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Nationalpark Wattenmeer 03:05 min

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Transkript Nationalpark Wattenmeer

Die Natur muss vor schädlichen menschlichen Einflüssen geschützt werden. Deshalb erhielt der deutsche Küstenbereich Wattenmeer den Status eines Nationalparks. In einem Nationalpark ist alles streng geregelt. Mit dem Nationalpark Schleswig-Holsteinisches, Hamburgisches und Niedersächsisches Wattenmeer sind die drei großen Abschnitte der Nordsee unter besonderen Schutz gestellt. In solch großen Bereichen kann die Natur durchatmen. Doch höchste Vorsicht ist geboten. Die Nordsee gehört zu den am dichtesten befahrenen Schifffahrtsrevieren der Welt. Containerriesen, Stückgutfrachter, Tanker mit bedenklicher Ladung. Die Fahrt durch den Nationalpark geht durch ein gefährliches Nadelöhr. Allein den Hamburger Hafen Steuern jährlich weit über 10000 Frachtschiffe an. Risiken bergen auch solche Technologien: das Bohren nach und fördern von Erdöl und Erdgas mittels Bohrinseln oder das Verladen großer Rohölmengen weit außerhalb schützender Häfen. Auch die Errichtung gigantischer Offshore-Windparks zur Elektroenergieerzeugung muss deshalb sorgsam geplant und umgesetzt werden. Vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten bekommen hier im Nationalpark eine Chance zu überleben. Bestimmte Fischarten, wie der Stör, waren in den Flussmündungen zum Watt bereits ausgestorben. Heute scheinen Wiedereinbürgerungsprogramme erfolgversprechend zu sein. Viele Inseln dürfen von Menschen nicht mehr betreten werden. Millionen Zug- und Brutvögel erhalten so ungestörte Rückzugsgebiete. Und auch diese drolligen Gesellen wären fast ausgestorben. Man vermutet, dass ihre Widerstandskraft gegen Krankheitserreger durch Umweltgifte geschwächt wird. Viele Organisationen, aber auch freiwillige Helfer, widmen sich heute den Seehundschutz.

Nationalpark Wattenmeer Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Nationalpark Wattenmeer kannst du es wiederholen und üben.

  • Benenne die drei Nationalparks, die das Wattenmeer schützen.

    Tipps

    Der Nationalpark Hamburgisches Wattenmeer ist der kleinste der drei Nationalparks.

    Wenn du weißt, wo die Bundesländer Schleswig-Holstein und Niedersachsen liegen, kannst du die dazugehörigen Nationalparks entsprechend zuordnen.

    Lösung

    An der Nordseeküste befinden sich drei Nationalparks:

    • Der Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer liegt ganz im Norden und grenzt an Dänemark.
    • Der Nationalpark Hamburgisches Wattenmeer liegt direkt an der Elbmündung, an der auch Hamburg liegt.
    • Der Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer grenzt im Westen bereits an die Niederlande.
  • Gib an, welche Tierarten im Wattenmeer besonders bedroht sind.

    Tipps

    Insbesondere Seehunde müssen im Nationalpark geschützt werden, da sie sehr empfindlich auf Umweltgifte reagieren.

    Lösung

    Zu den Tieren, die besonders schützenswert sind, gehören ganz allgemein die Zugvögel des Wattenmeeres. Ganz konkret sind hier die Blessgans und der Austernfischer abgebildet. Aber auch Seehunde und der Stör müssen geschützt werden, da sie vom Aussterben bedroht sind.

  • Beschreibe die Topographie und die Anrainerstaaten des Wattenmeeres mithilfe der Karte.

    Tipps

    Die drei Anrainerstaaten an das Wattenmeer sind Deutschland, die Niederlande und Dänemark.

    Die Ostfriesischen Inseln liegen, anders als der Name vielleicht vermuten lässt, ganz im Westen der deutschen Küste.

    Lösung

    Um die Lücken korrekt zu füllen, fügst du am besten zuerst die Staaten ein, die an die Nordsee grenzen:

    • Dänemark liegt ganz im Norden.
    • Die Niederlande liegen ganz im Westen.
    • Deutschland liegt zwischen den beiden Staaten.
    Die Friesischen Inseln untergliedern sich folgendermaßen:
    • Die Nordfriesischen Inseln liegen an der Grenze zu Dänemark.
    • Die Ostfriesischen Inseln liegen vor Deutschland und den Niederlanden.
    So bleiben für die Lücken am Ende nur noch die Nordsee und die Elbe, der Fluss, der durch Hamburg führt.

  • Vergleiche die Interessen der einzelnen Personengruppen.

    Tipps

    InteressensvertreterInnen aus der Industrie sind in erster Linie darauf bedacht, ihren hohen Energiebedarf zu decken.

    Natur- und UmweltschützerInnen arbeiten meist in Forschungseinrichtungen und sind auf genaue Zahlen und Statistiken angewiesen, um ihre Daten publik zu machen.

    Lösung

    IndustrievertreterInnen benötigen das Wattenmeer vor allem, um ihren Energiebedarf zu decken. Dies gelingt ihnen vor allem durch Offshore-Parks, den Abbau fossiler Energieträger und erneuerbare Energien.

    TouristInnen hingegen sind auf Erholung, Wattwanderungen und die Erkundung von Inseln aus. Gerade der letzte Punkt kann ein Problem für brütende Zugvögel sein.

    HändlerInnen wollen mit möglichst geringem Kostenaufwand möglichst viel Gewinn erzielen. Dabei helfen große Schiffe und freie Transportwege. Nur so können geringe Kosten und hohe Exportraten zustande kommen.

    NaturschützerInnen liegt natürlich der Naturschutz besonders am Herzen. Um ihr Anliegen öffentlich zu machen, zählen sie die Bestände bedrohter Arten und retten diese, wenn ihnen Gefahr droht. So können sie mithilfe ihrer Daten aus der Forschung auf Probleme aufmerksam machen und die Menschen über ihr umweltschädliches Verhalten aufklären.

  • Gib an, welche Schiffarten das Wattenmeer besonders bedrohen.

    Tipps

    Segelschiffe laufen häufig nur mit Windkraft, verursachen daher am wenigsten CO₂-Emissionen.

    Tanker sind aufgrund ihrer flüssigen Ladung besonders gefährlich, sofern giftige Chemikalien oder Rohöle transportiert werden.

    Lösung

    Die drei problematischsten Schiffarten sind Containerschiffe, Stückgutfrachter und Tanker. Aufgrund ihrer Größe, ihrer Schadstoffausstöße und ihrer Ladung sind diese besonders gefährlich für die Nationalparks.

  • Kennzeichne die Ursachen und Folgen von Umweltproblemen, die im Wattenmeer entstehen können.

    Tipps

    Die Ursachen von Umweltschäden können sowohl in der Luft als auch im Wasser und im Boden zu spüren sein.

    Die Folgen für die Tiere ergeben sich meist aus der Aufnahme von Umweltgiften durch die Nahrungskette.

    Zwar unterliegen Bohrplattformen hohen Sicherheitsstandards, doch im Einzelfall können Unfälle eine schlimme Ursache für Umweltkatastrophen sein.

    Lösung

    Die Ursachen von Umweltproblemen können ganz vielfältig sein. Dazu gehören:

    • Die Schifffahrt und der dazugehörige Ausstoß von CO₂.
    • Der Bau und der Betrieb von Offshore-Windparks.
    • Die Nutzung von Düngemitteln und Pestiziden in der Landwirtschaft.
    Die Folgen bekommen vor allem die Tiere und Pflanzen zu spüren:
    • Die Klimaerwärmung durch den Ausstoß von CO₂ verändert das Verhalten der Zugvögel.
    • Seehunde reagieren empfindlich auf Umweltgifte, sodass sie weniger resistent gegen Erkrankungen sind.
    • Ölplattformen können das Wasser und somit den Lebensraum von Fischen und Vögeln verschmutzen.
    • An den Rotoren der Windparks können sich Vögel verletzen und an den Folgen der Verletzungen sterben.