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Abiotische Faktoren

Die Lebewesen der Ökosysteme werden und von der unbelebten Umwelt beeinflusst. Auf sie wirken die abiotischen Faktoren.

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Themenübersicht in Abiotische Faktoren

Abiotische Faktoren

Als abiotische Faktoren bezeichnet man die Gesamtheit aller Faktoren der unbelebten Umwelt mit denen Individuen, Populationen oder Lebensgemeinschaften in einer wechselseitigen Beziehung stehen. Zum Beispiel sind das Licht, Wasser oder die Temperatur. Tiere und Pflanzen nutzen sie als Ressourcen und sind an die jeweilige Verfügbarkeit des abiotischen Faktors angepasst. Die abiotischen Faktoren variieren zwischen den verschiedenen Regionen der Erde. Dabei nimmt zum Beispiel die Temperatur von den Polen zum Äquator zu. Ähnlich verhält sich auch das Licht oder die Dauer der Sonneneinstrahlung. Die Wasserverfügbarkeit variiert dagegen sehr stark innerhalb der einzelnen Regionen. Ist viel Wasser und Licht verfügbar und herrscht eine hohe Temperatur, spricht man von einer hohen Produktivität der Umwelt. Bei hoher Produktivität beobachtet man häufig sehr diverse Lebensgemeinschaften, so zum Beispiel im tropischen Regenwald. Aber es gibt noch weitere ökogeographische Regeln. Die Bergmansche und die Allensche Regeln beschreiben die Anpassungen der Tiere an die verschiedenen Temperatur Regionen der Erde. In kälteren Gegenden haben Tiere kleine Körperanhänge, wie zum Beispiel Ohren, und eine kleinere Körperoberfläche im Verhältnis zum Körpervolumen.

Ökologische Potenz

Abiotische Faktoren sind niemals konstant. Sie variieren auch innerhalb eines Ökosystems. So ist es zum Beispiel im Winter kälter oder die Lichtverfügbarkeit variiert im Tag-Nachtrhythmus. Deshalb besitzen alle Lebewesen eine Art Toleranz gegenüber diesen natürlichen Schwankungen. Sie wird ökologische Potenz genannt und enthält immer ein Optimum, welches die besten Bedingungen für das jeweilige Lebewesen darstellt, und ein Minimum und Maximum, an dem die Lebewesen so gerade eben noch überleben können. Sehr gut beobachten kann man dies zum Beispiel bei Reptilien. Reptilien sind wechselwarme Tiere. Ihre Körpertemperatur passt sich immer der Umgebungstemperatur an und ihre Aktivität ist stark von der Temperatur abhängig. Bei einer Umgebungstemperatur nahe des Optimums der jeweiligen Art, sind die Tiere am aktivsten. Sie kriechen herum, jagen und bewegen sich. Weicht die Temperatur vom Optimum ab, egal ob wärmer oder kälter, nimmt die Aktivität ab. Erreicht die Temperatur das Minimum oder das Maximum, verfällt das Tier in eine Wärme- oder Kältestarre. kurve.jpg

Ökologischen Nische

Du hast bereits gelernt, dass Lebewesen an ihre jeweiligen Umweltfaktoren angepasst sind. Ihr Aussehen, ihr Verhalten und ihre Eigenschaften haben sich in der Evolution so entwickelt, dass sie in ihrer Umgebung erfolgreich überleben können. Aber in jedem Ökosystem leben verschiedene Arten von Tieren und Pflanzen. Man könnte also meinen, wenn sie alle perfekt an die Umwelt angepasst sind und im gleichen Ökosystem, zum Beispiel im Regenwald, leben, müssten sie alle gleich aussehen, das gleiche tun und gleiche Eigenschaften besitzen. Aber schon auf den ersten Blick wird klar, dass dies nicht so ist. Der Grund dafür ist die ökologische Nische. Jede Art oder Population besitzt eine eigene und einzigartige Lebensstrategie, in der sie bestimmten Faktoren ausgesetzt ist und wieder andere nutzt. Die Gesamtheit dieser Faktoren, ist die ökologische Nische. Manche dieser verschiedenen Nischen in einem Habitat überschneiden sich. In diesem Fall kommt es zu Konkurrenz zwischen den Arten. bildbeschriften_ufer_1.jpg