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Personalpronomen und Possessivpronomen

Während Personalpronomen kleine Wörter sind, die anstelle einer Person oder Sache stehen, zeigen Possessivpronomen an, wem etwas gehört.

Was sind Personal- und Possessivpronomen?

Personalpronomen sind sogenannte „persönliche Fürwörter“, das heißt, es sind kleine Wörter, die anstelle einer Person oder Sache stehen.

Ich kann z.B. sagen: Carla mag Mathe. Oder: Sie (also Carla) mag Mathe. „Sie“ ist in diesem Fall ein Personalpronomen.

Possessivpronomen sind sogenannte „besitzanzeigende Fürwörter“. Sie beschreiben also, wem etwas gehört.

Ich kann z.B. sagen: Das ist Carlas Mathebuch. Oder: Das ist ihr (also Carlas) Mathebuch. „Ihr“ zeigt an, wem das Mathebuch gehört.

Die Personalpronomen der 1. & 2. Person Sg. & Pl.

Die lateinischen Personalpronomen für die 1. & 2. Person Sg. & Pl. lauten

  • ego (ich)
  • tu (du)
  • nos (wir)
  • vos (ihr)

Und so werden sie dekliniert:

Tabelle_Personalpronomina_ego-tu-nos-vos_1200DPI.png

Die Genitivformen nostrum und vestrum werden nur als Genitivus partitivus verwendet, das heißt, wenn sie einen Teil oder eine Menge bezeichnen:

nemo nostrum/ vestrum – niemand von uns/ euch

Wenn du deine Kenntnisse über den Genitivus partitivus auffrischen oder ihn lernen möchtest, kannst du dir hier ein Video dazu anschauen.

Die Personalpronomen der 3. Person Sg. & Pl.

Als Personalpronomen der 3. Person (er, sie, es) werden die Formen von is, ea, id verwendet:

Tabelle_is_ea_id_Sg_und_Pl_1200DPI.png

Reflexivität der Personalpronomen

Die Personalpronomen der 1. & 2. Person Sg. & Pl. ego, tu, nos und vos können sowohl reflexiv (rückbezüglich) als auch nicht reflexiv gebraucht werden (das heißt, sie beziehen sich auf etwas anderes als das Subjekt):

reflexiv: Te laudas – Du lobst dich (selbst)

Auf das Subjekt „du“ (es versteckt sich in amas) wird wieder Bezug genommen.

nicht reflexiv: Magister te laudat. – Der Lehrer lobt dich.

Das Subjekt (der Lehrer) ist jemand anders als der, der gelobt wird.

Klassenzimmer.jpg

Das Personalpronomen der 3. Person is, ea, id kann nicht reflexiv gebraucht werden. Möchte man ausdrücken, dass sich das Pronomen auf das Subjekt des Satzes bezieht, muss man das Reflexivpronomen für die 3. Person benutzen. Dieses hat im Sg. und Pl. die gleiche Form:

Reflexivpronomen_sui.png

reflexiv Sg.: Se laudat. – Er lobt sich (selbst).

nicht reflexiv Sg.: Magister eum laudat. – Der Lehrer lobt ihn.

reflexiv Pl.: Se laudant. – Sie loben sich (selbst).

nicht reflexiv Pl.: Magister eos laudat. – Der Lehrer lobt sie.

Hier kannst du dir auch noch einmal ein Video zu der Reflexivität der Personalpronomen anschauen: Reflexivität der Personalpronomen

Die Possessivpronomen

Die Possessivpronomen drücken aus, wem etwas gehört. Sie lauten:

  • meus, -a, -um (mein)
  • tuus, -a, -um (dein) und
  • suus, -a, -um (sein, ihr)
  • noster, nostra, nostrum (unser)
  • vester, vestra, vestrum (euer)
  • suus, -a, - um (ihr im Pl.)

Sie werden nach der o- und a-Deklination gebildet und richten sich in Kasus (Fall), Numerus (Sg. oder Pl.) und Genus (mask, fem. oder neutr.) nach ihrem Bezugswort.

Beachte, dass der Vokativ Sg. mask. von meus „mī“ lautet: Mī pater – (Oh) mein Vater!

Reflexivität der Possessivpronomen

suus wird immer rückbezüglich gebraucht, das heißt, es bezieht sich auf das Subjekt: Marcus patrem suum amat – Marcus liebt seinen (eigenen) Vater.

Soll sich das das Possessivpronomen auf ein anderes Substantiv beziehen, verwendet man die Formen von is, ea id:

Marcus patrem eius amat – Marcus liebt seinen/ dessen Vater (also z.B. den Vater seines Spielkameraden).

Hier kannst du dir auch noch einmal ein Video zu den Personal- und Possessivpronomen der 3. Person ansehen Personal- und Possessivpronomen der 3. Person

Nun weißt du eine ganze Menge über Personal- und Possessivpronomen. Damit du dieses Wissen verinnerlichst, solltest du es gut üben. Viel Spaß dabei!

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Arbeitsblätter zum Thema

Personalpronomen und Possessivpronomen (2 Arbeitsblätter)