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„Nathan der Weise“ – Inhaltsangabe (Lessing)

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Die Autor*innen
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Deutsch-Team
„Nathan der Weise“ – Inhaltsangabe (Lessing)
lernst du in der Oberstufe 5. Klasse - 6. Klasse

„Nathan der Weise“ – Inhaltsangabe (Lessing) Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video „Nathan der Weise“ – Inhaltsangabe (Lessing) kannst du es wiederholen und üben.
  • Vervollständige die kurze Zusammenfassung des Dramas.

    Tipps

    Welche Personen werden wann eingeführt? Welcher Religion gehören sie an? Warum ist das wichtig?

    Lösung

    In Lessings Drama Nathan der Weise wird eine verstrickte Geschichte erzählt, bei der letztlich augeklärt wird, dass die Anhänger/-innen der unterschiedlichen Religionen verwandt sind. So stammen die Protagonist/-innen aus den drei Religionen Islam, Christentum und Judentum. Durch ihr Verhalten und ihre Beziehung zueinander wollte Lessing auch die Beziehungen der Religionen zueinander beschreiben. Die Ringparabel als Herzstück plädiert dabei nach aufklärerischer Manier für Toleranz und Frieden.

  • Bestimme die Reihenfolge der Geschehnisse, in der sie im Drama dargestellt werden.

    Tipps

    Überlege, welche Schritte notwendig vor den anderen passiert sein müssen. Überlege auch, was gleichzeitig passiert sein könnte.

    Nathan erzählt dem Sultan die Ringparabel bevor der Tempelherr um die Hand von Recha anhält.

    Lösung

    Das Theaterstück Nathan der Weise hat einen stark verflochtenen Handlungsstrang. Dieser bietet sich für die Szenenhaftigkeit einer Theateraufführung sehr gut an, denn man kann von einer Szene zur nächsten springen und dabei Setting und Personen ändern. Das macht die Geschichte allerdings auch etwas komplizierter.

    Zuerst kommt Nathan zurück, er hört vom Feuer und bedankt sich beim begnadigten Tempelherrn.

    In der nächsten wichtigen Szene sehen wir Nathan und den ihn um Geld bittenden Sultan. Nathan erzählt die Ringparabel. Die beiden werden Freunde.

    Währenddessen verliebt sich der Tempelherr in Recha und hält bei Nathan um ihre Hand an. Dieser schlägt es aus.

    Während Nathan aufgrund eines Verdachts die Herkunft von Recha und dem Tempelherrn aufklären will, erzählt Rechas Erzieherin Daja dem Tempelherrn davon, dass Recha Christin ist. Dieser erzählt es dem Patriarchen und dem Sultan weiter.

    Nathan entdeckt bei einem Treffen mit dem Klosterbruder, dass Recha und der Tempelherr Geschwister sind. Er eilt zum Sultanspalast, wo er allen die Entdeckung erzählt. Die neu gefundene Familie fällt sich glücklich in die Arme.

  • Erkläre die Bildebene der Ringparabel.

    Tipps

    Welche Aussage werden in der Ringparabel getroffen? In welchem Kontext, in welcher Situation erzählt Nathan sie?

    Lösung

    Die Ringparabel ist das Herzstück von Lessings Drama Nathan der Weise. Nathan erzählt sie dem Sultan, um ihm eine Antwort auf dessen Frage nach der einzig richtigen Religion zu geben.

    Eine Parabel ist eine mit dem Gleichnis verwandte Form von kurzer Erzählung. Die wichtigsten ihrer Elemente lassen sich eins zu eins auf die Wirklichkeit übertragen und stehen hier analog zum eigentlich gemeinten Kontext.

    In dieser Parabel hat ein Vater (Gott) drei Söhne (die Anhänger der drei monotheistischen Religionen), denen er drei Ringe (die monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam) vererbt. Der Richter am Ende könnte Nathan selbst sein, der in seiner Situation als Befragter ebenso wie der Richter die Beantwortung der Frage zurückweist.

  • Bestimme, worum es in den einzelnen Textabschnitten aus dem Drama „Nathan der Weise" thematisch geht.

    Tipps

    Überlege, von wem die gesprochenen Sätze stammen. An welcher Stelle im Buch tauchen sie auf?

    Lösung

    Manche Textpassagen stehen im Zentrum der Handlung. Es fällt dir bestimmt leichter, die Siuationen zu analysieren, wenn du dich in den Sprechkontext versetzt. So wird schnell klar, wer was wann und warum zu wem gesprochen hat:

    • Daja verrät dem Tempelherrn das Geheimnis um Rechas Religionszugehörigkeit.
    • Der Derwisch beklagt sich über die Heuchelei mancher Religionshäupter.
    • Der Tempelherr verteidigt sich vor Nathan, weil dieser ihn bezichtigt hatte, ihn angezeigt zu haben.
    • Nathan will dem Tempelherrn danken, nachdem Daja ihm von dessen Tat erzählt hat.
    • Nathan erzählt dem Tempelherrn von dessen Herkunft.
    • Der Richter gibt seinen Spruch am Ende der Ringparabel ab.
  • Bestimme eine chronologische Reihenfolge der Geschehnisse.

    Tipps

    Versuche dir den Handlungsverlauf vorzustellen. Welches Ereignis muss logischerweise vor einem anderen kommen? Durch welche Umstände würden andere Szenen und Handlungen überflüssig?

    Lösung

    Handlungen sind häufig nicht chronologisch geordnet, sondern werden durch Erzählungen über Vergangenes und gleichzeitig abgelaufene, aber nacheinander erzählte Geschehnisse unterbrochen. In dieser Aufgabe müssen einige Dinge notwendig vor anderen passiert sein:

    1. Recha wird geboren.

    2. Die Geschichte wird eröffnet, als Nathan von einer Geschäftsreise zurückkommt.

    3. Der Sultan bekommt Geldsorgen, als der Derwisch al-Hafi ihm von seinen leeren Staatskassen erzählt, und ruft daher Nathan zu sich, der ihm die Ringparabel erzählt.

    4. Bevor der Tempelherr dem Patriarchen von Nathan und Recha erzählt, verliebt er sich bereits in sie und hält bei Nathan um ihre Hand. Dieser verweigert sie ihm.

    5. Als Nathan über die Abstammung von Recha und Leu von Filnek aufklärt, nimmt der Sultan die Kinder seines verstorbenen Bruders auf und an.

  • Schildere den Handlungsverlauf aus der Perspektive des Tempelherrn.

    Tipps

    Ordne die Geschehnisse chronologisch, das heißt, in zeitlich fortschreitender Reihenfolge und anfangend beim ältesten Geschehnis.

    Lösung

    Die Figur des Tempelherrn Curd von Stauffen ist eine wichtige Hauptfigur in diesem Theaterstück, denn er repräsentiert zu einem großen Teil das Christentum. Daher spiegelt das Verhalten des Tempelherrn auch zu einem Stück weit die Meinung Lessings über das real-historische Verhalten der Christen gegenüber anderen Religionen wider.

    Denn der Tempelherr ist an und für sich ein guter Mensch. (1) Er zieht ins Morgenland, um sich an den Kreuzzügen zu beteiligen. (2) Er stürzt dort in eine Identitätskrise, da er, gefangengenommen, (3) vom Sultan begnadigt wird.

    (4) Später rettet er Recha aus den Flammen. (5) Allerdings ist er sehr vorurteilsbehaftet und folgt blindlings den Prinzipien, die seine Oberen ihm gegeben haben. Er will eigentlich nichts mit Juden zu tun haben und weist Nathan, der sich bei ihm bedanken will, zuerst ab. (6) Trotzdem verliebt er sich in Recha (7) und hält bei Nathan um ihre Hand an. Hier folgt er seinem Herzen.

    Als er von Nathan eine Absage erhält (8) und nachdem er von Daja erfährt, dass Recha Christin ist, (9) verrät er ihn fast an den Patriarchen und den Sultan,

    (10) Nathan und der Tempelherr treffen sich und eilen zum Sultanspalast. Die Geschehnisse danach und seine geteilte Herkunft öffnen ihm jedoch die Augen: (11) Sein Vater war kein Christ von Geburt an und auch kein schlechter Mensch. Christentum und Islam liegen nah beieinander. Der Tempelherr lässt sich vom Toleranzgedanken des weisen Juden Nathan überzeugen.

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