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„Der goldne Topf“ – Personenkonstellation (Hoffmann)

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„Der goldne Topf“ – Personenkonstellation (Hoffmann)
lernst du in der Oberstufe 7. Klasse - 8. Klasse - 9. Klasse

Grundlagen zum Thema „Der goldne Topf“ – Personenkonstellation (Hoffmann)

Inhalt

„Der goldne Topf“ – Personenkonstellation

In einer Personenkonstellation – oder auch Figurenkonstellation – geht es darum, welche Beziehungen der Figuren untereinander bestehen. Wenn wir es mit fiktiver, also nicht realer Literatur zu tun haben, nennen wir die handelnden Personen Figuren.

Im Mittelpunkt von E. T. A. Hoffmanns Märchen aus der neuen Zeit „Der goldne Topf“ (aus dem Jahr 1814) steht der junge Student Anselmus, der zwischen zwei Welten hin- und hergerissen ist. Es handelt sich dabei um die bürgerliche Normalwelt und um eine fantastische Welt, in der allerlei Wunderbares geschieht und märchenhafte Figuren erscheinen.

„Der goldne Topf“ – Übersicht wichtiger Charaktere

Hier werden die wichtigsten Figuren vorgestellt und die Beziehungen untereinander erläutert.

Anselmus ist ein groß gewachsener, junger Mann, der ein wenig eigentümlich angezogen ist und dessen altmodische Kleidung eher zu seinem angestrebten Beruf als zu seinem studentischen Dasein passt. Er fällt aber nicht nur durch seinen Kleidungsstil aus dem Raster, sondern auch durch sein Verhalten. In wichtigen Situationen benimmt er sich oft tollpatschig und steht sich bei seinem Versuch, sich in der bürgerlichen Welt zu etablieren, selbst im Weg. Er strebt nach einem guten Beruf, einer glücklichen Ehe und ist empfänglich für Vergnügungen aller Art wie viele andere junge Leute auch. Trotzdem ist er eher ein Außenseiter.

Obwohl Anselmus’ Weg schon vorgezeichnet scheint, ist er immer noch auf der Suche und weiß nicht genau, was er will. Er verfügt über die Gabe, Übernatürliches wahrzunehmen. Am Himmelfahrtstag hat er eine mystische Begegnung mit drei goldenen Schlangen, die in ihm eine große Sehnsucht auslösen. Von diesem Tag an hat er immer wieder Kontakt mit der fantastischen, wunderbaren Welt, was ein Dilemma in ihm verursacht. Er ist hin- und hergerissen zwischen dem Wunsch, sich in der bürgerlichen Welt einzufinden, und der Faszination für die mystische Welt. Er beginnt eine Arbeit als Kopist bei Archivarius Lindhorst, wodurch er immer tiefer in die fantastische Welt eintaucht und die Verbindung zu dieser Welt immer intensiver wird. In dieser verliert er seine Unzulänglichkeiten wie seine Tollpatschigkeit und dass er scheinbar vom Pech verfolgt wird. Er fühlt sich erhaben. Ihm werden die Liebe Serpentinas (eine der drei goldenen Schlangen) und der goldne Topf in Aussicht gestellt.

Doch auch in der bürgerlichen Welt gibt es ein Mädchen, das er mag. Anselmus’ Zuneigung zu Veronika, der Tochter des Konrektors Paulmann, verwandelt sich durch den Liebeszauber einer Hexe in eine ebenso große Sehnsucht wie die Sehnsucht nach Serpentina. Anselmus verspricht Veronika – ebenso wie zuvor Serpentina –, sie zu heiraten, und verrät dadurch Serpentina. Als Konsequenz macht er einen Fehler beim Kopieren eines Manuskripts und wird zur Strafe in eine Kristallflasche gesperrt. Doch wen heiratet Anselmus letztendlich? Er entscheidet sich im Endeffekt für Serpentina und die magische Welt und für ein Leben als Poet. Gleichzeitig entsagt er der bürgerlichen Welt.

Bei den weiteren Charakteren nehmen wir eine Untereinteilung vor, je nachdem ob sie der bürgerlichen oder der wunderbaren Welt angehören. Beide Welten berühren sich immer wieder und sind zwei verschiedene Ausprägungen derselben Wirklichkeit.

„Der goldne Topf“ – die bürgerliche Welt

Das Kuriose an der bürgerlichen Welt ist, dass die Figuren zwar in ihrem privaten Umfeld gezeigt, aber ausschließlich mit ihrem Dienstgrad angesprochen werden. Dies stellt die Wichtigkeit desselben heraus. Sie kommen regelmäßig zusammen, um bürgerlichen Vergnügungen wie dem Musizieren oder einer Bootsfahrt auf der Elbe nachzukommen. Normalerweise sind die Vertreter der bürgerlichen Welt sehr skeptisch gegenüber Anselmus’ mystischen Erfahrungen, alles Übernatürliche und Unerklärliche ist ihnen fremd. Die regelhaften Strukturen kommen aber am Punschabend im Hause Paulmann durcheinander. In einem rauschhaften Zustand vergessen Konrektor Paulmann und der Registrator Heerbrand jegliche Etikette, sprechen mit Anselmus über die fantastische Welt und benehmen sich daneben.

Konrektor Paulmann

Konrektor Paulmann arbeitet in gehobener Stellung im öffentlichen Dienst und ist ein angesehener und gebildeter Mann. Er wohnt mit seinen beiden Töchtern in einem Dresdener Stadtteil und ist wie ein väterlicher Freund für Anselmus. Er will, dass Anselmus eine gute Anstellung findet und später seine Tochter Veronika heiratet.

Veronika

Die hübsche Sechzehnjährige will Anselmus heiraten und Hofrätin werden. Sie erträumt sich einen hohen gesellschaftlichen Status durch die Hochzeit. Sie mag Anselmus tatsächlich sehr gerne und versucht, ihn mit einem Liebeszauber für sich zu gewinnen. Als dies misslingt, gibt sie sich mit Registrator Heerbrand zufrieden, wodurch sie ihre Vorstellungen ebenso realisieren kann.

Registrator Heerbrand

Der Beamte ist ebenfalls im öffentlichen Dienst tätig und ist Konrektor Paulmanns Freund. Sein ehrgeiziges Karrierestreben ermöglicht es ihm, am Ende Hofrat zu werden und Veronika zu heiraten. Er möchte Anselmus helfen und hofft, dass die Arbeit Anselmus zur Vernunft bringen wird, daher macht er ihn mit Archivarius Lindhorst bekannt.

„Der goldne Topf“ – die Welt des Wunderbaren

Archivarius Lindhorst

Der königliche geheime Archivar führt eine Art Doppelexistenz. In der bürgerlichen Welt tritt er als gewöhnlicher Beamter auf, der Anselmus in seiner Bibliothek alte Schriften kopieren lässt. Eigentlich ist er aber ein Salamander aus der fantastischen Welt Atlantis, aus der er aufgrund seines Fehlverhaltens verstoßen wurde und in die er wieder zurückkehren möchte. Dies gelingt, wenn er seine Töchter, die drei goldenen Schlangen, verheiratet, weshalb er Anselmus mit seiner jüngsten Tochter Serpentina vermählen will. Er verspricht ihm den goldnen Topf und ein Leben in Harmonie.

Serpentina

Die jüngste Tochter des Archivarius Lindhorst ist eine der drei goldenen Schlangen, der Anselmus am Himmelfahrtstag im Holunderbusch begegnet und in deren blaue Augen sich Anselmus unsterblich verliebt. Sie hilft Anselmus bei seiner Arbeit und erklärt ihm auch die Herkunft und Motive ihres Vaters. Serpentina und ihr Vater wollen, dass Anselmus sein Leben der Poesie widmet.

Äpfelweib

Auch das Äpfelweib führt eine Doppelexistenz. In der bürgerlichen Welt tritt sie als Äpfelweib oder Wahrsagerin auf. Veronika erkennt sie wieder als ihre damalige Kinderfrau Liese. Sie stammt ursprünglich auch aus Atlantis und ist die direkte Gegenspielerin von Archivarius Lindhorst, gegen den sie am Ende kämpft und verliert. Sie kann sich in Gegenstände verwandeln, wie zum Beispiel den Türknauf, der Anselmus daran hindert, ins Haus des Archivarius zu gelangen. Das Äpfelweib will die Verbindung zwischen Anselmus und Serpentina verhindern, da sie nicht will, dass der goldne Topf zurück nach Atlantis gelangt. Daher hilft sie Veronika bei ihrem Liebeszauber, der Anselmus verhext.

„Der goldne Topf“: Personenkonstellation – auf einen Blick

Die bürgerliche Welt Funktion für Anselmus Die Welt des Wunderbaren
Konrektor Paulmann väterlicher Freund
Registrator Heerbrand Freund
Archivarius Lindhorst* Arbeitgeber; Einführung in die Welt des Wunderbaren Salamander (gute Magie)*
Veronika mögliche Ehepartnerin Serpentina
Äpfelweib* Verbindung mit Serpentina verhindern; Fluch (Fall ins Kristall) Wahrsagerin, Hexe (böse Magie)*
  • Die mit * gekennzeichneten Figuren führen eine Doppelexistenz und haben verschiedene Erscheinungsformen in der jeweiligen Welt.

„Der goldne Topf“ – Schema der Figurenkonstellation

Der goldne Topf Personenkonstellation

Transkript „Der goldne Topf“ – Personenkonstellation (Hoffmann)

Alles dreht sich um den Dresdner Studenten Anselmus. Und jeder will etwas von ihm. Wir finden heraus, wer warum welche Ansprüche an Anselmus hat.

Konrektor Paulmann

Da ist zum Beispiel Konrektor Paulmann. Er will, dass Anselmus seine Tochter Veronika heiratet.

Veronika

Veronika will das auch. Aber nur, wenn Anselmus Hofrat und sie durch eine Heirat mit ihm die Hofrätin wird. Veronika ist vor allem daran interessiert, einen Ehemann mit hohem gesellschaftlichem Status zu bekommen.

Registrator Heerbrand

Registrator Heerbrand ist Konrektor Paulmanns Freund. Am Ende wird er Hofrat und Veronikas Ehemann.

Charakterisierung Heerbrands und Paulmanns

Obwohl Konrektor Paulmann und Registrator Heerbrand nur in ihrem privaten Umfeld gezeigt werden, werden sie im Text ausschließlich mit ihren Dienstgrad genannt. Dieser ist in ihrer geordneten bürgerlichen Welt sehr wichtig. Diese spielt sich nach festen Regeln und Gewohnheiten ab.

Als Freunde kommen sie regelmäßig zusammen, um sich zu vergnügen. Dabei gerät die gute Ordnung hin und wieder außer Kontrolle und Konrektor Paulmann und Registrator Heerbrand finden sich in rauschhaften Zuständen wieder. Wann immer Anselmus jedoch von seinen mystischen Erfahrungen berichtet, sind die beiden äußerst skeptisch.Alles Übernatürliche und Unerklärliche ist ihnen fremd.

Sie wollen, dass Anselmus eine gute Anstellung findet.Registrator Heerbrand hofft, dass die Arbeit Anselmus zur Vernunft bringen wird. Deswegen macht er ihn mit Archivarius Lindhorst bekannt.

Archivarius Lindhorst

Lindhorstführt eine Art Doppelexistenz. Auf der einen Seite erscheint er als gewöhnlicher Beamter, der den Student Anselmus in seiner Bibliothek Schriften kopieren lässt.

Auf der anderen Seite wird er als Salamander aus einer mythischen Welt vorgestellt. In diese will er wieder zurück, muss dazu aber seine drei Töchter verheiraten. Dafür braucht er Anselmus. Anselmus soll die erste Tochter des Archivarius, Serpentina, heiraten.

Serpentina

Serpentina unterstützt die Arbeit, die Anselmus im Haus ihres Vaters erledigen muss und erklärt ihm auch die Herkunft und Motive ihres Vaters.

Das Apfelweib

Das Apfelweib wiederum will die Verbindung zwischen Serpentina und Anselmus verhindern. Gleich zu Beginn der Handlung verwünscht sie Anselmus und hilft später Veronika dabei, Anselmus durch einen Liebeszauber für sich zu gewinnen. Das Apfelweib entstammt selbst einer mythischen Zeit und nimmt den direkten Kampf mit Archivarius Lindhorst auf.

Charakterisierung und Entwicklung Anselmus

Alle wollen etwas von Anselmus, aber was will Anselmus selbst?

Im Gegensatz zu allen anderen, scheint Anselmus das nicht so genau zu wissen. Von Anfang an ist er derjenige, der fragend und auf der Suche ist. Das macht in sowohl zugänglich für die gängigen Vorstellungen von Beruf und Ehe und leichten Vergnügungen, als auch für die Wahrnehmung des Übernatürlichen.

Auch wenn Anselmus immer wieder versucht, sich in der bürgerlichen Welt einzufinden, gelingt ihm dies niemals vollständig. Diese Distanz zur Gesellschaft drückt sich unter anderem durch Selbstgespräche aus. Darin beklagt sich Anselmus über sein andauerndes Pech. Auch seine „ganz aus dem Gebiet aller Mode“ liegende Kleidung unterstreicht seine Position als Außenseiter und Sonderling.

Die Isolation Anselmus wiederum macht ihn zugänglich für übernatürliche Phänomene, die andere nicht wahrnehmen. Erfahrungen mit dem Mystischen und Wunderbaren wecken in ihm Verlangen und Sehnsucht. Die Arbeiten an den Manuskripten des Archivarius eröffnen ihm eine neue Welt, die ihn über sein „dürftiges Leben“ erhebt.

Die Liebe Serpentinas und der goldene Topf als Mitgift werden in Aussicht gestellt. Trotzdem sehnt sich Anselmus, auch ausgelöst durch den Liebeszauber, nach Veronika. Erst der erzwungene Stillstand im Inneren des Kristallglases bringt ihn zu einer Entscheidung. Anselmus weiß, dass er in der Welt des Wunderbaren sein Glück finden und dem bürgerlichen Alltag entsagen will.

Einordnen der Personen in Kotext der mythischen und der bürgerlichen Welt

Betrachten wir noch einige Grundzüge im Zusammenspiel der Personen. Eine Besonderheit besteht darin, dass immer wieder Veränderungen stattfinden oder sich die Wahrnehmung einer Person verändert.

Das Apfelweib beispielsweise entpuppt sich als Veronikas Kinderfrau Lise und wird als Hexe bezeichnet. Außerdem war sie in Gestalt einer Kaffeekanne bei Veronika zu Hause. Auch der Archivarius Lindhorst verändert sich in Gestalt und Auftreten.

Die Personen lassen sich außerdem der Welt bürgerlichen Alltags und der Welt des Wunderbaren zuordnen. Konrektor Paulmann, Registrator Heerbrand, Veronika und der Archivarius Lindhorst gehören dieser bürgerlichen Welt an. Gleichzeitig stellt Lindhorst den Übergang zur mythischen Welt dar, in welcher er als Salamander beschrieben wird und agiert. Der bürgerlichen Welt gehört er nur gezwungenermaßen an.

Serpentina ist der mythischen Welt zuzuordnen. Die durch die unterschiedlichen Personen dargestellten Welten des Alltags und des Wunderbaren berühren sich immer wieder. Beide sind Ausprägungen derselben Wirklichkeit und haben unterschiedliche Ansprüche an Anselmus.

Veronika und ihr Vater zeigen die bürgerlichen Vorstellungen für Anselmus Leben. Serpentina und ihr Vater wollen, dass sich Anselmus ganz der Poesie widmet.

Schluss

Nicht nur verschiedene Personen, sondern durch sie sogar verschiedene Welten wollen Anselmus für sich gewinnen. Am Ende zählt jedoch Anselmus eigene Entscheidung.

2 Kommentare

2 Kommentare
  1. Hallo Fam Krause,
    vielen Dank für die Frage. Zum "Steppenwolf" haben wir momentan leider keine Videos, wir arbeiten aber fleißig daran, unser Angebot an Videos und Übungen zu erweitern. Wir behalten deine Idee also auf jeden Fall im Hinterkopf!
    Viel Spaß weiterhin beim Schauen unserer Videos!
    Liebe Grüße aus der Redaktion

    Von Carolin Kasper, vor etwa 4 Jahren
  2. Vielen Dank für dieses Video, lieder ist zu dem anderen Sternchenthema "der Steppenwolf" nichts zu finden. Kommt das noch und werden auch Werkvergleiche z.B. in Bezug auf die Frauen in den Lektüren noch angeboten?

    Von Fam Krause, vor etwa 4 Jahren

„Der goldne Topf“ – Personenkonstellation (Hoffmann) Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video „Der goldne Topf“ – Personenkonstellation (Hoffmann) kannst du es wiederholen und üben.
  • Bestimme die Welten, die die Figuren repräsentieren.

    Tipps

    In der Erzählung stehen einige Figuren für die bürgerliche, andere Figuren für die wunderbare Welt. In der Figur des Anselmus treffen diese Welten aufeinander. Jede Welt weist ihre eigenen, für sie typischen Figuren auf.

    Die Welt des Wunderbaren ist eine mystische Welt. In ihr wohnen Figuren mit übernatürlichen Fähigkeiten.

    Die bürgerliche Welt ist der außerliterarischen Wirklichkeit nachempfunden. Die Menschen und ihre Fähigkeiten entsprechen also den Menschen außerhalb der Literatur.

    Lösung

    In der Erzählung „Der goldne Topf“ werden zwei Welten vorgestellt: eine, die der außerliterarischen Wirklichkeit nachempfunden ist, und eine, in der Naturgesetze nicht gelten und Menschen übernatürliche Fähigkeiten haben.

    Jede dieser zwei Welten ist in der Erzählung durch verschiedene Figuren repräsentiert:

    • Konrektor Paulmann und Registrator Heerbrand weisen sich schon durch ihre Dienstgradbezeichnungen als bürgerlich aus. Sie halten Anselmus' Berichte von wunderbaren Erscheinungen für Unsinn.
    • Veronika, die Tochter des Konrektors, gehört ebenfalls zur bürgerlichen Welt. Sie scheitert dabei, Anselmus für sich zu gewinnen, und heiratet schließlich Heerbrand.
    • Archivarius Lindhorst gehört in seiner Rolle als Archivarius in die bürgerliche Welt. Allerdings stellt er auch den Übergang zwischen beiden Welten dar, da er als Salamander und mythischer Erdgeist klar der Welt des Wunderbaren zuzuordnen ist.
    • Serpentina, Lindhorsts Tochter, ist der Welt des Wunderbaren zuzuordnen. Sie tritt überhaupt nicht in einer bürgerlichen Rolle auf, sondern immer als ein Wesen, das Schlange und junge Frau zugleich ist.
    • Die Hexe, die auch als Äpfelweib auftritt, bewegt sich zwar häufig in der bürgerlichen Welt und bleibt dabei unerkannt, ist aber klar der Welt des Wunderbaren zuzuordnen, da sie ihre übernatürlichen Fähigkeiten immer zum Einsatz bringen kann.
  • Beschreibe wichtige Charakterzüge von Anselmus.

    Tipps

    Anselmus verspürt Sehnsucht nach Serpentina, zeitweilig aber auch nach Veronika.

    Er weiß noch nicht, wie er seine Zukunft gestalten möchte.

    Lösung

    Anselmus ist die Figur, die sich nicht klar der wunderbaren oder der bürgerlichen Welt zuordnen lässt. Er ist zwischen beiden Welten hin- und hergerissen, weiß also nicht genau, was er will. Er ist sowohl für das bürgerliche Leben (Beruf, nahende Ehe) empfänglich als auch für das Übernatürliche. Seinen Zweifeln verleiht Anselmus in Selbstgesprächen Ausdruck. Er entscheidet sich erst am Ende dazu, dem bürgerlichen Leben zu entsagen. Seine Sehnsucht nach Serpentina spielt dabei eine große Rolle.

  • Ordne die Zitate den Figuren zu.

    Tipps

    Das Äpfelweib verflucht Anselmus.

    Registrator Heerbrand und Konrektor Paulmann stehen für die bürgerliche Welt. Sie glauben nicht an Wunder.

    Anselmus verspürt während seiner Gefangenschaft im Kristallglas große Sehnsucht nach Serpentina.

    Archivarius Lindhorst warnt Anselmus vor der Beschmutzung eins wichtigen Dokuments.

    Lösung

    Als Anselmus am Himmelfahrtstag über den mit Äpfeln beladenen Korb einer alten Frau stolpert, beschimpft und verflucht sie ihn bösartig. Später werden ihre Verwünschungen wahr, als Anselmus in einem Kristallglas des Archivarius Lindhorst gefangen wird.

    Die wunderbaren Erscheinungen, von denen Anselmus berichtet, stoßen bei den Beamten Heerbrand und Paulmann auf Empörung. Sie halten solche Tagträumereien für Unsinn.

    Als Anselmus im Kristallglas gefangen ist, besinnt er sich seiner Liebe zu Serpentina und lehnt die bürgerliche Lebensform ab. Er bevorzugt Freiheit und den Glaube an das Wunderbare.

    Vor seinem Sturz ins Kristall warnte der Archivarius Lindhorst Anselmus davor, ein wertvolles Dokument mit Tinte zu beschmutzen. Als Anselmus dies doch passiert, wird der Fluch des Äpfelweibes wahr.

  • Setze die Figuren in Beziehung zueinander.

    Tipps

    Veronika ist die Tochter des Konrektors, Serpentina die Tochter des Archivarius.

    Die Hexe verflucht Anselmus.

    Veronika und Registrator Heerbrand heiraten am Ende.

    Lösung

    Die Personenkonstellation gruppiert sich um Anselmus:

    • Konrektor Paulmann will, dass Anselmus seine Tochter Veronika heiratet.
    • Anselmus wird von einem Äpfelweib verflucht. Dieser Fluch wird später wahr.
    • Anselmus entscheidet sich für seine Liebe zu Serpentina, der Tochter des Archivarius Lindhorst. Dieser will ebenfalls, dass Anselmus seine Tochter heiratet, da er so seinen Fluch, als Mensch leben zu müssen, auflösen kann.
    • Veronika heiratet schließlich Registrator Heerbrand, einen Freund ihres Vaters.
  • Benenne die wichtigsten Figuren der Welt des Wunderbaren.

    Tipps

    Der Fluch, den das Äpfelweib zu Beginn der Erzählung über Anselmus ausspricht, wird wahr.

    Das Äpfelweib stellt sich später als Hexe heraus.

    Der Archivarius Lindhorst ist in Wirklichkeit ein Erdgeist in der Gestalt eines Salamanders.

    Dessen Tochter Serpentina kann Schlangengestalt annehmen.

    Lösung

    Einige Figuren lassen sich klar der Welt des Wunderbaren zuordnen bzw. treten in beiden Welten auf.

    • Das Äpfelweib tritt in Gestalt einer alten Frau auf. Sie kann zaubern und kann daher als Hexe bezeichnet werden. Sie ist die Rivalin Lindhorsts und Anselmus'.
    • Der Archivarius Lindhorst ist in Wirklichkeit ein Erdgeist in Gestalt eines Salamanders. Er wurde jedoch zu einer Existenz in einem menschlichen Körper verdammt, solange er seine Töchter nicht verheiratet hat.
    • Anselmus gehört beiden Welten an – sowohl der bürgerlichen als auch der wunderbaren. Erst nach seiner Gefangenschaft im Kristallglas wird ihm klar, dass er sich in der Welt des Wunderbaren wohler fühlt.
    • Die Tochter des Archivarius Lindhorst, Serpentina, kann sowohl die Gestalt einer Schlange als auch eines Mädchens annehmen.
  • Erläutere, inwiefern die Figuren die unterschiedlichen Welten der Handlung repräsentieren.

    Tipps

    Während Veronika und ihr Vater für die bürgerliche Alltagswelt stehen, repräsentieren Serpentina und ihr Vater die mythische Welt.

    Anselmus ist zwischen einem Leben nach bürgerlichen Tugenden und einem Leben in der Welt des Wunderbaren hin- und hergerissen.

    Der Zugang zur Welt des Wunderbaren ist die Dichtkunst (Poesie).

    Lösung

    In E. T. A. Hoffmanns „Der goldne Topf“ ist die Handlung von zwei Welten geprägt: der bürgerlichen Alltagswelt und der Welt des Wunderbaren. Allerdings zeigen beide Welten dieselbe Wirklichkeit, jedoch in anderer Ausprägung, sodass die eine Welt Übernatürliches enthalten kann, die andere aber nicht.

    Deshalb werden beide Welten von unterschiedlichen Figuren repräsentiert. Nur Anselmus kann sich anfangs nicht entscheiden, in welcher Welt er leben möchte. Während ihm Veronika und Konrektor Paulmann die Vorzüge und Ansprüche des bürgerlichen Lebens zeigen, führen ihm Serpentina und ihr Vater Lindhorst das Leben in der Welt des Wunderbaren vor, welche nur mittels der Poesie betreten werden kann.

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