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Mondfinsternis

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Team Digital
Mondfinsternis
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Grundlagen zum Thema Mondfinsternis

Mondfinsternis und Blutmond

Hast du schon einmal so eine Schlagzeile in der Zeitung gelesen?

Nächste Woche ist Blutmond!

Klingt gruselig, oder? Gruselig ist es aber gar nicht, denn Blutmond ist nur ein anderer Name für eine Mondfinsternis. Aber was ist eine Mondfinsternis, wie kommt sie zustande und warum nennt man sie auch Blutmond?

Warum leuchtet der Mond?

Um zu verstehen, warum und wie sich der Mond verdunkelt, müssen wir zuerst verstehen, warum er überhaupt leuchtet. Der Mond ist nämlich eine große Gesteinskugel. Er leuchtet nur, weil eine Hälfte von der Sonne angestrahlt wird und das Licht reflektiert. So entstehen auch die Mondphasen – so bezeichnet man das Phänomen, dass der Mond manchmal ganz, manchmal halb oder nur zu einem Viertel zu sehen ist. Je nachdem wie Mond, Sonne und Erde zueinander stehen, sieht man nur einen Teil der beleuchteten Seite.

Mondfinsternis Physik: Warum leuchtet der Mond?

Wie entsteht eine Mondfinsternis?

Mit Sonne und Erde verhält es sich genauso wie zum Beispiel mit einer Glühlampe und einem Apfel, den du in die Nähe einer Wand hältst: Die Erde wirft einen Schatten. Und wenn der Mond genau in diesen Schatten läuft, dann verdunkelt er sich – er wird ja nicht mehr angestrahlt. Allerdings wird er nicht komplett dunkel, sondern leuchtet in einem dunklen Rot. Das liegt an der Erdatmosphäre und daran, dass das Sonnenlicht aus verschiedenen Farben besteht. Diese Farben ergeben zusammen zwar das weiße Sonnenlicht, aber manchmal kann man auch die einzelnen Farben sehen. Zum Beispiel bei einem Regenbogen, bei dem die unterschiedlichen Farben unterschiedlich stark gebrochen werden. Bei der Mondfinsternis passiert etwas Ähnliches: Der rote Anteil des Sonnenlichts wird von der Erdatmosphäre so gebrochen, dass er den Mond auch im Erdschatten noch trifft. Deswegen leuchtet der Mond dunkelrot – und deswegen sagt man auch Blutmond.

Mondfinsternis Erklärung: Wie kommt es zum Blutmond?

Wenn der Mond vollständig in den Schatten der Erde wandert, spricht man von einer totalen Mondfinsternis. Eine totale Mondfinsternis kann länger als $100~\text{min}$ dauern. Manchmal streift der Mond den Schatten der Erde nur. Dann verdunkelt sich nur ein Teil des Mondes und man spricht von einer partiellen Mondfinsternis.

Jetzt fragst du dich bestimmt: Warum gibt es nicht jeden Monat eine Mondfinsternis?

Das liegt daran, dass die Umlaufbahn des Mondes gegen die Erdumlaufbahn geneigt ist. Deswegen liegen Sonne, Erde und Mond nur selten in genau einer Ebene und zwar immer dann, wenn sich der Mond an den Knotenpunkten befindet. Das sind die Punkte, in denen sich die Umlaufbahnen des Mondes und der Erde schneiden.

Mondfinsternis Physik: Neigung der Mondbahn

Deswegen gibt es in $100$ Jahren nur ungefähr $80$ totale Mondfinsternisse. Die nächste totale Mondfinsternis, die länger als $100~\text{min}$ dauern wird, tritt im Sommer des Jahres 2029 auf. Partielle Finsternisse sind etwas häufiger.

Zusammenfassung zur Mondfinsternis

Wir haben erklärt, was eine Mondfinsternis ist und wie sie zustande kommt. Außerdem sind wir der Frage nachgegangen, warum man sie auch Blutmond nennt. Abschließend haben wir geklärt, warum nicht bei jedem Vollmond eine Mondfinsternis auftritt.

partielle Mondfinsternis

totale Mondfinsternis

Mit diesen Erklärungen wird es sicher kein Problem mehr sein, ein Referat zu diesem Thema vorzubereiten.

Transkript Mondfinsternis

Um den Blutmond ranken sich zahlreiche Mythen und Legenden. Früher glaubten die Inka, der blutrote Mond würde von einem Jaguar verschlungen, der sich danach auf die Erde stürzen wollte. Um den Jaguar abzuwehren, schüttelten sie ihre Speere in Richtung Mond. Heute wissen wir, dass vom Blutmond keine Gefahr ausgeht. Aber was ist ein Blutmond überhaupt? Warum färbt der Mond sich rot? Um das zu verstehen, müssen wir uns anschauen, was eine „Mondfinsternis“ ist. Dazu wiederholen wir kurz die „Mondbahn“ Der Mond dreht sich in Neunundzwanzig Komma Fünf-Drei Tagen einmal um die Erde. Je nach Position sehen wir die von der Sonne beleuchtete Seite teilweise, oder ganz. Eine Mondfinsternis kann nur bei Vollmond auftreten. Aber „Wie entsteht eigentlich eine Mondfinsternis?“ Das schauen wir uns jetzt genauer an. So wie wir das von beleuchteten Körpern kennen, wirft auch die Erde einen Schatten. Mithilfe der „Randstrahlen“ können wir zunächst den „Kernschatten“, und dann den „Halbschatten“ konstruieren. Wenn der Mond durch den Schatten der Erde wandert, entsteht eine Mondfinsternis. Je nach Bahn des Mondes kann es zu einer Halbschatten-Mondfinsternis, einer partiellen Mondfinsternis oder zu einer totalen Mondfinsternis kommen. Wir schauen uns an, was die verschiedenen Typen unterscheidet. Beginnen wir mit der „Halbschatten-Mondfinsternis“. Hier verrät der Name eigentlich schon alles! Bei einer Halbschatten-Mondfinsternis wandert der Mond ganz oder teilweise durch den Halbschatten der Erde, Ohne dabei den Kernschatten zu berühren. Weil der Halbschatten nur wenig größer ist als der Durchmesser des Mondes, sind totale Halbschatten-Mondfinsternisse selten. Und wenn der Mond nur teilweise in den Halbschatten wandert, verdunkelt er sich dabei so wenig, dass die Finsternis mit bloßem Auge kaum sichtbar ist. Bei einer „partiellen Mondfinsternis“ wandert der Mond teilweise in den Kernschatten der Erde. Dabei wird ein Teil der Mondscheibe deutlich verdunkelt. Der Schattenrand ist dann als gekrümmte Linie erkennbar. Schon in der Antike schloss man aus der Krümmung, dass die Erde eine Kugel sein muss. Eine „Totale Mondfinsternis“ tritt nur dann auf, wenn der Mond ganz in den Kernschatten der Erde eintaucht. Während er langsam in den Schatten wandert, wird er wie bei einer partiellen Finsternis nach und nach abgeschattet. Sobald er vollständig in den Kernschatten gewandert ist, erscheint der Mond plötzlich in rotem Licht. Deswegen spricht man auch vom Blutmond. Aber woher kommt dieses Rot? Das hängt mit der Erdatmosphäre zusammen. In der Atmosphäre werden die Sonnenstrahlen abgelenkt, ähnlich wie an einem gekrümmten Glas, und gelangen so teilweise auch in den Kernschatten der Erde. Dabei werden blaue Anteile des Lichts stark in den Himmel abgelenkt, während rote Anteile nur schwach abgelenkt werden, und so auf den Mond im Kernschatten treffen. Diese Totalität genannte Phase kann etwas länger als eineinhalb Stunden dauern, da der Kernschatten größer als der Mond ist – meist ist sie aber kürzer. Und wie häufig tritt eine Mondfinsternis auf? Pro Jahr treten zwischen zwei und fünf Mondfinsternisse auf, wobei totale Finsternisse seltener sind. Aber wieso so wenige, obwohl etwa zwölfmal pro Jahr Vollmond herrscht? Das liegt daran, dass die Mondbahn leicht gegen die „Umlaufbahn der Erde um die Sonne“ geneigt ist und schwankt. Der Vollmond liegt deshalb nicht bei jeder Umkreisung genau in einer Ebene mit Erde und Sonne, sondern eben nur zwei- bis fünfmal pro Jahr. Fassen wir das Wichtigste noch einmal zusammen: Eine Halbschatten-Mondfinsternis tritt auf, wenn der Mond in den Halbschatten der Erde wandert. Eine partielle Mondfinsternis tritt auf, wenn der Mond den Kernschatten der Erde streift. Und eine totale Mondfinsternis tritt auf, wenn der Mond ganz in den Kernschatten der Erde eintaucht. Während einer totalen Finsternis erscheint der Mond rot, weil in der Atmosphäre blaues Licht in den Himmel und rotes Licht in den Kernschatten der Erde abgelenkt wird. Eine Mondfinsternis tritt zwei bis fünfmal im Jahr auf. So, mit diesem Wissen können wir den nächsten Blutmond ganz entspannt beobachten. Oh nein, was ist das? Achso, nur die Katze der Nachbarn

10 Kommentare
10 Kommentare
  1. Cooles Video

    Von Lia, vor 5 Monaten
  2. Tolles Video ! Dadurch ist mir das Thema gut bewusst geworden. Ich verstehe es jetzt sehr gut. danke 🙏🏼

    Von Maila , vor 5 Monaten
  3. Ich schreibe übermorgen einen Test darüber und das Video hat mir wrklich sehr weitergeholfen!!! Danke auch für die Eselsbrücke mit abnehmenden und zunehmendem Mond!! (:

    Von Karlotta, vor 7 Monaten
  4. coolerfilm

    Von TOM (❁´◡`❁), vor 10 Monaten
  5. Sehr gut!
    Danke!

    Von LINA 7F, vor 10 Monaten
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Mondfinsternis Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Mondfinsternis kannst du es wiederholen und üben.
  • Vervollständige den Text zur Mondbahn.

    Tipps

    Die Bezeichnung „Vollmond“ kommt daher, dass wir den Mond vollständig sehen können.

    „Knotenpunkt“ ist in der Astronomie ein anderes Wort für Schnittpunkt.

    Lösung

    Im ersten Abschnitt betrachten wir die Mondbahn von oben:

    Hier kann man gut erkennen, dass sich der Mond auf einer Kreisbahn um die Erde bewegt. Tatsächlich ist die Bahn kein perfekter Kreis: Sie ist ganz leicht elliptisch.

    Wie lange der Mond für einen Umlauf braucht, kann man unterschiedlich definieren, da sich die Erde währenddessen selbst bewegt. Am häufigsten wird die Zeit genommen, die der Mond benötigt, bis er – von der Erde aus gesehen – wieder dieselbe Stellung zur Sonne hat (also z. B. von Vollmond zu Vollmond). Das sind $29{,}5$ Tage. Unser Verständnis von einem Monat orientiert sich grob an dieser Dauer.

    Wir unterscheiden verschiedene Mondphasen, abhängig davon, wie uns der Mond am Nachthimmel erscheint: Sehen wir den Mond nicht, bedeutet das, dass die beleuchtete Seite uns abgewandt ist. Der Mond befindet sich also zwischen Sonne und Erde, was wir Neumond nennen.

    Sehen wir den Mond als perfekte Scheibe, bedeutet das, dass seine beleuchtete Seite uns zugewandt ist. Dies ist nur möglich, wenn sich die Erde zwischen Sonne und Mond befindet. Wir sprechen dann von Vollmond.

    Im zweiten Abschnitt betrachten wir die Mondbahn von der Seite:

    In der Grafik ist gut zu erkennen, dass die Mondbahn gegenüber der Erdbahn geneigt ist. Obwohl dieser Neigungswinkel mit etwa $5^\circ$ relativ klein ist, führt er dazu, dass der Mond bis mehr als die Hälfte der Zeit (etwa $55$ Prozent der Umlaufperiode) mehr als einen Erdradius über oder unter der Ebene der Erdbahn steht.

    Für eine Mondfinsternis ist es also besonders interessant, wann der Mond nah an der Ebene der Erdbahn ist, wo er von ihr beschattet werden kann. An den sogenannten Knotenpunkten schneidet die Mondbahn die Ebene der Erdbahn. Diese Knotenpunkte sind aber nicht fest an einem Ort, sondern laufen auch um die Erde herum. Deshalb sind Mondfinsternisse nicht in jedem Jahr zur gleichen Zeit und nicht in jedem Jahr gleich häufig.

  • Benenne die dargestellten Bilder.

    Tipps

    Die Grafiken $1$ bis $3$ zeigen verschiedene Arten von Mondfinsternissen.

    Die Sonne ist immer links von den Bildern.

    Lösung

    Bild $1$: Die Halbschatten-Mondfinsternis

    Wie der Name schon andeutet, befindet sich der Mond bei einer Halbschatten-Mondfinsternis im Halbschatten der Erde. Bei einer Halbschatten-Mondfinsternis erscheint der Mond deutlich dunkler als in einer normalen Vollmondnacht. Totale Halbschattenfinsternisse sind sehr selten, da der Halbschatten der Erde in der Entfernung des Mondes ein schmaler Ring ist, der nur etwa zehn Prozent breiter als der Mond selbst ist.

    Bild $2$: Die partielle Mondfinsternis

    Diese Art der Mondfinsternis entsteht, wenn der Mond sich nicht vollständig durch den Kernschatten der Erde bewegt. Der Mond sieht dann aus, als hätte jemand ein Stück von ihm abgebissen. Sie tritt etwas häufiger auf als eine totale Mondfinsternis.

    Bild $3$: Die totale Mondfinsternis

    Wandert der Mond bei Vollmond komplett durch den Kernschatten der Erde, kommt es zur totalen Mondfinsternis. Der Kernschatten der Erde ist in der Entfernung des Mondes ein Kreis mit einem Radius, der nur etwa $2{,}65$-mal so groß ist wie der Radius des Mondes. Aufgrund der Neigung der Mondbahn trifft der Mond diesen Bereich nur relativ selten komplett – durchschnittlich etwa $70$-mal in einem Jahrhundert.

    Bild $4$: Der Vollmond (keine Finsternis)

    Einmal alle $29{,}5$ Tage ist Vollmond und in den allermeisten Fällen steht der Mond dann etwa so, wie in diesem Bild zu sehen ist: Er befindet sich außerhalb des Schattens der Erde.

  • Begründe anhand der Lichtstreuung, warum der Mond bei einer totalen Mondfinsternis rot erscheint.

    Tipps

    Es gilt der Merksatz „Blau bricht am stärksten“.

    Ein Prisma ist auch ein Beispiel für ein optisches Medium.

    Um in den Kernschatten der Erde zu kommen, muss das Licht nur ein kleines bisschen abgelenkt werden.

    Lösung

    Es entstehen folgende Sätze:

    Das weiße Licht der Sonne besteht aus Licht mit vielen verschiedenen Farben, welche durch die Wellenlänge bestimmt werden.

    $\Rightarrow$ „Weißes“ Licht gibt es eigentlich gar nicht als solches. Es erscheint uns nur so, weil es eine Mischung aus vielen verschiedenen Farben ist. Anders als z. B. bei Wassermalfarben wird das Licht durch jede zusätzliche Farbe ein bisschen heller, bis es weiß ist.

    Was genau es mit Wellenlängen auf sich hat, ist hier nicht entscheidend. Aber es lohnt sich im Hinterkopf zu behalten, dass das sichtbare Licht nur ein kleiner Abschnitt im sogenannten elektromagnetischen Spektrum ist. Außerhalb des Bereichs des sichtbaren Lichts befindet sich zum Beispiel die ultraviolette Strahlung und die Infrarotstrahlung: Je kürzer die Wellenlänge, desto energiereicher die Strahlung. Blaues Licht hat eine besonders kurze Wellenlänge, rotes Licht eine besonders lange.

    Durchquert Licht ein optisches Medium (z. B. Luft), wird es – je nach Wellenlänge – unterschiedlich stark abgelenkt.

    $\Rightarrow$ Dieser Effekt führt zum Beispiel zur Entstehung eines Regenbogens: Die Bestandteile des Sonnenlichts werden in den Regentropfen unterschiedlich stark abgelenkt, sodass die im weißen Licht enthaltenen Farben aufgefächert werden.

    Am stärksten abgelenkt wird blaues Licht.

    $\Rightarrow$ Blaues Licht hat die kürzeste Wellenlänge im Bereich des sichtbaren Lichts: Je kürzer die Wellenlänge, desto stärker ist die Ablenkung des Lichts beim Durchqueren eines optischen Mediums.

    Am wenigsten abgelenkt wird rotes Licht.

    $\Rightarrow$ Rotes Licht hat die längste Wellenlänge im Bereich des sichtbaren Lichts. Es wird beim Durchqueren eines optischen Mediums nur geringfügig abgelenkt.

    Das Sonnenlicht wird in der Atmosphäre gestreut, weshalb nur rotes Licht auf den Mond im Kernschatten der Erde fällt.

    $\Rightarrow$ Um in den Kernschatten der Erde zu gelangen, muss das Licht nur ganz leicht um die Erde herum abgelenkt werden. Blaues Licht wird in der Atmosphäre so stark gebrochen, dass es keine lange gerade Strecke zurücklegen kann. Da die Atmosphäre nur eine dünne Hülle um die Erde bildet, muss das Licht fast gerade durch die ganze Atmosphäre seitlich an der Erde vorbeilaufen, um in ihren Kernschatten zu kommen.

    Das rote Licht im Kernschatten der Erde erzeugt die rötliche Färbung des Mondes bei einem sogenannten Blutmond.

    $\Rightarrow$ So, damit haben wir alles zusammen, was wir für die Erklärung zum Blutmond brauchen. Selbst wenn die mythologische Erklärung vielleicht etwas aufregender zu sein scheint, ist es doch auch ein gutes Gefühl, eine physikalische Antwort für das Phänomen gefunden zu haben!

    Nebenbei bemerkt: Für die Entstehung des roten Himmels bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang gibt es eine ganz ähnliche Erklärung. Denn am Morgen und am Abend muss das Sonnenlicht einen langen Weg durch die Atmosphäre zurücklegen, bis es uns erreicht. Auf diesem Weg werden die kurzwelligen Lichtanteile abgelenkt und kommen nicht mehr bei uns an.

  • Leite die Eigenschaften von Mondfinsternissen auf dem Mars her.

    Tipps

    Auf dem Mars kann es bei beiden Monden zu einer Finsternis kommen.

    Auf dem Mars ist etwa alle acht Stunden Vollmond.

    Die Erdatmosphäre lenkt rotes Licht in den Kernschatten der Erde.

    Lösung

    Die Mondfinsternis auf der Erde

    • Sie tritt $2$- bis $5$-mal pro Jahr auf. $\Rightarrow$ Wegen der Bahnneigung des Mondes ist der Mond oft nicht in einer Linie mit Sonne und Erde, was eine Mondfinsternis ausschließt.
    • Sie ist oft nur partiell. $\Rightarrow$ Der Kernschatten der Erde ist im Abstand des Mondes nicht viel größer als der Mond selbst. Oft trifft der Mond den Kernschatten daher nicht vollständig.
    • Bei der Finsternis erscheint der Mond rötlich. $\Rightarrow$ Durch die Erdatmosphäre werden nur die roten Lichtanteile des Sonnenlichts in den Kernschatten abgelenkt und beleuchten dort den Mond.

    Die Mondfinsternis auf dem Mars

    • Die Mondfinsternis findet alle paar Stunden statt. $\Rightarrow$ Phobos ist so nah am Mars und hat eine so geringe Bahnneigung, dass er bei jedem Umlauf durch die Kernschatten des Mars läuft. Seine Umlaufperiode umfasst etwa acht Stunden. Alle acht Stunden gibt es also eine Phobos-Finsternis auf dem Mars. Deimos ist etwas weiter entfernt und braucht für einen Umlauf etwa $4$-mal so lange wie Phobos. Er ist so klein, dass er vom Mars aus kaum erkennbar ist, selbst wenn er sich nicht im Marsschatten befindet.
    • Die Mondfinsternis ist fast immer total. $\Rightarrow$ Die Kombination aus dem geringen Abstand von Phobos zum Mars, seiner geringen Bahnneigung und seiner geringen Größe führt dazu, dass er den Kernschatten des Mars fast immer perfekt durchläuft.
    • Bei der Finsternis ist der Mond dunkel. $\Rightarrow$ Da der Mars keine nennenswerte Atmosphäre hat, wird kaum Sonnenlicht in seinen Kernschatten abgelenkt. Die Marsmonde sind also einfach dunkel bei einer Mondfinsternis.
  • Bestimme die Voraussetzungen einer Mondfinsternis.

    Tipps

    Die Aussagen mit den Pfeilen ($\rightarrow$) deuten die Stellung der Körper zueinander an. „Sonne $\rightarrow$ Mond $\rightarrow$ Erde“ meint also, dass der Mond zwischen Sonne und Erde steht.

    Bei Neumond befindet sich der Mond zwischen Sonne und Erde.

    Die Erde kann nur dann einen Schatten auf den Mond werfen, wenn sie zwischen ihm und der Sonne ist.

    Lösung

    Voraussetzungen für eine Mondfinsternis:

    • Sonne $\rightarrow$ Erde $\rightarrow$ Mond $\Rightarrow$ Eine Mondfinsternis meint, dass der eigentlich angestrahlte Mond sich plötzlich verdunkelt. Damit der Mond aus unserer Perspektive angestrahlt ist, müssen wir uns auf der Seite von ihm befinden, auf die das Sonnenlicht fällt. Die Erde muss also zwischen Sonne und Mond sein.
    • Vollmond $\Rightarrow$ Vollmond ist eine andere Formulierung für das eben Gesagte: Sehen wir einen vollen Mond, bedeutet dies, dass wir die Seite von ihm sehen, die von der Sonne angestrahlt wird. Nur dann kann die Erde einen Schatten auf den Mond werfen.
    • Mond nah an Bahnknotenpunkt $\Rightarrow$ Das ist entscheidend, weil die Bahn des Mondes geneigt ist. Meistens befindet sich der Mond bei Vollmond zu weit oberhalb bzw. unterhalb der Ebene der Erdbahn, um durch den Schatten der Erde zu laufen. Die Knotenpunkte sind die Punkte, an denen die Mondbahn durch die Ebene der Erdbahn stößt, wo sich der Mond also gerade in dieser Ebene befindet.
    • Sonne, Erde und Mond in einer Linie $\Rightarrow$ Diese Aussage fasst die erste und dritte besprochene Aussage zusammen. Sie wiederholt somit noch einmal die wichtige Stellung von Sonne, Erde und Mond zueinander und ergänzt, dass die drei Körper auf einer Linie liegen müssen. Das ist nur dann der Fall, wenn der Mond nah an seinem Bahnknotenpunkt ist.

    Keine Voraussetzungen für eine Mondfinsternis:

    • Sonne $\rightarrow$ Mond $\rightarrow$ Erde $\Rightarrow$ Ganz im Gegenteil: Befindet sich der Mond auf der der Sonne zugewandten Seite der Erde, ist es absolut unmöglich, dass die Erde einen Schatten auf den Mond wirft.
    • Mond zwischen Sonne und Erde $\Rightarrow$ Dies ist eine andere Formulierung der eben besprochenen Aussage mit den Pfeilen. Das ist die Neumond-Stellung, bei der der Mond nicht von der Erde beschattet werden kann.
    • Neumond $\Rightarrow$ „Neumond“ ist die Bezeichnung, die wir der Mondstellung gegeben haben, bei der sich der Mond zwischen Sonne und Erde befindet, bei der wir nichts von der beleuchteten Seite des Mondes sehen.
  • Entscheide, welche Aussagen der Gedankenexperimente zutreffen.

    Tipps

    Drei Aussagen sind korrekt.

    Ist der Mond größer, streift er auch dann noch den Kernschatten der Erde, wenn er weiter von der Ebene der Erdbahn entfernt ist.

    Totale Mondfinsternisse treten nur auf, wenn sich der Mond bei Vollmond gerade nah an einem Knotenpunkt seiner Bahn befindet.

    Lösung

    • Die Aussage „Wäre der Mond größer, gäbe es zumindest partielle Mondfinsternisse häufiger.“ ist richtig.
    $\Rightarrow$ Eine partielle Mondfinsternis tritt auf, wenn ein Teil der beleuchteten Mondscheibe durch den Kernschatten der Erde wandert. Wäre der Mond größer, gäbe es mehr mögliche Positionen des Mondes, bei denen er noch den Kernschatten der Erde streift.

    • Die Aussage „Der Mond entfernt sich um etwa $3{,}8~\text{cm}$ pro Jahr von der Erde. Mondfinsternisse treten in Zukunft also immer häufiger auf.“ ist falsch.
    $\Rightarrow$ Diese Aussage ist tatsächlich wahr. Allerdings führt das dazu, dass Mondfinsternisse immer seltener werden. Der Grund dafür liegt wieder in der Bahnneigung des Mondes: Wie wir wissen, treten Mondfinsternisse nur auf, wenn der Mond bei Vollmond in der Nähe eines Bahnknotenpunkts ist. Je weiter der Mond von der Erde entfernt ist, desto länger ist seine Umlaufbahn. Je länger die Umlaufbahn ist, desto länger ist die Strecke, während der sich Mond nicht in der Nähe eines Knotenpunkts befindet.

    • Die Aussage „Hätte die Erde keine Atmosphäre, gäbe es keinen Blutmond – der Mond wäre bei einer Finsternis dunkel.“ ist richtig.
    $\Rightarrow$ Der sogenannte Blutmond entsteht nur, weil der Kernschatten der Erde nicht komplett frei von Sonnenlicht ist. In der Atmosphäre werden die langwelligen roten Anteile des Lichts in den Kernschatten abgelenkt, während die kurzwelligen blauen Anteile stark ablenkt werden und sich fast nur in der Atmosphäre selbst ausbreiten. Das abgelenkte, rote Licht erzeugt den Blutmond. Ohne Atmosphäre wäre der Kernschatten der Erde frei von Licht. Der Mond wäre so dunkel wie bei Neumond.

    • Die Aussage „Wäre die Neigung der Mondbahn größer, würde das kaum etwas an der Häufigkeit einer totalen Mondfinsternis ändern.“ ist richtig.
    $\Rightarrow$ Dies ist vielleicht die Aussage, die am unerwartetsten ist, aber eigentlich ist sie ganz logisch. Denn der Kernschatten der Erde ist so klein, dass der Mond ihn nur treffen kann, wenn er bei Vollmond nah an dem Knotenpunkt seiner Bahn ist. Es ist also ganz egal, wie weit er sich nach dem Passieren des Knotenpunkts von der Ebene der Erdbahn entfernt.

    • Die Aussage „Wäre der Mond kleiner, wären Mondfinsternisse ausgeschlossen.“ ist falsch.
    $\Rightarrow$ Tatsächlich ändert die Größe des Mondes kaum etwas am Auftreten von Mondfinsternissen. Allerdings beeinflusst sie die Charakterisierung der Mondfinsternis. Ein kleinerer Mond kann zum Beispiel noch vollständig im Kernschatten der Erde sein (totale Mondfinsternis), während ein größerer Mond an der gleichen Position bereits den Halbschatten streift (partielle Mondfinsternis).

    • Die Aussage „Wäre der Mond näher an der Erde, hätte dies keinen Einfluss auf das Auftreten von Mondfinsternissen.“ ist falsch.
    $\Rightarrow$ Der Kernschatten der Erde ist kegelförmig, wobei die Erde die Grundseite des Kegels darstellt. Der Durchmesser des Kernschattens ist also umso größer, je näher man sich an der Erde befindet. Wäre der Mond näher an der Erde, wären Mondfinsternisse dementsprechend wahrscheinlicher.