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Biotische Faktoren

Tiere und Pflanzen beeinflussen sich gegenseitig und leben miteinander in den Ökosystemen der Erden. Die genauen Vorgänge dieser Wohngemeinschaften sind die biotischen Faktoren.

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Themenübersicht in Biotische Faktoren

Biotische Faktoren

Als biotische Faktoren bezeichnet man alle Faktoren, die Einfluss auf Lebewesen nehmen und von der belebten Umwelt, also von anderen Lebewesen, ausgehen. In Ökosystemen leben verschiedene Populationen und Arten gemeinsam, daher beeinflussen sie sich auch gegenseitig. Häufig stehen Arten in engem Kontakt miteinander. Sie interagieren und konkurrieren um Nahrung, Raum und andere Ressourcen. Interaktion zwischen verschiedenen Arten nennt man interspezifische Interaktion. Aber auch Individuen einer Art stehen in Beziehungen zueinander. Das nennt man intraspezifische Interaktion. Besonders häufig und vielseitig sind Beziehungen, ob inter- oder intraspezifisch, die die Nahrung von Tieren betreffen. Die Erforschung der genauen Zusammenhänge zwischen den Lebewesen und ihren Nahrungsbeziehungen zueinander, ist ein bedeutender Gegenstand der Ökologie

Nahrungsnetz vs. Nahrungskette

Um mehrere Nahrungsbeziehungen in Ökosysteme in Bezug zueinander zu bringen werden häufig Nahrungsketten oder Nahrungsnetze konstruiert und betrachtet. Aber wieso gibt es dafür zwei Begriffe? In der Natur finden sich nur Nahrungsnetze. Die Beziehungen zwischen den Arten innerhalb eines Ökosystems sind so vielseitig, dass eine reine Kette niemals ausreichen würde, um auch nur annähernd alle Beziehungen darzustellen. Auch ein von Menschen durch Beobachtung konstruiertes Nahrungsnetz ist immer nur ein Modell und gibt niemals die vollständige Wirklichkeit wieder. Solche Modelle sind aber sehr hilfreich, um die genauen Mechanismen innerhalb der Ökosysteme zu verstehen. Eine Nahrungskette ist ebenfalls ein Modell. Im Gegensatz zum Nahrungsnetz ist diese aber stärker vereinfacht. Sie zeigt nur einen kleinen Ausschnitt aus den Nahrungsbeziehungen in einem Ökosystem und kann daher als Kette mit einer strengen Abfolge konstruiert werden. Nahrungsnetz.jpg

Arten von Nahrungsbeziehungen

Nahrungsnetze und Nahrungsketten beziehen sich häufig auf Fraß. Die Art A ernährt sich von Art B, welches sich wiederum von der Art C ernährt. In Wirklichkeit ist die Räuber-Beute Beziehung nur eine von vielen Nahrungsbeziehungen in einem Ökosystem. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass eine Art einen Vorteil aus der Beziehung zieht und die andere eine Nachteil. Räuber entwickeln häufig Strategien, um ihren Jagderfolg zu erhöhen. Aber auch die Beute rüstet nach und entwickelt über die Zeit Strategien und Merkmale, die es ihr ermöglichen, möglichst nicht gefressen zu werden. Neben der Räuber-Beute-Beziehung gibt es noch die Konkurrenz, welche auftritt, wenn zum Beispiel zwei Arten die gleiche Nahrung bevorzugen. Konkurrenz tritt jedoch auch um Raum oder andere Ressourcen auf. Häufig passiert es, dass eine Art die andere Art in der Konkurrenz dominiert. Dann kann es zum Konkurrenzausschluss kommen und die unterlegen Art muss entweder eine veränderte ökologische Nische nutzen oder wird in diesem Ökosystem verdrängt. Konkurrenz ist in jedem Fall für alle beteiligten Arten nachteilig. Das ist bei der Symbiose anders. Hier ziehen alle beteiligten Arten einen Vorteil aus der Beziehung. Die Symbiose beschreibt nämlich die enge Zusammenarbeit zwischen Arten zur Nahrungsbeschaffung oder auch für andere Vorteile. Wie zum Beispiel die Putzerfische und ihre Kundschaft. Der Putzerfisch ernährt sich von Schmutz und Parasiten auf und zwischen den Schuppen von anderen Fischen.

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