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Pubertät bei Mädchen

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Team Realfilm
Pubertät bei Mädchen
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Grundlagen zum Thema Pubertät bei Mädchen

Inhalt

Pubertät bei Mädchen – Biologie

Im Alter von etwa acht bis vierzehn Jahren beginnt bei den meisten Mädchen die Zeit, in der sie erwachsen werden. In der Phase der sogenannten Pubertät verändern sich sowohl der Körper als auch die Psyche der Mädchen oder jungen Frauen. Es ist also eine sehr spannende Zeit mit vielen Veränderungen. In diesem Lerntext erfährst du, wie und wann die Pubertät bei Mädchen erfolgt, was sich während der Pubertät verändert und wann die Pubertät bei Mädchen beginnt.

Pubertät bei Mädchen – Definition

Die Pubertät ist eine Entwicklungsphase des Menschen, die zur Geschlechtsreife führt. Sowohl Jungen als auch Mädchen machen eine solche Entwicklungsphase durch.
In dieser Zeit passieren besonders viele Veränderungen am Körper. Bei Mädchen ist die Pubertät durch Veränderungen wie das Wachsen der Brüste, die Verbreiterung der Hüfte oder das Wachstum von Schamhaaren gekennzeichnet. Während der Pubertät kommt es auch zur ersten Regelblutung.
Wenn in diesem Text von Mädchen oder Frauen die Rede ist, sind biologische Frauen gemeint. Das hat erst einmal nichts mit dem Geschlecht zu tun, dem man sich zugehörig fühlt, sondern bezieht sich auf den Körper und die körperlichen Merkmale.

Was passiert in der Pubertät bei Mädchen?

Wenn bei Mädchen die Pubertät einsetzt, wird das follikelstimulierende und das luteinisierende Hormon (FSH und LH) im Gehirn freigesetzt. Diese Hormone regen die Produktion der weiblichen Sexualhormone Östrogen und Progesteron in den Eierstöcken an. Diese Hormone lösen zahlreiche Vorgänge und Veränderungen aus.

Was verändert sich in der Pubertät bei Mädchen?

Während der Pubertät finden zahlreiche Veränderungen statt. Was genau dabei passiert, wird im Folgenden genauer erklärt.

Entwicklung der sekundären Geschlechtsmerkmale

Besonders das Hormon Östrogen hat große Auswirkungen auf die Veränderung des Körpers. Während der Pubertät von Mädchen kommt es zur Entwicklung der sekundären Geschlechtsmerkmale wie dem Wachstum der Brust, der Achsel- und Schambehaarung und der Entwicklung breiterer Hüften. Das alles sind äußere Merkmale, die den Körper weiblich erscheinen lassen, jedoch nicht zur Fortpflanzung notwendig sind.

Das Bild zeigt dir, wie sich der Körper eines Mädchens während der Pubertät zu dem einer Frau entwickelt.

Pubertät bei Mädchen Entwicklung

Die Regelblutung

Ein weiterer Vorgang, der durch die Hormone LH, FSH, Östrogen und Progesteron gesteuert wird, ist die Regelblutung, also die Periode. Zum ersten Mal reift bei dem Beginn der Periode der Frau eine der zahlreichen Eizellen in den Eierstöcken heran und wird durch den Eileiter zur Gebärmutter transportiert. Unterwegs dorthin kann die Eizelle theoretisch von einem Spermium befruchtet werden und zu einem Baby heranwachsen. Deshalb bereitet sich die Gebärmutter schon einmal darauf vor und eine dicke und gut durchblutete Zellschicht wird dort gebildet.
Wenn die Eizelle jedoch nicht befruchtet wird, sinkt der Progesteronspiegel ab und die verdickte Gebärmutterschleimhaut löst sich. Die nicht mehr benötigten Zellen aus dem gut durchbluteten Gewebe werden dann vom Körper ausgeschieden: Es kommt zu einer Blutung – der Menstruation.

Durch die regelmäßige Freigabe der Hormone im Gehirn und in den Eierstöcken wiederholt sich der Menstruationszyklus der Frau Monat für Monat.

Psychologische Veränderungen

Bei dem Durcheinander an Hormonen und den zahlreichen Veränderungen am Körper ist es keine Überraschung, dass auch die Psyche während der Pubertät manchmal stark belastet ist. Viele Mädchen machen während der Pubertät Stimmungsschwankungen durch und ihr Verhalten ist häufig gereizt und für andere nicht immer nachvollziehbar.
Auch die körperlichen Veränderungen sind für manche Mädchen belastend, beispielsweise das häufige Auftreten von Pickeln während der Pubertät empfinden viele als störend. Es ist also für viele Jugendliche keine einfache Zeit und mit diesen Schwierigkeiten ist niemand allein.
Wie lange die Pubertät bei Mädchen dauert und wann sie beendet ist, ist je nach Person sehr unterschiedlich. Die körperlichen Veränderungen sind etwa im Alter von 17 Jahren abgeschlossen. Das ist jedoch nur ein grober Richtwert.

Die Phasen der Pubertät bei Mädchen

In der Tabelle sind noch einmal zusammenfassend die Phasen der Pubertät bei Mädchen mit den damit einhergehenden körperlichen Veränderungen dargestellt.

Alter Körperliche Veränderung
Ca. 10 bis 12 Jahre
  • Erste Schambehaarung
  • Brustentwicklung
  • Ca. 13 bis 15 Jahre
  • Wachstumsschub
  • Erste Regelblutung
  • Ca. 16 bis 18 Jahre
  • Weitere körperliche Entwicklung hin zum Erwachsenenkörper
  • Dieses Video

    In diesem Video erfährst du, was bei der Pubertät bei Mädchen passiert. Die Pubertät sorgt dafür, dass aus einem Mädchen eine geschlechtsreife Frau wird.

    Wenn du das Thema weiter vertiefen möchtest, kannst du dir auch die Videos Primäre Geschlechtsmerkmale – Entwicklung und Weibliche Geschlechtsorgane anschauen.

    Im Anschluss an das Video und diesen Text findest du Übungsaufgaben, um dein erlerntes Wissen zu überprüfen. Viel Spaß!

    Häufig gestellte Fragen zum Thema Pubertät bei Mädchen

    Wann beginnt die Pubertät bei Mädchen?
    Wie lange dauert die Pubertät bei Mädchen?
    Wie und wann erfolgt die Pubertät bei Mädchen?

    Transkript Pubertät bei Mädchen

    Die Pubertät beginnt bei Mädchen meist im Alter zwischen 8 und 14 Jahren. Das follikelstimulierende Hormon und das luteinisierende Hormon werden vom Gehirn freigesetzt und wirken auf die Eierstöcke. Das regt die Produktion der weiblichen Sexualhormone Östrogen und Progesteron an. Diese vier Hormone zusammen steuern die größte Veränderung, die ein Mädchen in der Pubertät erwartet: den Beginn der Periode. „Ich will meine Periode nicht bekommen. Und weißt du warum? Weil viele Leute davon launisch werden.“ Zum ersten Mal wird eine der Hunderttausenden Eizellen in den Eierstöcken des Mädchens freigesetzt und wandert durch den Eileiter in die Gebärmutter. Falls die Eizelle nicht befruchtet wird, sinkt der Progesteron-Spiegel. Von der Gebärmutterschleimhaut, die sich in Erwartung einer befruchteten Eizelle verdickt hat, löst sich nun die obere Schicht ab und es kommt zur Menstruation. Die Hormone aus Gehirn und Eierstöcken werden in einem regelmäßigen Zyklus freigesetzt, sodass sich dieser Vorgang jeden Monat wiederholt. Zu Beginn der Pubertät hat das Östrogen auch starke Auswirkungen auf den übrigen Körper des Mädchens. Es sorgt dafür, dass sich die sekundären Geschlechtsmerkmale entwickeln, dass also die Brüste wachsen und die Hüften breiter werden. Achsel- und Schamhaare beginnen zu wachsen und Pickel und Akne können sich im Gesicht und am Körper bilden. „Ich sehe da nichts anderes als Pickel.“ „Ich habe zu viele Pickel.“ „Pickeliger Freak.“ So wie der Körper wandeln sich auch die Gefühle. Mädchen können sensibel und gehemmt auf ihren Körper reagieren, während sie sich an die radikalen Veränderungen gewöhnen müssen. „Wenn ich in den Spiegel schaue, sehe ich hübsche Augen, ein pickeliges Gesicht und eine furchtbare Nase, die ich total hasse.“ „Ich habe da einen Höcker.“ „Ich kann meine Augenbrauen nicht leiden.“ Aber das ist nur eine Phase. Nach einigen Jahren in der Pubertät kann ein Mädchen seine Kindheit hinter sich lassen und zu einer jungen Frau werden.

    7 Kommentare

    7 Kommentare
    1. Danke ☺️

      Von Adele G., vor 27 Tagen
    2. Sehr spanend

      Von Itslearning Nutzer 2535 1125653, vor 10 Monaten
    3. Dankeschön hat mir sehr geholfen 😉👌🏽

      Von Lisa, vor 11 Monaten
    4. Hilfreich!

      Von Rethbott Sim, vor etwa einem Jahr
    5. hat mir geholfen!

      Von Beatrice, vor etwa einem Jahr
    Mehr Kommentare

    Pubertät bei Mädchen Übung

    Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Pubertät bei Mädchen kannst du es wiederholen und üben.
    • Skizziere körperliche Entwicklungen anhand primärer und sekundärer Geschlechtsmerkmale der Frau.

      Tipps

      Sekundäre Geschlechtsmerkmale entstehen während der Pubertät.

      Als primäre Geschlechtsmerkmale werden jene bezeichnet, die von der Geburt an vorhanden sind.

      Mit jedem Marker müssen jeweils drei Elemente markiert werden.

      Lösung

      Als primäre Geschlechtsmerkmale werden jene bezeichnet, die von der Geburt an vorhanden sind, also die äußeren und inneren Geschlechtsorgane. Bei Frauen sind dies unter anderem die Eierstöcke, die Vagina und die Vulva.

      Als sekundäre Geschlechtsmerkmale werden Veränderungen bezeichnet, die sich erst in der Pubertät entwickeln. Hierzu zählen zum Beispiel das breitere Becken, das Brustwachstum und die Scham- und Achselbehaarung.

    • Nenne fünf Fakten über die weibliche Pubertät.

      Tipps

      Primäre Geschlechtsmerkmale sind von der Geburt an vorhanden.

      Lösung

      Östrogen und Progesteron sind weibliche Sexualhormone. Ihre Produktion wird unter anderem durch das luteinisierende (LH) angeregt. Dieses wird zusammen mit dem follikelstimulierenden Hormon (FSH) im Gehirn freigesetzt. Wird eine Eizelle nicht befruchtet, so sinkt der Progesteronspiegel. Als Folge löst sich bei der Menstruation die oberste Schicht der Gebärmutterschleimhaut.
      Zu den sekundären Geschlechtsmerkmalen zählen jene Merkmale, die nicht von Geburt an vorhanden sind und dennoch dazu beitragen, Männer und Frauen voneinander zu unterscheiden – zum Beispiel die weibliche Brust, welche sich während der Pubertät entwickelt.
      Zu den primären Geschlechtsmerkmalen hingegen zählen jene Merkmale, die von Geburt an vorhanden sind. Zu ihnen zählen die äußeren und inneren Geschlechtsorgane (Genitalien) wie zum Beispiel die Vagina.

    • Vergleiche Jungen und Mädchen bezüglich körperlicher Veränderungen, Merkmale und Hormone.

      Tipps

      Östrogen wird vor allem in den Eierstöcken produziert.

      Lösung

      Aufgrund der unterschiedlichen dominierenden Sexualhormone bei Jungen und Mädchen, kommt es zu unterschiedlichen Entwicklungen während der Pubertät.

      Mädchen besitzen Eierstöcke, welche unter anderem das Sexualhormon Östrogen produzieren. Ihnen wachsen Brüste und sie bekommen ihre Menarche, also ihre erste Periode (Monatsblutung).
      Jungen hingegen besitzen Hoden. Bei ihnen dominiert das Sexualhormon Testosteron.

      Auch die Körperproportionen von Jungen und Mädchen verändern sich.
      Jungen bekommen breitere Schultern. Mädchen hingegen bekommen ein breiteres Becken, um später Kinder gebären zu können.

    • Beschreibe den Ablauf des weiblichen Zyklus anhand der Abbildung.

      Tipps

      In der ersten Zyklushälfte dominiert das Hormon Östrogen.

      Lösung

      Am ersten Tag des weiblichen Zyklus kommt es zur Menstruation. Dabei wird die oberste Schicht der Gebärmutterschleimhaut abgelöst und es kommt zur Blutung.
      Währenddessen reift ein neues Follikel in einem der beiden Eierstöcke heran. Ist dieses reif kommt es zum Eisprung. Dabei erreicht der Östrogenspiegel seinen Höhepunkt und die Gebärmutterschleimhaut verdickt sich.
      Nach dem Eisprung sinkt der Östrogenspiegel wieder ab und der Progesteronspiegel beginnt zu steigen. Dies geschieht aufgrund der Bildung eines sogenannten Gelbkörpers.
      Wird die Eizelle nicht befruchtet, sinkt der Progesteronspiegel wieder ab.
      Es kommt erneut zu einem Abstoßen der obersten Gebämutterschleimhautschicht und der Zyklus beginnt von vorne.

    • Nenne die Hormone, die für die Veränderungen während der weiblichen Pubertät maßgeblich verantwortlich sind.

      Tipps

      Es sind insgesamt vier wichtige Hormone beteiligt.

      Lösung

      Insgesamt sind vier Hormone maßgeblich an den Veränderungen während der weiblichen Pubertät beteiligt.
      Das follikelstimulierende Hormon (FSH) und das luteinisierende Hormon (LH) werden vom Gehirn freigesetzt, wirken auf die Eierstöcke und fördern dadurch unter anderem den Eisprung. Außerdem wird die Produktion der wichtigen Sexualhormone Östrogen und Progesteron angeregt.
      Testosteron ist das Sexualhormon, welches bei der männlichen Pubertät eine wichtige Rolle einnimmt.
      Pergeron gibt es nicht.

    • Leite die hormonelle Entwicklung vom Mädchen zur Frau mit Hilfe des Diagramms her.

      Tipps

      Die Ordinatenachse (y-Achse) kennzeichnet die Hormonproduktion. Große Funktionswerte sind gleichbedeutend mit einer hohen Hormonproduktion.

      Ein konträres Wort bleibt übrig.

      Lösung

      Während der Entwicklung vom Mädchen zur Frau verändert sich die Hormonproduktion grundlegend. Besonders Östrogen und Progesteron werden als typisch weibliche Sexualhormone bezeichnet. Aber auch das typisch männliche Sexualhormon Testosteron spielt bei Frauen eine Rolle. Mit der Pubertät beginnend wird es vermehrt gebildet, da jenes die Vorstufe in der Östrogenbiosynthese bildet. Östrogen entsteht also aus Testosteron.
      Als junges Mädchen produziert der Körper geringe Mengen Sexualhormone. Die Graphen für Östrogen und Testosteron befinden sich auf einem niedrigen Niveau.
      Mit Beginn der Pubertät kommt es zu einem Anstieg der Produktion von Testosteron und Östrogen. Die beiden Graphen steigen steil an.
      Bei einer erwachsenen Frau befindet sich die Östrogenproduktion auf einem konstant hohen Wert. Die Testosteronproduktion wird ebenfalls konstant, jedoch auf einem wesentlich niedrigerem Niveau.

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