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Tag und Nacht 04:03 min

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Transkript Tag und Nacht

Der Schatten einer Sonnenuhr verändert seine Länge nicht nur während eines Tages, auch im Jahresverlauf ist er unterschiedlich lang. Im Winter ist er viel länger als im Sommer. Warum ist das so? Um das zu klären, sehen wir uns die Erde wieder aus dem Weltraum an. Die Erde umkreist die Sonne auf einer elliptischen Bahn. Für eine Umrundung benötigt sie ziemlich genau ein Jahr. Außerdem dreht sich die Erde einmal in 24 Stunden um sich selbst. Ihre Drehachse steht dabei allerdings nicht senkrecht zu ihrer Umlaufbahn. Sie ist um 23,5 Grad geneigt. Die Sonnenstrahlen treffen daher im Laufe eines Jahres nicht immer im gleichen Winkel auf die Erdoberfläche. Im Sommer ist die Nordhalbkugel der Sonne stärker zugewandt, im Winter die Südhalbkugel. Wie wirkt sich das aus? Im Sommer fallen die Sonnenstrahlen bei uns auf der Nordhalbkugel relativ steil auf die Erdoberfläche. Am 21. Juni ist ihr Einstrahlungswinkel am größten. Unser Sommer beginnt. Wir sehen die Sonne in dieser Jahreszeit hoch am Himmel stehen. Die Tage sind dann bei uns besonders lang. Die Sonne geht morgens schon früh auf und abends erst spät wieder unter. Der Schatten von Luisas Sonnenuhr ist im Sommer um die Mittagszeit besonders kurz, da die Sonnenstrahlen sehr steil auf den Stab treffen. Auch unsere warmen Sommertemperaturen haben wir der Erdneigung und ihrer Position zur Sonne zu verdanken. Die Energie des Sonnenlichtes wird auf der Erdoberfläche in Wärmeenergie umgewandelt. Dabei gilt: Je steiler die Sonnenstrahlen auf die Erde treffen, desto stärker wird diese erwärmt. In den Sommermonaten fallen die Sonnenstrahlen besonders steil auf die Nordhalbkugel. Die Temperaturen sind bei uns in dieser Jahreszeit relativ hoch. Im Winter hingegen ist die Nordhalbkugel leicht von der Sonne weg geneigt. Die Sonnenstrahlen treffen dort nun in einem flacheren Winkel auf die Erde. Die Temperaturen sinken und die Tage werden kürzer. Die Sonne steht dann bei uns auch tagsüber nur noch niedrig am Himmel. Am 21. Dezember hat sie ihren Tiefststand erreicht, der Winter beginnt. Am Nordpol geht die Sonne in dieser Jahreszeit überhaupt nicht auf. Der Schatten von Luisas Sonnenuhr ist im Winter auch mittags ziemlich lang. Die Sonnenstrahlen treffen den ganzen Tag sehr schräg auf den Stab. Außerdem ist es bei uns im Winter viel kälter als im Sommer. Die Sonnenstrahlen fallen nur noch flach auf die Nordhalbkugel und erwärmen die Erdoberfläche dort nicht mehr so stark. Zur gleichen Zeit ist die Südhalbkugel der Sonne stärker zugeneigt. Die Sonnenstrahlen treffen dort sehr steil auf die Erdoberfläche und erwärmen sich stärker. Wenn bei uns Winter ist, ist auf der Südhalbkugel daher gerade Sommer und umgekehrt. Der Einfallswinkel der Sonnenstrahlen bestimmt also unsere Jahreszeiten mit ihren unterschiedlichen Tageslängen und Temperaturen. Auf den kalten Winter folgt der milde Frühling, der die Blüten sprießen lässt. Der Sommer beschert uns manchmal hitzefrei und im Herbst, wenn es kühler wird, verlieren viele Bäume wieder ihre Blätter.