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Kommaregeln

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Die Autor*innen
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Magdalena Sofatutor
Kommaregeln
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Grundlagen zum Thema Kommaregeln

Salut ! Weißt du manchmal nicht genau, wann man im Französischen ein Komma setzt und wann nicht? Dann wird dir dieses Video weiterhelfen. Denn ich zeige dir, wie die französische Kommasetzung funktioniert und wie sie sich von der deutschen unterscheidet. Alles rund um das Thema Kommasetzung im Französischen erfährst du in diesem Clip. Viel Spaß!

Transkript Kommaregeln

Salut! In diesem Clip wollen wir uns näher mit der französischen Kommasetzung beschäftigen. Wie funktioniert die französische Kommasetzung und wie unterscheidet sie sich von der deutschen? Sehen wir uns am Anfang an, welche grundsätzliche Funktion das Komma, la virgule, im Französischen hat. Im Französischen bedeutet ein Komma eine kurze Sprechpause innerhalb eines Satzes. Darin liegt ein großer Unterschied zum Deutschen, da hier das Komma zur Gliederung eines Satzes verwendet wird. Im Französischen stehen folgende Sätze ohne Komma. Bei einem Infinitivsatz brauchst du kein Komma: je rentre pour faire mes devoirs, ich gehe nach Hause, um meine Hausaufgaben zu machen. Auch bei nachgestellten Adverbialsätzen steht im Französischen kein Komma. Par exemple, je veux aller à la piscine parce qu’il fait chaud, ich will ins Schwimmbad gehen, weil es heiß ist. Ebenso steht bei Objektsätzen kein Komma: Tu sais que je t’aime, du weißt, dass ich dich liebe. Du brauchst auch bei indirekten Fragesätzen kein Komma wie zum Beispiel: Je me demande s’il viendra, ich frage mich, ob er kommt. Bei den Relativsätzen steht im Französischen manchmal ein Komma und manchmal nicht. Das kommt darauf an, welche Bedeutung der Relativsatz für den Sinn des Satzes hat. Handelt es sich bei dem Relativsatz um einen sogenannten explikativen Relativsatz, une relative explicative, brauchst du ein Komma. Das heißt, wenn der Relativsatz nur zusätzliche Erklärungen bringt, die aber zum Verständnis des Satzes nicht nötig sind. So ein Relativsatz wäre zum Beispiel: Je vais aller à Lille pour rendre visite à mon grand-père, qui a déjà 80 ans. Ich fahre bald nach Lille, um meinen Opa zu besuchen, der schon 80 Jahre alt ist. Ist der Relativsatz allerdings zum Verständnis des Satzes unbedingt nötig, weil er das Bezugswort einschränkt, so steht kein Komma. Diese Art des Relativsatzes nennt man restriktiven Relativsatz beziehungsweise relative restrictive. Le prof qui m’a aidé est très gentil, der Lehrer, der mir geholfen hat, ist sehr nett. Du fragst dich vielleicht, wann man im Französischen dann eigentlich ein Komma setzt außer bei einem explikativen Relativsatz. Ein Komma steht im Französischen immer dann, wenn der grundsätzliche Satzbau, also Subjekt, Prädikat, Objekt verändert wird. Zum Beispiel: Après avoir terminé ses devoirs, Luc jouait au foot. Nachdem er seine Hausaufgaben fertig gemacht hatte, spielte Luc Fußball. In diesem Fall, also wenn ein Adverbialsatz vorangestellt ist, trennst du ihn vom restlichen Satz durch ein Komma. Adverbiale Bestimmungen am Satzanfang werden ebenfalls durch ein Komma abgetrennt. Par exemple, en 2009, j’ai été au Brésil, 2009 war ich in Brasilien. Oder: Malheureusement, j’ai raté le train, unglücklicherweise habe ich den Zug verpasst. Die deutsche und die französische Kommasetzung sind zwar sehr unterschiedlich, aber dennoch gibt es auch ein paar Gemeinsamkeiten. Und zwar bei Aufzählungen wie zum Beispiel j’ai besoin des pommes, du beurre, du café et de la farine, ich brauche Äpfel, Butter, Kaffee und Mehl. Und auch vor der nebenordnenden Konjunktion mais, aber, steht sowohl im Französischen als auch im Deutschen ein Komma. Par exemple : J’aime le miel, mais je n’aime pas les abeilles. Ich mag Honig, aber ich mag keine Bienen. Lass uns noch einmal zusammenfassen, wann im Französischen ein Komma gesetzt wird und wann nicht. Kein Komma steht im Französischen vor einem Infinitivsatz, einem nachgestellten Adverbialsatz, bei einem Objektsatz, bei einem indirekten Fragesatz und bei einem restriktiven Relativsatz. Kommata werden im Französischen gesetzt bei explikativen Relativsätzen, bei adverbialen Bestimmungen am Satzbeginn, bei vorgestellten Adverbialsätzen, bei Aufzählungen und vor der nebenordnenden Konjunktion mais. Ich hoffe, das Video konnte dir einen Überblick über die wichtigsten Kommaregeln im Französischen geben. Salut et à la prochaine!

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Kommaregeln Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Kommaregeln kannst du es wiederholen und üben.
  • Vervollständige den Merksatz.

    Tipps

    Achte auf Groß- und Kleinschreibung.

    In die erste und letzte Lücke gehört ein deutsches Nomen.

    In die mittlere Lücke gehört die französische Bezeichnung für Komma.

    Lösung

    Für die Kommasetzung im Französischen und im Deutschen gelten unterschiedliche Regeln. Wichtig ist, zu wissen, dass das Komma (la virgule) im Französischen bedeutet, dass man eine Sprechpause macht. Im Deutschen verwendet man das Komma zu syntaktischen Gliederung (Syntax ist ein Fachwort und bedeutet Satzbau).

  • Gib an, wann im Französischen kein Komma steht.

    Tipps

    Ein Objektsatz ist z. B. ein dass-Satz.

    Lösung

    Im Französischen werden nicht immer Kommas gesetzt, wie wir es im Deutschen machen. Deshalb ist es sinnvoll, sich zu Beginn die Fälle zu merken, bei denen im Französischen kein Komma steht, um diese dann von vornherein auszuschließen.

  • Zeige, wo die Kommas in den Sätzen gesetzt werden.

    Tipps

    In jeden Satz gehört ein Komma.

    Denke an die Grundregel des französischen Satzbaus.

    Lösung

    Grundsätzlich gilt, dass man im Französischen immer dann ein Komma setzt, wenn man vom ursprünglichen Satzbau (Subjekt – Verb – Ergänzung) abweicht, also z. B. einen Adverbialsatz voranstellt oder eine adverbiale Bestimmung an den Satzanfang setzt.

    Auch vor der Konjunktion mais (aber) steht im Französischen in der Regel ein Komma sowie bei Aufzählungen.

  • Ermittle die falschen Kommas im Text.

    Tipps

    Erinnere dich daran, wann im Französischen kein Komma steht.

    Lösung

    Wenn wir im Deutschen bei syntaktischen Einheiten wie z. B.

    • adverbialen Nebensätzen
    • Objektsätzen (dass-Satz)
    • indirekten Fragen
    • Infinitivsätzen
    ein Komma machen, steht im Französischen keins.

    Wird im Französischen allerdings der Satzbau verändert, also z. B. eine adverbiale Bestimmung an den Satzanfang gestellt, dann wird sie vom Rest des Satzes mit einem Komma abgetrennt.

  • Bestimme, wann es sich um einen explikativen Relativsatz handelt.

    Tipps

    Das lateinische Fachwort explikativ leitet sich vom selben Verb ab wie im Französichen expliquer (erklären).

    Schau auf die Kommasetzung.

    Lösung

    Ein nicht ganz leichtes Thema ist die Kommasetzung im französischen Relativsatz. Im Deutschen setzen wir bei Relativsätzen immer ein Komma, im Französischen nicht. Man unterscheidet zwei Arten von Relativsatz:

    • Den explikativen Relativsatz: Hier ist der Relativsatz nicht zum Verständnis des ganzen Satzes notwendig, sondern er ist wie eine zusätzliche Erklärung (explikativ). Hier steht im Französischen ein Komma
    • Und den restriktiven Relativsatz: Der Relativsatz enthält eine Information, die für den Sinn des Satzes notwendig ist und das Bezugswort näher bestimmt. Hier steht im Französischen kein Komma.

  • Entscheide, wann ein Komma steht und wann nicht.

    Tipps

    Achte auf Sprechpausen.

    Steht am Satzanfang ein Haupt- oder ein Nebensatz?

    Beginnt der Satz mit einem Subjekt?

    Enthält der Relativsatz eine notwendige Information für den Sinn des Satzes?

    Lösung

    Das Beherrschen der Kommasetzung im Französischen zeugt von einem hohen Niveau im schriftlichen Sprachgebrauch.

    Beim Sprechen würdest du Kommas daran erkennen, dass man eine Sprechpause macht.

    Im Französischen setzt man eigentlich nur dann ein Komma, bei

    1. einem Adverbialsatz, der vor dem Hauptsatz steht.
    2. einer adverbialen Bestimmung, die an den Satzanfang gestellt wird.
    3. der Konjunktion mais. (vor mais)
    4. einer Aufzählung.
    5. einem restriktiven Relativsatz.

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