30 Tage kostenlos testen:
Mehr Spaß am Lernen.

Überzeugen Sie sich von der Qualität unserer Inhalte.

Passatkreislauf 04:26 min

Textversion des Videos

Transkript Passatkreislauf

Im Bereich des Äquators, da wo die Sonne senkrecht steht, ist die Einstrahlung am intensivsten. Hier erwärmt sich die Luft am stärksten. Die bodennahen Luftmassen steigen auf und kühlen ab. Zunächst bilden sich mächtige Wolkentürme. Dann setzt wolkenbruchartiger Regen ein, meist begleitet von heftigen Gewittern. Hier liegt die Zone des tropischen Regenwaldes. Da ständig neue Luftmassen nach oben nachströmen, werden diese in etwa 10 bis 15 Kilometern Höhe nach Norden und Süden abgedrängt. Dort wo die Luft aufsteigt, bildet sich am Boden ein Tiefdruckgebiet und in der Höhe ein Hochdruckgebiet. An den Wendekreisen auf 23,5° nördlicher und südlicher Breite sinkt die Luft wieder ab und wird dadurch wärmer. Am Boden entstehen Hochdruckgebiete. Es ist trocken und der Himmel ist wolkenlos. Hier breiten sich weite Wüsten aus, zum Beispiel die Sahara. In der Höhe dagegen bilden sich im Bereich der Wendekreise Tiefdruckgebiete. Die abgesunkenen Luftmassen strömen dann in maximal 2 Kilometern Höhe von den Hochdruckgebieten an den Wendekreisen zurück zum Tiefdruckgebiet am Äquator. Betrachten wir das Ganze von oben. Das bodennahe Tiefdruckgebiet am Äquator umschließt die gesamte Erde. Man spricht von der äquatorialen Tiefdruckrinne. Strömen die Luftmassen über das Festland, dann sind sie trocken und heiß. Wehen sie über Meeresflächen hinweg, nehmen sie viel Feuchtigkeit auf. Die Luftmassen, die in Bodennähe beständig von Norden und Süden her äquatorwärts strömen, werden Passate genannt. Der Begriff “Passat” kommt aus dem Italienischen und bedeutet so viel wie Überfahrt. Diese Winde nutzten die Seefahrer in früheren Zeiten zur Überquerung der Ozeane. Die in der Höhe zu den Wendekreisen strömenden Luftmassen bezeichnet man als Antipassate. Die Luftströmungen befinden sich also in einem beständigen Kreislauf. Wir nennen das den Passatkreislauf. In den Gebieten am Äquator steigt die Luft auf. Aufsteigende Luft wird nicht als Wind wahrgenommen, daher ist es hier meist windstill. So nennt man den Bereich um den Äquator auch die Kalmen, nach dem englischen Wort calm für ruhig. Auch an den Wendekreisen, dort wo die Luft absinkt, weht kein Wind. Dieses Phänomen brachte die Segelschiffe in früheren Zeiten in Not. Sie trieben oft bei Flaute wochenlang auf dem Meer. Die transportierten Tiere verhungerten und verdursteten und wurden schließlich über Bord geworfen. Nach den schwimmenden Pferdekadavern erhielt die Region auch den Namen Rossbreiten.