei Verse reimen sich, wobei das eine Reimpaar das andere umarmt. (abba) Frühling läßt sein blaues Band (a)
Wieder flattern durch die Lüfte; (b)
Süße, wohlbekannte Düfte (b)
Streifen ahnungsvoll das Land. (a)
[...]
Kreuzreim
(Endreimschema)
Ein Vers reimt sich mit dem übernächsten Vers. Die Reime wechseln sich ab. (abab) Und wenn es einst dunkelt, (a)
Der Erd bin ich satt, (b)
Durchs Abendrot funkelt (a)
Eine prächtge Stadt: (b)
[...]
Schweifreim
(Endreimschema)
Besteht immer aus sechs Versen: Die ersten beiden Verse bilden einen Paarreim;
es folgt ein umarmender Reim aus vier Verszeilen. (aabccb)
Der Mond ist aufgegangen, (a)
’die goldnen Sternlein prangen (a)
am Himmel hell und klar; (b)
der Wald steht schwarz und schweiget, (c)
und aus den Wiesen steiget (c)
der weiße Nebel wunderbar
. (b)
[...]
Haufenreim
(Endreimschema)
Ein Reim wiederholt sich mehr als zweimal hintereinander. (aaa, aaaa ...) [...]
Und Schein und Feuer, Fackeln rot und Brand, (a)
Die drohn im Weiten mit gezückter Hand (a)
Und scheinen hoch von dunkler Wolkenwand. (a)
Verschränkter Reim /dreifache Reimreihe (Endreimschema) Das Reimschema ist abcabc. Die jeweiligen Reimpaare aa, bb und cc sind sozusagen ineinander verschränkt. Der Tag ist karg an liebesüßen Wonnen, (a)
Es schmerzt mich seines Lichtes eitles Prangen (b)
Und mich verzehren seiner Sonne Gluthen.(c)
Drum birg dich Aug’ dem Glanze irrd’scher Sonnen! (a)
Hüll’ dich in Nacht, sie stillet dein Verlangen (b)
Und heilt den Schmerz, wie Lethes kühle Fluten.(c)
Binnenreim Zwei oder mehrere Wörter reimen sich in demselben Vers. Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
und hinter tausend Stäben keine Welt.
[...]
Anfangsreim Die Anfangswörter zweier Verse reimen sich. Morgen beginnt die Reise;
Sorgen machen sich breit.
Unreiner Reim Es reimen sich die Silben, die sich lautlich ähneln, aber nicht exakt identisch sind. heuteFreude
liebensiegen
Reiner Reim Die Reimsilben sind nach dem letzten betonten Vokal klanglich identisch (klingen gleich). KussSchluss
MausHaus
Assonanz Die Vokale – nicht die Konsonanten – stimmen überein. Ein vokalischer Gleichklang entsteht. Immer diese Liebe!
Stabreim/Alliteration Mehrere (aufeinanderfolgende) Wörter beginnen mit demselben Buchstaben. Gehör heisch ich Heilger Sippen,
hoher und niederer Heimdallsöhne:
Du willst, Walvater, dass wohl ich künde,
was alter Mähren der Menschen ich weiß.
[...]
Waise Der reimlose Vers innerhalb einer gereimten Strophe wird entweder mit einem x oder w angegeben. Als die Römer frech geworden,
Zogen sie nach Deutschlands Norden,
Vorne beim Trompetenschall
Ritt der Generalfeldmarschall,
Herr Quinctilius Varus. (ababx)
[...]
Kadenz Der Versschluss kann entweder betont (männlich) oder unbetont (weiblich) sein:

männlich/stumpf:
einsilbiger Reim; Vers endet mit Hebung.

weiblich/klingend:
zweisilbiger Reim; Vers endet mit Hebung und Senkung.
männlich: Weg

weiblich: Wege
Quellenangaben zum Thema Arten des Reims

Transkript Arten des Reims

Hallo, mein Name ist Iris und heute geht es um die Arten des Reims. Es geht heute um folgende Fragen: Welche verschiedenen Arten des Reims gibt es? Spielt die Epoche dabei eine Rolle? Welches ist die häufigste Reimart im Deutschen? Welche Formen davon sind besonders wichtig? Und zum Schluss: Was hat es mit dem Versende auf sich? Um diesen Film zu verstehen, brauchst du keine besonderen Vorkenntnisse. Man unterscheidet 3 Formen des Reims: die Alliteration, die Assonanz und den Endreim. Ich lese jetzt ein Gedicht mit einer der 3 Formen vor. Hast du diese Form schon einmal gehört? Gehör heisch ich Heilger Sippen, hoher und niederer Heimdallsöhne: Du willst, Walvater, dass wohl ich künde, was alter Mähren der Menschen ich weiß. Das war die Alliteration, auch Stabreim genannt. Bei der Alliteration sind die Anfangsbuchstaben oder -silben gleich. Sie war im Althochdeutschen, ca. 750 bis 1050 n. Chr., der Hauptreim. Heute kennen wir sie vor allem noch aus bestimmten festen Formulierungen. Mann und Maus. Wind und Wetter. Du kannst versuchen, es dir mit diesem Satz zu merken: Alle Alliterationen atmen Altes. Die 2. Reimart: Es kam der Abend, es kam die Nacht ... Diesmal sind es nicht die Anfangsbuchstaben, sondern die betonten Vokale klingen gleich. Da nur die Vokale gleich sind, wird sie auch als "unvollständiger Reim" bezeichnet. Als "Anklang" - "Assonanz". Du kannst hier an das Sonargerät denken oder an "a similar song". Wenn wir heutzutage sagen, etwas reimt sich, meinen wir normalerweise, dass die Wörter an den Enden der Verse sich reimen. Dies ist die 3. Form, der Endreim. Es bedeutet, 2 Wörter hören sich, von dem letzten betonten Vokal ab, gleich an. Es ist der häufigste Reim im Deutschen. Die Zeilen, die den gleichen Reim haben, werden mit demselben Buchstaben dargestellt. Also a, b, c oder d. Die wichtigsten Formen des Endreims sind der Paarreim, der Kreuzreim und der umarmende Reim. Ich lese dir jetzt jeweils ein Gedicht vor und du kannst dir überlegen, welcher Reim es ist. Anders sein und anders scheinen, Anders reden, anders meinen, Alles loben, alles tragen, Allen heucheln, stets behagen, Allem Winde Segel geben, Bös' und Gutem dienstbar leben, Alles Tun und alles Dichten Bloß auf eignen Nutzen richten: Wer sich dessen will befleißen, Kann politisch heuer heißen. Erkannt? Dieses Gedicht nutzt den Paarreim. Ein Paar von aufeinanderfolgenden Versenden, die sich reimen - aa, bb, cc, dd, ee. Das nächste Gedicht: Ach, aus dieses Tales Gründen, Die der kalte Nebel drückt, Könnt ich doch den Ausgang finden, Ach, wie fühlt ich mich beglückt! ... Diesmal war es ein Kreuzreim - 2 Reihenpaare, die sich überkreuzen. Also zuerst der 1. Teil von Reimpaar 1, dann der erste Teil von Reimpaar 2, dann der 2. Teil von Reimpaar 1 und danach der 2. Teil von Reimpaar 2. Wenn man nun die Reimpaare verbindet, entsteht ein Kreuz. Daher heißt es "Kreuzreim". Jetzt das 3. Gedicht: Ich fürchte mich so vor der Menschen Wort. Sie sprechen alles so deutlich aus: Und dieses heißt Hund, und jenes heißt Haus, und hier ist Beginn, und das Ende ist dort... Hast du die Form erkannt? -a,b,b,a- Der 1. Reim umschließt, oder umarmt, den 2. Deswegen nennt man dies auch einen "umarmenden Reim". Gelegentlich wirst du vielleicht auch "umschließender Reim" lesen. Damit kennst du die 3 wichtigsten Formen des Endreims. Beim Endreim ist noch eine Sache wichtig: Man unterscheidet, ob der Vers mit einer betonten oder einer unbetonten Silbe endet. Da im neueren Deutsch jeder Vers entweder nur mit einer betonten oder einer unbetonten Silbe enden kann, kann es auch nur 2 Arten des Versendes geben. Die 1. Variante endet auf einer betonten Silbe, z. B. "Weg". Da der Vers mit der letzten Betonung komplett endet, wird diese Endung als "stumpf" bezeichnet - oder als "männlich". Du kannst dir beides gut merken: "stumpf" endet mit "rund" und das internationale Zeichen für "Mann" erinnert an den Akzent. Die 2. Variante endet auf einer unbetonten Silbe, z. B. "Wege". Da der Vers nach der letzten Betonung noch nachhallt, wird sie auch als "klingend" bezeichnet - oder als "weiblich". Du kannst dir beides wieder gut merken: "Klingend" endet unbetont, es klingt wie ein Nachhall. Das internationale Zeichen für "Frau" zeigt nach unten, wie das Zeichen für die Senkung. Jetzt ist nur noch eine letzte Sache wichtig: Man bezeichnet diese Endsilben als "Kadenz". Dass der Name von dem lateinischen Wort für "fallen" kommt, musst du nicht wissen. Aber vielleicht kannst du dir den Begriff "Kadenz" durch den folgenden Satz merken: Der Vers fällt in die kalte dunkle Nacht. So, das war alles für heute. Fassen wir zusammen, was du gelernt hast: Die 3 wichtigsten Formen des Reims sind Alliteration, Assonanz und Endreim. Die 3 wichtigsten Formen des Endreims sind der Paarreim, der Kreuzreim und der umarmende Reim. Das Ende des Verses, das den Reim trägt, kann entweder betont oder unbetont sein. Betont nennt man es eine "stumpfe" oder "männliche" Kadenz und unbetont eine "klingende" oder "weibliche" Kadenz. Ich hoffe, du fandest es heute interessant. Bis zum nächsten Mal, deine Iris.    

53 Kommentare

53 Kommentare
  1. Sehr toll…

    Von Alice , vor etwa einem Monat
  2. super vid :)

    Von tom, vor 4 Monaten
  3. sehr cooles Video hat mir für einen Test geholfen 😉😉😀😀

    Von Lennart, vor 6 Monaten
  4. Danke es hat mir gut geholfen

    Von Can, vor 7 Monaten
  5. Das Video war gut. Die Übungen waren auch gut. Aber ich finde man hätte noch ein bisschen mehr reinpacken können wie z.B.: Schweifreime, Waisen usw.
    Auch die Schrift war manchmal nicht gut zu lesen

    Von Ronja, vor 11 Monaten
Mehr Kommentare

Arten des Reims Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Arten des Reims kannst du es wiederholen und üben.
  • Definiere die drei Arten des Reims.

    Tipps

    Das Wort Assonanz kommt von den lateinischen Wörtern ad „zu, an" und sonare „klingen".

    Ein Beispiel für eine Alliteration ist z. B. die Werbung:

    • Milch macht müde Männer munter.
    Lösung

    Als Reim werden ähnlich klingende Wörter bezeichnet, daher gibt es auch verschiedene Reimformen. Zum Beispiel den umarmenden Reim oder den Paarreim.
    Die Lyrik hat eine musikalische Dimension. Das bedeutet, dass ein Reim zum Beispiel angenehm und ästhetisch klingt. Deshalb haben reimende Wörter oft für die Sinngebung der Dichtung ein besonderes Gewicht.// Außerdem bleibt Gereimtes besser im Gedächtnis haften. Sprichwörter oder Werbesprüche und dergleichen treten deshalb auch oft in Form eines Reims auf. So hat das Reimen von Botschaften also auch einen praktischen Nutzen, z. B. bei den Wandersängern des Mittelalters und der Renaissance zur Übermittlung von Nachrichten.

  • Bestimme die Arten des Endreims.

    Tipps

    Verbindet man die Endreime der einzelnen Verse miteinander, enstehen Muster wie Kreuze, Paare oder Umarmungen.

    Wenn die Endreime mit Buchstaben, wie a, b, c... markiert werden, wird ihr Schema deutlich.

    Lösung

    Es ist nicht leicht, einem Reim eine klare Wirkung zuzuschreiben, dennoch hat der Reim einen großen Einfluss darauf, wie ein Text gelesen und verstanden wird. Denn Reime setzen die Verse einer Strophe in Beziehung zueinander.
    Ein Endreim ist die Bindung von zwei oder mehreren Versen durch Gleichklang . Aus der Abfolge solcher Endreime innerhalb eines Werkes ergeben sich die Reimschemata. Das mittelhochdeutsche Wort rîm ist entlehnt aus dem Französischen bedeutet „in Reihen ordnen, reimen“ dar.

  • Bestimme das Reimschema.

    Tipps

    aabb - Paarreim
    abba - umarmender Reim
    abab - Kreuzreim

    Beginne in jeder Strophe mit dem Buchstaben a.

    Lösung

    Das Versmaß oder auch Metrum beschreibt, inwiefern die einzelnen Silben im einzelnen Vers betont oder unbetont sind. Das Metrum innerhalb eines Gedichts kann dessen Rhythmus und Struktur, aber auch maßgeblich die Stimmung sowie die Lesart beeinflussen.
    Eine Silbe ist die kleinste metrische Einheit in einem Wort. Sie beschreibt die Laute innerhalb eines Wortes, die wir beim Sprechen in einem Zug aussprechen.
    Es gibt unterschiedliche metrische Konstellationen, auch Versfüße genannt.

    • Der Jambus besteht aus einer unbetonten und betonten Silbe.
    • Der Trochäus ist die Umkehrung des Jambus. Hier folgt eine betonte Silbe auf eine unbetonte Silbe.
    • Der Daktylus wird aus einer betonten und zwei unbetonten Silben gebildet.
    • Die Anapäst ist wiederum die Umkehrung des Daktylus. Dabei wird der Versfuß aus zwei unbetonten und einer betonten Silbe gebildet.
    Jambus, Trochäus, Daktylus und Anapäst bilden die vier Grundmetren in der Lyrik und begegnen uns recht häufig.

    Quelle des Textes: http://gutenberg.spiegel.de/buch/kurt-tucholsky-gedichte-1192/1 [letzter Zugriff: 05.10.17]

  • Analysiere die Ballade John Maynard von Theodor Fontane.

    Tipps

    Die Kadenz betrifft den Schluss des einzelnen Verses.

    • letzte Silbe unbetont = weibliche Kadenz
    • letzte Silbe betont = männliche Kadenz

    Der umarmende Reim kann auch so dargestellt werde: abba.

    Lösung

    John Maynard ist eine Ballade von Theodor Fontane und wurde erstmals 1886 veröffentlicht.
    In der Ballade geht es um John Maynard, der Steuermann eines Passagierschiffs ist, auf dem gegen Ende einer Fahrt von Detroit nach Buffalo Feuer ausbricht. Da er selbst unter Gefährdung seines eigenen Lebens auf seinem Posten bleibt, rettet er allen Passagieren das Leben. Hierbei handelt es sich um eine wahre Begebenheit, die Fontane nachträglich literarisch verarbeitet hat.
    Die Ballade besteht aus neun Strophen. Versmaß und Reim zeigen, dass es sich um einen Knittelvers handelt. Knittel heißt im Frühneuhochdeutschen „Reim“. Die einzige Vorschrift für den Knittelvers ist, dass immer zwei aufeinanderfolgende Zeilen sich reimen müssen, also ein Paarreim vorliegen muss.

    Quelle des Textes: http://gutenberg.spiegel.de/buch/gedichte-9602/8 [letzter Zugriff: 05.10.2017]

  • Definiere den Begriff Kadenz.

    Tipps

    • Freude, schöner Götterfunken"
    Die fettgedruckten Buchstaben sollen hier die betonten Silben markieren. Da der Vers Friedrich Schillers hier auf eine unbetonte Silbe endet, handelt es sich um eine weibliche Kadenz.

    Lösung

    Das Wort Kadenz leitet sich vom Lateinischen cadere ab, was in etwa „fallen“ oder „stürzen“ bedeutet. Sie beschreibt also, wie ein Vers abfällt, also endet.
    Die Kadenz beschreibt das Ende eines Verses innerhalb eines Gedichts und sagt etwas darüber aus, wie viele Silben nach der letzten betonten Silbe in einem Vers vorhanden sind.

    • Bei der männlichen Kadenz, auch als stumpfe Kadenz bezeichnet, endet der Vers auf eine betonte Silbe.
    • Bei der weiblichen Kadenz endet der Vers auf eine unbetonte Silbe.
    Natürlich haben solche Kadenzen am Ende eines Verses auch eine Funktion und zwar nicht nur, dass sie den Rhythmus innerhalb eines Gedichts beeinflussen. Vielmehr kann die Kadenz unsere Lesart beeinflussen und somit auch das Verstehen und Interpretieren von Lyrik mitbestimmen.

  • Ermittle weitere Reimschemata.

    Tipps

    Beim Haufenreim reimen sich die Versenden mehr als zweimal.

    Im Schweifreim bilden die ersten beiden Verse einen Paarreim, denen ein umarmender Reim aus vier Verszeilen angestellt wird.

    Waise nennt man einen Vers, der keinen Reimpartner innerhalb eines Reimgedichts hat.

    Lösung

    In der literarischen Gattung der Lyrik gibt es viele verschiedene Reimformen. Klingen Wörter oder Silben ähnlich, dann reimen sie sich. Reimformen können aufgrund ihrer Silbenanzahl, der Stellung im Vers oder ihres Reimschemas geordnet werden. Hier ein paar zusätzliche Beispiele:

    Haufenreim: der Reim wird mehr als zweimal am Versende wiederholt „aaaa"
    auf den hohen Felsenklippen
    sitzen sieben Robbensippen
    die sich in die Rippen stippen
    bis sie von den Klippen kippen

    Schweifreim: Ein Paarreim und ein umarmender Reim bilden den Schweifreim „aabccb" *Der Mond ist aufgegangen,
    'die goldnen Sternlein prangen
    am Himmel hell und klar;
    der Wald steht schwarz und schweiget,
    und aus den Wiesen steiget
    der weiße Nebel wunderbar.
    (Abendlied von M. Claudius)

    Quellen der Textauszüge
    http://www.lyrikwelt.de/gedichte/claudiusg1.htm [letzter Zugriff: 30.10.2017]
    http://gutenberg.spiegel.de/buch/gedichte-9702/15 [letzter Zugriff: 05.10.2017]

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