Ökologie
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Lerntext zum Thema Ökologie
Ökologie – Definition
Hast du dich je gefragt, warum in deinem Garten bestimmte Blumen besonders gut wachsen, während andere mit den gleichen Standortbedingungen verkümmern? Oder warum Eisbären in der Arktis leben können, aber in der Wüste sofort sterben würden? Die Antworten auf solche Fragen liefert die Ökologie. Sie beschäftigt sich mit den komplexen Beziehungen zwischen Lebewesen untereinander und zu ihrer unbelebten Umwelt.
Ökologie (vom griechischen oikos für „Haus“ und logos für „Lehre“) ist die Wissenschaft von den Wechselbeziehungen zwischen Organismen und ihrer Umwelt. Sie untersucht, wie sich Lebewesen an ihre Umgebung anpassen und wie sie miteinander und mit den unbelebten Faktoren ihres Lebensraums interagieren.
Die Ökologie ist ein zentrales Feld der Biologie, das dir hilft, die Natur und die Auswirkungen menschlichen Handelns besser zu verstehen. Sie ist aber nicht gleichzusetzen mit dem Wort Umweltschutz. Der Umweltschutz ist ein eher praktischer Ansatz, der Maßnahmen zum Schutz der Natur und der menschlichen Lebensgrundlagen umfasst. Die Ökologie liefert dafür die wissenschaftliche Grundlage.
In diesem Text lernst du einige Grundbegriffe der Ökologie und ihre Teilgebiete kennen.
Das Ökosystem
Der Ort, an dem diese komplexen Beziehungen wie Konkurrenz, Räuber-Beute-Beziehungen oder Symbiosen stattfinden und der durch zahlreiche Wechselwirkungen gekennzeichnet ist, ist das Ökosystem.
Ein Ökosystem ist ein Beziehungsgefüge aus einer Lebensgemeinschaft (Biozönose) und deren Lebensraum (Biotop), die in ständiger Wechselwirkung stehen. Es ist eine funktionelle Einheit, in der Stoffkreisläufe und Energieflüsse ablaufen.
Biotop und Biozönose
Wie bereits erwähnt, besteht jedes Ökosystem aus zwei grundlegenden Komponenten, die untrennbar miteinander verbunden sind:
- Biotop (Lebensraum): Das ist der unbelebte Teil des Ökosystems. Es umfasst alle abiotischen Faktoren wie Licht, Temperatur, Wasser, Bodenbeschaffenheit, pH-Wert oder Wind. Es beschreibt also die physikalisch-chemischen Bedingungen.
Abiotische Faktoren sind Einflüsse aus der unbelebten Umwelt. Sie bestimmen maßgeblich, welche Lebewesen in einem bestimmten Biotop existieren können, indem sie die Grundbedingungen für das Leben festlegen.
- Biozönose (Lebensgemeinschaft): Das ist die Gesamtheit aller Lebewesen (Pflanzen, Tiere, Pilze, Mikroorganismen), die in einem Biotop vorkommen. Die Biozönose wird durch die biotischen Faktoren (Beziehungen zwischen den Lebewesen) bestimmt.
Biotische Faktoren sind alle Einflüsse, die von anderen Lebewesen in einem Ökosystem ausgehen. Sie umfassen sowohl Beziehungen innerhalb einer Art (innerartlich) als auch zwischen verschiedenen Arten (zwischenartlich) z. B. Konkurrenz innerhalb einer Art oder Räuber-Beute zwischen Arten.
Ein Wald oder ein See sind klassische Beispiele für ein Ökosystem. Der See (Biotop) mit seinem Wasser, dem Seegrund, der Temperatur und dem Licht ist der Lebensraum. Die Fische, Algen, Wasserpflanzen und Mikroorganismen im See (Biozönose) bilden die Lebensgemeinschaft.
Abiotische und biotische Faktoren – Beispiele
In der folgenden Tabelle findest du Beispiele für abiotische und biotische Faktoren und deren Auswirkungen:
| Faktortyp | Faktor | Art der Beziehung / Beschreibung | Beispiel für den Einfluss |
|---|---|---|---|
| abiotisch | Licht | Intensität und Dauer der Sonneneinstrahlung | notwendig für die Fotosynthese von Pflanzen; beeinflusst den Tag-Nacht-Rhythmus von Tieren |
| abiotisch | Temperatur | Wärme und Kälte in Luft und Wasser | wirkt sich auf Stoffwechselprozesse und Aktivität von Lebewesen aus; bestimmt die Verbreitung von Arten |
| abiotisch | Wasser | Verfügbarkeit und Form (flüssig, Eis, Dampf) | essentiell für alle Lebensprozesse; führt zu Anpassungen wie Wasserspeicherung bei Sukkulenten oder Frostresistenz |
| abiotisch | Bodenbeschaffenheit | pH-Wert, Nährstoffgehalt, Struktur | wichtig für Pflanzen (Wurzelhalt, Nährstoffaufnahme) und Bodenlebewesen |
| biotisch | Konkurrenz | innerartlich/zwischenartlich – Kampf um begrenzte Ressourcen (Nahrung, Licht, Raum) | Fuchs A und Fuchs B konkurrieren um dasselbe Beutetier. |
| biotisch | Räuber-Beute | zwischenartlich – ein Organismus (Räuber) frisst einen anderen (Beute) | Der Luchs jagt das Reh. |
| biotisch | Symbiose | zwischenartlich – Zusammenleben von zwei Arten zum gegenseitigen Nutzen | Flechten (Pilz und Alge leben zusammen) |
| biotisch | Parasitismus | zwischenartlich – ein Organismus (Parasit) lebt auf Kosten eines anderen (Wirt), ohne ihn unmittelbar zu töten | Zecke saugt Blut beim Menschen. |
Die ökologischen Ebenen – Vom Organismus zur Biosphäre
Der Fokus der Ökologie liegt auf unterschiedlichen Ebenen der Organisation. Diese Ebenen bauen hierarchisch aufeinander auf und erlauben es, die Natur in unterschiedlichen Maßstäben zu untersuchen.
- Organismus: ein einzelnes Lebewesen (z. B. eine einzelne Eiche)
- Population: die Gesamtheit aller Individuen einer Art in einem bestimmten Gebiet, die sich untereinander fortpflanzen können (z. B. alle Eichhörnchen in einem Wald)
- Biozönose: die Gemeinschaft aller Arten in einem Lebensraum (alle Eichhörnchen, Bäume, Pilze, Vögel und Insekten im Wald)
- Ökosystem: das funktionelle Beziehungsgefüge aus Biozönose und Biotop (der Wald als Ganzes, inklusive des Bodens, der Luft und des Wassers)
- Biosphäre: die Gesamtheit aller Ökosysteme auf der Erde – der gesamte belebte Raum unseres Planeten
Die Teilgebiete der Ökologie
Die ökologische Forschung ist sehr breit gefächert und wird traditionell in drei Hauptbereiche unterteilt, die sich durch ihre Untersuchungsebene unterscheiden. Diese Gliederung hilft dir, dich im großen Feld der Ökologie zu orientieren.
Autökologie
Die Autökologie (autos = selbst) betrachtet die Beziehung eines einzelnen Organismus zu seiner unbelebten Umwelt. Sie untersucht, wie ein Individuum auf abiotische Faktoren reagiert und welche Anpassungen es entwickelt hat.
Populationsökologie
Die Populationsökologie untersucht die Entwicklung und Dynamik von Populationen (einer Art). Hier werden Fragen zur Größe, Dichte, Wachstumsrate und Altersstruktur einer Population gestellt. Sie analysiert die innerartliche Konkurrenz und wie Umweltfaktoren oder Räuber-Beute-Beziehungen die Populationsgröße regulieren.
Synökologie
Die Synökologie (syn = zusammen), oft auch Ökosystemökologie genannt, betrachtet die Beziehungen innerhalb ganzer Lebensgemeinschaften (Biozönosen) und Ökosysteme. Der Fokus liegt auf den Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Arten (z. B. Nahrungsketten, Symbiosen) sowie auf den Stoff- und Energieflüssen innerhalb des gesamten Ökosystems. Sie fragt also, wie das große Ganze funktioniert.
Ausblick – Das lernst du nach Ökologie
Aufbauend auf diesen Grundlagen kannst du dein Wissen vertiefen, indem du dich mit Nahrungsbeziehungen und Trophieebenen oder den Themen Ökologische Nische und ökologische Potenz auseinandersetzt.
Zusammenfassung zum Thema Ökologie
- Die Ökologie ist die Lehre von den Wechselbeziehungen zwischen Lebewesen und ihrer Umwelt.
- Ein Ökosystem besteht aus dem Biotop (unbelebter Lebensraum mit abiotischen Faktoren wie Licht und Temperatur) und der Biozönose (Lebensgemeinschaft mit biotischen Faktoren wie Konkurrenz und Räuber-Beute).
- Die ökologische Forschung gliedert sich in Autökologie (Einzelorganismus), Populationsökologie (eine Art) und Synökologie (gesamte Gemeinschaft/Ökosystem).
Häufig gestellte Fragen zum Thema Ökologie
Ökologische Nische (Vertiefungswissen)
Abiotischer Faktor Temperatur – Einfluss auf Tiere
Ökologische Potenz (Basiswissen)
Ökologische Potenz (Vertiefungswissen)
Ökologische Nische – Ökosystem See
Extreme Lebensräume – Anpassung von Pflanzen und Tieren
Ökologie
Pflanzen in extremen Lebensräumen
abiotischer Faktor Licht – Einfluss auf Pflanzen
Licht als abiotischer Faktor – Anpassung der Pflanzen (Basiswissen)
Licht als abiotischer Faktor – Anpassung der Pflanzen (Vertiefungswissen)
Pflanzenbewegungen – Tropismen
Abiotischer Faktor Wasser – Einfluss auf Tiere
Abiotischer Faktor Wasser – Einfluss auf Pflanzen (Basiswissen)
abiotischer Faktor Wasser – Einfluss auf Pflanzen (Vertiefungswissen)
Bergmannsche Regel
Allensche Regel
Temperatur als abiotischer Faktor – Anpassung der Pflanzen
Abiotischer Faktor Temperatur – Einfluss auf Pflanzen
pH-Wert als abiotischer Faktor – Anpassung der Pflanzen (Basiswissen)
Salz als abiotischer Faktor – Anpassung der Tiere
Osmoregulation bei Fischen
Zeigerpflanzen – Indikator der Umwelt
Bioindikatoren – Bestimmen und Bedeutung
Pflanzen trockener und feuchter Standorte
Mineralstoffhaushalt der Pflanzen
RGT-Regel
Homoiotherme (gleichwarme) und poikilotherme (wechselwarme) Tiere
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