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Taxis und ungerichtetes Appetenzverhalten

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Mtoto
Taxis und ungerichtetes Appetenzverhalten
lernst du in der Oberstufe 7. Klasse - 8. Klasse - 9. Klasse

Taxis und ungerichtetes Appetenzverhalten Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Taxis und ungerichtetes Appetenzverhalten kannst du es wiederholen und üben.
  • Definiere die Begriffe Taxis und ungerichtetes Appetenzverhalten.

    Tipps

    Ein Schlüsselreiz (auch Auslöser) löst eine spezifische Instinkthandlung aus.

    Das Wort Taxis stammt aus dem Altgriechischen und bedeutet Ausrichtung. Die Ausrichtung erfolgt aufgrund eines Schlüsselreizes, z.B. Bewegungen oder Geräusche, und hat eine Handlung zur Folge, wenn die Handlungsbereitschaft groß genug ist.

    Lösung

    Das ungerichtete, scheinbar ziellose, aber aktive Suchen nach bestimmten Schlüsselreizen (lösen bestimmte Instinkthandlungen aus) wird als (ungerichtetes) Appetenzverhalten bezeichnet.

    Wird der Schlüsselreiz wahrgenommen, wird das gerichtete Appetenzverhalten (auch Taxis) ausgelöst, welches sich in der Ausrichtung auf diesen Schlüsselreiz hin zeigt.

    Voraussetzung für die Ausführung einer Instinkthandlung ist eine hohe Handlungsbereitschaft (auch Motivation oder Antrieb). So wird eine Beutefanghandlung nur stattfinden, wenn das Individuum hungrig und die Handlungsbereitschaft demnach hoch ist.

  • Fasse mögliche Einflüsse auf die Handlungsbereitschaft zusammen.

    Tipps

    Der Hormonspiegel und der gesundheitliche Zustand beeinflussen die Handlungsbereitschaft. Sie zählen zu den inneren Faktoren.

    Ökologische Einflüsse wie Regen zählen zu den äußeren Faktoren.

    Lösung

    Die Erdkröte verlässt ihr Versteck, wenn sie hungrig ist – die Handlungsbereitschaft zum Beutefang ist dementsprechend hoch. Allerdings ist die Handlungsbereitschaft noch von weiteren Faktoren abhängig.

    Dazu zählen neben dem Füllzustand des Magens und dem Nährstoffgehalt im Blut noch weitere innere Faktoren, z.B. der Gesundheitszustand, das Alter oder der Hormonspiegel.

    Auch äußere Faktoren beeinflussen die Handlungsbereitschaft. Hier spielen ökologische Einflüsse (Jahres- und Tageszeit, Wetter) oder Informationen zur Beute eine Rolle.

    Hat die Erdkröte bereits eine Beutefanghandlung ausgeführt? Dann wird die Handlungsbereitschaft für einen erneuten Beutefang geringer sein. Vorherige Handlungen sind also ebenfalls für die Handlungsbereitschaft relevant.

  • Erkläre das Verhalten der Erdkröte beim Beutefang.

    Tipps

    Das ungerichtete Appetenzverhalten ist wie ein Suchverhalten zu interpretieren. Auslösende Reize liegen (noch) nicht vor.

    Die Taxis ist eine Orientierungsbewegung, die auf einen bestimmten Reiz (z.B. die Bewegung einer Fliege) gerichtet ist.

    Lösung

    Eine Instinkthandlung ist eine komplexe Verhaltensweise. Sie ist nur bei einer gegebenen Handlungsbereitschaft auslösbar.

    Der Ablauf einer Instinkthandlung soll hier am Beispiel der Erdkröte und ihrem Beutefangverhalten erläutert werden.

    1. Phase: Ist der Magen leer und der Nährstoffgehalt im Blut der Erdkröte gering, ist die Handlungsbereitschaft für den Beutefang entsprechend hoch. Sie verlässt ihr Versteck und begibt sich in Wartestellung (ungerichtetes Appetenzverhalten).
    2. Phase: Wird eine Bewegung im seitlichen Gesichtsfeld wahrgenommen, richtet sich die Erdkröte danach aus und fixiert das (potenzielle) Beuteobjekt mit beiden Augen (gerichtetes Appetenzverhalten / Taxis).
    3. Phase: Die Gesamtheit der Informationen, die die Erdkröte über die Fliege erhält (Größe, Farbe, Geruch etc.), werden als Schlüsselreiz bezeichnet. Sie lösen die Beutefanghandlung als Endhandlung (Fangen der Beute mit der klebrigen Zunge und Beförderung der Beute in das Maul) aus.
    4. Phase: Die Beute wird geschluckt. Es folgen weitere Handlungen wie das Maulputzen. Die Handlungsbereitschaft einer (erneuten) Beutefanghandlung sinkt, da der Magen nun gefüllter und der Nährstoffgehalt im Blut höher ist.

  • Arbeite heraus, wie die Taxis in Abhängigkeit von verschiedenen Reizen bezeichnet wird.

    Tipps

    Das Augentierchen Euglena viridis richtet sich zum Licht hin (positive Phototaxis) und orientiert sich gleichzeitig an der Schwerkraft (Gravitaxis).

    Weibliche Grillen orientieren sich am Gesang der Weibchen (Phonotaxis).

    Lösung

    Viele Tiere richten bestimmte Verhaltensweisen auf spezifische Reize aus. Die Taxis kann beispielsweise auf das Licht (Phototaxis), chemische Stoffe (Chemotaxis) oder akustische Reize (Phonotaxis) ausgerichtet sein. Die Orientierung im Raum erfolgt weiterhin oftmals durch die Schwerkraft (Gravitaxis) sowie anhand magnetischer Felder (Magnetotaxis) wie das Magnetfeld der Erde oder elektrischer Felder (Galvanotaxis).

    Auch Pflanzen richten sich anhand von äußeren Reizen aus. Verwiesen sei an dieser Stelle auf die Phototaxis bei Photosynthese betreibenden Organismen.

  • Definiere den Begriff Instinktverhalten.

    Tipps

    Ein Instinktverhalten muss auch bei isoliert aufgezogenen Individuen einer Art auftreten. Ein erlerntes Verhalten ist also kein Instinktverhalten.

    Lösung

    Instinktverhalten ist ein genetisch bedingter Verhaltensablauf aus Orientierungs- und Bewegungskomponenten. Es ist also angeboren.

    Meist läuft ein Instinktverhalten in drei Phasen ab:

    1. ungerichtetes Appetenzverhalten (Suche nach Schlüsselreizen)
    2. gerichtetes Appetenzverhalten / Taxis (bei wahrgenommenen Schlüsselreizen und vorhandener Handlungsbereitschaft)
    3. Endhandlung (immer gleicher Ablauf, kann nicht unterbrochen werden)

  • Werte die Abbildung zur Appetenz aus.

    Tipps

    Der innere Antrieb kann auch als Motivation, innere Bereitschaft, Handlungs- oder Reaktionsbereitschaft bezeichnet werden.

    Lösung

    Die Abbildung zeigt, dass Reize, die auf den Organismus treffen und der innere Antrieb (Handlungsbereitschaft) des Organismus zusammenwirken. Ist die Handlungsbereitschaft gering, wird auch ein Reiz, der ein bestimmtes Verhalten auslöst, nicht zu diesem Verhalten führen. Andersherum führt eine hohe Handlungsbereitschaft ohne den auslösenden Reiz nicht zu einem Verhalten.
    Für das Beispiel der Erdkröte gilt: Ist die Erdkröte hungrig (Handlungsbereitschaft zum Beutefangverhalten hoch), führt ein auslösender Reiz (z.B. Bewegung einer Fliege) zum Beutefangverhalten. Ist die Erdkröte dagegen satt (Handlungsbereitschaft niedrig), wird die Bewegung einer Fliege (auslösender Reiz) nicht zum Beutefangverhalten führen.

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