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Immunsystem – spezifische Abwehr

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Team Digital
Immunsystem – spezifische Abwehr
lernst du in der Oberstufe 5. Klasse - 6. Klasse - 7. Klasse - 8. Klasse

Grundlagen zum Thema Immunsystem – spezifische Abwehr

Nach dem Schauen dieses Videos wirst du in der Lage sein, zu verstehen was bei der spezifischen Immunabwehr in deinem Körper passiert.

Zunächst lernst du, lernst du die beteiligten Zellen kennen.

Zelluläre

Anschließend sehen wir uns die humorale Abwer an. Abschließend lernst du, was bei der zellulären Abwehr passiert.

Humorale

Das Video beinhaltet Schlüsselbegriffe, Bezeichnungen und Fachbegriffe wie Makrophagen, T-Killerzellen, B-Zellen, T-Helferzellen, Gedächtniszellen

Bevor du dieses Video schaust, solltest du bereits wissen, was bei der unspezifischen Immunabwehr in deinem Körper abläuft.

Transkript Immunsystem – spezifische Abwehr

In einem anderen Video haben wir die unspezifische Immunabwehr besprochen. Dabei wurden die Schutzbarrieren erklärt, die Krankheitserreger überwinden müssen, um in unseren Körper zu gelangen und sich dort auszubreiten. Doch was passiert, wenn dieser Schutz nicht ausreicht? Was unser „Immunsystem“ da noch für Tricks drauf hat, schauen wir uns jetzt an. Es geht um die „spezifische Abwehr“ des Immunsystems. Krankheitserreger, die bereits in unserem Körper angekommen sind, werden von Makrophagen angegriffen und bekämpft. Doch nicht alle Infektionen können so beseitigt werden. So besteht zum Beispiel bei einem Grippevirus die Gefahr, dass sich die Erreger in unserem Körper schnell vermehren, sich ausbreiten und uns krank machen. Was nun folgt ist eine Immunreaktion, welche gezielt nur auf den bestimmten Erreger, in unserem Beispiel die Grippeviren, ausgelegt ist. Die Abwehr ist „spezifisch“. Wir machen dabei genau da weiter, wo zuvor die unspezifische Abwehr geendet hat, und zwar bei den eben erwähnten Makrophagen, welche die Erreger aufgenommen und verdaut haben. Hinzu kommen weitere weiße Blutzellen, die „B-Zellen“, die es den Makrophagen gleich tun und die Erreger in sich aufnehmen. Die Erreger werden dabei von den Zellen an bestimmten Oberflächenstrukturen, den „Antigenen“, als körperfremd erkannt. Nach dem Fressen der Erreger werden anschließend Bruchstücke dieser Antigene auf den Oberflächen der Makrophagen und B-Zellen präsentiert. Mit diesem Schritt wird die spezifische Abwehr aktiviert. Die Antigenbruchstücke der Makrophagen locken weitere weiße Blutzellen an, „T-Helferzellen“. Diese werden durch das Binden der Antigene aktiviert. Die aktivierte T-Helferzelle wiederum aktiviert B-Zellen sowie „T-Killerzellen“. Zu den T-Killerzellen kommen wir gleich, zuerst schauen wir uns an, was die aktivierten B-Zellen nun vorhaben. Die wandeln sich nach der Aktivierung in „Plasmazellen“ um und starten direkt mit der Produktion und Freisetzung von „Antikörpern“. Antikörper sind Ypsilon-förmige Eiweißverbindungen, die nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip an die entsprechenden Antigene der Erreger binden können und sie damit markieren. Da jeder Erreger andere Antigene hat, gibt es viele unterschiedliche Plasmazellen und Antikörper. Wenn sich nun die passenden Antikörper und Antigene verbinden, verklumpen diese und werden unschädlich. Dieser Antikörper-Antigen-Komplex wird von den uns schon bekannten Makrophagen erkannt und gefressen. Durch Antikörper können also Erreger im Blut und anderen Körperflüssigkeiten gezielt bekämpft werden. Zusammengefasst wird dies unter der so genannten „humoralen Immunantwort“. „Humor“ kommt aus dem Lateinischen und kann mit Flüssigkeit übersetzt werden, hat also in diesem Fall nichts mit Lustigsein zu tun. Sind jedoch Körperzellen von Krankheitserregern befallen, helfen Antikörper uns nicht weiter. Dann kommen die eben erwähnten von den T-Helferzellen aktivierten „T-Killerzellen“ ins Spiel. Hier ist der Name Programm, denn diese Art der weißen Blutzellen erkennen infizierte Körperzellen und zerstören diese. Ist eine Körperzelle infiziert, werden auf deren Oberfläche ebenfalls Bruchstücke des Erregers, also die Antigene, präsentiert. So kann die aktivierte T-Killerzelle die infizierte Körperzelle ausfindig machen und zerstören. Die Reste der zerstörten, infizierten Körperzelle werden anschließend wieder von Makrophagen aufgenommen und verdaut. Diese Immunantwort wird durch Zellen ausgelöst und wird daher „zelluläre Immunantwort“ genannt. Die bisher dargestellten Prozesse dauern etwa drei bis vier Tage. Kommt man nun nach einer solchen Infektion irgendwann noch einmal mit dem gleichen Erreger in Kontakt, läuft die Immunantwort wesentlich schneller ab und im besten Fall wird man gar nicht mehr krank. Das liegt am „Immungedächtnis“. Ein Teil der T-Helferzellen, T-Killerzellen und der Plasmazellen... wandeln sich nach dem Bekämpfen der Erreger in sogenannte „Gedächtniszellen“ um. Diese Gedächtniszellen bleiben oft jahrelang im Körper und bei einer erneuten Infektion können sie sofort reagieren und den Erreger bekämpfen. Damit wurde unser Körper immun gegen den Erreger. Es gibt aber auch Erreger, wie die Grippeviren, deren Oberflächenstrukturen sich ständig verändern, weswegen die Viren von den Gedächtniszellen nicht mehr erkannt werden. Daher kann man auch immer wieder an der Grippe erkranken. Fassen wir nochmal zusammen. Die spezifische Abwehr im Körper beginnt mit den Makrophagen durch das Fressen der Erreger. An der spezifischen Immunabwehr sind viele verschiedene Zellen beteiligt, wie die Makrophagen, T-Helferzellen, B-Zellen und die T-Killerzellen. Zu jedem Erreger gibt es einen passenden produzierten Antikörper. Wie eine kleine Armee kämpfen diese Zellen für uns, das ist schon ziemlich cool! Ich hoffe, du verstehst nun deinen Körper und dein Immunsystem ein bisschen besser. Bis zum nächsten Mal!

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