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Relativsätze – mit finalem Nebensinn

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Die Autor*innen
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Olivia Schulte
Relativsätze – mit finalem Nebensinn
lernst du im 3. Lernjahr - 4. Lernjahr

Grundlagen zum Thema Relativsätze – mit finalem Nebensinn

Inhalt

Was ist ein Relativsatz mit Nebensinn?

Ein lateinischer Relativsatz ist ein Nebensatz, in dem ein Bezugswort aus dem Hauptsatz näher erläutert wird. Der Nebensinn erweitert das Verhältnis von Haupt- und Relativsatz um eine Sinnebene. Das Lateinische kennt verschiedene Arten von Relativsätzen mit Nebensinn: konsekutiv, kausal, konzessiv und adversativ. Der Nebensinn wird durch den Modus Konjunktiv ausgedrückt. Was aber ist ein Relativsatz mit finalem Nebensinn? Dazu solltest du als Grundlage die Relativsätze im Indikativ und die Relativpronomen kennen.

Wie übersetzt man einen finalen Nebensinn?

Wie bereits erwähnt stehen Relativsätze mit Nebensinn im Konjunktiv. Der finale Nebensinn drückt einen Zweck oder ein Ziel aus (lat. finis – Ziel, Zweck).

Bei der Übersetzung wird der finale Nebensinn oft wie folgt wiedergegeben:

  • damit
  • um … zu
  • sollen

Bei der deutschen Übersetzung steht das Prädikat des Relativsatzes im Unterschied zum Lateinischen im Indikativ.

Der lateinische Relativsatz mit finalem Nebensinn am Beispiel Caesar

Wie kann man Relativsätze mit finalem Nebensinn erkennen?

Im Lateinischen kannst du den finalen Nebensinn häufig an sogenannten Markern wie Wörtern des Schickens, Kommens, Gebens und Wählens erkennen.

Hauptsatz Finaler Relativsatz
Lateinisch Felix epistulam ad aviam emisit, quam festum diei natalis invitaret.
Deutsch Felix hat einen Brief an seine Großmutter geschickt, damit er sie zur Geburtstagsfeier einlädt.

Auch diese Adjektive sind Marker für einen finalen Nebensinn:

  • dignus (würdig)
  • indignus (unwürdig)
  • idoneus (passend)
  • aptus (geeignet)
Hauptsatz Finaler Relativsatz
Lateinisch Die natale Felix dignus est, qui celebretur.
Deutsch Am Geburtstag ist Felix würdig, (um) gefeiert zu werden.

Weitere Beispiele für Relativsätze mit finalem Nebensinn:

  • Romani digni sunt, qui orbem terrarum regnant.
    Die Romer sind würdig, (um) über den Weltkreis zu herrschen.
  • Mittuntur legati, qui de pace agant.
    Man schickt Gesandte, die über den Frieden verhandeln sollen.
  • Amicam invito, quae meum pensum Latinam faciat.
    Ich lade eine Freundin ein, damit sie meine Lateinaufgaben macht.
  • Tum ipse non aptus erat, qui liberos suos educaret.
    Damals war er nicht geeignet, um seine eigenen Kinder zu erziehen.

Du weißt jetzt, wann Relativsätze einen finalen Nebensinn haben und wie du sie übersetzt. Um dein Wissen anzuwenden, kannst du dich an den Übungen neben dem Video probieren. Viel Erfolg dabei!

Transkript Relativsätze – mit finalem Nebensinn

Ein herzliches Salvete von eurer Lateintutorin Olivia. Also, pfu, von den Relativsätzen mit Nebensinn gibt es eine ganze Menge. Und daher hat mir discipulus Marcus eine ganz spezielle Frage in seiner Mail geschrieben: Was ist ein finaler Nebensinn? Und gibt es Marker, die für einen finalen Nebensinn sprechen, damit man ihn zum Beispiel vom kausalen oder konsekutiven unterscheiden kann? Daher steht also heute noch einmal die Frage im Raum, was ein Nebensinn ist. Und damit ihr, du und Markus, besonders gut klar kommt, gibt es natürlich auch Beispielsätze. Und was solltet ihr dafür wissen? Ihr solltet Relativsätze im Indikativ übersetzen können. Hierfür ist es zwingend notwendig, die Relativpronomen zu kennen und das Bezugswort finden zu können. Außerdem sollte dir bekannt sein, dass Relativpronomen und Bezugswort in Numerus und Genus kongruent sein müssen. Der Titel dieses Videos ist ja: Relativsätze mit finalem Nebensinn. Final kommt von finis, finis m. die Grenze, das Ziel, der Zweck. Finalsätze sind also Nebensätze, die auf ein Ziel oder einen Zweck hinweisen und häufig durch ein damit, die Wendung um zu oder das Modalverb sollen ausgedrückt werden. Wenn sie nun als Nebensinn in einem Relativsatz vorkommen, muss dieser Relativsatz zuerst einmal im Konjunktiv stehen. Der Relativsatz beschreibt ja eigentlich eine Person oder eine Sache im Hauptsatz näher. Das tut er auch, wenn der Relativsatz im Konjunktiv steht. Der Nebensinn erweitert das Verhältnis von Haupt- und Relativsatz um eine zusätzliche Sinnebene. Nun haben wir die Voraussetzungen, um zu unseren drei Beispielen zu kommen. Bei unserem folgenden Beispiel wird der Satzinhalt um einen finalen Nebensinn ergänzt. Hier also der Satz: Felix epistulam ad aviam misit, quam festum diei natales invitaret. Quam ist unser Relativpronomen, welches sich auf aviam bezieht. Übersetzen wir zuerst den Hauptsatz: Felix hat einen Brief an seine Großmutter geschickt. Durch den Konjunktiv im Relativsatz wird der Nebensinn ausgedrückt. Und insbesondere nach den Wörtern des Schickens, Kommens, Gebens und Wählens liegt ein finaler Nebensinn nahe. Wir fragen uns: Wozu schickt Felix seiner Großmutter einen Brief? Die erste Übersetzungsmöglichkeit für den Relativsatz lautet: Damit er sie zur Geburtstagsfeier einlädt. Zweite Möglichkeit: Um sie zur Geburtstagsfeier einzuladen. Und merkt euch als einen Marker für den Nebensinn die Wörter des Schickens, Kommens, Gebens und Wählens! Hier unser zweiter Beispielsatz: Die natalis Felix dignus est, qui celebretur. Qui ist diesmal unser Relativpronomen. Und es bezieht sich auf Felix. Übersetzt lautet unser Satz: Am Geburtstag ist Felix würdig, gefeiert zu werden. Auch die Wörter dignus, würdig, indignus, unwürdig, idoneus, passend und aptus, geeignet sind Marker des finalen Nebensinns. Wenn diese Wörter vorkommen, bietet sich die Übersetzungsvariante mit zu oder um zu an. Nicht immer passt eine Übersetzung mit damit oder dem Modalverb sollen. Daher ist es manchmal hilfreich, wenn man einen Marker erkennt, alle Übersetzungsmöglichkeiten durchzugehen. Damit kennt ihr nun alle Marker für den finalen Nebensinn. Da aller guten Dinge drei sind, kommen wir nun zum letzten Beispiel: Avia litteras lepidas conscripsit, quas Felici mitteret. Quas ist ein Relativpronomen, welches sich auf litteras lepidas bezieht. Der Hauptsatz lautet übersetzt: Die Großmutter schrieb einen witzigen Brief. Als Relativsatzübersetzungen kommen folgende Möglichkeiten in Frage: Den sie Felix schicken wollte. Oder: Um ihn Felix zu schicken. Und das waren unsere drei guten Dinge. Und nun fasse ich das Gesagte für dich noch einmal zusammen. Der finale Nebensinn im Relativsatz kann in der deutschen Übersetzung durch einen Finalsatz mit damit oder um zu oder durch eine Ergänzung um das Modalverb sollen erfolgen. Damit antwortet er auf die Frage: Wozu? Die Relativsätze mit finalem Nebensinn werden im Lateinischen durch non verneint. Als Marker gelten die Verben des Schickens, Kommens, Gebens und Wählens und die Wörter dignus, indignus, idoneus und aptus. Wenn du diese gut lernst, ist das Erkennen des finalen Nebensinnes für dich schon ein Stück leichter. Markus sitzt schon dran. Also auch dir viel Spaß! Felix feiert vermutlich Geburtstag. Vielleicht kannst du davon bald auch etwas lesen. Bis dahin ein herzliches Valete von eurer Lateintutorin Olivia.

2 Kommentare

2 Kommentare
  1. Hallo Hood Of Mercy, wie im Video gesagt wird, sind die Adjektive dignus (würdig), indignus (unwürdig), idoneus (passend) und aptus (geeignet) Kennzeichen für den finalen Nebensinn. Das musst du dir einfach merken, selbst wenn du den Relativsatz ins Deutsche nicht mit "um ... zu" oder "damit" übersetzen kannst.
    Liebe Grüße aus der Latein-Redaktion

    Von Carolin Wallura, vor fast 7 Jahren
  2. Im dritten Beispiel wird mit "wollte" im Relativsatz übersetzt, was vorher nicht als Übersetzungsmöglichkeit empfohlen wurde...

    Von Bas Tt, vor fast 8 Jahren

Relativsätze – mit finalem Nebensinn Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Relativsätze – mit finalem Nebensinn kannst du es wiederholen und üben.
  • Vervollständige den Lückentext über Relativsätze mit finalem Nebensinn.

    Tipps

    Final kommt vom lateinischen Wort finis und bedeutet: Grenze, Zweck, Ziel.

    Was wird also von einem Relativsatz mit finalem Nebensinn ausgedrückt?

    Lösung

    Ein Relativsatz ohne jeden Nebensinn beschreibt eine Person oder Sache aus dem Hauptsatz genauer. Der Relativsatz kann jedoch auch durch einen Nebensinn erweitert werden.

    Mit einem finalen Nebensinn wird zusätzlich ein Ziel oder Zweck ausgedrückt. Das Prädikat im Relativsatz steht dann im Konjunktiv. Verneint werden solche Sätze mit dem Wörtchen non. Sehen wir uns das einmal an einem Beispiel an:

    • Felix epistulam ad aviam misit, qua eam ad festum invitaret.
    Der Hauptsatz lautet: Felix hat einen Brief an seine Großmutter geschickt. Nun interessiert uns: Wozu? Darauf antwortet der Relativsatz. Das Relativpronomen qua bezieht sich auf epistulam. Du übersetzt: Er hat einen Brief geschickt, um sie zum Fest einzuladen oder damit er sie zum Fest einlädt.

    Du siehst, dass im Hauptsatz die Form misit von mittere steht. Das bedeutet: schicken. Ein finaler Nebensinn steht nämlich oft nach Verben des Schickens, Kommens, Gebens und Wählens.

  • Bestimme die finalen Relativsätze.

    Tipps

    Dass im Relativsatz ein Nebensinn vorliegt, erkennst du daran, dass das Prädikat des Relativsatzes im Konjunktiv steht.

    Auch die deutsche Übersetzung kann dir weiterhelfen. Für die Übersetzung von finalen Relativsätzen hast du folgende drei Möglichkeiten: „damit“, „um... zu“ oder mit dem Verb „sollen“.

    Lösung

    Ein finaler Nebensinn liegt dann vor, wenn der Relativsatz eine Absicht oder einen Zweck ausdrückt. Enthält ein Relativsatz einen finalen Nebensinn, so steht sein Prädikat im Konjunktiv. Ein finaler Nebensinn im Relativsatz steht nach Verben des Schickens, Kommens, Gebens und Wählens. In dem lateinischen Text finden sich zwei finale Relativsätze. Sehen wir uns nochmal diese zwei Sätze an:

    • Ipse milites audacissimos deligit, qui hostes superent. - Er selbst sucht die mutigsten Soldaten aus, die die Feinde besiegen sollen.
    Im Relativsatz findet sich dann der Konjunktiv superent. Hier wird ausgedrückt, wozu Caesar die Soldaten auswählt. Es handelt sich hierbei also um einen finalen Relativsatz.

    • Caesar legatos mittit, qui cum hostibus colloquerentur. - Caesar schickt Boten, damit sie mit den Feinden redeten, oder: die mit den Feinden reden sollten.
    Die übrigen Relativsätze haben keinen Nebensinn. Das erkennst du auch daran, dass das Prädikat jeweils im Indikativ steht.

  • Entscheide, welche Sätze einen Relativsatz mit finalem Nebensinn enthalten.

    Tipps

    Der finale Nebensinn wird in einem Relativsatz durch einen Konjunktiv ausgedrückt. Um die Aufgabe zu lösen, schaust du dir also das Prädikat im Relativsatz an.

    Du kannst dich auch an der deutschen Übersetzung orientieren: Kannst du dich noch daran erinnern, wie ein Relativsatz mit finalem Nebensinn ins Deutsche übersetzt wird?

    Drei der fünf Relativsätze drücken einen zusätzlichen finalen Nebensinn aus.

    Lösung

    In dieser Übung geht es darum, die Merkmale von Relativsätzen mit finalem Nebensinn im Lateinischen und der deutschen Übersetzung herauszuarbeiten.

    Ein Relativsatz ohne Nebensinn beschreibt die Person oder Sache aus dem Hauptsatz näher. Ein finaler Nebensinn in einem Relativsatz gibt an, wozu eine Person etwas tut oder eine Sache dienen soll. Dieser Nebensinn wird im Lateinischen dadurch angezeigt, dass das Prädikat im Relativsatz im Konjunktiv steht. Im Deutschen kann man diesen Nebensinn übersetzen mit: damit, um … zu, sollen.

    In der Aufgabe enthalten der zweite, dritte und fünfte Satz einen finalen Nebensinn: Hier steht das Prädikat des Relativsatzes im Konjunktiv. Außerdem findest du im Hauptsatz Verben des Schickens, Wählens und Gebens: mittere, deligere und dare.

    • Der Vater schickt Lucius in den Garten, um Früchte zu pflücken oder damit er Früchte pflückt. Hier drückt der qui-Satz die Absicht oder das Ziel aus, zu dem der Vater Lucius hinausschickt.
    • Er wählt die Sklaven aus, die den Gästen gefallen sollen oder damit sie den Gästen gefallen: Der Nebensatz gibt das Ziel oder den Zweck der Auswahl an.
    • Sie geben Geschenke, um zu gefallen: Auch hier gibt der quae-Satz die Absicht des Schenkens an. Das ist ein finaler Relativsatz.

  • Gib an, welche Übersetzungen des Satzes möglich sind.

    Tipps

    Was ist das Relativpronomen? Auf wen oder was bezieht es sich?

    Hier sind drei der fünf Übersetzungen richtig.

    Lösung

    Um den Relativsatz zu übersetzen, siehst du dir zunächst das Relativpronomen und sein Bezugswort genauer an. In diesem Satz ist das quod. Das Relativpronomen stimmt mit seinem Bezugswort in Numerus und Genus überein. Quod bezieht sich auf donum (beides Neutrum Singular).

    Delectet kommt von delectare, steht also im Konjunktiv, wie du am Moduszeichen -e- vor der Endung erkennst. Mit dem Relativsatz wird also nicht nur das Geschenk beschrieben, sondern auch ein Nebensinn ausgedrückt.

    Da im Hauptsatz ein Verb des Gebens steht (dare) kannst du davon ausgehen, dass es sich hierbei um einen finalen Nebensatz handelt. Diesen kannst du im Deutschen mit folgenden Worten übersetzen: damit, um ... zu, sollen.

    Richtig sind also die erste, zweite und vierte Übersetzung.

    In den anderen beiden liegt ein Fehler vor:

    • Die Großmutter gibt Felix ein Geschenk, der sich freut. - Hier ist das Relativpronomen quod falsch bezogen. Der Relativsatz beschreibt ja nicht Felix genauer, sondern das Geschenk und das Ziel des Schenkens.
    • Die Großmutter gibt Felix ein Geschenk, weil er sich freut. - Hier ist der Nebensinn des Relativsatzes falsch wiedergegeben: „weil“ gibt einen Grund an, wir müssen aber eine Absicht ausdrücken.

  • Gib an, welche der Verbformen im Konjunktiv stehen.

    Tipps

    Viele der Verbformen findest du auch in den Beispielsätzen im Video. In diesen steht im Hauptsatz immer der Indikativ, in den Relativsätzen mit finalem Nebensinn der Konjunktiv.

    Die Formen kommen von folgenden Verben:

    • mittere, mitto, misi - schicken
    • delectare, delecto - erfreuen
    • invitare, invito - einladen
    • esse, sum - sein

    Lösung

    In dieser Übung geht es darum, sich Verbformen noch einmal genau anzuschauen und so zwischen Formen im Indikativ und Konjunktiv zu unterscheiden.

    Bei Relativsätzen mit finalem Nebensinn steht das Prädikat nämlich immer im Konunktiv.

    Ein Beispiel:

    • Felix epistulam ad aviam misit, qua eam ad festum invitaret.
    Im Hauptsatz steht der Indikativ: misit, im Nebensatz der Konjunktiv: invitaret. Er heißt: Felix hat einen Brief an seine Großmutter geschickt, um sie zum Fest einzuladen.

    • Avia litteras lepidas misit, qua Felicem delectet.
    Im Hauptsatz Indikativ: misit, im Nebensatz Konjunktiv: delectet. Die Großmutter schickte einen witzigen Brief, um Felix zu erfreuen.

    Es bleiben zwei Formen übrig: celebretur und est. Celebretur ist die 3. Person Singular Präsens Passiv (er, sie, es wird gefeiert) und est die 3. Person Singular Präsens Aktiv (er, sie, es ist).

  • Übersetze die Relativsätze ins Deutsche.

    Tipps

    Alle Sätze enthalten einen Relativsatz mit finalem Nebensinn.

    Kannst du dich noch an die drei Übersetzungsmöglichkeiten erinnern?

    Relativsätze mit finalem Nebensinn übersetzt man ins Deutsche mit: „um... zu“, „damit“, „sollen“.

    Lösung

    Alle Sätze in dieser Übung enthalten einen Relativsatz mit finalem Nebensinn. Dass ein Nebensinn enthalten ist, erkennst du daran, dass das Prädikat im Konjunktiv steht.

    Mit einem finalen Relativsatz wird eine Absicht oder ein Zweck ausgedrückt. Er steht nach Verben des Schickens, Kommens, Gebens und Wählens. In dieser Übung sind das ferre (bringen), mittere (schicken, senden) und deligere (wählen).

    Übersetzen kannst du diesen finalen Nebensinn mit: damit, oder: sollen. Ist das Subjekt im Haupt- und Relativsatz dasselbe, kannst du auch sagen: um... zu. Sieh dir dazu auch die verschiedenen Übersetzungsmöglichkeiten an:

    • Die Freunde bringen dem Jungen Geschenke, die ihn erfreuen sollen, damit sie ihn erfreuen oder um ihn zu erfreuen.
    • Der Junge schickt die Mutter ins Haus, damit sie Essen holt, oder: die das Essen holen soll.
    • Die Mutter wählt eine der Töchter aus, damit sie ihr hilft, oder: die ihr helfen soll.
    • Darauf schickt der Vater den Sohn, damit er seinen Bruder ruft, um den Bruder zu rufen, oder: der den Bruder rufen soll.

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