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Team Digital
Fortbewegung von Fischen
lernst du in der Unterstufe 1. Klasse - 2. Klasse

Grundlagen zum Thema Fortbewegung von Fischen

Inhalt

Die Fortbewegung von Fischen – Biologie

Hast du im Schwimmunterricht schon einmal Schwimmflossen getragen? Dann weißt du bestimmt, dass man mit diesen besonders gut schwimmen kann. Das Prinzip hat man sich übrigens von den Fischen abgeguckt: Auch ihnen helfen die Flossen bei der Fortbewegung im Wasser. Das wollen wir uns nun genauer ansehen.

Die Flossen

Wie sind Flossen eigentlich aufgebaut und welche Flossen unterstützen die schnelle Fortbewegung? Der Aufbau von Flossen ist relativ einfach: Die sogenannten Flossenstrahlen bilden das Gerüst der Knochen. Je nach Fischart können die Flossenstrahlen verknöchert oder knorpelig sein. Sie sind von einer Fischhaut umgeben.

Flossen dienen der Fortbewegung von Fischen. Dabei können sie sich in ihrer Funktion unterscheiden. Die meisten Fischarten besitzen folgende Flossen:

  • Zwei Brustflossen: Die paarig angeordneten Brustflossen dienen der Steuerung und der Stabilisierung des Fischs bei seiner Bewegung.
  • Zwei Bauchflossen: Auch die Bauchflossen sind paarig angeordnet. Sie sind meist relativ klein und dienen der Steuerung.
  • Eine Afterflosse: Die Afterflosse stabilisiert den Fisch bei seiner Bewegung im Wasser.
  • Eine Rückenflosse: Ähnlich wie die Afterflosse dient auch die Rückenflosse der Stabilisierung.
  • Eine Schwanzflosse: Die Schwanzflosse kann starke Schläge durch das Wasser machen. Damit ist die Schwanzflosse die Flosse, die maßgeblich für den Antrieb bei der Bewegung verantwortlich ist.

Manche Fischarten besitzen außerdem eine Fettflosse, die bei der Fortbewegung aber eine nebensächliche Rolle spielt.

Funktion der Flossen

Die Fortbewegung von Fischen im Wasser – Beispiele

Die genaue Fortbewegungsart im Wasser unterscheidet sich von Fischart zu Fischart. Im Folgenden erklären wir dir unterschiedliche Bewegungsarten anhand von Beispielen.

Die Bachforelle
Die Schwanzflosse der Bachforelle schlägt kräftig von einer Seite zur anderen. Zusätzlich bewegt sich der gesamte Körper schlängelnd durch das Wasser. Die meisten Fische bewegen sich auf diese Weise fort.

schlängelnde Bewegung der Forelle

Der Schwertfisch
Der Körper des Schwertfischs bewegt sich geradlinig durch das Wasser – er führt, anders als die Bachforelle, keine schlängelnde Bewegung aus. Dafür hat er eine sehr kräftige Schwanzflosse, die ihn so schnell antreibt, dass er zu den schnellsten Schwimmern gehört. Er kann bis zu $100~\frac{km}{h}$ schnell werden.

Der Paletten-Doktorfisch
Auch der Paletten-Doktorfisch bewegt sich geradlinig durch das Wasser. Anders als bei den meisten anderen Fischen erzeugt allerdings nicht die Schwanzflosse den Antrieb – diese Aufgabe übernehmen die Brustflossen. Die Schwanzflosse des Paletten-Doktorfischs dient der Steuerung.

Der Drückerfisch
Auch beim Drückerfisch entsteht der Antrieb nicht durch die Bewegung der Schwanzflosse. In diesem Fall bewegen sich Rücken- und Afterflosse gleichzeitig hin und her. Auch die Fortbewegung des Drückerfischs ist geradlinig.

Der Kugelfisch
Der Kugelfisch bewegt nicht nur die Schwanzflosse, sondern all seine Flossen hin und her, um voranzukommen. Er schwimmt geradlinig durchs Wasser.

Die Grundel
Die Grundel besitzt keine Schwimmblase, die ihr das Schweben im Wasser ermöglicht. Somit ist sie ein Bodenbewohner. Um sich fortzubewegen, drückt sie sich mit ihrer Schwanzflosse vom Boden ab und vollzieht so kleine Sprünge.

Der Zitteraal
Dem Zitteraal fehlen die Schwanz- und Bauchflossen. Die Brustflossen sind nur ganz klein. Die Afterflosse hingegen ist sehr stark ausgeprägt und erstreckt sich über die gesamte Länge des Fischs. Mit einer wellenförmigen Bewegung der Afterflosse bewegt sich der Zitteraal schlängelnd durch das Wasser.

Der Thunfisch
Der Thunfisch bewegt sich geradlinig fort. Ähnlich wie der Schwertfisch hat er eine stark schlagende Schwanzflosse. Um besonders hohe Geschwindigkeiten zu erreichen, kann der Thunfisch den Widerstand im Wasser verringern. Dafür legt er Rücken-, After- und Bauchflossen während des Antriebs in rillenförmige Vertiefungen. So bringt es der Thunfisch auf Spitzengeschwindigkeiten von bis zu $80~\frac{km}{h}$.

Der Hai
Der Hai besitzt wie die Grundel keine Schwimmblase. Trotzdem gleitet er durch das Wasser und sinkt nicht zum Grund. Dafür muss er besonders viel Kraft aufbringen und ständig in Bewegung sein. Ähnlich wie die Bachforelle bewegt sich der Hai schlängelnd durch das Wasser, während die kräftige Schwanzflosse hin- und herschlägt. Um die Geschwindigkeit zu erhöhen, nutzt der Hai jedoch einen besonderen Trick: Er stößt Wasser während der Bewegung durch die Kiemenhöhlen nach außen, wodurch er einen Rückstoß erzeugt, der für zusätzlichen Antrieb sorgt.

Transkript Fortbewegung von Fischen

Was glaubst du, mit welchem Landtier könnte der schnellste Fisch der Welt locker mithalten? a) mit einem „Hasen“, b) mit einem „Gepard“ oder c) mit einem „Känguru“? Schreibe deine Antwort in die Kommentare, am Ende des Videos lösen wir die Frage auf! Eines kann schon einmal vorweg genommen werden: Fische können sich unter Wasser mitunter sehr schnell fortbewegen. Wie sie das machen, erfährst du in diesem Video zur „Fortbewegung von Fischen“. Schauen wir uns einmal an, was wir bereits über Fische gelernt haben und welche Merkmale dabei für die „Fortbewegung“ von Bedeutung sind. Die charakteristische Körperform der Fische ist die „Spindelform“. Da das Wasser gut an dem Fisch vorbeiströmen kann und sein Körper somit wenig Widerstand bildet, wird seine Form auch als „stromlinienförmig“ bezeichnet. Der Fisch kann sich zudem auf unterschiedliche Ebenen im Wasser bewegen, indem er seine „Schwimmblase“ benutzt. Wir haben außerdem bereits gelernt, dass der Fisch verschiedene „Flossen“ besitzt. Sie bestehen aus knöchernen „Flossenstrahlen“ und einer dünnen Haut – der Flossenhaut – die diese verbindet. Anders als der Mensch seine Beine an Land, nutzt der Fisch seine „Flossen“, um sich im Wasser fortzubewegen. Wir schauen uns die Funktion der einzelnen Flossen nun einmal genauer an. In der Regel besitzen Fische paarige „Brust- und Bauchflossen“ sowie jeweils eine „Schwanz-, Rücken- und Afterflosse“. Die meisten Fische verwenden zur „Fortbewegung“ ihre „Schwanzflosse“. Kräftige Muskeln entlang des Fischkörpers bewirken das Hin- und Herschlagen der Schwanzflosse. So bewegt sich zum Beispiel die Forelle schlängelnd vorwärts. Oder auch der Koi: schau mal, so! Die Rücken- und Afterflosse „stabilisieren“ dabei die Lage des Fisches im Wasser. Dies kannst du dir wie den Kiel eines Segelbootes vorstellen, dieser bewirkt ebenfalls eine seitliche Stabilisierung. Die paarigen „Brust- und Bauchflossen“ verwendet der Fisch vor allem zur „Steuerung“, sie dienen aber auch dem „Bremsen“. Obwohl sich die meisten Fische auf die eben geschilderte Weise fortbewegen – also Antrieb über die Schwanzflosse plus schlängelnde Bewegungen – gibt es doch einige Ausnahmen. Von diesen wollen wir uns nachfolgend ein paar genauer ansehen. Der „Schwertfisch“ beispielsweise liegt „gerade“ im Wasser. Sein Körper schlängelt gar nicht. Dank seiner „starken Schwanzflosse“ kann er sich dennoch sehr schnell fortbewegen. Durch einen Animationsfilm, den du bestimmt kennst, wurde der „Paletten-Doktorfisch“ bekannt. Dieser nutzt seine „Schwanzflosse“, anders als die meisten Fische, nicht für den Antrieb, sondern zur „Steuerung“. Für den „Antrieb“ verwendet er hingegen seine „Brustflossen“. Dieser „Rotzahn-Drückerfisch“ bewegt sich durch die „gleichzeitige Bewegung“ von „Rücken- und Afterflosse“ fort. Der „Kugelfisch“ wiederum benutzt sogar „alle Flossen“ gleichzeitig, um vorwärts zu kommen. Der „Zitteraal“ besitzt nur sehr kleine Brustflossen. Rücken-, Schwanz- und Bauchflossen fehlen ihm gänzlich. Erkennst du den langen „Flossensaum“ entlang seines Unterkörpers? Dies ist die „Afterflosse“, die sich über die gesamte Länge des Fisches erstreckt. Den Antrieb erzeugen „rhythmische Bewegungen“ der Afterflosse, die sich in kleinen Wellenbewegungen äußern. Nun haben wir neben der klassischen Fortbewegung einige besondere Formen der Fortbewegung von Fischen“ kennengelernt. Fassen wir noch einmal zusammen. Zur Fortbewegung nutzen Fische ihre Flossen. Dabei spielt die Schwanzflosse meist die wichtigste Rolle. Die übrigen Flossen dienen der Stabilisierung und Steuerung. Zusätzlicher Antrieb wird durch schlängelnde Bewegungen der Fische erzeugt. Wer ist nun eigentlich der „schnellste Fisch der Welt“ und mit welchem Landtier könnte er rein theoretisch mithalten? Hast du schon einmal von dem „schwarzen Marlin“ gehört? Er weist eine ausgeprägte „Spindelform“ auf und bewegt sich somit optimal „stromlinienförmig“ durchs Wasser. Außerdem vollzieht er keine schlängelnden Bewegungen im Wasser und nimmt somit sozusagen den direkten Weg. Für den Antrieb nutzt er seine außerordentlich „starke Schwanzflosse“ und erreicht somit Geschwindigkeiten von bis zu „129 km/h“! Damit ist der schwarze Marlin nach heutigem Wissensstand der schnellste Fisch der Welt und kann mit einem „Gepard“ mithalten. Auch dieser erreicht an Land bis zu 130 km/h. Hättest du das erwartet? Ganz schön beeindruckend – die Fortbewegung der Fische.

5 Kommentare

5 Kommentare
  1. Leopard ganz klar:)

    Von Noel, vor 2 Tagen
  2. Ich denke dass es B.) ist.

    Von Felix, vor 8 Tagen
  3. mit allem

    Von Tola, vor 8 Tagen
  4. b)

    Von Cassandra, vor 13 Tagen
  5. Wow dass ein Fisch so schnell wie ein Gepard sein kann ist echt unglaublich! ´^.^´

    Von Lauren ⭐, vor 18 Tagen
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