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Erdbeben – wenn die Erde erzittert

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Team Entdeckungsreise
Erdbeben – wenn die Erde erzittert
lernst du in der Oberstufe 5. Klasse - 6. Klasse

Beschreibung Erdbeben – wenn die Erde erzittert

Inhalt

Erdbeben und die Entstehung von Erdbeben

Was ist ein Erdbeben?

Kurze Definition: Unter Erdbeben werden messbare Erschütterungen der Erdoberfläche verstanden. Im Bereich der Weltmeere werden sie als Seebeben bezeichnet.

Vorkommen und Stärke von Erdbeben

Erdbeben kommen weltweit vor und sorgen immer wieder dafür, dass zum Teil ganze Landstriche mit ihren Häusern und Bauwerken zerstört werden. Auch in Europa und Deutschland gibt es regelmäßig Erdbeben. So treten in Deutschland über hundertmal im Jahr Erdbeben auf, jedoch sind diese fast ausschließlich schwach und verursachen kaum Schäden.

Das seit Beginn der Erdbebenaufzeichnungen stärkste Erdbeben war 1960 in Chile mit einem Wert von 9,5 auf der Erdbebenskala. Diese Skala wird als Richterskala bezeichnet. Auf der Richterskala wird die mit einem Seismografen gemessene Erdbebenstärke eingetragen. Die Skala ist an sich unbegrenzt. Es sind allerdings Erdbeben mit einer Stärke über 9 auf der Richterskala kaum möglich. Deutschlands stärkstes Erdbeben trat im Jahr 1756 auf und besaß eine Stärke von 6,4.

Wie entstehen Erdbeben?

Die Entstehung von Erdbeben beruht auf dem Aufbau der Erde. Es wird hier auch vom Schalenbau der Erde gesprochen. Die Erde besitzt einen größtenteils aus Eisen bestehenden Erdkern. Dieser ist von einem aus teils festem, teils zähflüssigem Gestein bestehenden Erdmantel umgeben. Den Erdmantel umgibt die vergleichsweise dünne, nur 35 Kilometer dicke Erdkruste. Diese besteht aus festem Gestein und ist aus vielen verschiedenen Erdplatten zusammengesetzt. Erdbeben kommen besonders an sogenannten Plattengrenzen vor, dies sind die Bereiche an den Rändern der Erdplatten.

Erdbeben-Entstehung.svg

Die oben stehende Abbildung verdeutlicht die weltweite Verteilung der Plattengrenzen und die Bewegungsrichtung der Erdplatten. Es gibt drei verschiedene Arten von Plattengrenzen. Bewegen sich die Erdplatten voneinander weg, so spricht man von divergierenden Plattengrenzen, reiben zwei Erdplatten seitlich aneinander, werden sie als Transformgrenzen bzw. Transformstörungen bezeichnet. Bewegen sich zwei Platten aufeinander zu, so handelt es sich um konvergierende Plattengrenzen.

Die am stärksten von Erdbeben gefährdeten Regionen unserer Erde liegen vor allem an Transformgrenzen und konvergierenden Plattengrenzen.

Transformgrenzen

An Transformgrenzen gleiten zwei Erdplatten seitlich aneinander vorbei. Verhaken sich die beiden Platten, kommt es zum Aufbau einer gewaltigen Spannung. Löst sich diese auf einen Schlag, so wird eine ruckartige Bewegung der Erdplatten ausgelöst und es entsteht ein Erdbeben.

Konvergierende Plattengrenzen

An konvergierenden Plattengrenzen schiebt sich eine Erdplatte unter eine andere. Man spricht hier von Subduktionszonen. Hierbei taucht meist die schwerere ozeanische Kruste unter die leichtere kontinentale Kruste. Dies kann zum Verhaken der Platten führen und die kontinentale Erdkruste wird mit nach unten gezogen. Löst sich die aufgebaute Spannung schlagartig, so schnellt die kontinentale Kruste nach oben und es entsteht ein Erdbeben. Tritt dies unter dem Meer auf, so kann ein Tsunami entstehen.

Divergierende Plattengrenzen

An divergierenden Plattengrenzen werden zwei Erdplatten auseinandergeschoben. Das Auseinanderschieben der Erdplatten hat zur Folge, dass die Erdkruste an anderen Plattengrenzen aufeinandertrifft. Dies führt, wie oben beschrieben, zur Entstehung von Erdbeben.

Frühwarnsysteme und Schutz vor Erdbeben

Es liegen viele größere Städte, wie San Francisco oder Tokio, in von Erdbeben gefährdeten Gebieten. Dies lässt sich damit erklären, dass schwere Erdbeben häufig nur mit einem größeren zeitlichen Abstand auftreten. Die Menschen früher konnten ohne den heutigen technischen Wissensstand nicht die Regelmäßigkeit dieser Naturereignisse und die Gefahr für die Städte erkennen. Als Vorbild für Frühwarnsysteme werden zum Beispiel Tiere genommen, denn es wurde festgestellt, dass sich einige Tierarten bereits wenige Tage vor einem Erdbeben auffällig verhielten. Schlägt ein Frühwarnsystem Alarm, so werden betroffene Gebiete informiert und die Nachricht wird über die Medien verbreitet. Im besten Fall haben die Regionen und ihre Bewohner so noch etwas Zeit, um zu reagieren und eine Evakuierung einzuleiten.

Was tun bei Erdbeben?

Diese Frage stellen sich viele Menschen. Zu den wichtigsten Verhaltensregeln gehören Abstand halten, z. B. von Häusern, und falls man sich in der Nähe von Gebäuden befindet, stets Kopf und Gesicht schützen. Treppenhäuser, Fahrstühle und Tunnel sollten bei einem Erdbeben gemieden werden.

Zusammenfassung Erdbeben
Definition Unter Erdbeben werden messbare Erschütterungen der Erdoberfläche verstanden.
Entstehung Ursache für die Entstehung ist der Schalenbau der Erde mit der aus verschiedenen Erdplatten bestehenden Erdkruste.
Vorkommen Erdbeben kommen weltweit an Plattengrenzen vor. Hierbei unterscheidet man konvergierende Plattengrenzen, Transformgrenzen/Transformstörungen, divergierende Plattengrenzen
Weltweit stärkstes Erdbeben 1960 in Chile mit einer Stärke von 9,5 auf der Richterskala
Stärkstes Erdbeben in Deutschland 1756 in der Nähe von Düren mit einer Stärke von 6,4 auf der Richterskala
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