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Folgen des Massentourismus: Landschaft 02:48 min

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Transkript Folgen des Massentourismus: Landschaft

Der Massentourismus hat das Gesicht Mallorcas verändert. Wo früher menschenleere Strände lagen, breiten sich heute riesige Hotelanlagen aus. Besonders deutlich wird es in Arenal. Der Ort hat den Ruf die Geburtsstätte des Massentourismus zu sein. Rund 130 Hotels beherbergen hier die Gäste. Neben den Bettenburgen gibt es zahlreiche Apartmenthäuser, Restaurants, Geschäfte und Freizeitanlagen aller Art. Am Strand lassen sich zigtausende gleichzeitig von der Sonne bräunen. Weil besonders viele Deutsche darunter sind, spricht man auch vom „Germanen-Grill“, von Europas Copacabana. Das Gebiet zwischen der Hauptstadt Palma und Arenal hat sich zu einer wahren Urlaubsfabrik entwickelt. „Balearisierung“, nennt man diese Kehrseite des billigen Massentourismus. Immer mehr neue Hotels und immer mehr Golfplätze brauchen enorm viel Fläche. Das ursprüngliche Landschaftsbild Mallorcas, mit Kiefernwäldern, Macchie und Olivenhainen, geht dabei allmählich verloren. Und auch so manches schützenswerte Biotop muss den Baggern weichen. Also hier entsteht, auf einem der letzten Feuchtgebiete in Palma, ein großes Einkaufszentrum mit einem großen, großen Biergarten. Man sagt dem größten der Welt. Und hier wird eines der letzten Naturparadiese, die wir hier in Palma haben, zerstört. Für den Kommerz. Auch immer mehr Straßen wurden gebaut, um den zunehmenden Autoverkehr zu bewältigen. So können die Touristen schnell zu ihren Hotels kommen, aber auch entlegene Teile der Insel erreichen. Um die Hauptstadt Palma zum Beispiel, wurden zwei Autobahnringe angelegt. Und auch ins Inselinnere führen zwei Autobahnen. Zwar reisen die meisten mit dem Flugzeug an. Aber es gibt zahlreiche Autovermieter, die den Touristen Mobilität verschaffen. Darüber hinaus ist der Flugplatz von Palma einer der meist angeflogenen auf der ganzen Welt. In Spitzenzeiten starten und landen hier bis zu 1000 Flugzeuge am Tag. Der Flughafen ist 24 Stunden geöffnet. Ein Nachtflugverbot existiert nicht. Und um die steigenden Passagierzahlen zu bewältigen, wird er weiter ausgebaut.