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Einflüsse abiotischer Faktoren - Mittelstufe

Einfluss der unbelebten Umwelt auf die Organismen, Lebewesen im Ökosystem, Temperatur, Boden, Salzgehalt, Wasser, Licht, pH-Wert, Anpassung, abiotisch

abiotische Faktoren

Lebewesen sind in ihrer Umwelt den verschiedensten Einflüssen ausgesetzt. Gehen diese Einflüsse nicht von anderen Lebewesen, sonder von der unbelebten Natur aus, nennt man sie abiotische Faktoren. Die wichtigsten abiotischen Faktoren sind Licht, Wasser und die Temperatur. Tiere und Pflanzen haben sich an diese Faktoren ihrer Umwelt angepasst. Die Gesamtheit aller Einflüsse die auf eine Art an ihrem Standort einwirken, nennt man ökologische Nische. Da diese Faktoren schwanken, besitzen Tiere und Pflanzen einen Bereich in dem sie überleben und sich fortpflanzen können. Dieser Bereich wird auch ökologische Potenz genannt. Er besitzt eine obere (Maximum) und untere (Minimum) Grenze, sowie ein Optimum, an dem die Art am erfolgreichsten ist.

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Einflüsse abiotische Faktoren auf Pflanzen

Was brauchen Pflanzen zum wachsen und wie gehen sie mit den Bedingungen ihrer Umwelt um? Wie abiotische Faktoren auf Pflanzen wirken und wie sich die Pflanzen an diese Faktoren angepasst haben, erfährst du in diesem Abschnitt.

Was brauchen Pflanzen zum wachsen

Licht als abiotischer Faktor

Für Pflanzen ist das Licht von besondere Bedeutung. Während der Photosynthese stellen sie aus Lichtenergie Zucker (Glucose) her. Jede Pflanzenart hat sich daher an die Lichtverhältnisse ihres Standortes angepasst. Man unterscheidet zwischen Sonnen- und Schattenpflanzen. Schattenpflanzen, wie zum Beispiel Brennnesseln oder Pfefferminz, wachsen in der freien Natur meist im Wald in Bodennähe. Durch die hohen Bäume dringt nur wenig Licht an die unteren Etagen eines Waldes. Die optimale Lichtmenge für diese Pflanzen ist daher weitaus geringer als für die Bäume in den höheren Etagen. Sonnenpflanzen sind dagegen zum Teil die erwähnten Bäume, aber auch Paprika- und Tomatenpflanzen. Aber auch an einer einzelnen Pflanze findet man verschiedene Anpassungen an Lichtverhältnisse. Pflanzen besitzen Sonnen- und Schattenblätter. Schattenblätter sind gegenüber den Sonnenblättern meist kleiner und dicker. Sie befinden sich weiter unten an der Pflanze und betreiben weniger Photosynthese als die Sonnenblätter in den oberen Etagen.

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Temperatur als abiotischer Faktoren

Genauso wie an das Licht, haben sich Pflanzen an die herrschende Temperatur und deren Schwankungen angepasst. Besonders schwierig wird es für die Pflanzen im Winter. Gefriert das Wasser in den Zellen der Pflanze, zerstören dort die Eiskristalle die empfindlichen Strukturen. Um das zu verhindern werfen zum Beispiel Laubbäume wie Buchen oder Birken im Winter ihre Blätter ab. Um Nährstoffe für den nächsten Frühling bereit zu halten, bilden sie im Herbst Erneuerungsknospen. Die Nadelbäume wie Tannen oder Fichten dagegen, behalten ihre Nadeln auch über den Winter. Sie besitzen eine Art biologisches Frostschutzmittel, welches verhindert, dass das Wasser gefriert.

Wasser als abiotischer Faktoren

Alle Lebewesen sind abhängig vom Wasser und benötigen es zum Überleben. In ihren Zellen besitzen sie alle Vakuolen. Im Grunde ist das eine große Blase im Inneren der Zelle, die Wasser speichern kann. Bei Wassermangel kann dieses Wasser genutzt werden. Die Wurzelsysteme der Pflanzen sind ebenfalls darauf spezialisiert, Wasser auch aus sehr trockenen Böden zu gewinnen. Da in Blättern besonders viel Wasser benötigt wird, hilft auch das Abwerfen der Laubblätter längere Trockenperioden zu überstehen. Pflanzen in sehr trockenen Regionen, wie Kakteen, besitzen sogar einen Stoffwechsel der auf Trockenheit angepasst ist. Die fleischigen Blätter oder Stämme solcher Pflanzen schützen zudem vor dem vertrocknen.

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pH-Wert als abiotischer Faktor

Der pH-Wert ist ein Maß dafür, wie sauer oder basisch eine Umgebung ist. Die Böden in denen Pflanzen wachsen, haben verschiedenste pH-Werte. Der pH-Wert des Bodens beeinflusst die chemischen Reaktionen der Pflanzen. Zu saure oder basische pH-Werte können verhindern, dass Pflanzen überhaupt wachsen. Daher kann es für ein Ökosystem verheerende Folgen haben, wenn sich der pH-Wert im Boden durch Verschmutzungen verändert. Aber auch hier besitzen Pflanzen verschiedene Anpassungen, um mit unterschiedlichen Böden zurecht zu kommen. Mit besonders basischen Böden kommt zum Beispiel die Ackerbohne, deren Früchte du vielleicht als dicke Bohnen kennst, gut zurecht. Saure Böden werden vom Rhododendron, einer beliebten Pflanze im Garten, toleriert.

pH-Wert des Bodens