Der Grand Canyon
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Grundlagen zum Thema Der Grand Canyon
Ein beliebtes Naturwunder der USA ist der Grand Canyon. Die riesige Schlucht ist ein Anziehungspunkt für unzählige Touristen. Dadurch profitiert auch die Einwohnerschaft von dieser wunderschönen Natur.
Transkript Der Grand Canyon
Von Salt Lake City aus fahren wir in Richtung Süden, vorbei am Monument Valley, dem Antelope Canyon und dem Horseshoe Bend in Richtung Grand Canyon. Etwa zwölf Stunden sind wir unterwegs, um eines der größten und wohl bekanntesten Naturwunder der Welt zu Gesicht zu bekommen. Der Grand Canyon ist etwa 450 Kilometer lang. An seiner breitesten Stelle liegen der Nord- und der Südrand 30 Kilometer auseinander. Und 1800 Meter geht es in die Tiefe, bis zum Grund. Über die Entstehung dieser gewaltigen Schlucht gibt es verschiedene Theorien. Fest steht, dass der Colorado River maßgeblich an der Formung beteiligt war. "Der Colorado entspringt in über 4000 Metern Höhe im Rocky Mountain Nationalpark. Das Wasser strömt herab, der Schwerkraft folgend, und schneidet sich durch die Schichten. Die meisten Geologen sind sich einig, dass dieser Prozess vor etwa sechs Millionen Jahren begonnen hat." Die Gesteine sind allerdings deutlich älter als der Grand Canyon, die ältesten findet man am Grund der Schlucht. Sie entstanden in der Erdurzeit, vor knapp zwei Milliarden Jahren. Der Grand Canyon ist aber nicht nur geologisch höchst interessant, auch die Vegetation ist sehr vielfältig. In den höheren Lagen ist es kühl, vor allem Nadelbäume sind hier heimisch. Je weiter man in den Canyon absteigt, desto weniger Bäume gibt es. Hier wachsen vor allem Büsche. Tief unten im Canyon ist es so trocken, dass kaum noch Vegetation vorhanden ist. Der Grand Canyon ist ein begehrtes Reiseziel für Touristen aus aller Welt, jedes Jahr kommen etwa vier Millionen Besucher hierher, um das Naturwunder zu bestaunen. "Als ich gestern den Canyon zum ersten Mal sah, war ich sehr ergriffen. Ich konnte die Schönheit, Erhabenheit und Größe kaum fassen. Und seit einem Hubschrauberrundflug heute Morgen kommt er mir noch größer vor als gestern." Eine besondere Attraktion ist der Grand Canyon Skywalk. Wagemutige können hier auf einer Glasplatte über dem Abgrund spazieren. Der Skywalk gehört aber nicht zum staatlichen Nationalpark, er befindet sich auf dem Gebiet der Hualapai-Indianer und ist privat organisiert. Nicht nur den Indianern verschafft der Fremdenverkehr ein Einkommen, auch die Gemeinden um den Grand Canyon profitieren. Seligman liegt direkt an der historischen Route 66, der alten Ost-West-Verbindung durch die USA. Der Ort versprüht den Charme der 1950er Jahre und ein Abstecher hierher ist Pflicht. Durch den Bau des neuen Interstate-Highways wurde die Route 66 jedoch vom Durchgangsverkehr abgeschnitten, die Einnahmen blieben daraufhin aus. Heute hilft der Tourismus der Stadt zu überleben.
Der Grand Canyon Übung
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Beschreibe die Auswirkungen des Colorado auf die Entstehung des Grand Canyon.
TippsDer Colorado River ist ein Fluss.
In Lücke 4 geht es darum, warum Wasser überhaupt bergab fließt.
LösungÜber die Entstehung des Grand Canyon gibt es verschiedene Theorien. Fest steht jedoch, dass der Colorado maßgeblich an der Formung der Schlucht beteiligt war. Dieser Fluss entspringt in über 3000 Metern Höhe im Rocky-Mountain-Nationalpark. Von dort strömt das Wasser herab und folgt dabei der Schwerkraft. Auf seinem Weg trägt das Wasser des Flusses die {Gesteinsschichten} des Untergrunds immer weiter ab. Die meisten Geologen sind sich einig, dass dieser Vorgang vor etwa sechs Millionen Jahren begonnen hat.
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Nenne die Aussagen, die auf die Ausmaße des Grand Canyon und das Alter seiner Gesteine zutreffen.
TippsBei einer Option geht es darum, wo die ältesten Gesteine liegen. Denk daran, wie sich Schichten übereinander ablagern.
Vier Antworten sind korrekt.
LösungDie Geologie des Grand Canyon zeigt eindrucksvoll, dass die Gesteine im Canyon deutlich älter als die Schlucht selbst sind. Die ältesten Gesteine findet man am Grund der Schlucht, da sich der Colorado River tief in den Untergrund geschnitten hat und somit die untersten Schichten freilegt. Diese tiefsten Gesteinsschichten entstanden bereits in der Erdurzeit vor knapp zwei Milliarden Jahren. Zudem beeindruckt der Canyon durch seine gewaltigen Ausmaße: An der breitesten Stelle liegen der Nord- und der Südrand etwa 30 Kilometer auseinander.
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Stelle die Entstehungsgeschichte des Grand Canyon dar.
TippsAm Anfang steht kein Wasser. Überlege, was der Fluss überhaupt vorfinden musste, um sich hineinschneiden zu können.
Zwei Schritte handeln von Schichten. Einer beschreibt, wie sie entstehen, der andere, wie sie durchschnitten werden – zwischen beiden liegt eine sehr lange Zeit.
Lösung1) Die ältesten Gesteine entstehen in der Erdurzeit – Sie sind deutlich älter als die Schlucht selbst.
2) Weitere Schichten lagern sich darüber ab – Nur so kommt es überhaupt dazu, dass die ältesten Gesteine später unten liegen.
3) Der Colorado strömt der Schwerkraft folgend herab.
4) Einschneiden in die oberste Schicht – Der Fluss beginnt zwangsläufig an der Oberfläche, also in der jüngsten Schicht.
5) Erreichen immer älterer Schichten – Mit zunehmender Tiefe arbeitet sich der Fluss in immer älteres Gestein hinein.
6) Die ältesten Gesteine liegen am Grund offen – Der heutige Zustand.
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Vergleiche die Lebensbedingungen im Canyon, indem du jedes Merkmal der Höhenstufe zuordnest, für die es gilt.
TippsEin Blatt enthält einen scheinbaren Widerspruch – Wasser im Fluss bedeutet nicht unbedingt Wasser im Boden ringsum.
LösungDie Lebensbedingungen im Grand Canyon unterscheiden sich je nach Höhenstufe stark voneinander. Auf den oberen Randlagen herrscht ein kühles Klima mit dem dichtesten Baumbestand, in dem vor allem Nadelbäume heimisch sind. An den mittleren Hängen findet der Übergang von Wald zu Trockenheit statt; Bäume werden hier seltener und es wachsen vor allem Büsche. Der Canyongrund bildet schließlich den trockensten Bereich der Schlucht, in dem kaum noch Pflanzen wachsen. Obwohl dort der Fluss vorhanden ist, bleibt das Klima extrem trocken.
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Ordne jeder Zahlenangabe die Größe zu, die sie bezeichnet.
TippsZwei Angaben in Metern gehören zu ganz verschiedenen Orten – eine beschreibt etwas am Grand Canyon, die andere etwas weit entfernt in den Rocky Mountains.
Bei den beiden Jahresangaben ist die größere nicht das Alter der Schlucht. Denk daran, was zuerst entstanden ist.
LösungDie Angabe von etwa 450 Kilometern bezeichnet die Gesamtlänge der Schlucht, während die 30 Kilometer den Abstand zwischen Nord- und Südrand an der breitesten Stelle angeben. Vom Rand bis zum Grund reicht die Schlucht 1800 Meter in die Tiefe. Der Colorado River, der die Schlucht geformt hat, entspringt in einer Höhe von über 3000 Metern. Dieser Vorgang begann vor etwa sechs Millionen Jahren, als der Fluss anfing, sich in das Gestein einzuschneiden. Das Alter der ältesten Gesteine ganz am Grund der Schlucht reicht sogar knapp zwei Milliarden Jahre zurück.
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Beurteile die Werbeaussage des Anbieters.
TippsÜberlege, wo im Canyon welches Gestein liegt – daraus ergibt sich, ob man vom Rand aus wirklich über den ältesten Schichten steht.
Im eigentlichen Nationalpark gelten strengste Naturschutz- und Bauauflagen.
LösungDie Werbeaussage des Anbieters ist in mehreren Punkten irreführend und fachlich falsch. Die Behauptung, man stehe direkt über zwei Milliarden Jahre altem Gestein, stimmt nicht: Am Südrand liegen die jüngeren Gesteinsschichten, da sie sich über den ältesten Schichten abgelagert haben. Das zwei Milliarden Jahre alte Gestein befindet sich am Grund der Schlucht. Auch die Höhenangabe ist völlig unpassend, denn vom Rand bis zum Colorado River sind es etwa 1800 Meter Tiefe und nicht nur 300 Meter. Zudem ist die Ortsangabe „im Nationalpark“ bei einem privaten Anbieter zweifelhaft, da der echte Skywalk außerhalb des Nationalparks auf dem Land der Hualapai erbaut wurde.
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