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Das vegetative Nervensystem

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Das vegetative Nervensystem
lernst du in der Oberstufe 7. Klasse - 8. Klasse - 9. Klasse

Grundlagen zum Thema Das vegetative Nervensystem

Inhalt

Das vegetative Nervensystem

Das vegetative Nervensystem wird auch als unwillkürliches oder autonomes Nervensystem bezeichnet. Es steuert die Körperfunktionen, die nicht vom Willen beeinflusst werden können.

Funktionen des vegetativen Nervensystems – Beispiele

Das vegetative Nervensystem reguliert die Tätigkeit der meisten Organe und viele lebenswichtige Körperfunktionen. Dazu gehören:

  • die Bronchien (Atmung)
  • Speichelproduktion
  • der Blutkreislauf inklusive Herzfrequenz, Puls und Durchblutung der Muskeln
  • der Stoffwechsel
  • die Aktivität von Magen und Darm (Verdauung)
  • die Pupillenweite
  • die Bauchspeicheldrüse
  • die Harnblase

Vegetatives Nervensystem – Funktion

Das vegetative Nervensystem besteht aus zwei Teilen:
dem Sympathikus und dem Parasympathikus:
Der Sympathikus ist für anregende Prozesse verantwortlich, die mit einer Leistungssteigerung einhergehen.
Der Parasympathikus ist für hemmende Prozesse verantwortlich, die mit einer Entspannung einhergehen.
Damit sind der Sympathikus und der Parasympathikus Antagonisten, also Gegenspieler, die sich gegenseitig durch Hemmung regulieren. Dies ermöglicht es uns, auf jede Situation optimal zu reagieren.
Bei Gefahr, Angst, Stress oder Sport überwiegt der Sympathikus:
Die durch den Sympathikus hervorgerufenen körperlichen Reaktionen ermöglichen uns Menschen eine rasche Reaktion zum Beispiel in gefährlichen Situationen, ohne lange darüber nachdenken zu müssen. Diese rasche körperliche und seelische Anpassung von Lebewesen in Gefahrensituationen wird als Kampf-oder-Flucht-Reaktion (englisch: fight-or-flight response) bezeichnet: Die Bronchien verengen sich, sodass sowohl Atemfrequenz als auch Herzschlag steigen. Für den Fall einer notwendigen Flucht werden die Muskeln besser durchblutet und die Pupillen weiten sich. Gleichzeitig werden Körperreaktionen gehemmt, die bei Kampf oder Flucht hinderlich wären, wie zum Beispiel die Verdauung oder der Harndrang.
In Ruhe verlaufen die Körperfunktionen – beeinflusst durch den Parasympathikus – entgegengesetzt:
Die Bronchien sind weit, sowohl Atmung als auch Herzschlag verlaufen ruhig. Die Muskeln sind entspannt und die Pupillen klein. Diese Ruhephasen nutzt der Körper durch eine verstärkte Reaktion von Magen und Darm für die Nahrungsaufnahme und Verdauung. Zwar arbeitet das vegetative Nervensystem weitgehend unwillkürlich. Bis zu einem gewissen Grad sind die Wirkungen des vegetativen Nervensystems jedoch beeinflussbar. Körperliche Anstrengung wie Sport aktiviert den Sympathikus. Durch bewusste Entspannung und Ruhephasen wird die Aktivität des Parasympathikus gefördert. Dies ist zum Beispiel in lang anhaltenden Stressphasen von Bedeutung: Wenn auf die Reaktionen des Sympathikus keine Ruhephasen folgen, kann es unter anderem zu Verdauungsbeschwerden und Gewichtsverlust kommen.

Vergleich der Wirkungen von Sympathicus und Parasympathicus

Organaktivität Sympathikus Wirkung Parasympathikus Wirkung
Pupillen Erweiterung Verengung
Speichelproduktion Hemmung Erhöhung
Bronchien Erweiterung (Atemfrequenz steigt) Verengung (Atemfrequenz sinkt)
Herzschlag Erhöhung (Herzschlagfrequenz steigt) Hemmung (Herzschlagfrequenz sinkt)
Aktivität Magen und Darm (Verdauung) Hemmung Erhöhung
Aktivität der Bauchspeicheldrüse Hemmung Steigerung
Aktivität der Gallenblase Hemmung Steigerung
Harnblase Entspannung Kontraktion

Transkript Das vegetative Nervensystem

Hallo! Hast du dich schon einmal richtig erschrocken? Dann fängt dein Herz ganzschön an zu rasen und du bist sehr aufmerksam. Und nach einigen Minuten, wenn du wieder in der Sonne liegst, da schlägt dein Herz wieder ganz ruhig und du kannst entspannt die Augen zu machen. Aber wie kommt das dazu, dass dein Herz auf einmal so schlägt, ohne dass du das so entschieden hast?

Es ist das vegetative Nervensystem, das dies Kontrolliert. Damit du das verstehen kannst, werde ich dir die Funktionsweise des vegetativen Nervensystems ganz genau erklären.

Begriffserklärung

Du weißt bereits, dass das Nervensystem aus dem Zentralen Nervensystem, also Gehirn und Rückenmark, und dem peripheren Nervensystem besteht.

Ein Teil des peripheren Nervensystems ist das vegetative Nervensystem. Es steuert die Funktion der meisten inneren Organe und des Blutkreislaufs. Das bedeutet, dass die Vorgänge der Atmung, Verdauung und des Stoffwechsels vom vegetativen Nervensystem gesteuert werden.

Das vegetative Nervensystem wird auch als Unwillkürliches oder Autonomes Nervensystem bezeichnet, da seine Funktion nicht vom Willen beeinflusst werden kann. Es ist natürlich mit dem Zentralen Nervensystem verbunden und empfängt vorn dort Signale oder sendet selbst Signale an das Zentrale Nervensystem.

Die Funktionsweise des vegetativen Nervensystems

Die Funktionsweise des vegetativen Nervensystems möchte ich dir nun aber genauer erklären: Das vegetative Nervensystem besteht aus dem Sympathikus und dem Parasympathikus. Alle vom vegetativen Nervensystem gesteuerten Organe werden sowohl von Nerven des Sympathikus als auch von Nerven des Parasympathikus erreicht.

Der Sympathikus hat eine anregende Wirkung. Er wird besonders aktiv, wenn in einer Situation eine Leistungssteigerung nötig ist. Das kann z.B. Sport oder Stress sein. In diesem Fall sorgt der Sympathikus dafür, dass Energie bereitgestellt wird, Atmung und Herzschlag werden beschleunigt, Schweiß wird abgegeben und die Muskulatur stärker durchblutet. Dabei kommt es auch zu einer Pupillenerweiterung. Gleichzeitig wird die Aktivität des Parasympathikus verringert oder gehemmt.

Der Parasympathikus steuert nämlich die Vorgänge, die zur Erholung und Bildung von Energiereserven nötig sind. Dazu zählt die Verdauung und der Aufbau von Energiereserven. Diese Vorgänge werden also beim Sport oder in einer Stresssituation gehemmt, da sie eine Leistungssteigerung erschweren würden.

Ist der Parasympathikus besonders aktiv, so wird die Aktivität des Sympathikus gehemmt. Die Verdauung wird angeregt, Herzschlag und Atmung sind ruhig, Energiereserven werden angelegt, die Pupillen verengen sich.

Sympathikus und Parasympathikus sind Antagonisten, also Gegenspieler. Sie regulieren sich gegenseitig. Dieses Prinzip ermöglicht eine an jede Situation optimal angepasste Steuerung der Organe.

Die Funktionsweise des vegetativen Nervensystems möchte ich dir nun an einem Beispiel verdeutlichen. Stelle dir vor, dass du auf einem Liegestuhl im Garten liegst. Du befindest dich in einer Ruhesituation. In einer solchen Situation ist der Parasympathikus aktiv. Deine Verdauung ist aktiv, Energiereserven werden angelegt. Dein Herzschlag und deine Atmung sind langsam.

Über die Nerven des Parasympathicus wird an das Zentrale Nervensystem die Information gemeldet, dass dein Magen nicht gedehnt, also leer ist. Du bekommst Hunger. Deine Pupillen sind verengt. Die Aktivität des Sympathikus ist weitgehend gehemmt. Plötzlich riechst du Rauch und dein Essen auf dem Herd fällt dir wieder ein.

Über das Zentrale Nervensystem wird nun der Sympathicus aktiviert. Er hemmt einerseits die Aktivität des Parasympathicus: dein Hunger ist vorübergehend erstmal verschwunden, die Verdauungsaktiviät gehemmt. Stattdessen wird Energie bereit gestellt, deine Atmung und der Herzschlag werden beschleunigt, die Muskulatur wird stärker durchblutet und du schwitzt. Deine Pupillen sind geweitet. Dein Körper wird auf eine Leistungssteigerung vorbereitet.

Durch die Aktivität von Sympathicus und Parasympathicus kann sich dein Körper also auf jede Situation sehr gut einstellen. Allerdings musst du selbst für Ruhephasen sorgen, in denen der Parasympathikus aktiv werden kann. Ständiger Stress und die damit verbundene Aktivität des Sympathikus kann z.B. zu Verdauungsstörungen oder Gewichtsverlust führen.

Zusammenfassung

Du hast nun gelernt, dass das Vegetative Nervensystem aus Sympathikus und Parasympathikus besteht. Der Sympathikus ist aktiver, wenn eine Leistungssteigerung nötig ist. Der Parasympathikus ist aktiver in Ruhephasen. Es handelt sich dabei um Gegenspieler, die sich gegenseitig durch Hemmung regulieren.

Die Aktivität von Sympahtikus und Parasympathikus ermöglicht eine optimale Arbeit der inneren Organe in jeder Situation. So kann ganz unbewusst dein Herzschlag und dein ganzer Körper für jede Situation reguliert werden. Tschüss und bis zum nächsten mal!

13 Kommentare

13 Kommentare
  1. Mega

    Von Itslearning Nutzer 2535 22019, vor 3 Tagen
  2. Ich habe nichts verstanden mein Lehrer Herr Wagner war viel besser und cooler 😒

    Von Itslearning Nutzer 2535 37081, vor 9 Monaten
  3. Meeeega gut daaaaanke !!! Hat mir seeeeeehr geholfen...

    Von Michel B., vor etwa einem Jahr
  4. Mega gut erklärt :)

    Von Holzer Christiane, vor etwa 2 Jahren
  5. sehr gut erklärt ;)

    Von Arturjulia, vor fast 4 Jahren
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Das vegetative Nervensystem Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Das vegetative Nervensystem kannst du es wiederholen und üben.
  • Beschreibe das vegetative Nervensystem.

    Tipps

    Unwillkürlich oder autonom bedeutet, dass etwas nicht willentlich beeinflussbar ist.

    Lösung

    Gehirn und Rückenmark gehören zum zentralen Nervensystem. Das vegetative Nervensystem ist ein Teil des peripheren Nervensystems. Es steuert Vorgänge wie Atmung, Verdauung und Stoffwechsel. Diese Steuerung erfolgt ohne willentlichen Einfluss, das heißt, dieser Bereich des Nervensystems arbeitet autonom. Das vegetative Nervensystem besteht aus dem Sympathikus, der anregend wirkt, und dem Parasympathikus, der in Erholungsphasen aktiv ist.

  • Definiere den Begriff Antagonist.

    Tipps

    Antagonisten werden auch als Gegenspieler bezeichnet. Ist der eine aktiv, wird der andere gehemmt und umgekehrt.

    Lösung

    Sympathikus und Parasympathikus sind Antagonisten, also Gegenspieler. Sie regulieren sich gegenseitig. Ist z.B. der Parasympathikus besonders aktiv, so wird die Aktivität des Sympathikus gehemmt. Dieses Prinzip ermöglicht eine an jede Situation optimal angepasste Steuerung der Organe.

  • Vergleiche die Wirkung von Sympathikus und Parasympathikus.

    Tipps

    Der Sympathikus wird beim Sport oder in Stresssituationen aktiv!

    Der Parasympathikus ist in Entspannungsphasen aktiv.

    Lösung

    Der Sympathikus hat eine anregende Wirkung. Er sorgt dafür, dass Energie bereitgestellt wird, Atmung und Herzschlag werden beschleunigt, Schweiß wird abgegeben und die Muskulatur stärker durchblutet. Der Parasympathikus steuert Vorgänge, die zur Erholung und Bildung von Energiereserven nötig sind. Dazu zählt die Verdauung und der Aufbau von Energiereserven. Herzschlag und Atmung sind dabei ruhig.

  • Entscheide, wann der Sympathikus und wann der Parasympahtikus aktiv ist.

    Tipps

    Der Sympathikus hat eine anregende Wirkung.

    Der Parasympathikus steuert die Vorgänge, die zur Erholung nötig sind.

    Lösung

    Da der Sympathikus eine anregende Wirkung hat, sorgt er für eine Leistungssteigerung. Verstärkte Atmung oder schneller Herzschlag oder auch das Schwitzen sind Zeichen dafür, dass der Sympathikus aktiv ist. Bei stressigen Situationen in der Schule ist dies beispielsweise der Fall. In Entspannungssituationen ist der Parasympathikus aktiv, z.B. wenn du gemütlich in der Sonne liegst oder in der Schule einfach nur zuhörst.

  • Gib die Definition des vegetativen Nervensystems wieder.

    Tipps

    Kannst du deinem Herzen befehlen, schneller zu schlagen?

    Das vegetative Nervensystem steuert Vorgänge wie Herzschlag oder Stoffwechsel.

    Lösung

    Das vegetative Nervensystem ist ein Teil des peripheren Nervensystems. Es wird auch autonomes Nervensystem genannt, da es nicht willentlich beeinflussbar ist. Sympathikus und Parasympathikus sind Teile des vegetativen Nervensystems. Es wirkt auf zahlreiche innere Organe und steuert z.B. Stoffwechselvorgänge und Herzschlag.

  • Arbeite Tipps für gestresste Schüler heraus.

    Tipps

    Ruhe- und Erholungszeiten sind für das Wohlbefinden äußerst wichtig!

    Lösung

    Gib deinem Parasympathikus die Chance, für Ruhe und Erholung deines Körpers zu sorgen. Ausreichend Schlaf, Bewegung und Verzicht auf Energydrinks oder Koffein hilft, ein gutes Verhältnis von Erholungs- und Aktivitätsphasen zu erreichen. Leistungs- und Termindruck oder aufregende Spiele am PC sorgen dagegen für Aktivität des Sympathikus, sodass deinem Körper wichtige Ruhephasen fehlen könnten, was langfristig krank machen kann.

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