Pommes der Pinguin hält einen großen gelben Stern in den Händen
Pommes der Pinguin hält einen großen gelben Stern in den Händen
30 Tage kostenlos testen
30 Tage kostenlos testen
Über 1,6 Millionen Schüler*innen nutzen sofatutor Über 1,6 Millionen Schüler*innen nutzen sofatutor
Lernpakete anzeigen
Lernpakete anzeigen
Lernpakete anzeigen

Verhaltensbiologie

Hier lernst du den Unterschied zwischen angeborenen und erlernten Verhalten, was die Verhaltensforschung umfasst und noch viel mehr rund um das Thema Verhalten.

Alle Klassen

Themenübersicht in Verhaltensbiologie

Verhalten – Was ist das eigentlich genau?

Obwohl wir den Begriff Verhalten häufig nutzen, fällt es uns meist schwer, ihn zu definieren. Mit Verhalten bezeichnet man Aktionen und Reaktionen von Tieren und Menschen, wie Körperhaltung, Bewegung, Lautäußerungen und die Kommunikationsweisen – quasi alles, was Mensch und Tier tut, da man sich nicht „nicht verhalten" kann. Die biologischen Ursachen und Konsequenzen von Verhalten erforscht die Verhaltensbiologie. Sie analysiert zum Beispiel die Steuerung und die Entwicklung des Verhaltens, und hinterfragt die evolutionäre Funktion von unterschiedlichen Verhaltensweisen. Ein bedeutender Name in der Geschichte der Verhaltensforschung ist Charles Darwin. Er trug wesentlich dazu bei, unterschiedliche Verhaltensweisen nach evolutiven Gesichtspunkten zu betrachten.

Angeborenes und erlerntes Verhalten

Es gibt unterschiedliche Einteilung von Verhalten. So kann man beispielsweise zwischen erlerntem und angeborenem Verhalten unterscheiden. Als angeboren bzw. genetisch bedingt bezeichnet man Verhaltensweisen, wenn an ihrer Ausbildung keine Lernvorgänge beteiligt sind. Eine angeborene Verhaltensweise muss aber nicht gleich von der Geburt an vorhanden sein. Viele Verhaltensweisen bilden sich erst später aus, so zum Beispiel die Flugfähigkeit von Vögeln und Insekten. Jedoch ist nicht jedes Verhalten genetisch bedingt. Die meisten Verhaltensweisen werden erlernt. So sind Primaten in der Lage durch unterschiedliche Strategien die Nutzung von Werkzeugen zu erlernen und im Alltag einzusetzen.

Schimpanse_mit_Werkzeug_Bild.jpg

Du solltest jedoch beachten, dass die Einteilung in angeborene und erlernte Verhaltensweisen nicht immer funktioniert. Denn viele liegen genau dazwischen. Dann bestimmt die genetische Veranlagung darüber, inwiefern sich das Verhalten durch das Lernen entwickeln kann.

Proximate und ultimate Verhaltensursachen

Eine wichtige Rolle spielt die Frage nach den Ursachen von Verhaltensweisen. Diese lassen sich in zwei Kategorien unterteilen: die proximaten und ultimaten Ursachen. Proximate Ursachen bezeichnen die aktuellen Ursachen, die das Auftreten einer bestimmten Verhaltensweise bewirken. Die ultimaten Ursachen des Verhaltens werden betrachtet, wenn man nach der Funktion eines Verhaltens fragt.

Verhaltensbiologische Fragestellungen

Verhaltensforschung wird neben der Verhaltensbiologie auch in vielen anderen Wissenschaften wie der Psychologie oder der Soziologie betrieben. Dabei weichen die Fragestellungen und die Betrachtungsweisen deutlich voneinander ab. Die Verhaltensbiologie unterteilt sich in weitere Teildisziplinen wie der Verhaltensphysiologie und der Verhaltensontogenese. Eine Frage, die die Verhaltensphysiologie erforscht, wäre beispielsweise, wie das Nervensystem komplexe Verhaltensweisen wie den Beutefang von Löwen steuert. Die Verhaltensontogenese erforscht hingegen, inwieweit die Entwicklung des Beutefangs durch das Spielverhalten von Löwenjungen beeinflusst wird.