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Organspende

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Sabine Blumenthal
Organspende
lernst du in der Unterstufe 3. Klasse - 4. Klasse

Grundlagen zum Thema Organspende

Inhalt

Organspende und Organtransplantation – Biologie

Der menschliche Körper ist ein wahres Wunder. Jeder Knochen und jeder Muskel hat einen bestimmten Aufbau und Funktionen. Doch allein die Knochen und Muskeln reichen nicht aus, um den Körper zu einer funktionierenden Einheit zu machen, weshalb unser Körper mit zahlreichen Organen ausgestattet ist. Wusstest du, dass der Begriff Organ aus dem Altgriechischen stammt und übersetzt Werkzeug bedeutet? So gesehen sind Organe Werkzeuge, die eine oder auch mehrere Aufgaben erfüllen. Viele Menschen sind jedoch todkrank, weil ihre Organe aufgrund von Krankheiten nicht funktionieren. Eine Organspende kann diesen Menschen das Leben retten. In diesem Lerntext wollen wir uns der Organspende bzw. der Organtransplantation widmen. Um den Inhalt dieses Lerntextes besser nachzuvollziehen, wäre es von Vorteil, wenn du etwas Wissen über das Immunsystem des menschlichen Körpers mitbringst und verstehst, wie Immunreaktionen funktionieren.

Organspende – Definition

Wie bereits erwähnt kann eine Organspende ein Menschenleben retten. Doch was genau ist eigentlich eine Organspende?

Um die Gesundheit betroffener Personen wiederherzustellen, können Zellen, Gewebe oder sogar ganze Organe von einem Menschen auf einen anderen übertragen werden. Dieser Vorgang wird als Transplantation bezeichnet.

Es gibt einige Organe des Menschen, die von einem lebenden Spender übertragen werden können. In diesem Fall spricht man von einer Lebendspende. Es gibt jedoch auch sogenannte postmortale Organspenden, bei der die Spender verstorben sind und ihre Organe für Transplantation zur Verfügung gestellt haben.

Wer darf Organe spenden?

Tatsächlich ist es so, dass fast jeder Organspenderin oder Organspender werden kann, unabhängig davon, welches Alter man hat. Wichtig ist nur das biologische Alter der Organe. So konnte zum Beispiel festgestellt werden, dass immer mehr Organspender über 65 Jahre alt sind. Solange ihre Organe oder ihre Gewebe gesund und funktionsfähig sind, können sie sowohl gleichaltrigen als auch jüngeren Menschen die Hoffnung auf ein normales Leben ermöglichen.

Ausschlusskriterien für eine Organspende sind Krankheiten des Spenders, wie zum Beispiel Krebserkrankungen, HIV oder bestimmte Nervenleiden.

Welche Organe eignen sich für eine Organspende?

Wusstest du, dass sich nicht alle Organe für eine Organspende eignen? Es gibt nur eine begrenzte Anzahl an Organen, die gespendet werden dürfen. Für eine Lebendspende eignet sich zum Beispiel die Niere, da jeder gesunde Mensch zwei Nieren hat und auch mit nur einer Niere ohne Beschwerden leben kann. Die Niere ist sogar unter allen Organtransplantationen das Organ, das die höchste Erfolgsquote aufweist. Weitere Organe wie Anteile der Haut, bestimmte Gefäße, das Muskelgewebe sowie Teile der Leber können auch gespendet werden. Übrigens ist die Leber ein Organ, das nicht unterschätzt werden sollte. Aufgrund ihrer Regenerationsfähigkeit kann sie sich innerhalb weniger Wochen vollständig erneuern, auch wenn mehr als die Hälfte von ihr entfernt wird. Andere Organe wie das Herz, die Lunge, der Darm, die Hornhaut oder Linse des Auges und Teile der Haut dürfen zwar auch transplantiert werden, allerdings nur von hirntoten Menschen. Der Hirntod muss von zwei Ärzten unabhängig voneinander diagnostiziert werden.

Referat Organspende: welche Organe

Der Hirntod

Ist die Rede von einem Hirntod, so ist damit der Verlust aller Funktionen von Großhirn, Kleinhirn und Hirnstamm gemeint, die nicht behebbar sind. So kann zum Beispiel das Gehirn durch einen Schlaganfall absterben. Dies hat enorme Auswirkungen auf den Körper, da das Gehirn als zentrales Organ maßgeblich daran beteiligt ist, die Funktion anderer Organe zu steuern. Damit die anderen Organe weiter versorgt und durchblutet werden, muss der hirntote Mensch an eine Herz-Lungen-Maschine angeschlossen werden.

Bedingungen und Voraussetzungen für eine Organtransplantation

Ist der Mensch hirntot, aber seine Organe sind gesund und gut durchblutet, kann eine Transplantation vorgenommen werden. Nach dem Tod darf eine Organspende noch bis zu 72 Stunden nach Eintritt des Herz-Kreislauf-Stillstands vorgenommen werden. Allerdings muss ein Einverständnis des Spenders vorliegen, das der Organentnahme zustimmt. Ist der Mensch hirntot, ist das natürlich nicht mehr möglich. In solchen Fällen dürfen die nächsten Angehörigen darüber entscheiden, ob die Organe entnommen und gespendet werden sollen oder nicht. Vielen Angehörigen fällt die Entscheidung schwer, weshalb es sich anbietet, in Zeiten, wenn man noch gesund ist, zu überlegen, ob man einer Organspende zustimmen würde.

Vielleicht hast du dich ja schon einmal gefragt, wie man einer Organspende zustimmt. Dafür gibt es Organspendeausweise, in denen man dokumentieren kann, ob und welche Organe man spenden würde. Neben dem Organspendeausweis kann man seine Entscheidung für oder gegen eine Organspende auch durch eine Patientenverfügung festhalten. Dabei ist es wichtig, dass der Wille eindeutig formuliert und die Verfügung eigenhändig unterschrieben worden ist.

Patientenverfügung und Organespendeausweis

Ablauf einer Organspende

Vor einer Transplantation müssen die Gewebe von Organspender und Organempfänger auf ihre Verträglichkeit untersucht werden. Tut man das nicht, so besteht die Wahrscheinlichkeit, dass das Organ vom Empfänger abgestoßen wird. Je besser die Gewebe von Spender und Empfänger übereinstimmen, desto kleiner ist das Risiko, dass das Immunsystem des Empfängers das gespendete Organ abstößt. Dementsprechend ist eine Voraussetzung des Empfängers, dass sein Gewebe mit dem Gewebe des Spenders kompatibel ist.

Das gespendete Organ enthält Antigene, die vom Empfänger als fremd erkannt werden. Dadurch wird vom Empfänger eine Immunreaktion ausgelöst, bei der spezielle Lymphzellen und Antikörper gebildet werden. Antikörper haben die Funktion, körperfremdes Gewebe zu bekämpfen. Im Fall einer Transplantation ist das das transplantierte Gewebe oder Organ. Das kann eine Abstoßung des Gewebes oder Organs zur Folge haben. Passen die Immunsysteme von Spender und Empfänger gut zusammen, ist die Gefahr einer Abstoßung geringer.

Risiken einer Transplantation

Vielleicht fragst du dich gerade auch, ob es nicht etwas geben müsste, dass die Immunabwehr des Körper unterdrückt, damit Organe nicht abgestoßen werden. Tatsächlich gibt es Medikamente, die bei lebenslanger Einnahme die Immunabwehr schwächen. Das ist jedoch sehr kritisch zu betrachten, da durch die Einnahme der Medikamente auch die körpereigene Abwehr des Empfängers gegen Krankheitserreger unterdrückt wird. Dies hat zur Folge, dass er sehr anfällig für Infektionen ist und ein hohes Risiko besteht, an Krebs zu erkranken. Das ist der Grund dafür, dass Mediziner in der Forschung daran arbeiten, ein Verfahren zu entwickeln, das es ermöglicht, nach einer Transplantation auf Medikamente zu verzichten oder zumindest deren Dosis zu verringern.

Organspende – Pro und Kontra

Die Organtransplantation ist ein umstrittenes Thema. Neben den biologisch-medizinischen Problemen bringt sie auch allgemeine menschliche, ethische und juristische Probleme mit sich. Es gibt einige Argumente die für oder gegen eine Organspende sprechen. In der folgenden Tabelle erhältst du einen Überblick, welche Pros und Kontras bzw. Vor- und Nachteile eine Organspende mit sich bringt:

Pro Kontra
Viele Menschen warten dringend auf ein Spenderorgan. Allein in Deutschland sterben jedes Jahr ca. 1 000 Menschen, weil sie nicht rechtzeitig ein Organ erhalten haben. Eine Organentnahme setzt den Tod auf der Intensivstation voraus, da der Mensch nach dem Tod weiter beatmet werden muss, damit die Organe funktionsfähig bleiben. Durch die Beatmung bestehen einige Körperfunktionen weiterhin, sodass es scheint, als würden Sterbende noch leben.
Wer sich für eine Organspende entscheidet, kann mehreren Menschen das Leben retten oder zu einer besseren Lebensqualität verhelfen. Der Sterbeprozess auf der Intensivstation und die Organentnahme erschweren den Angehörigen den Prozess der Verabschiedung, da sie nicht dabei sein können, wenn die künstliche Beatmung eingestellt wird.
Mehr Organspenden führen zu kürzeren Wartezeiten und erhöhen den Erfolg der Transplantation. Die Definition, dass ein Mensch tot ist, wenn der Hirntod eingetreten ist, ist umstritten.
Wenn Organe entnommen werden sollen, werden Patienten bis zum Schluss auf der Intensivstation behandelt. Somit müssen Patienten keine Angst haben, dass nicht vorher alles für den Erhalt des Lebens getan wird. Viele Menschen weigern sich aufgrund von zu wenig Aufklärung über die Organspende.
Nach der Organentnahme kann eine normale Beerdigung folgen. Verstorbenen ist äußerlich nichts anzusehen. Organtransplantationen verursachen sehr hohe Kosten für das Gesundheitssystem.
In Deutschland sorgen strenge Regeln dafür, dass kein Missbrauch betrieben wird. Entnahme und Weitergabe der Organe wird durch die Deutsche Stiftung Organtransplantation geregelt. Organtransplantationen bergen Risiken, zum Beispiel Abstoßungsreaktionen. Empfänger müssen lebenslang Medikamente nehmen, die das Immunsystem schwächen und weitere Nebenwirkungen haben.

Dabei hat jedes Land seine eigenen Gesetze zur Organspende, sodass sich die Organspende in Deutschland von der Organspende in anderen Ländern unterscheidet. Ein gemeinsames Problem, das weltweit herrscht, ist die Verfügbarkeit von Organen. Da ein großer Mangel an Organen herrscht, gibt es zentral geführte Wartelisten, auf denen todkranke Menschen auf ein neues Organ hoffen.

Dieses Video

In diesem Video wird dir erklärt, was eine Organspende (Transplantation) ist. Du erfährst, welche Organe transplantiert werden können bzw. welche Organe geeignet sind. Man unterscheidet bei Transplantationen zwischen Spendern, die nach der Transplantation weiterleben können (Lebendspende), und Spendern, die hirntot sind. Außerdem erklären wir dir, wie eine Organspende abläuft, sowie Risiken, die eine Transplantation in sich birgt.

Im Anschluss an das Video und diesen Text findest du Übungsaufgaben und Arbeitsblätter zum Thema Organspende, um dein erlerntes Wissen zu überprüfen. Dann sollte auch das nächste Referat oder eine Präsentation zum Thema Organspende kein Problem mehr für dich darstellen. Auch für ein Referat zum Thema Organspende und Ethik bist du mit deinem neu erworbenen Wissen fit.

Transkript Organspende

Hallo da bin ich wieder, Eure Sabine Blumenthal. Im heutigen Video geht es um die Organspende, oder auch Transplantation. Du erfährst heute, was eine Organspende ist, welche Organe sich für eine Übertragung eignen, welche Bedingungen für eine Organspende erfüllt sein müssen und welche Risiken es bei einer Transplantation gibt. Als Voraussetzung solltest Du das Immunsystem des menschlichen Körpers kennen und wissen, wie Immunreaktionen funktionieren. Viele Menschen sind todkrank, weil eigene lebenswichtige Organe, wegen angeborener Fehlbildungen, oder durch Krankheiten nicht funktionieren. Diesen Menschen kann eine Organspende helfen. Zur Wiederherstellung der Gesundheit solcher betroffenen Personen werden oft Zellen, Gewebe oder ganze Organe von einem Menschen auf einen anderen übertragen. Solch eine Übertragung bezeichnet man auch als Transplantation. Einige wenige Organe können vom lebenden Spender auf einen anderen Menschen übertragen werden. Solche Übertragungen nennt man daher auch Lebensspende. Für eine Lebensspende geeignete Organe sind beispielsweise die Niere, denn jeder gesunde Mensch hat 2 davon. Außerdem eignen sich die Haut, bestimmte Gefäße, unsere Leber, denn sie wächst nach oder auch Muskelgewebe. Andere Organe wie beispielsweise das Herz, der Darm, die Lunge, die Hornhaut oder Linse der Augen, sowie auch größere Teile der Haut, dürfen nur von hirntoten Menschen transplantiert werden. Dabei muss der eingetretene Hirntod von 2 unabhängigen Ärzten zweifelsfrei festgestellt werden. Hirntod bedeutet den Ausfall aller Funktionen von Großhirn, Kleinhirn und Hirnstamm und der Ausfall aller dieser Funktionen darf nicht behebbar sein. Das Gehirn kann zum Beispiel durch einen Schlaganfall absterben und kann dann auch die Funktion der anderen Organe nicht mehr steuern. Damit die anderen Organe weiter durchblutet und versorgt werden, wird der Mensch an eine Herz-Lungen-Maschine angeschlossen. Eine Transplantation kann also vorgenommen werden, wenn der Hirntod festgestellt wird und alle anderen Organe gesund und gut durchblutet sind. Außerdem muss jedoch der Spender der Organentnahme zustimmen. Wenn er Hirntod ist, kann er das natürlich nicht mehr. In diesem Fall dürfen auch die nächsten Angehörigen ihre Zustimmung oder Ablehnung zur geplanten Transplantation geben. Für einen solchen Fall ist es sehr günstig, wenn man sich schon zu Zeiten, wenn man noch gesund ist, überlegt, ob man einer Organspende zustimmen würde. Dieses kann man in einen Organspendeausweis dokumentieren. Vor einer Transplantation werden die Gewebe von Spender und Empfänger auf ihre Verträglichkeit untersucht. Je  besser die Gewebe übereinstimmen, desto schwächer ist das Risiko, dass das Immunsystem des Empfängers das Spenderorgan abstößt. Das gespendete Organ enthält Antigene, die vom Empfänger als fremd erkannt werden. Darauf reagiert der Empfänger mit einer Immunreaktion, bei der spezielle Lymphzellen und Antikörper gebildet werden. Diese Antikörper wirken gegen das transplantierte Gewebe oder Organ und als Folge kann das gespendete Gewebe oder Organ abgestoßen werden. Die Immunabwehr des Körpers kann durch lebenslange Medikamenteneinnahme unterdrückt werden. Gleichzeitig unterdrücken die Medikamente aber auch die körpereigene Abwehr des Empfängers gegen Krankheitserreger. Er ist also erhöht anfällig gegen Infektionskrankheiten und hat auch ein erhöhtes Krebsrisiko. Weltweit arbeiten deshalb Mediziner an der Entwicklung solcher Verfahren, die es Patienten nach einer Transplantation ermöglichen, auf Medikamente zu verzichten oder die Dosis deutlich zu verringern. Unter allen Organtransplantationen weist die Verpflanzung der Niere die höchste Erfolgsquote auf. Ein Jahr nach einer Transplantation funktionieren noch 80-90 % der Nieren, nach 5 Jahren noch etwa 75 %. Menschliche Organe zu übertragen bringt neben den biologisch-medizinischen auch allgemeinen menschliche, ethische und juristische Probleme mit sich. Denn weltweit besteht ein Mangel  an Organen, die für Transplantationen zur Verfügung stehen. Viele todkranke Menschen stehen seit Jahren auf einer zentral geführten Warteliste für ein neues Organ. Fassen wir nun das heute Gelernte noch einmal kurz zusammen. Um Leben zu retten, oder die Gesundheit eines Menschen wiederherzustellen können Organe, Gewebe oder Zellen von einem Menschen auf einen anderen übertragen werden. Dieser Vorgang heißt Transplantation. Bei der Lebendspende werden solche Organteile oder Organe übertragen, die entweder paarig vorkommen, wie die Niere, oder die in der Lage sind, sich selbst zu regenerieren, wie beispielsweise die Leber, oder bestimmte Gewebe. In allen anderen Fällen ist der Hirntod des Spenders zwingende Voraussetzung für eine Transplantation. Außerdem müssen der Spender oder seine nächsten Angehörigen einer geplanten Organentnahme zugestimmt haben. Damit sind wir für heute am Ende. Hast Du alles verstanden? Dann tschüss, bis zum nächsten Mal.

3 Kommentare
3 Kommentare
  1. Aber wenn fremde Organe manchmal erkannt werden,wie geht dann die GeschlechtsUmwandlung?

    Von Johanna B., vor mehr als 2 Jahren
  2. 😁😁😁😁😁😁😁😁😻😻😻toll mache weiter so aber bitte mit einem anderen Thema ich mag das nicht!😕🙁☹️☹️☹️☹️☹️😣😣😣😖😖😖😫😫😬😬😬😧😧😧🤢🤢🤢👿👿👿👿😾😾😾Aber sonst stark!💪🏼💪🏼💪🏼💪🏼💪🏼🤘🏿🤘🏿🤘🏿👌🏻👌🏻👌🏻👌🏻🤟🤟🤟🤟🤙

    Von Frauimmendoerfer, vor etwa 3 Jahren
  3. gutes Video ! :) hab auch direkt alles verstanden, auch wenn meine Konzentration fast 0% war... Bitte mach noch mehr videos !! :)

    Von Deleted User 185772, vor mehr als 8 Jahren

Organspende Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Organspende kannst du es wiederholen und üben.
  • Benenne geeignete Organe für die Organspende.

    Tipps

    Überlege, welche Organe lebenswichtig sind.

    Lösung

    Für eine Lebendspende geeignete Organe sind Niere, ein wenig Haut, Gefäße, Leber und Muskelgewebe.

    Einige Organe können erst nach Feststellung des Hirntods entnommen werden, dazu zählen Herz, Darm, Lunge, Hornhaut und größere Hautbereiche.

  • Beschreibe, was man unter Hirntod versteht.

    Tipps

    Das Gehirn ist die Steuerzentrale des gesamten Körpers.

    Lösung

    Wenn zum Beispiel ein Herz transplantiert wird, muss zunächst der Hirntod von zwei unabhängigen Ärzten festgestellt werden.

    Dieser liegt vor, wenn alle Funktionen von Großhirn, Kleinhirn und Hirnstamm ausfallen.

    Zudem müssen entweder die Angehörigen des Spenders der Entnahme zustimmen oder der Spender besitzt einen Organspendeausweis.

  • Erkläre die Vorteile des therapeutischen Klonens.

    Tipps

    Überlege, welche Eigenschaften ein Gewebe haben muss, damit die Transplantation erfolgreich ist.

    Lösung

    Beim therapeutischen Klonen wird aus dem Erbgut eines Patienten neues Gewebe im Labor gezüchtet. Dazu benötigt man eine entkernte Eizelle, in die das Erbgut gespritzt wird. Die Zelle beginnt sich zu teilen und reift zu einer sogenannten Blastozyste an. Unter Blastozyste versteht man einen Embryo im frühen Stadium. Die Forscher möchten dann einzelne Zellen aus dieser Blastozyste zu verschiedenen Geweben heranwachsen lassen.

    Die Methode ist sehr umstritten, es kommt auch häufig noch zu Misserfolgen. In Deutschland und vielen anderen Länder ist diese Methode strafrechtlich verboten.

    Vorteile dieser Methode wären, dass die Oberflächenstruktur des entstandenen Gewebes dem Empfänger gleicht. Außerdem besitzen die geklonten Zellen die gleichen Erbinformationen. Das Immunsystem des Empfängers würde das Gewebe nicht als fremd ansehen, daher müssten keine Medikamente zur Hemmung der Immunabwehr eingenommen werden.

  • Ermittle einen passenden Spender für die Bluttransfusion.

    Tipps

    Blutgruppe A enthält Antigene des Typs A und Antikörper des Typs B.

    Blutgruppe AB besitzt keine Antikörper.

    Lösung

    Wenn man eine Blutspende erhält, ist es wichtig darauf zu achten, welche Blutgruppe der Empfänger und welche der Spender besitzt.

    Die Blutgruppe A enthält Antigene des Typs A und Antikörper des Typs B. Somit kann jemand mit dieser Blutgruppe nur Personen mit Blutgruppe A oder AB Blut spenden. Er selbst verträgt nur Blut der Gruppe A oder 0, da er ja B-Antikörper besitzt. Umgekehrt verhält es sich bei der Blutgruppe B.

    Die Blutgruppe AB gilt als Universalspender, sie enthält Antigene A und B und keine Antikörper.

    Die Blutgruppe 0 gilt als Universalempfänger, sie besitzt nämliche keine Antigene. Antikörper besitzt sie gegen Blutgruppe A und B.

  • Benenne Eigenschaften, die vor der Transplantation festgestellt werden müssen.

    Tipps

    In unserem Blut befinden sich Antikörper, die auf Antigene reagieren.

    Lösung

    Auf ein gespendetes Organ reagiert der Empfänger mit einer Immunreaktion, diese kann durch Medikamente (diese nennt man Immunsuppressiva) gehemmt werden. Dies ist auch wichtig, da sonst das gespendete Organ vom Körper abgestoßen werden kann. Das Risiko der Abstoßung kann verringert werden, indem man passende Spender ermittelt. Denn wenn das Gewebe des Spenders mit dem Gewebe des Empfängers größtenteils übereinstimmt, sinkt das Risiko einer Abstoßung.

  • Benenne Gewebeeigenschaften, die für eine erfolgreiche Transplantation übereinstimmen müssen.

    Tipps

    MHC steht für majohistocompatibility complex.

    Lösung

    Die Reaktion des Immunsystems auf ein unbekanntes Organ hängt von der Ähnlichkeit der MHC-Proteine ab. Je ähnlicher sie sind, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit einer Abstoßung.

    Die Reaktion des Immunsystems hängt aber auch vom Organ selbst ab. Bei Hornhaut und Gehörknöchelchen verläuft die Transplantation meistens ohne Immunreaktion ab, denn ihre Zellmembran besitzt keine MHC-Proteine.

    Den passenden Spender zu finden, ist meistens gar nicht so einfach: Die MHC-Proteine sind von 2000 Genen codiert und von jedem Gen sind 50 Allele bekannt. Du merkst also, wie groß die Vielfalt ist!

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