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Wie übersetze ich einen si-Satz?

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Latein-Team
Wie übersetze ich einen si-Satz?
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Grundlagen zum Thema Wie übersetze ich einen si-Satz?

Inhalt

Die si-Sätze im Lateinischen – einfach erklärt

Das Wörtchen si ist dir im Unterricht bestimmt schon öfter begegnet. Besonders die Übersetzung der si-Sätze kann im Lateinischen eine Herausforderung darstellen. Doch was sind si-Sätze im Lateinischen eigentlich? Die Subjunktionen si (wenn, falls) und nisi (wenn nichts, falls nicht) leiten Nebensätze ein, die eine Bedingung ausdrücken. Daher werden sie auch als Konditionalsätze (lat. condicio – Bedingung) bezeichnet. Die Bedingung kann erfüllbar oder nicht erfüllbar sein.

Welche si-Sätze gibt es im Lateinischen?

Es werden verschiedene Typen von si-Sätzen im Lateinischen unterschieden:

Im Folgenden zeigen wir dir schrittweise, wie man si-Sätze im Lateinischen übersetzt. Wenn dir die Übersicht nicht ausreicht, dann schau dir zum besseren Verständnis die einzelnen Lernvideos zu dem jeweiligen si-Satz an.

Die si-Sätze im Lateinischen – Realis

Wenn du im Satz auf ein si oder nisi stößt, musst du zuerst den Modus des Prädikats im si-Satz bestimmen. Steht das Prädikat im Indikativ Präsens, handelt es sich eindeutig um einen sogenannten Realis. Das bedeutet, dass der Sprecher die Bedingung als wirklich bzw. erfüllbar auffasst. Im Deutschen kannst du den si-Satz auch mit dem Indikativ wiedergeben:

  • Si propero, in tempore venio.
    Wenn ich mich beeile, komme ich rechtzeitig.
  • Si tempestas bona est, ad litum eo.
    Wenn das Wetter gut ist, gehe ich zum Strand.
  • Si hoc dicis, mentiris.
    Wenn du das sagst, lügst du.

Die si-Sätze im Lateinischen – Potentialis

Steht im si-Satz ein Konjunktiv Präsens oder ein Konjunktiv Perfekt, ist die Bedingung möglich. Es handelt sich also um einen Potentialis. Im Deutschen verwendest du Umschreibungen wie „sollte“, „könnte“ oder „dürfte“.

  • Nisi Quintus in tempore veniat, magister iratus sit.
    Wenn Quintus nicht rechtzeitig kommen sollte, könnte der Lehrer sauer sein.
  • Si ibi magistrum videam, tristis sim.
    Wenn ich den Lehrer dort sehen sollte, dürfte ich traurig sein.

Lateinische si-Sätze am Beispiel Römerflucht vor Germanen

Die si-Sätze im Lateinischen – Irrealis der Gegenwart

Bei einer Bedingung, die nicht erfüllt oder nicht erfüllbar ist, steht das Prädikat im si-Satz im Konjunktiv Imperfekt. Diese Art von si-Satz wird als Irrealis der Gegenwart bezeichnet, denn die Bedingung bezieht sich auf einen Moment der Gegenwart. Im Deutschen wird der Konjunktiv Imperfekt im Irrealis mit dem Konjunktiv II oder mit einer Umschreibung mit „würde“ wiedergegeben.

  • Nisi sero in scholam venirem, magister iratus non esset.
    Wenn ich nicht zu spät in die Schule käme/kommen würde, wäre der Lehrer nicht sauer.
  • Nisi magister veniret, discipuli luderent.
    Wenn der Lehrer nicht kommen würde, würden die Kinder spielen.
  • Nisi puer essem, cum Romanis pugnarem.
    Wenn ich kein Junge wäre, würde ich mit den Römern kämpfen.

Die si-Sätze im Lateinischen – Irrealis der Vergangenheit

Steht im si-Satz der Konjunktiv Plusquamperfekt, wurde die Bedingung in der Vergangenheit nicht erfüllt bzw. sie war nicht erfüllbar. Beim Irrealis der Vergangenheit geht es um eine theoretische Vorstellung, die nicht mehr umsetzbar ist. Zur Übersetzung im Deutschen nimmst du „hätte“ oder „wäre“ und das Partizip II.

  • Si properavisses, in tempore venisses!
    Wenn du dich beeilt hättest, wärst du pünktlich gekommen!
  • Cicero rem publicam administravisset, si potuisset.
    Cicero hätte den Staat geleitet, wenn er gekonnt hätte.
  • Hannibal felix fuisset, nisi Romanes hostes fuissent.
    Hannibal wäre glücklich gewesen, wenn die Römer nicht die Feinde gewesen wären.

Die si-Sätze im Lateinischen – Zusammenfassung

Bei der Übersetzung eines si-Satzes kannst du also wie folgt vorgehen:

  • Bestimme zunächst den Modus des Prädikats im si-Satz.

    • Steht das Prädikat im si-Satz im Indikativ, handelt es sich um einen Realis, der mit dem Indikativ übersetzt wird.
  • Steht das Prädikat im si-Satz im Konjunktiv, solltest du das Tempus bestimmen:

    • Konjunktiv Präsens/Perfekt → Potentialis
      Übersetzung mit „sollte“, „könnte“ oder „dürfte“
    • Konjunktiv Imperfekt → Irrealis der Gegenwart
      Übersetzung mit Konjunktiv II
    • Konjunktiv Plusquamperfekt → Irrealis der Vergangenheit
      Übersetzung mit „hätte“ oder „wäre“ + Partizip II

Hier findest du eine Tabelle mit der Erklärung der si-Sätze im Lateinischen, die dir bei der Übersetzung zukünftiger Texte mit Konditionalsätzen hoffentlich helfen wird.

si-Satz Bedingung Modus und Tempus Übersetzung
Realis erfüllbar Indikativ Indikativ
Potentialis möglich Konjunktiv Präsens/Perfekt sollte, könnte, dürfte
Irrealis der Gegenwart nicht erfüllt/nicht erfüllbar Konjunktiv Imperfekt Konjunktiv II
Irrealis der Vergangenheit in der Vergangenheit nicht erfüllt Konjunktiv Plusquamperfekt hätte/wäre + Partizip II

Geschafft! Du kennst jetzt alle Varianten von si-Sätzen und die Übersetzung ins Deutsche. Bereitet dir die Unterscheidung und Übersetzung der Konditionalsätze noch Probleme? Du findest Übungen und Arbeitsblätter zu den si-Sätzen im Lateinischen bei sofatutor neben dem Video.

Transkript Wie übersetze ich einen si-Satz?

Salve. Lucius und Cornelia sitzen in der Schule. Ihr Freund Quintus ist noch nicht da. Der Lehrer sagt: “Si Quintus anesset, incipere possem.” “Wenn Quintus da wäre, könnte ich anfangen.” Der Satz enthält ein kleines Wörtchen, das oft Probleme macht: Si. In diesem Video wollen wir gemeinsam der Frage nachgehen, wie man einen si-Satz am besten übersetzt. Zunächst gibt es eine Wiederholung. Dann stelle ich dir die Arten von si-Sätzen vor. Den Realis, den Potentialis, den Irrealis der Gegenwart und den Irrealis der Vergangenheit. Am Ende gibt es noch eine Zusammenfassung. Und natürlich erfährst du, ob es Quintus pünktlich in den Unterricht schafft. Si und nisi sind Subjunktionen. Sie leiten immer Nebensätze ein. Wir übersetzen sie mit “wenn” oder “falls”, “wenn nicht” oder “falls nicht”. Sätze mit si oder nisi sind Konditionalsätze. Das heißt sie drücken eine Bedingung aus. Die Bedingung kann erfüllbar oder nicht erfüllbar sein. Schauen wir uns jetzt die Arten von si-Sätzen genauer an. Auf dem Weg zur Schule sagt sich Quintus “Si propero, in tempore venio.” Wenn du im Satz auf ein si oder nisi stößt, musst du zu aller erst den Modus des Prädikats im si-Satz bestimmen. Das Prädikat kann im Indikativ oder Konjunktiv stehen. Hier steht das Prädikat propero im Indikativ. Und zwar im Indikativ Präsens. Der Indikativ zeigt, dass der Sprecher die Bedingung als wirklich auffasst. Eine solche Bedingung wird Realis genannt. Zum Übersetzen nehmen wir ebenfalls den Indikativ. Also: “Wenn ich mich beeile, komme ich rechtzeitig.” Kommen wir zum nächsten Beispiel. Cornelia flüstert Lucius ins Ohr: “Nisi Quintus in tempore veniat, Magister iratus sit.” Bestimmen wir zuerst den Modus des Prädikats. Veniat ist ein Konjunktiv und zwar ein Konjunktiv Präsens. Auch im Hauptsatz steht ein Konjunktiv Präsens. Steht im si-Satz ein Konjunktiv Präsens oder Perfekt ist die Bedingung möglich. Das nennen wir Potentialis. Im Deutschen verwenden wir die Umschreibung “sollte”, “dürfte” oder “könnte”. Also: “Falls Quintus nicht rechtzeitig kommen sollte, könnte der Lehrer sauer sein.” Quintus ist immer noch auf dem Schulweg und weiß schon, dass er es nicht mehr rechtzeitig schafft. Er denkt sich: “Nisi sero in scholam venirem, magister iratus non esset.” Wieder bestimmen wir den Modus des Prädikats. Venirem ist ein Konjunktiv Imperfekt. Esset ist ebenfalls ein Konjunktiv Imperfekt. Steht im si-Satz ein Konjunktiv Imperfekt, ist die Bedingung nicht erfüllt oder erfüllbar. Wir nennen das Irrealis der Gegenwart. Bei der Übersetzung verwenden wir den Konjunktiv zwei oder eine Umschreibung mit würde. Also: “Wenn ich nicht zu spät in die Schule käme”, oder kommen würde. Wir müssen uns dazu denken ich komme aber zu spät. Denn so ist es ja. Also: “Wenn ich nicht zu spät in die Schule käme, wäre der Lehrer nicht sauer.” Auch hier denken wir uns dazu er ist aber sauer. Kommen wir zur letzten und kniffligsten Art der si-Sätze. Quintus ist ins Klassenzimmer geplatzt. Der Lehrer schimpft. “Si properavisses, in tempore advenisses.” Properavisses ist ein Konjunktiv Plusquamperfekt. Der steht auch im Hauptsatz bei advenisses. Steht im si-Satz ein Konjunktiv Plusquamperfekt, war die Bedingung in der Vergangenheit nicht erfüllt. Wir nennen das Irrealis der Vergangenheit. Zum Übersetzen nehmen wir “hätte” oder “wäre” und das Partizip II. Also “ich hätte gesagt” oder “ich wäre gekommen”. Versuchen wir es am Satz. Der Lehrer sagt: “Wenn du dich beeilt hättest” und denkt sich, hast du aber nicht, “wärst du pünktlich angekommen”. Im Kopf denkt er, bist du aber nicht. Fassen wir noch einmal zusammen, wie du bei der Übersetzung eines si-Satzes vorgehen musst. Wenn du die Subjunktionen si oder nisi triffst, bestimmst zu zuerst den Modus des Prädikats im si-Satz. Steht es im Indikativ hält der Sprecher die Bedingung für wirklich. Das ist ein Realis. Du übersetzt ganz einfach mit Indikativ. Steht das Prädikat im Konjunktiv musst du untersuchen welcher es ist. Konjunktiv Präsens und Perfekt stehen für eine mögliche Bedingung, ein Potentialis. Wir übersetzen mit “sollte”, “dürfte” oder “könnte”. Steht das Prädikat im Konjunktiv Imperfekt ist die Bedingung nicht erfüllt. Es ist ein Irrealis der Gegenwart. Wir übersetzen mit Konjunktiv II oder “würde”. Der Konjunktiv Plusquamperfekt bringt zum Ausdruck, dass eine Bedingung in der Vergangenheit nicht erfüllt war. Das nennt man Irrealis der Vergangenheit. Wir übersetzen mit “hätte” oder “wäre” und dem Partizip II. Der Lehrer hat sich inzwischen wieder beruhigt und sagt: “Si nunc considis, tandem incipere possum.” “Wenn du dich nun hinsetzt, kann ich endlich anfangen.” Gerade nochmal gut gegangen. Dann kann der Unterricht ja losgehen. Vale.

3 Kommentare

3 Kommentare
  1. In den Übungen wird 'Si sol arserit, asinus certe cessaverit.' übersetzt mit 'Wenn die Sonne gebrannt haben sollte, dürfte der Esel sicherlich gezögert haben.', also mit einem deutschen Perfekt. Wird der lateinische Potentialis im Perfekt nicht mit Präsens übersetzt? Also ''Wenn die Sonne brennen sollte, dürfte der Esel sicherlich zögern.'

    Von Gunter F., vor mehr als 3 Jahren
  2. Der Konditionalsatz mit Fut. I und Fut. II wäre auch noch interessant. Es geht darum, das komplizierte Futur II im Deutschen mit Präsens oder Perfekt wiederzugeben:
    "Si Marcus cras iterum sero venerit, eum puniam!" - "Wenn Markus morgen wieder zu spät kommt, werde ich ihn bestrafen!"

    Von Mameschnue, vor mehr als 3 Jahren
  3. Das Video ist wirklich sehr anschaulich und verständlich ! Wirklich super ^^

    Von Johanna Q., vor mehr als 6 Jahren

Wie übersetze ich einen si-Satz? Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Wie übersetze ich einen si-Satz? kannst du es wiederholen und üben.
  • Ordne die lateinischen Sätze der richtigen Übersetzung zu.

    Tipps

    Bei der Übersetzung eines si-Satzes schau dir zuerst den Modus des Prädikats an – steht das Prädikat im Indikativ oder im Konjunktiv?

    Wenn das Prädikat im Konjunktiv steht: welcher ist es?

    Unterscheide den Potentialis, Irrealis der Gegenwart und der Vergangenheit.

    Lösung

    Es gibt vier verschiedene Arten von si- Sätzen, die alle eine Bedingung ausdrücken. Um herauszufinden, welche vorliegt, damit du den Satz richtig übersetzen kannst, gehst du folgendermaßen vor: Zuerst schaust du dir den Modus des Prädikats an!

    Liegt ein Indikativ vor, ist die Sache klar: Du hast einen Realis vor dir, der eine Bedingung ausdrückt, die wirklich ist. Du übersetzt in diesem Fall mit dem Indikativ.

    • Si canis paret, eum laudo. - Wenn der Hund gehorcht, lobe ich ihn.
    Liegt ein Konjunktiv vor, musst du ihn genauer anschauen und die Zeitstufe bestimmen.

    Bei einem Konjunktiv Präsens oder Perfekt handelt es sich um einen Potentialis. Der drückt eine Bedingung aus, die möglich ist. Du übersetzt dann mit sollte, dürfte oder könnte.

    • Si canis pareat, eum laudem. - Wenn der Hund gehorchen sollte, könnte ich ihn loben.
    Handelt es sich um einen Konjunktiv Imperfekt, ist es ein Irrealis der Gegenwart. Das bedeutet, die Bedingung ist nicht erfüllt bzw. nicht erfüllbar. Ihn übersetzt du mit Hilfe des Konjunktivs II oder einer Umschreibung mit würde:
    • Si canis pareret, eum laudarem. - Wenn der Hund gehorchen würde, würde ich ihn loben.
    Die letzte Möglichkeit ist, dass der Konjunktiv im Plusquamperfekt steht. In diesem Fall bezieht sich der/die Sprecher/-in auf die Vergangenheit. Die Situation ist schon lang vergangen, die Bedingung wurde aber in der Vergangenheit nicht erfüllt bzw. war nicht erfüllbar. Dann übersetzt du mit hätte oder wäre und dem Partizip II. Also:
    • Si canis paruisset, eum laudavissem. - Wenn der Hund gehorcht hätte, hätte ich ihn gelobt.

  • Gib an, was für ein si-Satz jeweils vorliegt.

    Tipps

    Um zu entscheiden, welcher si-Satz vorliegt, musst du das Prädikat genauer unter die Lupe nehmen! Welcher Modus liegt vor? Welches Tempus?

    Untersuche genau den Konjunktiv und vergleiche ihn mit der Übersetzung. Heißt es sollte oder dürfte, wäre oder würde - oder gar hätte?

    Lösung

    Schauen wir uns zur Bestimmung der einzelnen si-Sätze die Prädikate genauer an:

    Den ersten Satz hast du vielleicht aus dem Lernvideo erkannt. considis ist ein Indikativ, wie auch possum. Es liegt also ein Realis vor. Er wird ganz normal mit Indikativ übersetzt.

    Der zweite Satz enthält die Prädikate placeat und veniamus, beide sind Konjunktiv Präsens. Wir haben hier also einen Potentialis. Du sagst: gefallen sollte, könnte wiederkommen.

    Im dritten Satz findest du die Prädikate arserit und cessavit, beide im Konjunktiv Perfekt. Also haben wir auch hier einen Potentialis: gebrannt haben sollte, dürfte gezögert haben.

    Im vierten Satz kannst du ambulavissent und scribuisset als Konjunktiv Plusquamperfekt bestimmen. Der vorliegende Satz ist also ein Irrealis, genauer gesagt: ein Irrealis der Vergangenheit: gegangen wären, hätte geschrieben.

    Die Prädikate im fünften Satz sind intrat und est, sie stehen im Indikativ. Wie im ersten Satz haben wir es hier also mit einem Realis zu tun. Übersetzt wird er wieder mit dem Indikativ.

    Der letzte Satz* hält gleich drei Prädikate bereit: laborarent im Nebensatz und iacerent sowie luderent im Nebensatz. Alle stehen sie im Konjunktiv Imperfekt, so dass du den Satz als **Irrealis der Gegenwart markieren musst: arbeiten würden, daliegen oder spielen würden.

  • Entscheide, welche Übersetzungen für den lateinischen Satz möglich sind.

    Tipps

    Lass dich nicht verwirren! Achte auf die Prädikate und bestimme ihren Modus und das Tempus.

    Entscheide dann, welche Art von si-Satz vorliegt und wie dabei die Prädikate übersetzt werden.

    Zwei Übersetzungen sind korrekt.

    Der si-Satz ist ein Potentialis. Weißt du noch, wie man ihn übersetzt?

    Lösung

    Schauen wir uns zuerst die Prädikate an:

    des kommt von dare (geben), gaudeat von gaudere (sich freuen). Beide stehen im Konjunktiv Präsens. Das erkennst du daran, dass sie aus dem Präsensstamm gebildet wurden. Bei des ist das -a- des Stammes durch das Moduszeichen -e- ersetzt, bei gaudeas wird nur das Moduszeichen -a- angehängt.

    Der Konjunktiv Präsens zeigt dir, dass ein Potentialis vorliegt. Das bedeutet, die Bedingung ist nicht wirklich, aber möglich. Anders als beim Irrealis kann es noch sein, dass sie eintritt. Die Möglichkeit musst du durch „sollte“, „dürfte“ oder „könnte“ ausdrücken.

    Richtige Übersetzungen sind also nur:

    • Wenn du dem Freund ein Geschenk geben solltest, dürfte er sich bestimmt freuen.
    • Wenn du dem Freund ein Geschenk geben könntest, sollte er sich bestimmt freuen.
    Warum die anderen Übersetzungen falsch sind, erfährst du hier:
    • Wenn du dem Freund ein Geschenk gibst, freut er sich bestimmt - das ist ein Realis, der eine wirkliche Bedingung ausdrückt. Hier ist der Konjunktiv gar nicht ausgedrückt.
    • Würdest du dem Freund ein Geschenk geben, würde er sich bestimmt freuen - das müsste ein Irrealis der Gegenwart sein, die Prädikate müssten im Konjunktiv Imperfekt stehen: dares und gauderet. Das tun sie aber nicht!
    • Wenn du dem Freund ein Geschenk gemacht hättest, hätte er sich bestimmt gefreut - das müsste ein Irrealis der Vergangenheit sein. Hier müsste alles im Konjunktiv Plusquamperfekt stehen: dedisses und gavisus esset. Die Bedingung wäre dann gar nicht mehr möglich.

  • Übersetze die fehlenden Verbformen.

    Tipps

    Vokabeltipps:

    • videre (video, vidi, visum) -- sehen
    • venire (venio, veni, ventum) -- kommen

    Lösung

    Hier musst du dir zunächst die lateinischen Prädikate anschauen und Modus sowie Tempus bestimmen.

    Folgende Verben kommen vor:

    • videre (video, vidi, visum) -- sehen
    • venire (venio, veni, ventum) -- kommen.
    Nun zu den Sätzen:

    Saluto si te video.
    Ich grüße dich, wenn ich dich sehe. Die beiden Verben stehen im Indikativ Präsens. Es wird eine wirkliche Bedingung ausgedrückt. Somit liegt ein Realis vor.

    Salutarem, si te viderem.
    Ich würde dich grüßen, wenn ich dich sehen würde oder sähe. Hier stehen salutare und videre im Konjunktiv Imperfekt. Dadurch wird eine nicht erfüllte Bedingung ausgedrückt und wir haben einen Irrealis der Gegenwart.

    Salutavissem, si te vidissem.
    Ich hätte dich gegrüßt, wenn ich dich gesehen hätte. An den beiden Verben im Konjunktiv Plusquamperfekt erkennst du, dass es sich um eine Bedingung handelt, die in der Vergangenheit nicht erfüllt wurde. Es ist somit der Irrealis der Vergangenheit.

    Nisi pater veniat, puer solus libros portet.
    Wenn der Vater nicht kommen sollte, dürfte oder könnte, sollte, dürfte oder könnte der Junge die Bücher alleine tragen. Die beiden Verben veniat und portet stehen im Konjunktiv Präsens und drücken somit eine wirkliche Bedingung aus. Es ist ein Potentialis.

    Nisi pater venisset, puer solus libros portavisset.
    Wenn der Vater nicht gekommen wäre, hätte der Junge die Bücher alleine getragen. Hier haben wir eine unerfüllte Bedingung, ausgedrückt durch die beiden Verben im Konjunktiv Plusquamperfekt. Somit handelt es sich wieder um einen Irrealis der Vergangenheit.

  • Ordne die Konjunktive dem richtigen Tempus zu.

    Tipps

    Die Formen stammen alle vom Verb:

    • audire (audio, audivi, auditum) – hören

    Lösung

    Den Konjunktiv Präsens erkennst du an dem eingeschobenen -a- vor der Personalendung. Hier wird nur das Moduszeichen an den Präsensstamm gehängt. Darauf folgen die Endungen:

    • audi-a-t - er sollte, dürfte hören
    • audi-a-mus - wir wollen hören.
    Der Konjunktiv Imperfekt sieht aus wie der Infinitiv Präsens mit einer Personalendung. Hier wird immer die Silbe -re- an den Präsensstamm gehängt, daran kommt die passende Endung:
    • audire-m - ich würde hören
    • audire-s - du würdest hören
    • audire-tis - ihr würdet hören.
    Der Konjunktiv Perfekt wird aus dem Perfektstamm gebildet. An diesen hängt man die Silbe -eri- an, daran kommen die Endungen:
    • audiv-eri-m - ich sollte gehört haben.
    Und zuletzt der Konjunktiv Plusquamperfekt. Der sieht aus wie der Infinitiv Perfekt und die Personalendung. Man hängt dazu -isse- an den Perfektstamm:
    • audiv-isse-s - du hättest gehört
    • audiv-isse-nt - sie hätten gehört.

  • Vervollständige die lateinischen Sätze anhand der Übersetzung, indem du die richtigen Konjunktivformen einsetzt.

    Tipps

    Was für eine Bedingung wird im deutschen Satz ausgedrückt? Ist sie erfüllbar, noch möglich oder nicht mehr erfüllbar?

    Wenn du das festgestellt hast, weißt du, um was für einen si-Satz es sich im Lateinischen handelt und somit in welcher Zeit die Prädikate stehen müssen.

    • venire (venio, veni, ventum) -- kommen
    • apparere (appareo, apparui, apparitum) -- erscheinen

    Der erste Satz ist ein Realis,
    der zweite ein Irrealis der Vergangenheit,
    der dritte ein Potentialis.

    Lösung

    Wenn du das richtige Prädikat finden möchtest, musst du zunächst klären, um was für eine Bedingung es sich im si-Satz handelt.

    Schau dir die Übersetzung an und überlege:

    • Ist es eine erfüllbare Bedingung? Dann ist es ein Realis und du brauchst den Indikativ.
    • Ist es eine Bedingung, die nur gedacht wird, also möglicherweise eintreten kann? Dann ist es ein Potentialis und du brauchst den Konjunktiv Präsens oder Perfekt.
    • Ist die Bedingung nicht mehr erfüllbar? Dann ist es ein Irrealis der Gegenwart, es muss der Konjunktiv Imperfekt stehen.
    • War die Bedingung in der Vergangenheit schon nicht mehr erfüllbar, ist es der Irrealis der Vergangenheit mit dem Konjunktiv Plusquamperfekt.
    Gehen wir die Sätze durch:
    • Wenn die ganze Familie kommt, erscheint auch Flavia.
    In diesem Satz wird eine wirkliche Bedingung ausgedrückt: Es ist nicht gesagt, ob die Familie (und somit auch Flavia) kommt oder nicht - beides entspricht somit der Wirklichkeit. Du hast es hier also mit einem Realis zu tun, für den du Prädikate im Indikativ Präsens brauchst: Si tota familia venit, etiam Flavia apparet.

    • Wenn die ganze Familie gekommen wäre, wäre auch Flavia erschienen.
    Die Bedingung hier ist eine, die schon in der Vergangenheit nicht erfüllt werden konnte. Denke dir am besten folgendes: Wenn die ganze Familie gekommen wäre (ist sie aber nicht!), wäre auch Flavia erschienen (ist sie aber nicht!). Es ist ein Irrealis der Vergangenheit, der durch Prädikate im Konjunktiv Plusquamperfekt angezeigt wird: Si tota familia venisset, etiam Flavia apparuisset.
    • Wenn die ganze Familie kommen sollte, könnte auch Flavia erscheinen.
    Der letzte Satz drückt eine mögliche Bedingung aus. Es ist möglich, dass die Familie (und Flavia) kommt. Diesen Potentialis drückst du im Lateinischen durch den Konjunktiv Präsens oder Perfekt aus. Letzterer stand nicht zur Auswahl, also muss der Satz lauten: Si tota familia veniat, etiam Flavia appareat.
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