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Zahlen

Bei den Zahlwörtern unterscheidet man zwischen den Kardinal-, Ordinal-, Distributiv- und Multiplikativzahlen.

Welche Zahlwörter gibt es?

Im Lateinischen unterscheidet man vier Arten von Zahlwörtern:

Arten_von_Zahlen.jpg

Einige von ihnen werden dekliniert, andere nicht. Das wird im Folgenden genauer erklärt.

Kardinalzahlen (Grundzahlen)

Die Grundzahlen oder Kardinalia sind die Zahlen, die wir benutzen, um eine Menge anzugeben, also z.B. eins, 17 oder 39. Von ihnen werden nur unus, -a, -um (eins), duo, -ae, -a (zwei) und tres, tres, tria (drei) dekliniert. Dabei gibt es unus nur im Singular und duo und tres nur im Plural .

Grundzahlen

Die Formen von unus lauten:

Tabelle_unus.jpg

Bei mille (1000) und centum (100) gibt es je eine Besonderheit: mille kann nur im Plural dekliniert werden, d.h. mille ist unveränderlich, aber der Plural milia wird dekliniert wie ein Substantiv Neutrum der i-Deklination. Die Menge, die bezeichnet wird, steht dann im Genitiv, dem sogeannten Genitivus partitivus:

  • duo milia militum (2000 „an“ Soldaten)

Centum (100) ist unveränderlich, aber seine Vielfache, also ducenti (200), trecenti (300) usw. werden dekliniert.

Tabelle_duo-tres-milia.jpg

Kennst du die Zahlen von 1 bis 20, die Zehner, die Hunderter und mille, erkennst du auch alle anderen Zahlwörter im Lateinischen leicht. Alle anderen Zahlen setzen sich nämlich aus diesen Bausteinen zusammen. Dabei steht für gewöhnlich die größere Zahl vor der kleineren, es heißt also z.B. viginti unus (21). Manchmal kann die Zahl aber auch genauso zusammengesetzt werden wie im Deutschen und dann heißt 21 unus et viginti.

Achte auch darauf, dass jeweils die letzten beiden Zahlen der Zehner mit de vom nächsten Zehner-Schritt abgezogen werden:

  • duodeviginti (wörtlich: zwei von 20 ist also 18)
  • undeviginti (wörtlich: eins von 20 ist 19)
  • duodetriginta (wörtlich: zwei von 30 ist also 28) usw.

Fragezeichen.jpg

Hilfreich zu wissen ist, dass die Zehner auf -ginta enden, die Hunderter auf -genti oder -centi. Diese beiden Endungen solltest du also nicht verwechseln.

  • triginta (30), aber trecenti (300)
  • septuaginta (70), aber septingenti (700)

Ordinalzahlen (Ordnungszahlen)

Die lateinischen Ordnungszahlen geben einen Platz oder einen Rang in einer Reihe an. Du kennst sie z.B. aus dem Datum: der 1. Mai. Oder aus Herrschertiteln: Karl V. („der Fünfte“). Im Lateinischen werden sie wie die Adjektive der a- und o-Deklination dekliniert und auch wie Adjektive benutzt. Kennst du die ersten zehn, kannst du auch die anderen gut erkennen:

primus (erster), secundus (zweiter), tertius (dritter), quartus (vierter), quintus (fünfter), sextus (sechster), septimus (siebter), octavus (achter), nonus (neunter), decimus (zehnter).

Ordnung.jpg

Denke auch hierbei wieder daran, dass die letzten beiden Zahlen vor dem nächsten Zehner mit de gebildet werden:

  • duodevicesimus (der 18.)
  • undevicesimus (der 19.) etc.

Ab 20 kommt auch hier die größere Zahl vor der kleineren, also erst die Hunderter, dann die Zehner, dann die Einer:

  • ducentesimus duodequadragesimus (der 238.)

Achte darauf, dass die Endung -gesimus die Zehner bezeichnet, die Endungen -centesimus und -gentesimus die Hunderter:

  • quadragesimus (der 40.), aber quadringentesimus (der 400.)

Distributivzahlen (Verteilungszahlen)

Die Distributiva geben an, wie viele jeweils gemeint sind. Sie enden auf -i und werden dekliniert wie die Adjektive der a- und o-Deklination. Die ersten drei lauten:

  • singuli, -ae, -a (je ein)
  • bini, -ae, -a (je zwei)
  • terni, -ae, -a (je drei)

Während wir allerdings im Deutschen die erste Distributivzahl mit einem Singular verbinden, verwendet man im Lateinischen den Plural:

  • singulae feminae (je eine Frau)

sprechen.jpg

Aufpassen musst du bei triceni (je 30) und treceni (je 300), da sie sich sehr ähnlich sehen.

Multiplikativzahlen (Vervielfältigungszahlwörter)

Die Mulitplikativa antworten auf die Frage „Wie oft?“ und sind an der Endung -ies zu erkennen (älter Form: iens). Z.B.:

  • quinquies (fünfmal)
  • duodevicies (achtzehnmal)

Die ersten vier lauten anders und diese solltest du auswendig lernen:

  • semel (einmal),
  • bis (zweimal),
  • ter (dreimal),
  • quater (viermal)

Dazu gibt es den schönen Merkspruch:

  • „In die Semmel biss der Kater.“ (semel - bis - ter - quater)

Kater.jpg

Zahlzeichen

Die Römischen Zahlen werden im Lateinischen mit Hilfe von Buchstaben geschrieben:

Zahlzeichen.jpg

Zahlen werden nun gebildet, indem diese Zahlzeichen entweder addiert oder voneinander substrahiert werden. Stehen zwei oder drei gleiche Zahlzeichen nebeneinander, werden sie addiert:

  • III (1 + 1 + 1 = 3)
  • CC (100 + 100 = 200)

Das Gleiche passiert auch, wenn ein kleineres Zahlzeichen auf ein größeres folgt:

  • XI (10 + 1 = 11)
  • MC (1000 + 100 = 1100)

Steht jedoch das kleinere Zahlzeichen zuerst, wird es von der Zahl, die folgt, abgezogen:

  • IX (10 - 1 = 9)
  • XL (50 - 10 = 40)

Es stehen nie mehr als drei gleiche Zahlzeichen hintereinander (in Inschriften ist jedoch auch VIIII = 9 möglich).

Nun hast du also viel über Zahlwörter und Zahlzeichen gelernt und hast hoffentlich einen guten Überblick über die lateinischen Zahlen. Viel Spaß beim Üben und vale!