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Synapse (Basiswissen) 09:38 min

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Transkript Synapse (Basiswissen)

Synapsen

Eine heiße Herdplatte. Wenn du mit deiner Hand diese heiße Platte berührst, dann ziehst du die Hand automatisch zurück. Über die Verbindungen in unserem Nervensystem wird aus der Wahrnehmung "heiß" die Reaktion "wegziehen". Wie genau solche Informationen übertragen werden, zeige ich dir in diesem Video. Ganz speziell geht es heute um Synapsen, die Verbindungsstellen zwischen Nervenstellen. Ich zeige dir, wie eine Synapse gebaut ist, wie sie funktioniert und erkläre dir die beiden Formen von Synapsen. Für das bessere Verständnis dieses Themas solltest du den Bau und die Funktion von Nervenzellen kennen und wissen, was das Schlüssel-Schloss-Prinzip ist. Schauen wir uns zu Beginn noch einmal das Beispiel mit der Herdplatte an. Dass die Hand die heiße Platte berührt, nehmen die Wärmekörperchen der Haut wahr. Wir empfinden den Schmerz und als Reaktion erfolgt das Zurückziehen der Hand. Sinnes- und Nervenzellen nehmen den Reiz wahr und leiten ihn weiter. Es erfolgt eine Übermittlung von Informationen über Nervenzellen, deren Bau und Funktion du ja bereits kennst. Hier siehst du noch einmal eine solche Nervenzelle mit ihrem Zellkern, den Dendriten, dem langen Axon und den Endverzweigungen am Axon. An den zahlreichen Endverzweigungen des Axons kannst du kleine abgeflachte Endknöpfchen erkennen, das sind schon die ersten Teile der Synapsen. Ein Reiz wird von den Dendriten der Nervenzelle als elektrischer Impuls aufgenommen und über das Axon als Erregung weitergeleitet, bis zu den zahlreichen Verzweigungen des Axons. Dort, an den Enden der Verzweigungen, befinden sich kleine abgeflachte Endknöpfchen, die Synapsen. Über diese Synapsen wird der elektrische Impuls beispielsweise an Muskelzellen weitergeleitet, sodass eine Reaktion erfolgen kann, in unserem Beispiel: das Zurückziehen der Hand. Diesen kleinen Übergangsbereich zwischen Endknöpfchen und nachfolgender Zelle sehen wir uns nun mal etwas genauer an. Damit komme ich zum Bau der Synapse. Wie du eben gesehen hast, liegen Synapsen an den Enden der Verzweigungen eines Axons. Diese Enden sind kleine abgeflachte Verdickungen, weshalb sie eben als Knöpfchen bezeichnet werden. Hier sind die Verbindungsstellen zu anderen Zellen. Das Wort Synapse ist übrigens vom griechischen Wort 'synapsis' abgeleitet und das heißt übersetzt 'Verbindung'. Alle Synapsen bestehen aus 3 Bereichen. Da ist zuerst der präsynaptische Teil, das ist immer eine Nerven- oder Sinneszellendung und du erkennst hier im Schema gut das abgeflachte Ende. Der zweite Bereich ist der synaptische Spalt, der, wie der Name schon sagt, ein Spalt zwischen den Zellen ist. Der dritte Bereich einer Synapse ist der postsynaptische Teil, das ist der Membranbereich der folgenden Zelle, also des Organs, welches erregt werden soll. In den Endknöpfchen der Nerven- oder Sinneszellen befinden sich Bläschen, die einen Botenstoff enthalten. Diese Bläschen mit dem Botenstoff sind hier im Schema als rote Punkte dargestellt. Im postsynaptischen Teil kannst du, hier in grün dargestellt, Rezeptoren erkennen. Diese Rezeptoren liegen im Membranbereich der Zelle gegenüber vom Endknöpfchen. Diese gegenüberliegende Zelle im postsynaptischen Teil kann eine Nervenzelle, eine Drüsenzelle, eine Sinneszelle oder eine Muskelfaser sein. Schauen wir uns nun die Funktion von Synapsen an. Erinnere dich noch einmal an unser Eingangsbeispiel: die heiße Herdplatte. Wenn du mit der Hand die heiße Platte berührst, dann nehmen die Sinneszellen der Haut einen Reiz wahr und leiten ihn als elektrische Erregung über die Sinnesnerven weiter. Diese elektrische Erregung erreicht im Rückenmark den präsynaptischen Endknopf einer Nervenzelle. Hier wird das vom Axon eintreffende elektrische Signal in einen chemischen Impuls umgewandelt. Das heißt, wenn elektrische Impulse am präsynaptischen Knopf einer Nervenzelle ankommen, dann bewirken sie dort die Freisetzung eines chemischen Botenstoffes. Solche Botenstoffe im Nervensystem werden als Neurotransmitter bezeichnet. Der Botenstoff überwindet den synaptischen Spalt und verbindet sich mit passenden Rezeptoren an der postsynaptischen Zellmembran der Zielzelle. In unserem Fall ist das eine Muskelfaser. Die Verbindung von Botenstoff und Rezeptoren funktioniert wie ein Schlüssel im passenden Schloss und löst dadurch wieder einen elektrischen Impuls aus. Dieser wird zum Erfolgsorgan geleitet, dort erfolgt dann die Reaktion. Der Muskel kontrahiert, du ziehst deine Hand zurück. Wie hier im Schema zu erkennen, befindet sich nach der Erregung nur noch sehr wenig Botenstoff im Endknöpfchen. Nun fragst du dich vielleicht, wo die Endknöpfchen für die nächste Informationsübermittlung wieder neuen Botenstoff herbekommen? Wie du gesehen hast, wird der Botenstoff durch einen elektrischen Impuls, also eine Erregung, in den synaptischen Spalt ausgeschüttet. Dieser Botenstoff im synaptischen Spalt wird nach der Erregung durch Enzyme abgebaut. Die Spaltprodukte gelangen wieder ins Endknöpfchen zurück und stehen dort für eine neue Synthese, also für die nächste Informationsübermittlung bereit. Die eben von mir dargestellte Funktionsweise von Synapsen ist typisch für erregende Synapsen. Bei diesen Synapsen hat der Botenstoff in den präsynaptischen Endknöpfchen eine erregende Wirkung auf die Erregungsleitung. Oft ist es aber auch notwendig, eine Erregungsleitung zu hemmen. Das ist Aufgabe der hemmenden Synapsen. Ihre präsynaptischen Endknöpfe der Nervenzelle produzieren einen Botenstoff, der eine hemmende Wirkung auf die Erregungsleitung hat. Die Übertragung dieses hemmenden Botenstoffes erfolgt auf die gleiche Weise wie bei den erregenden Synapsen. Erregende und hemmende Synapsen kommen in unserem Nervensystem übrigens ungefähr gleich häufig vor. Viele Nervenzellen können ihre Informationen mit Hilfe von Synapsen auf mehrere tausend andere Zellen übertragen. Ist allerdings bei einer solchen Informationsübertragung nur eine Synapse aktiv, dann kann kein Impuls zur Zielzelle übertragen werden. Erst die gleichzeitige Aktivität mehrerer Synapsen löst bei der Zielzelle einen Impuls aus, weil erst durch mehrere Synapsen ein bestimmter Schwellenwert überschritten wird. Fassen wir nun zum Schluss noch mal kurz zusammen, was du heute über die Synapsen gelernt hast. Synapsen sind Verbindungsstellen zwischen zwei Nervenzellen oder zwischen Nerven- und Sinneszelle oder zwischen Nervenzelle und Muskelfaser. Synapsen dienen der Informationsverarbeitung und -weiterleitung durch die Übertragung von elektrischen Impulsen über die Erregungsleitung. Wir unterscheiden erregende und hemmende Synapsen, die in unserem Nervensystem etwa gleich häufig vorkommen. Alle Synapsen bestehen aus drei Bereichen: das ist 1. der präsynaptische Teil, 2. der synaptische Spalt und 3. der postsynaptische Teil. Ein Botenstoff, oder auch Neurotransmitter, überträgt chemische Impulse. Damit eine Erregungsleitung entstehen kann, müssen mehrere Synapsen gleichzeitig aktiv sein. Na, alles klar zum Thema Synapsen? Dann tschüss für heute. Bis zum nächsten Mal.

18 Kommentare
  1. Hallo Ecksteinchen und Mark L.,
    vielen Dank für den Hinweis! Wir haben die schlechte Tonqualität dieses Videos bereits vermerkt und arbeiten an einer Verbesserung.
    Beste Grüße aus der Redaktion

    Von Tatjana Elbing, vor etwa 2 Monaten
  2. Bitte neu vertonen. Die Stimme ist voll gruselig

    Von Ecksteinchen, vor etwa 2 Monaten
  3. Bitte neu machen, audio verbessern

    Von Mark L., vor etwa 2 Monaten
  4. Hallo N Gund,
    vielen Dank für deinen Kommentar. Wir haben die schlechte Tonqualität dieses Videos vermerkt und arbeiten an einer Verbesserung.
    Beste Grüße aus der Redaktion

    Von Tatjana Elbing, vor 10 Monaten
  5. Bitte noch einmal nach vertonen. Das wäre prima!

    Von N Gund, vor 10 Monaten
  1. ich fand die stimme furchtbar !!!!

    Von Bettina Wolnik Hartung, vor fast 2 Jahren
  2. Hallo,
    vielen Dank für die Ergänzung. Du hast vollkommen recht: Neben der räumlichen Summation kann auch die zeitliche Summation ein Aktionspotential auslösen.
    Liebe Grüße,
    Deine Biologie-Redaktion

    Von Serpil Kilic, vor etwa 3 Jahren
  3. Deine Aussage, dass nur bei Impulsen von mehreren Synapsen der Schwellenwert überschritten werden kann stimmt so nicht. Da auch eine Synapse in ausreichend kurzen Zeitabständen antreffenden Impulsen den Schwellenwert überschreiten kann. Das nennt man zeitliche Summation. Das erste ist eine räumliche Summation.

    Von Alfiya 2014, vor etwa 3 Jahren
  4. die Akustik stört. wäre gut, wenn ihr das nochmals vertonen könntet.

    Von Lizi O., vor etwa 4 Jahren
  5. Sehr gutes Video, vielen Dank 5*

    Von Scratchi, vor mehr als 4 Jahren
  6. Hallo :)
    Ja du hast Recht. Korrekt wäre es zwischen "Synapsenendknöpfchen" (das Ende eines Axons) und Synapse ("Verbindung" zweier Nervenzellen) zu unterscheiden.

    Von Marcel Schenke, vor mehr als 4 Jahren
  7. Die synapse ist doch eigentlich die verbindung von endkmöpfchen und membran der nachfolgenden zelle.

    Warum wird hier gesagt dass die synapse die endknopfchen sind und später wird gesagt das es drei synapsen gibt?

    Kann das bitte jemand erklären?

    Von Saramaggi, vor mehr als 4 Jahren
  8. Sehr hilfreich!

    Von Babaksina2, vor etwa 5 Jahren
  9. hammer video!

    Von Ruben1993, vor mehr als 5 Jahren
  10. super geiles video ! klare Aussprache & verständliche Erklärung TOP !!!

    Von Deleted User 32178, vor fast 6 Jahren
  11. danke sehr sehr gutes Video, jetzt ist alles klar und ich habe alles verstanden. super, Danke!

    Von Kleinjuli A, vor fast 6 Jahren
  12. Es binden sich die Transmitter an den Rezeptor, dadurch öffnet sich der Kanal und Natriumionen können vom Synaptischen Spalt in die Zelle diffundieren.

    Von Marcel Schenke, vor mehr als 6 Jahren
  13. Wir haben gelernt, dass sich nicht der Transmitterstoff an die Rezeptoren bindet, sonder Natriumionen, die sich im synaptischen Spalt befinden...was stimmt denn nun?

    Von Niny Abu, vor fast 7 Jahren
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Synapse (Basiswissen) Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Synapse (Basiswissen) kannst du es wiederholen und üben.

  • Beschreibe den Bau und die Funktion von Synapsen.

    Tipps

    Synapsis kommt aus dem Griechischen und steht für „Verbindung“.

    Prä kommt aus dem Lateinischen und steht immer für etwas, das zeitlich oder räumlich „vorher“ steht.

    Post ist ein lateinisches Präfix und steht immer für „nachher“.

    Lösung

    Über unsere Sinne nehmen wir Reize wahr: Wir sehen, schmecken, riechen, hören oder fühlen - und in irgendeiner Art und Weise reagieren wir darauf.
    Du siehst einen Ball, der auf dich zufliegt: Du hebst die Arme, um ihn zu fangen.
    Oder: Du kommst mit der Hand zu dicht an eine Kerzenflamme: Du ziehst die Hand weg.

    Diese Reize werden über Sinneszellen aufgenommen und von Nervenzellen zunächst zum zentralen Nervensystem (Rückenmark und Gehirn) geleitet und dort verarbeitet. Von dort aus werden Erregungen zu unseren Organen oder Muskeln geleitet.

    Die Nervenzellen sind oftmals langgezogene Zellen, die sich durch ihre Funktion und auch das Aussehen von anderen Zellen unterscheiden.
    An einem Ende der Nervenzelle befindet sich der Teil, der die Informationen überträgt, der präsynaptische Teil oder auch die präsynaptische Membran.
    Am anderen Ende derselben Nervenzelle befindet sich der Teil, welcher Reize empfängt: der postsynaptische Teil oder auch die postsynaptische Membran.
    Der präsynaptische Teil einer Nervenzelle liegt dem postsynaptischen Teil einer nachfolgenden Nervenzelle gegenüber. Dort werden die Informationen, meist in Form von chemischen Botenstoffen (Neurotransmittern), über den synaptischen Spalt übertragen. Die Informationen werden so von Nervenzelle zu Nervenzelle weitergegeben, bis sie eine Zielzelle wie zum Beispiel eine Muskelzelle erreicht haben.
    Dort erfolgt die Reaktion auf den Reiz.

    Je nach Art der Botenstoffe gibt es erregende Synapsen oder hemmende Synapsen, wobei Letztere eine Reaktion sozusagen abbremsen.

  • Beschreibe die einzelnen Bestandteile von Nervenzellen.

    Tipps

    Dendrites kommt aus dem altgriechischen und bedeutet zum Baum gehörend.

    Prä steht frei übersetzt für „vor“ und post steht meist für „nach“.

    Nervenzellen besitzen an einem Ende eines Axons einen Zellkörper, das soma mit Fortsätzen, die als Dendriten bezeichnet werden.

    Lösung

    Nervenzellen sind spezialisierte Zellen für die Weiterleitung und Übertragung von Erregungen.
    Sie bestehen aus einem Zellkörper, dem Soma mit einem Zellkern und Zellplasma, einem langen verbindenden Fortsatz, dem Axon, welcher sich aufzweigt und mit den Endknöpfchen endet, sowie längeren Fortsätzen am Soma, den Dendriten.

    An einem Ende eines Axons befindet sich am Soma die Dendriten. Am anderen Ende die Endknöpfchen. An diesen Enden der Nervenzellen befinden sich die Synapsen.

    Synapsen bestehen aus einem prä- und einem postsynaptischen Teil und dem synaptischen Spalt.
    Der präsynaptische Teil mit den Vesikeln, welche chemische Botenstoffe enthalten, befindet sich an den Endknöpfchen. Der postsynaptische Teil mit den Rezeptoren gehört zu den Dendriten.

    Reize werden von den Endknöpfchen einer Nervenzelle auf die Dendriten der nächsten Nervenzelle übertragen. Vom Soma wandert die Information als elektrische Erregung das Axon entlang. An den Enden des Axons, den Endknöfchen wird die Erregung erneut auf die Dendriten der nächsten Nervenzelle übertragen - bis die elektrische Erregung ihre Zielzellen erreicht hat.

  • Erkläre die Wirkung von Drogen auf das Gehirn.

    Tipps

    Das Schlüssel-Schloss-Prinzip funktioniert nicht immer 100%ig. Strukturen, die den normalen Substanzen ähneln, können Rezeptoren oder Enzyme besetzen und dadurch Wirkungen verstärken oder hemmen.

    Eine ähnliche Substanz führt am Rezeptor zu einer Wirkungsverstärkung, wenn auch die Ionenkanäle geöffnet werden.

    Sind Ionenkanäle geschlossen, kann eine Erregung nicht weitergeleitet werden.

    Lösung

    Normalerweise sind Botenstoffe dazu da, dass die Erregung den synaptischen Spalt überwinden kann.
    Sie werden freigesetzt, wenn der Impuls am Ende des Nervs ankommt, gelangen in den synaptischen Spalt und strömen zu den Rezeptoren der nachfolgenden Nervenzelle.
    Nachdem der Impuls weitergeleitet wurde, gelangen die Botenstoffe zurück in das präsynaptische Endknöpfchen oder werden abgebaut. Es gibt viele verschiedene Botenstoffe. Manche wirken hemmend und andere steigernd.

    Psychotrope Substanzen sind pflanzliche, synthetische oder halbsynthetische Stoffe, die über die Nerven des zentralen Nervensystems die Psyche des Menschen beeinflussen.

    Zu den psychotropen Substanzen zählen illegale Drogen wie Amphetamine, Ecstasy oder Kokain, und Genussmittel wie Alkohol, Tabak und Koffein.

    Psychotrope Substanzen stören die Signalübertragung, wenn ...

    • zu wenige oder zu viele Botenstoffe freigesetzt werden,
    • Botenstoffe zu schnell abgebaut oder zurück transportiert werden,
    • die Botenstoffe nicht an den Rezeptor gelangen.
    Manche Synapsengifte ähneln in ihrer Struktur den eigentlichen Botenstoffen. Das kann zum Einen dazu führen, dass sie die Rezeptoren besetzen und eine bestimmte Wirkung hervorrufen. Wenn sie jedoch keine Öffnung der Ionenkanäle bewirken, blockieren sie die Rezeptoren, sodass auch der eigentliche Botenstoff nicht binden kann.

    Andere Synapsengifte verhindern, dass die Vesikel mit der präsynaptischen Membran verschmelzen können - und der Botenstoff nicht ausgeschüttet werden kann.

    Manche blockieren auch die Enzyme, welche die Botenstoffe im synaptischen Spalt abbauen würden. Dadurch bleibt die Konzentration des Botenstoffes im synaptischen Spalt längerfristig hoch - die Wirkung wird verstärkt.

    Nikotin ähnelt dem Neurotransmitter Acetylcholin, besetzt dessen Rezeptoren und löst dessen Wirkung aus: die Herzfrequenz und der Blutdruck steigt.
    Das Nervengift Curare besetzt ebenfalls die Acetylcholin Rezeptoren, ohne dass sich dadurch die Ionenkanäle öffnen. Die Wirkung von Acetylcholin wird unterdrückt und es kann zu Lähmungen kommen.
    Kokain blockiert die Transporter, welche den Neurotransmitter Dopamin in den präsynaptischen Teil der Nervenzelle zurück befördern. Somit bleibt vermehrt Dopamin im synaptischen Spalt und löst angenehme Gefühle aus: Es kommt zur Sucht.
    Serotonin-Wiederaufnahmehemmer sind Antidepressiva, welche die Wiederaufnahme von Serotonin in den präsynaptischen Teil der Nervenzelle blockieren: So verbleibt Serotonin länger im synaptischen Spalt und löst antidepressive Wirkungen aus.

  • Benenne die Bestandteile einer Synapse.

    Tipps

    Chemische Botenstoffe (Neurotransmitter) befinden sich zunächst in Vesikeln im präsynaptischen Endknöpfchen.

    Am postsynaptischen Teil befinden sich Rezeptoren.

    Lösung

    Synapsen bestehen aus drei Teilen:

    • präsynaptischer Teil (auch: präsynaptische Membran)
    • postsynaptischer Teil (auch: postsynaptische Membran)
    • synaptischer Spalt
    An den Enden von Nervenzellen befindet sich die präsynaptische Membran der Synapsen. Membranumhüllte Bläschen, sogenannte Vesikel, im Endknöpfchen, in denen sich die chemischen Botenstoffe (Neurotransmitter) befinden, verschmelzen mit der präsynaptischen Membran und entlassen die Neurotransmitter in den synaptischen Spalt.

    Gegenüber befindet sich die postsynaptische Membran der nächsten Nervenzelle. Auf dieser Membran befinden sich Rezeptoren, zu denen die Neurotransmitter passen wie ein Schlüssel zum Schloss. Durch die Bindung der chemischen Botenstoffe an die Rezeptoren wird die Information an die nächste Zelle weitergegeben.

  • Erläutere die Rolle der Neurotransmitter.

    Tipps

    Ein Schlüssel passt immer nur in ein bestimmtes Schloss. Daher bezeichnet man als Schlüssel-Schloss-Prinzip die Passgenauigkeit von zwei biologischen Molekülen, die genau ineinander passen. Beispiele sind die Antigen-Antikörper-Reaktionen.

    Enzyme sind Katalysatoren, also Proteine (Eiweißmoleküle), die chemische Reaktionen katalysieren - sie helfen, Substanzen ab-, um- oder aufzubauen.

    Elektrische Synapsen leiten die Erregung durch einen sehr engen Zellkontakt über Ionenkanäle direkt von Nervenzelle zu Nervenzelle weiter. Entsprechend schmal ist der synaptische Spalt mit nur 3,5 Nanometer.

    Lösung

    Synapsen sind die Verbindungsstellen zwischen einer Nervenzelle und einer anderen Nervenzelle, Drüsen-, Sinnes- oder Muskelzelle. Man unterteilt Synapsen in erregende und in hemmende Synapsen. Erregende Synapsen enthalten chemische Botenstoffe (Neurotransmitter), welche die Erregungsweiterleitung gewährleisten. Hemmende Synapsen hingegen enthalten Neurotransmitter, welche die Erregungsweiterleitung hemmen. Die Übertragungswege und Funktionsweisen der Synapsen sind aber gleich.

    Außerdem werden Synapsen in elektrische und chemische Synapsen unterteilt. Elektrische Synapsen kommen vergleichsweise selten vor und sind somit kaum ein Thema im Biologieunterricht.

    Die chemischen Synapsen übertragen die Signale durch die chemischen Botenstoffe, die als Neurotransmitter bezeichnet werden. Diese Neurotransmitter befinden sich in Vesikeln (Bläschen) im präsynaptischen Teil der Synapse.

    Erreicht eine Erregung diesen präsynaptischen Teil verschmelzen die Membranen der Vesikel mit der Zellmembran der Nervenzelle, der präsynaptischen Membran. Dadurch können die Botenstoffe in den synaptischen Spalt gelangen. Auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich der postsynaptische Teil der nächsten Zelle. Auf der postsynaptischen Membran befinden sich Rezeptoren, zu denen die jeweiligen Botenstoffmoleküle passen wie ein Schlüssel in ein Schloss. Durch die Bindung zwischen Botenstoffmolekül und Rezeptor wird die Erregung auf die nächste Zelle übertragen.

    Die überschüssigen Botenstoffmoleküle werden durch Enzyme abgebaut und zurück in den präsynaptischen Teil befördert, wo die Bestandteile wieder zur Produktion von neuen Botenstoffen zur Verfügung stehen.

  • Beschreibe die Erregungsleitung.

    Tipps

    Ein Reiz ist eine messbare Zustandsänderung im Organismus. In der Regel handelt es sich um eine physikalische oder chemische Größe beziehungsweise um die Veränderung dieser Größe pro Zeiteinheit. Dabei gibt es chemische, osmotische, thermische, mechanische, elektrische, magnetische, akustische und optische (Licht-)Reize.

    Es gibt hinführende (afferente) Nervenbahnen und wegführende (efferente) Nervenbahnen.

    Lösung

    Nervenzellen sind spezialisierte Zellen, die Informationen durch den Körper weiterleiten. Die Übertragung dieser Signale zwischen den Zellen erfolgt über die Synapsen:
    Ein Reiz wird über Sinneszellen wahrgenommen und als elektrische Erregung weitergeleitet.
    Die elektrische Erregung wandert durch die Axone der Nervenzellen, bis sie auf die präsynaptische Membran der Nervenzelle treffen.
    Dort sorgt die elektrische Erregung dafür, dass chemische Botenstoffe (Neurotransmitter) freigesetzt werden, welche die präsynaptische Membran überwinden und in den synaptischen Spalt zwischen zwei Nervenzellen strömen.
    An der postsynaptischen Membran treffen die Neurotransmitter auf Rezeptoren, an welche sie sich binden können.
    Diese Bindung sorgt dafür, dass sich die elektrische Spannung der nächsten Nervenzelle ebenfalls ändert und die Erregung weitergeleitet wird, bis sie die Zielzelle erreicht.
    Die Zielzelle kann eine Drüsenzelle oder auch eine Muskelzelle sein, wo eine Reaktion ausgelöst wird: Ein Muskel zum Beispiel kann entspannen oder kontrahieren.
    Die Botenstoffe in dem synaptischen Spalt zwischen den Nervenzellen werden schließlich durch Enzyme zerlegt und diese Bruchstücke wandern in das präsynaptische Endknöpfchen zurück. Dort werden sie zu neuen Botenstoffen zusammen gebaut.