30 Tage kostenlos testen

Überzeugen Sie sich von der Qualität unserer Inhalte.

Charles de Gaulle und sein Verhältnis zu Frankreich

Du möchtest schneller & einfacher lernen?

Dann nutze doch Erklärvideos & übe mit Lernspielen für die Schule.

Kostenlos testen
Bewertung

Ø 3.4 / 8 Bewertungen

Die Autor*innen
Avatar
Team Zeitreise
Charles de Gaulle und sein Verhältnis zu Frankreich
lernst du im 3. Lernjahr - 4. Lernjahr

Grundlagen zum Thema Charles de Gaulle und sein Verhältnis zu Frankreich

Der französische General und Staatsmann Charles André Joseph Marie de Gaulle wird am 22.11.1890 in Lille, Nordfrankreich geboren. Während des 2. Weltkrieges führte er den Widerstand des "Freien Frankreich" an und war von 1944 - 1946 Chef der provisorischen Regierung. Von 1959 bis 1969 war er Präsident der sogenannten "Fünften Republik" Frankreichs.

Transkript Charles de Gaulle und sein Verhältnis zu Frankreich

General de Gaulle ist gestorben. Frankreich ist Witwe. Mit diesen Worten beginnt am 9. November 1970 der französische Ministerpräsident Georges Pompidou eine Fernsehansprache. Die grande nation nimmt Abschied von einem Mann, der ihre Geschichte über weite Strecken fast im Alleingang geschrieben hat und dessen Ideen auch nach seinem Abgang aus der aktiven Politik präsent geblieben sind. Viel ist über das besondere Verhältnis von Charles de Gaulle zu Frankreich gesprochen und geschrieben worden. Fest steht, dass er zeitlebens ein unverändert das Bild seines Vaterlandes gehabt hat, verbunden mit der Tatkraft und Ausdauer, dieses auch zu verwirklichen. 1954 sagt er: ‘’Ich habe instinktiv den Eindruck, dass die Vorsehung Frankreich entweder für grandiose Erfolge oder exemplarische Misserfolge geschaffen hat. Wenn aber die Mittelmäßigkeit die Ereignisse und Taten der Nation kennzeichnet, empfinde ich es als absurde Anomalie, als Anomalie, die den Fehlern der Franzosen, aber nicht dem Geist des Vaterlandes zuzuschreiben ist’’. Um diese besondere Idee von Frankreich zu verteidigen er nennt sich der damals fünfzigjährige de Gaulle im Juli 1940 nach der Kapitulation seines Landes gegenüber der deutschen Übermacht selbst zum Führer der Widerstandsbewegung. Vor dem Mikrofon von Radio London erklärt der bis dahin politisch eher unbedeutende Militär zur hoffnungslosen Lage. Frankreich hat nur eine Schlacht, aber nicht den Krieg verloren. Der englische Premier Churchill, selbst von enormer Dickköpfigkeit, bewundert damals den unbeugsamen Franzosen später irritiert ihn allerdings dessen Starrsinn. Und de Gaulle, der vier Jahre lang konsequent die französischen Interessen gegenüber den Alliierten vertritt, behält schließlich Recht. An der Spitze einer Exilregierung marschiert der General im August 1944 im befreiten Paris ein. Ende 1945 wird er zum Staatsoberhaupt gewählt, zieht sich aber bereits ein Jahr darauf nach dem Scheitern seines drei Parteien Kabinetts aus der Politik zurück. 1958 kehrt de Gaulle allerdings wieder an die Spitze der französischen Politik zurück. Mit einer sehr auf seinen persönlichen Stil zurecht geschnittenen Verfassung gibt er dem krisengeschüttelten Land Stabilität. Er setzt die Unabhängigkeit Algeriens durch und versucht, Frankreich wieder zu einer Großmacht zu machen. Seine Politik des Europas der Vaterländer baut auf größtmögliche Eigenständigkeit aller Staaten. Auch engere Kontakte zum Ostblock werden in seiner Ära geknüpft. De Gaulle veranlasst 1966 den Austritt Frankreichs aus der NATO und die Schaffung einer eigenen Atomstreitmacht. Die im Mai 1968 schwächen de Gaulles Position beträchtlich. Als er im Jahr darauf eine Volksabstimmung über Verwaltungsreformen mit der Frage nach der Zustimmung zu seiner Person verbindet, erleidet er eine Niederlage. Die Franzosen verbindet die ganze Zeit über eine Art Hassliebe mit ihrem Staatsoberhaupt. Man ist zwar von seiner starken Persönlichkeit und seiner entschlossenen Politik beeindruckt, der autoritäre Führungsstil und die konservative Sozialpolitik mobilisieren aber immer mehr Gegner. De Gaulle tritt zurück und reist nach Irland, um seine Memoiren zu schreiben. Am 30. Mai 1970 teilt er seinem Verleger mit. Der letzte Teil meiner Erinnerungen wird ein philosophisches Kapitel mit meinen Ansichten zur Lage der Welt enthalten. Charles de Gaulle kommt nicht mehr dazu, sie niederzuschreiben. Was ein fanatisch geliebtes Vaterland betrifft, wäre sein Urteil aber wohl das gleiche wie vor 30 Jahren gewesen. Frankreich kann ohne Größe nicht Frankreich sein.

3 Kommentare

3 Kommentare
  1. 👍🤓

    Von Hmeyhoefer, vor mehr als 2 Jahren
  2. Hallo Raymonde,
    du hast Recht. Eigentlich ist es ein Geschichtsvideo, deshalb ist es auf deutsch. Aber da der Bezug zu Frankreich bei dem Thema so stark war, haben wir es Französisch zugeordnet.
    Liebe Grüße aus der Französisch-Redaktion

    Von Anne S., vor mehr als 7 Jahren
  3. Warum wird das Video deutsch präsentiert?

    Von raymonde S., vor mehr als 7 Jahren
30 Tage kostenlos testen
Mit Spaß Noten verbessern
und vollen Zugriff erhalten auf

2.575

sofaheld-Level

5.829

vorgefertigte
Vokabeln

10.214

Lernvideos

42.279

Übungen

37.352

Arbeitsblätter

24h

Hilfe von Lehrer*
innen

laufender Yeti

Inhalte für alle Fächer und Schulstufen.
Von Expert*innen erstellt und angepasst an die Lehrpläne der Bundesländer.

30 Tage kostenlos testen

Testphase jederzeit online beenden