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Hale-Teleskop (Palomar-Observatorium) 03:34 min

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Transkript Hale-Teleskop (Palomar-Observatorium)

Im Mai 1948 wird im astronomischen Observatorium von Mount Palomar in Kalifornien ein neues Teleskop installiert. Es ist eines der größten Teleskope der Welt und in der Lage, das Universum bis zu der unglaublichen Distanz von einer Milliarde Billionen Lichtjahren zu durchforschen. Ein Lichtjahr entspricht 9,5 Billionen Kilometern. Das Gewicht des Riesenteleskops beträgt 500 Tonnen, der Spiegel allein wiegt 14 Tonnen. Er ist in den Vereinigten Staaten hergestellt worden. Dazu war die Überwindung großer technologischer Schwierigkeiten notwendig, sowohl bei der Konstruktion der Glasscheibe selbst, die ja enorme Dimensionen hat, wie bei der Umformung der Scheibe in einen Spiegel mit einer derartig großen Öffnung. Nachdem ein erster Versuch misslungen ist, wird im März 1936 die Glasscheibe aus der Fabrik auf die Reise nach Kalifornien geschickt. Dort kommt sie am 10. April an. Die Reise ist sehr kompliziert. Es ist manchmal notwendig, die Straße für den Transport umzubauen und einzurichten. In Pasadena werden die weiteren Arbeiten vorgenommen, um Scheibe in einen Spiegel von parabolischer Form zu verwandeln. Im Jahr 1941 treten die Vereinigte Staaten aber in den Krieg ein, und die Arbeiten werden unterbrochen. Sie werden erst gegen Ende des Krieges wieder aufgenommen. Im November 1947 ist der Spiegel fertig geschliffen. Er wird auf den Mount Palomar gebracht und im Observatorium eingebaut. Die erste Beobachtung des Himmels durch ein Fernrohr hat Galileo Galilei durchgeführt, und zwar im Jahre 1609 auf der Terrasse eines Palastes in Padua. Das Fernrohr selbst war einige Jahre vorher durch Brillenschleifer in Holland erfunden worden. Indem sie verschiedene Linsen kombinierten, fiel ihnen auf, dass ein entferntes Objekt so erschien, als ob es sich in der Nähe befände. Die Entdeckung der optisch-geometrischen Gesetze hingegen, auf denen das Instrument basiert, erfolgt durch Galilei. Die ersten Instrumente sind ausschließlich auf der Basis der Lichtbrechung gebaut. Die Lichtstrahlen, die sich geradlinig fortbewegen, werden, sobald sie auf eine Linse treffen, gebeugt. Diese Beugung hängt von der Form der Linse ab. Daher erscheint ein Objekt, das vor die gebogene Linse gebracht wird, für das Auge eines Beobachters hinter der Linse, als sei es in einer anderen Position im Raum, als es tatsächlich ist. Auch seine Dimensionen scheinen gegenüber den wirklichen verändert. Wenn nun Linsen verschiedener und gleicher Form miteinander kombiniert werden, kann man die Objekte so sehen, als ob sie näher oder weiter entfernt wären, verkleinert oder vergrößert. Das Teleskop des Galilei erlaubt es, auf diese Art die Sterne zu erforschen. Aus dem Teleskop des Galilei entwickelt sich das Fernrohr von Newton und schließlich auch das gigantische Instrument auf dem Mount Palomar. Es wird nach dem Namen seines Entwerfers und Herstellers George Ellery Hale auch Hale-Teleskop genannt.