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Mechanische Reinigung von Abwasser 04:21 min

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Transkript Mechanische Reinigung von Abwasser

Das Kanalsystem hat ein natürliches Gefälle bis zum Klärwerk im Norden der Stadt. 120 Millionen Kubikmeter Abwasser kommen jährlich hier an. Das sind fast 130000 Schwimmbadfüllungen. Die erste Station, das Rechenhaus. In diesem Gebäude wird das Abwasser zunächst vom gröbsten Ballast befreit. Drei Stunden war die grüne Farbe mit dem Abwasser bis hierher unterwegs. Auch im Klärwerk hat Lisa einen Fachmann an der Seite, Betriebsleiter Klemens Plail. Er führt Lisa zum Rechen, der wie ein Sieb funktioniert. -zeigen, den kann man öffnen.. Oh, okay. und sieht einige tolle Sachen. Hier kommen die ganzen groben Sachen raus, also... Okay, wie Klopapier. Klopapier, Paprika, Tampon, Lorbeerblatt, Gurke. Stinkt aber schon ganz gewaltig. Oh, ja, hier stinkt es am meisten im ganzen Klärwerk, aber danach wird es schon immer besser. Und wo kommt der Dreck dann hin? Wo wird der gelagert? Dieser Dreck wird dann von diesem Rechen mit Bürsten und Wasser abgemacht, hier oben quer gefördert und dann über eine Presse diesen ganzen Weg mit dieser Rinne da oben.. Ach, hier. und plumpst dann in diesen Container. Der Container ist gerade voll. Das sind im Jahr ungefähr 4000 Tonnen, die alleine hier aus dem Abwasser rausgenommen werden. Auch dafür gibt es Verwendung. Das Material wird kompostiert. Ach, das wird Kompost? Es wird wieder kompostiert, aber dann für Rekultivierungen verwendet, also nicht für Gartenerde oder Ähnliches. Keine Sorge, diesen Kompost gibt es nicht im Baumarkt. Er dient zum Auffüllen von Deponien und Brachflächen. Das Abwasser verlässt jetzt das Rechenhaus und fließt in den Sandfang. Knapp die Hälfte der Grobstoffe ist schon raus. Trotzdem, einiges ist durch das Sieb geschlüpft, zum Beispiel Sand und Splittsteinchen, die bei Regen in die Gullys gespült werden. Die gelangen zusammen mit dem Abwasser in das riesige unterirdische Sandfangbecken. Mithilfe von Druckluft kann sich der Sand besser am Boden absetzen. Auf diesem Fließweg setzt sich der Sand ab. Und wie viel Sand fällt hier jährlich an? Im Jahr fallen ungefähr 1200 Tonnen von diesem Sand an und-. Eine ganze Menge. Ja, das ist so viel wie 1200 Autos. Die vielen Tonnen Sand und Steinchen werden jetzt eingesammelt von einer fahrenden Räumerbrücke. Diese Räumerbrücke fährt so alle ein, zwei Stunden einmal in diese Richtung. Und wenn die Brücke unten ist, geht da ein Räumschild nach unten, dann schaltet es um und die Brücke fährt wieder nach vorne und kratzt dann diesen ganzen Sand, der da am Boden sich abgesetzt hat, nach vorne in einen Trichter. Also so. Genau. Die zweite Funktion-. Der Sandfang hat noch eine andere Aufgabe. Er entfernt die leichten Stoffe, die oben schwimmen, zum Beispiel Öle und Fette. Na, das ist so eine Schwimmschlammschicht. Und das ist also das Fett aus meiner Küche. Ja, das Fett aus der Küche, das eigentlich nicht in die Kanalisation gelangen sollte. Nach dem Sandfang ist die Reise des schmutzigen Wassers durch das Klärwerk noch lange nicht zu Ende. Die letzte Station der mechanischen Reinigung, die Vorklärbecken. Auch im Vorklärbecken gibt es eine Räumerbrücke, ähnlich wie die im Sandfang, nur fährt sie im Kreis. Das Abwasser aus den Sandfängen wird über eine große Rohrleitung in die Mitte des Rundbeckens geleitet. Feine Stoffe, Fäkalien oder Klopapierfasern, die noch im Abwasser mitschwimmen, setzen sich in ein, zwei Stunden auf dem Boden des Beckens ab. Die Räumerbrücke räumt den Schlamm in die Mitte. Das von den Feststoffen befreite Abwasser wird dann hier heraußen gesammelt. Wir stehen quasi drauf, das ist die Rinne unter uns. Da sammelt sich das Wasser und wird dann wieder zusammengeführt und fließt dann zum nächsten Schritt.