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Windpocken

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Windpocken
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Grundlagen zum Thema Windpocken

Inhalt

Windpocken – Biologie

Unter den bekannten Kinderkrankheiten werden auch die Windpocken genannt. Die Windpocken machen sich mit Pünktchen, den Windpockenblasen, auf dem ganzen Körper bemerkbar und es gibt kaum ein Kind, das sich nicht mit den Windpocken ansteckt. Aber wie bekommt man Windpocken? Und für wen sind Windpocken gefährlich? Diesen Fragen wollen wir im folgenden Text auf den Grund gehen.

Was sind Windpocken? – Definition der Krankheit

Windpocken werden auch Varizellen oder Wilde Blattern genannt und zählen zu den Viruserkrankungen. Ausgelöst werden sie durch das Varizella-Zoster-Virus, das zu der Gruppe der Herpesviren zählt.
Das Wort Windpocken stammt übrigens aus dem 18. Jahrhundert. Damit ist der Übertragungsweg der Viren bei einer Ansteckung über den Wind (die Luft) beschrieben.

Wie bekommt man Windpocken?

Weitergeben werden die Viren über eine sogenannte Tröpfcheninfektion oder über direkten Kontakt. Unter der Tröpfcheninfektion wird das Übertragen der Krankheit über die Luft verstanden. Erkrankte Menschen versprühen beim Niesen oder Husten die Erreger durch die Luft. Windpocken sind übrings hoch ansteckend. Fast jeder Kontakt mit einem Erkrankten führt zu einer Ansteckung. Davon verschont bleiben nur jene, die bereits die Windpocken hatten oder dagegen geimpft sind. Man spricht dann auch davon, dass man eine Immunität gegenüber den Windpocken entwickelt hat.

Neben den Windpocken werden übrigens auch Krankheiten wie die Grippe, AIDS und Hepatitis durch Viren verursacht.

Wie fangen Windpocken an? – Symptome und Verlauf von Windpocken

Hat man sich angesteckt, dauert es ca. zwei Wochen, bis die ersten Symptome auftreten. Diese Zeit wird als Inkubationszeit der Windpocken bezeichnet. Eine Windpockeninfektion läuft wie folgt ab:

  • Anfangsstadium der Windpocken: Kopf und Gliederschmerzen
  • Akute Phase der Erkrankung: Fieber über drei bis fünf Tage
  • Typisch für Windpocken: juckender Hautausschlag aus kleinen roten Punkten (Pocken) zunächst im Gesicht, dann am Rumpf, später auf der Kopfhaut und an den Armen und Beinen. Die Punkte wachsen zu Bläschen heran, die nach einigen Tagen austrocknen. Die gebildete Kruste wird Schorf genannt und fällt nach einigen Tagen ab. Bei Erwachsenen kann der Hautausschlag fehlen.
  • Bei Kindern heilt eine Windpockenerkrankung innerhalb von 14 Tagen aus. Bei Erwachsenen verläuft die Krankheit oft schwerer.
  • Nur selten verläuft eine Windpockeninfektion ganz ohne Symptome.

In dem folgenden Bild siehst du den Entwicklungsverlauf eines Windpockenbläschen.

Erscheinungsbild und Verlauf Windpocken-Bläschen bei Kindern

Folgen von Windpocken

Werden die Bläschen bei einer Windpockenerkrankung aufgekratzt, kann sich die Wunde entzünden. Außerdem können Narben bei Windpocken zurückbleiben. Erwachsene, die unter einem schweren Verlauf leiden, können eine Lungenentzündung bekommen. Sehr selten können die Viren das zentrale Nervensystem angreifen und dabei eine Gehirn- oder Hirnhautentzündung auslösen.

Nach einer überstandenen Windpockenerkrankung sind die Varizella-Zoster-Viren inaktiv. Sie verbleiben jedoch im Körper. Windpockenviren können also Jahrzehnte überleben. Das kann dazu führen, dass man viele Jahre später eine Gürtelrose bekommt. Meistens bricht die Krankheit bei älteren Menschen oder Menschen mit geschwächtem Immunsystem aus. Die Gürtelrose ist ein sehr schmerzhafter Hautausschlag. Menschen mit Gürtelrose können wiederum Menschen, die nicht gegen Windpocken immun sind, anstecken. Diese Menschen erkranken dann an Windpocken.

Und für wen sind Windpocken gefährlich? Gefährlich können die Windpocken für ungeborene Babys in den ersten sechs Monaten der Schwangerschaft sein. Durch die Windpockeninfektion einer schwangeren Frau können beim ungeborenen Kind schwere Fehlbildungen entstehen. Auch eine Infektion um den Geburtstermin ist für das Baby lebensgefährlich, weil sein Immunsystem noch sehr schwach ist.

Was soll man tun, wenn man Windpocken hat? – Maßnahmen

Stellt man fest, dass man an Windpocken erkrankt ist, ruft man am besten seine (Kinder-)ärztin oder seinen (Kinder-)arzt an und schildert die Situation. Wichtig ist, dass man nicht einfach ein Wartezimmer einer Arztpraxis betritt oder zu anderen Kindern hingeht, weil Windpocken sehr ansteckend sind.

Und was darf man bei Windpocken nicht tun? Ist man an Windpocken erkrankt, darf man keinen Kontakt zu Menschen haben, die noch keine Windpocken hatten. Andere Menschen können nicht mehr angesteckt werden, sobald alle Bläschen verkrustet sind.

Aber wie lange dauert es, bis Windpocken weg sind und wie lange dauert es bei Erwachsenen? In der Regel dauert die Erkrankung etwa zwei Wochen. Bei Erwachsenen können die Windpocken auch länger dauern, weil die Erkrankung meist einen schwereren Verlauf hat als bei Kindern.

Bei Windpocken werden in der Regel nur die Krankheitssymptome behandelt. Gegen den Juckreiz hilft es, das Zimmer abzukühlen. Außerdem kann man die Fingernägel kürzen, damit man sich nicht selbst verletzen kann, falls man sich doch mal kratzt. Zuletzt hilft es auch, Bäder zu nehmen.

Windpocken – Zusammenfassung

In dem folgenden Steckbrief über Windpocken sind nochmals die wichtigsten Infos zusammengefasst:

Übertragung
von Windpocken
von Mensch zu Mensch, Tröpfcheninfektion
Krankheitsanzeichen
bei Windpocken
Typisch sind die flüssigkeitsgefüllten Bläschen (Windpocken) am Körper.
Krankheitsverlauf der Windpocken
  • Beginnend mit Kopf- und Gliederschmerzen
  • Die Pocken röten, schwellen an, jucken und schmerzen.
  • Die Bläschen heilen unter Bildung einer Kruste ab.
  • Inkubationszeit der Windpocken ca. zwei Wochen
    Dauer der Krankheit
  • Nach etwa fünf bis sieben Tagen sind alle Bläschen verkrustet.
  • Die Windpockenerkrankung dauert in der Regel etwa zwei Wochen.
  • Schutz vor Windpocken Impfung

    Im Anschluss an das Video und diesen Text findest du Übungsaufgaben zu den Windpocken, um dein erlerntes Wissen zu überprüfen. Viel Spaß!

    Transkript Windpocken

    Scheinbar unbeschwerte Kinderzeit, doch leider gibt es Krankheiten, die besonders die Kleinen zu spüren bekommen. Die wohl häufigste sind die Windpocken. Auch der sechsjährige Tom Becht ist davon nicht verschont geblieben. „Also es fing eigentlich so an, dass wir gemerkt haben, er war ein bisschen unleidlich und ein bisschen mürrisch die ganze Zeit. Und wenige Stunden später haben wir am Körper, eigentlich am Oberkörper, die ersten Pünktchen gesehen. Und dann haben wir gedacht, lass uns das mal beobachten, das könnten mehr werden. Und als dann abends Fieber dazu kam war, es uns dann ziemlich klar, da die Pünktchen auch zugenommen haben, es können eigentlich nur Windpocken sein.” Christine Becht informiert ihren Kinderarzt. Das Praxisteam ist dankbar, dass sie alle vorgewarnt hat, denn bei Windpockenverdacht sollten die kleinen Patienten nicht ins Wartezimmer. Andere Kinder könnten sofort angesteckt werden. Als der Kinderarzt Tom untersucht, bestätigt sich die Vermutung, es sind tatsächlich die Windpocken. Die Symptome können fünf bis zehn Tage dauern. Die Eltern sollten möglichst mit den Kindern eben nicht an die direkte Sonne gehen, nicht heiß baden oder heiß duschen. Den Juckreiz eben versuchen zu unterdrücken. Der sechsjährige Frederik hat die Windpocken gerade hinter sich. Seine Mutter ist froh, dass sie die Krankheit als Kind schon hatte, denn steckt sich ein Erwachsener an, ist der Verlauf oft viel schwerer. Allerdings gibt es auch die Möglichkeit sich gegen Windpocken impfen zu lassen. Je größer einer ist oder wenn einer eine bestimmte Krankheit hat, dann sollte man ihn auch gegen Windpocken impfen. Ab 13 Jahren wird es generell empfohlen, wenn keine Windpocken gewesen sind, sollte der Patient geimpft werden. Nach etwa zehn Tagen bildet sich bei den Windpockenbläschen eine Kruste. Zu diesem Zeitpunkt ist ein erkranktes Kind nicht mehr ansteckend. Frederik freut sich, denn jetzt darf er wieder aus dem Haus. Los geht es, endlich wieder mit den anderen Kindern spielen. Rennen, toben, hüpfen, das tut Frederik dann auch ausgiebig mit seinem Freund Julian. Wie die meisten Kinder hat er die Windpocken gut und komplikationslos überstanden. Denn so gefährlich wie der Name vielleicht vermuten lässt, sind sie gar nicht.

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