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„Sansibar oder der letzte Grund“ (Andersch) 06:50 min

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Transkript „Sansibar oder der letzte Grund“ (Andersch)

Hallo, ich bin Lena und in diesem Video geht es um Alfred Anderschs Roman Sansibar oder der letzte Grund. Ich werde Dir kurz ein paar allgemeine Informationen zu dem Buch geben, die Handlung zusammenfassen und die auftretenden Figuren erläutern. Es wäre gut, wenn Du Dich ein wenig mit dem Nationalsozialismus auskennen würdest und wenn Du das Buch schon gelesen hättest oder später noch liest.

Alfred Anderschs Roman Sansibar oder der letzte Grund erschien 1957. Es spielt im Dritten Reich und verbindet das Schicksal von 5 Menschen und einer Holzplastik zu einem Widerstand gegen die als "Die Anderen" bezeichneten Nationalsozialisten. Dabei wechselt abschnittsweise die Perspektive des personalen Erzählers. Und zwar wechselt sich immer die des Jungen mit einer anderen ab. Die Handlung spielt im Herbst 1937 in der Hafenstadt Rerik. Als erster Charakter wird der Junge eingeführt. Er ist unzufrieden mit seinem Dasein als Schiffsjungen in Rerik. Erstens, weil nichts los ist in Rerik. Zweitens, weil die Leute dort seinem auf See umgekommenen Vater nachsagen, er sei ein Säufer gewesen. Der letzte Grund, der ihm lange nicht einfällt, ist Sansibar als Symbol der fernen Freiheit.

Während der Junge noch reflektiert, trifft Gregor in Rerik ein. Er ist Kommunist und kommt in die Hafenstadt mit dem Auftrag, die dortigen Genossen neu zu organisieren. Seine Überzeugung und das Vertrauen in die Partei scheinen allerdings sehr erschüttert. Er plant seine Flucht. Als Drittes tritt Pfarrer Helander auf. Er hat im Weltkrieg ein Bein verloren und plant eine Plastik, die "Die Anderen" als entartet einziehen wollen, außer Landes zu bringen, wofür er den Fischer Knutsen um Hilfe bitten möchte.

Knutsen ist der letzte aktive Kommunist in Rerik, allerdings nicht auf intellektueller Ebene wie Gregor, sondern als Arbeiter. Er ist enttäuscht von der Partei, die die Machtübernahme der "Anderen" nicht verhindert hat und versagt dem Pfarrer zunächst seine Hilfe. Auch aus Angst: Seine Frau Berta ist debil und er fürchtet, sie könne von den "Anderen" abgeholt werden. Knutsen soll Gregor treffen, um neue Instruktionen der Partei zu empfangen, zögert aber lange, die Verabredung wirklich wahrzunehmen. Bei dem Treffen, das in der Kirche stattfindet, findet Gregor Gefallen an dem lesenden Klosterschüler und weist Knutsen an, Helander zu helfen, was der zunächst aber weiter ablehnt.

Die letzte der 5 Hauptpersonen ist die Jüdin Judith. Sie ist nach Rerik gekommen, in der Hoffnung, mit einem Schiff ins Ausland fliehen zu können. Ihre Mutter hat sich am Vortag vergiftet, um kein Hindernis für die Flucht der Tochter zu sein. In Rerik angekommen, scheint Judith ihr Unterfangen allerdings zunächst ziemlich aussichtslos. Ihr Versuch an Bord eines schwedischen Schiffes zu kommen, scheitert. Gregor nimmt sich ihrer an und beschließt, sie zusammen mit dem Klosterschüler außer Landes zu bringen. In der Kirche treffen sie sich mit Pfarrer Helander, demontieren die Plastik und werden von dem Jungen in einem Beiboot zu Knutsens Fischer gebracht. Der wehrt sich zunächst dagegen, Judith ebenfalls mitzunehmen, unter anderem, da er vorhatte, die Figur einfach über Bord zu werfen. Nachdem Gregor ihn jedoch niedergeschlagen und wiederholt beteuert hat, dass er selbst nicht mitzufahren gedenkt, willigt er schließlich ein. Gregor macht sich über eine Fuhrt auf den Weg zurück aufs Festland. Der Junge plant sich, während der Überfahrt, in Schweden ebenfalls abzusetzen. Judith versucht ihn davon abzubringen, da er Knutsen damit verraten würde. Und obwohl ihm das anfangs noch egal ist, nutzt er eine spätere Gelegenheit zur Flucht nicht und kehrt mit Knutsen nach Rerik zurück, während Judith die Figur zu einem Freund Helanders bringt. Jener wird inzwischen von den "Anderen" aufgesucht, die den Klosterschüler abholen wollen. Indem er, nachdem sie dessen Verschwinden bemerkt haben, auf sie schießt, begeht er indirekten Suizid. Die verschiedenen Charaktere stehen stellvertretend für verschiedene Gesellschaftsgruppen. Der 15-jährige Schiffsjunge will ausbrechen aus den ruhigen Mustern seiner Heimatstadt und sich von den "Erwachsenen", die für ihn eine mehr oder weniger eine gesichterlose Masse bilden, abheben. Die nächtliche Rettung Judiths und der Plastik bedeutet für ihn vor allem ein Abenteuer. Als er aber tatsächlich die Möglichkeit erhält, sein Leben radikal zu ändern und in Schweden zu bleiben, ergreift er sie nicht. Ob nun aus Feigheit oder indem er sich seiner Verantwortung stellt, am Ende des Buches ist er einer der Erwachsenen geworden.

Indem er die Verantwortung für Judith und den Klosterschüler übernimmt, desertiert er nach eigener Aussage und legt die Grundlage für ein freies Leben, das er nun beginnen will. Indem er die Verantwortung für Judith und den Klosterschüler übernimmt, desertiert er nach eigener Aussage und legt die Grundlage für ein freies Leben, das er nun beginnen will. Aus Stolz schlägt er Knutsens Angebot, ihn doch mit nach Schweden zu nehmen, aus. Helander ist ein bürgerlicher Protestant. Er hasst die Kirche, wie er es selbst sagt und deren Rolle im Nationalsozialismus, hat deshalb aber auch ein schlechtes Gewissen. Außerdem ist er wütend auf Gott, darauf, dass jener den "Anderen" ihre Macht lässt und wartet zugleich auf ein Zeichen von ihm, eine Schrift an der Kirchenwand, das ihm im Moment seines Todes auch erscheint. Sein Widerstand gegen die "Anderen" ist weniger politisch als viel mehr ethisch motiviert.

Knutsen ist ein kommunistischer Arbeiter und das letzte aktive Parteimitglied in Rerik. Er ist allerdings enttäuscht von der Partei, die nichts Sichtbares gegen die "Anderen" ausrichten kann, und nicht gewillt, ein Risiko für sie einzugehen. Judith ist nach Einschätzung des Jungen um die 18 Jahre alt. Vor ihrer Flucht führte sie ein behütetes, bürgerliches Leben in Hamburg. Nach dem Selbstmord ihrer Mutter ist sie sehr plötzlich auf sich alleine gestellt und ist dementsprechend unbeholfen außerhalb der gewohnten Gesellschaftskreise. Im Verlauf der Handlung gibt sie ihre romantische, verquerte Weltsicht allmählich auf, wird wie der Junge reifer und findet sich allmählich in der Realität ein.

Durch ihre Zusammenarbeit leisten die verschiedenen Parteien je auf ihre eigene Art erfolgreich Widerstand gegen die "Anderen". Ich hoffe, Du hast alles verstanden und das Wichtigste behalten können. Auf Wiedersehen vielleicht. Lena.

5 Kommentare
  1. Super! Danke sehr, hat mir bei meinem Aufsatz sehr geholfen :)

    Von Nina Motlik, vor mehr als 3 Jahren
  2. Ich habe vieles neues was ich noch nicht wusste herraus gefunden

    Von Mandana Sarram, vor etwa 5 Jahren
  3. Vielen Dank für eure Kommentare. Wir freuen uns, dass euch das Video gefällt.

    Beste Grüße
    Eure Deutschredaktion

    Von René Perfölz, vor etwa 5 Jahren
  4. Vielen lieben Dank!!! Hat mir sehr geholfen. Alles sehr übersichtlich und verständlich. Auch nette Zeichnungen :)

    Von Burcey, vor etwa 5 Jahren
  5. Toll, gut gemacht! Danke

    Von Hediger, vor fast 8 Jahren

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„Sansibar oder der letzte Grund“ (Andersch) Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video „Sansibar oder der letzte Grund“ (Andersch) kannst du es wiederholen und üben.

  • Fasse den Inhalt des Romans „Sansibar oder der letzte Grund" von Alfred Andersch zusammen.

    Tipps

    Überlege dir, inwieweit sich die Personen gegen die Nazis zur Wehr setzen.

    Was verbindet Knudsen und Gregor miteinander?

    Lösung

    Die Handlung des Romans „Sansibar oder der letzte Grund" von Alfred Andersch spielt im Herbst 1937 in der Hafenstadt Rerik. Fünf Schicksale werden dabei im Widerstand gegen die Nationalsozialisten miteinander verwoben. Der Schiffsjunge ist dabei mit seiner Situation in Rerik unzufrieden, auch weil die Leute seinem auf See umgekommenen Vater nachsagen, ein Säufer gewesen zu sein. Er sehnt sich nach einem Abenteuer und sieht Sansibar als Symbol der fernen Freiheit an. Der Kommunist Gregor hingegen hat den Auftrag, die Genossen in Rerik neu zu organisieren und verhilft schließlich dem „Klosterschüler", aber auch der Jüdin Judith, zur Flucht. Auf Geheiß des Pfarrers Helanders bringt Gregor dabei die entartete Kunstplastik, den sogenannten „Klosterschüler", außer Landes, um diesen vor den Anderen zu retten. Knudsen ist wie Gregor Kommunist und das letzte aktive Parteimitglied in Rerik. Er soll den „Klosterschüler", aber auch Judith, mit seinem Boot außer Landes bringen.

    Der Roman weist eine lebendige Erzählform auf, da sich die Perspektiven durch eine personale Erzählsituation abschnittsweise ändert.

  • Charakterisiere die Personen des Romans „Sansibar oder der letzte Grund".

    Tipps

    Sowohl Gregor als auch Knudsen sind Kommunisten, unterscheiden sich jedoch auf ihrer intellektuellen Ebene.

    Überlege dir, warum der Schiffsjunge unzufrieden mit seinem Dasein in Rerik ist.

    Lösung
    • Der Schiffsjunge ist unzufrieden mit seinem Dasein in Rerik, da die Leute seinem verstorben Vater nachsagen, ein Säufer gewesen zu sein. Außerdem bedauert er, dass in Rerik kaum etwas los ist. Er sucht nach einem Abenteuer, das er im Laufe des Romans auch erleben wird. Sansibar erscheint ihm da als Symbol der fernen Freiheit.
    • Gregor ist Kommunist und wird von der Partei in die Hafenstadt entsendet, um hier die dortigen Genossen neu zu organisieren. Seine Überzeugungen und das Vertrauen in die Partei sind jedoch sehr erschüttert. Unter seiner Führung wird geplant, den „Klosterschüler" und später auch die Jüdin Judith außer Landes zu bringen.
    • Knudsen ist Arbeiter und zugleich der letzte aktive Kommunist in Rerik. Auch er ist wie Gregor von der Partei enttäuscht, weil sie die Machtübernahme der Anderen nicht verhindert hat. Zunächst versagt er dem Pfarrer Helander seine Hilfe, den „Klosterschüler" außer Landes zu bringen. Er fürchtet nämlich, dass seine debile Frau Berta von den Anderen abgeholt werden könnte.
    • Helander ist Pfarrer und Veteran. Im Ersten Weltkrieg hat er ein Bein verloren. Auch er ist gegen die Herrschaft der Anderen und plant seinen Widerstand, indem er den „Klosterschüler" außer Landes bringen will. Dieser wird von den Anderen nämlich als entartete Kunst angesehen. Für sein Vorhaben bittet er den Schiffsjungen und Knudsen um Hilfe.
    • Die Jüdin Judith ist nach Rerik gekommen, um mit einem Schiff ins Ausland zu fliehen. Ihre Mutter hatte sich zuvor vergiftet, um der Tochter kein Hindernis bei ihrer Flucht zu sein. Mithilfe von Gregor gelingt ihr schließlich die Flucht außer Landes.
  • Ermittle, für welche Gesellschaftsgruppe die Romanfigur stellvertretend steht.

    Tipps

    Sowohl Knudsen als auch Gregor sind politisch aktiv, unterscheiden sich jedoch durch ihre Zuständigkeiten.

    Was könnten die Gründe sein, warum der Schiffsjunge unzufrieden ist?

    Lösung

    Die fünf Romanfiguren stehen stellvertretend für verschiedene Gesellschaftsgruppen:

    • Der 15-jährige Schiffsjunge steht dabei repräsentativ für die Jugend, welche von großen Ambitionen geleitet wird. Auch der Schiffsjunge will so aus seinen gewohnten Mustern ausbrechen, wobei die Rettung von Judith und der Skulptur für ihn ein Abenteuer darstellt. Als ihm jedoch zum Schluss tatsächlich die Möglichkeit gegeben wird, ein neues Leben in Schweden anzufangen, lässt er diese verstreichen und kehrt nach Rerik zurück. Damit verändert sich seine gesellschaftliche Gruppenzugehörigkeit am Ende des Romans, da er nun einer von vielen ist.
    • Gregor ist wie Knudsen Kommunist, zeichnet sich jedoch durch seine intellektuellen Fähigkeiten aus. Um gegen seine Partei zu protestieren, desertiert er, indem er die Skulptur und Judith außer Landes bringt. Denn damit stellt er seine eigenen Ideale über die der Partei.
    • Helander steht als Pfarrer zwar stellvertretend als Repräsentant der Kirche, hat sich jedoch von ihr entfernt, weil sie nichts gegen die Herrschaft der Anderen unternimmt. Ihm ist es daher eine Herzensangelegenheit, sich durch die Rettung der Skulptur gegen die Anderen aufzulehnen.
    • Knudsen ist wie Gregor Kommunist, jedoch im Gegensatz zu ihm ein einfacher Arbeiter. Lediglich die Enttäuschung über die Partei verbindet beide Figuren und ihnen ist es zuwider, dass sie nichts gegen die Herrschaft der Anderen auszurichten vermag. Deswegen weigert sich Knudsen anfänglich auch, mit der Rettung der Plastik und Judith ein Risiko für die Partei einzugehen.
    • Die Jüdin Judith ist durch den Selbstmord der Mutter, aber auch durch die Herrschaft der Anderen plötzlich auf sich allein gestellt. Sie steht somit stellvertretend für die politisch Verfolgten der Anderen.
  • Arbeite die Bedeutung von Freiheit für die einzelnen Figuren heraus.

    Tipps

    Es gibt verschiedene Begriffe der Freiheit. Die existenzielle Freiheit sichert das Überleben.

    Zum anderen gibt es aber auch die individuelle Freiheit, die der Zufriedenheit jedes Einzelnen dient.

    Lösung

    Die fünf Figuren streben in ihrem Tun auch immer nach Freiheit:

    • Für Judith ist diese Freiheit existenzieller Natur, da sie als Jüdin um ihr Überleben kämpft.
    • Helanders Freiheitsdrang zeichnet sich durch seinen tiefen Glauben aus, der sich letztendlich auch durch den Widerstand gegen die Anderen manifestiert. Seine Freiheit ist somit religiöser Art.
    • Gregor, Knudsen, aber auch der Schiffsjunge versuchen sich hingegen individuell zu entfalten. Für Gregor und Knudsen bedeutet dies sich von den Zwängen der Partei zu befreien, während der Schiffsjunge der Enge der Hafenstadt Rerik entrinnen will.

  • Schildere den chronologischen Aufbau des Romans „Sansibar oder der letzte Grund".

    Tipps

    Während der Schiffsjunge noch darüber sinniert, welcher Ort der beste zur Flucht wäre, trifft Gregor in Rerik ein.

    Weil der „Klosterschüler" von den Anderen als entartete Kunst betrachtet wird, will Helander ihn ins Ausland schaffen. Knudsen verweigert ihm zunächst seine Hilfe.

    Lösung

    Die Handlung wird abschnittsweise aus der Perspektive einer anderen Figur erzählt. Folgendes solltest du dabei über die Handlungsstränge wissen:

    Als erster Charakter wird der Schiffsjunge eingeführt, der unzufrieden mit seinem Dasein über Orte nachdenkt, an denen man besser leben kann. Während er noch grübelt trifft Gregor in Rerik ein. Er soll als Kommunist die Genossen in der Hafenstadt neu organisieren. Als drittes erscheint der Pfarrer Helander, der gegen die Anderen einen Widerstand plant. Dazu will er den „Klosterschüler", den die Anderen als entartet befunden haben, mit der Hilfe von Knudsen und dem Schiffsjungen in Sicherheit schaffen. Knudsen will Helander jedoch zunächst aus Angst um seine Frau nicht helfen. Bei einem Treffen weist Gregor Knudsen an, dem Pfarrer zu helfen. Als dann auch noch die Jüdin Judith in Rerik erscheint, will Gregor auch sie zusammen mit der Skulptur außer Landes bringen. Knudsen lässt sich schließlich dazu überreden, die Skulptur und auch Judith mit einem Fischerboot außer Landes zu bringen. Danach kehrt er mit dem Schiffsjungen nach Rerik zurück. Helander wird zwischenzeitlich von den Anderen aufgesucht, die die Skulptur abholen wollen. Als sie bemerken, dass diese nicht mehr da ist, schießt Helander auf sie.

  • Belege am Beispiel der Figur des Schiffsjungen den „Existentialismus“ nach dem Philosoph Jean-Paul Sartre.

    Tipps

    Die Gedanken des Schiffsjungen werden in dem Werk dem Leser nicht verschwiegen. Lediglich sein Beweggrund, warum er sich letztendlich dazu entschließt mit Knudsen zurück nach Rerik zu fahren, bleiben unklar. Warum ist das so?

    Lösung

    Der Philosoph Jean-Paul Sartres beschäftigt sich ausgiebig mit der individuellen Freiheit. Seine Gedanken zum Existentialismus finden sich auch in dem Roman „Sansibar oder der letzte Grund" wieder. Dabei steht besonders die Frage nach der Selbstbestimmung und der Selbstverantwortung des Menschen inmitten politischer und gesellschaftlicher Zwänge im Mittelpunkt.

    Am Beispiel des Schiffsjungen führt Andersch dem Leser vor Augen, dass auch der Einzelne über eine Entscheidungsfreiheit verfügt und sich selbst neu entwerfen kann.

    Quelle des Textauszugs: Hinck, Walter (2007): Romanchronik des 20. Jahrhunderts. Eine bewegte Zeit im Spiegel der Literatur. Köln, S. 156f.