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Herzinfarkt

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Team Digital
Herzinfarkt
lernst du in der Unterstufe 3. Klasse - 4. Klasse - Oberstufe 5. Klasse

Grundlagen zum Thema Herzinfarkt

Inhalt

Herzinfarkt – Biologie

Das menschliche Herz pumpt das Blut durch den ganzen Körper. Es ist der Motor des Blutkreislaufs beim Menschen. Das Blut versorgt die Organe mit lebenswichtigen Stoffen wie beispielsweise Sauerstoff oder Nährstoffen. Wenn bei einem Auto der Motor streikt, läuft gar nichts mehr. So ist es auch beim Herz. Herzerkrankungen sind deshalb meist lebensgefährlich. Eine dieser Herzerkrankungen ist der Herzinfarkt. Aber was ist ein Herzinfarkt? Und wie entsteht ein Herzinfarkt? Antworten auf diese Fragen findest du in diesem Lerntext.

Was ist ein Herzinfarkt? – Definition

Das Herz ist ein etwa faustgroßer Hohlmuskel. Damit die Herzmuskulatur arbeiten kann, benötigen die Muskel- und Herzzellen Sauerstoff. Die das Herz versorgenden Blutgefäße sind die Herzkranzgefäße. Diese können durch Arteriosklerose verengt werden, sodass das Blut nicht mehr ungehindert fließen kann. Die Arteriosklerose wird durch Fett- und Kalkablagerungen in den Arterien verursacht.

Arteriosklerose und Herzinfarkt für Kinder erklärt

Bei starken Ablagerungen kann es sogar zu einem Verschluss der Herzkranzgefäße kommen. Der betroffene Bereich des Herzes wird dann nicht mehr mit Blut und damit nicht mit Sauerstoff versorgt und das betroffene Herzgewebe stirbt ab. So entsteht ein Herzinfarkt. Im schlimmsten Fall kann ein Teil des Herzmuskels (Myokard) nicht mehr arbeiten. Der medizinische Fachbegriff für Herzinfarkt lautet Myokardinfarkt.

Woran erkennt man einen Herzinfarkt? – Symptome

Die Arteriosklerose entwickelt sich über einen längeren Zeitraum. Es kann Jahre dauern, bis es zu einem Herzinfarkt kommt. Ein akuter Herzinfarkt ist durch folgende Anzeichen charakterisiert:

  • Herzrhythmusstörungen
  • Atemnot
  • Schweißausbrüche
  • Sehr starke Druckschmerzen im hinteren Brustbein

Allerdings können die Symptome auch unspezifisch sein, das ist oftmals bei Frauen der Fall. Zu diesen unspezifischen Anzeichen eines Herzinfarkts zählen Bauch- und Rückenschmerzen, Übelkeit mit Erbrechen und allgemeines Unwohlsein.

Dauern diese Herzinfarktsymptome mehrere Minuten an, erkennt man daran einen Herzinfarkt. Der Verlauf eines Herzinfarkts kann unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Sehr starke Infarkte führen häufig zum Tod. Es gibt auch sogenannte stille Herzinfarkte, die ohne Symptome verlaufen. Bei einem stillen Herzinfarkt merken die Betroffenen nichts von ihrer Erkrankung.

Was tun bei einem Herzinfarkt? – Erste Hilfe

Bei einem Herzinfarkt ist sehr schnelles Handeln erforderlich. Treten die Symptome auf, sollte umgehend der Notarzt gerufen werden. Die betroffene Person sollte sitzen, da sie so besser Luft bekommt und der Druckschmerz etwas abgemildert wird. Kommt es zur Bewusstlosigkeit und einer unregelmäßigen Atmung, muss sofort mit der Herzdruckmassage und der Mund-zu-Mund-Beatmung begonnen werden.

Herzinfarkt – Risikofaktoren und Vorbeugung

Herz-Kreislauf-Erkrankungen zählen heute zu den häufigsten Todesursachen. Es gibt verschiedene Faktoren, die die Entstehung eines Herzinfarkts begünstigen. Diese Risikofaktoren und die Möglichkeiten der Vorbeugung eines Herzinfarkts sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst:

Risikofaktor Vorbeugung
Bewegungsmangel ausreichende Bewegung und Sport
Übergewicht gesunde und ausgewogene Ernährung, wenig fetthaltige Nahrungsmittel
Stress Ruhe und Pause, ausreichend Schlaf

Der größte Risikofaktor ist der Bluthochdruck. Die Arteriosklerose erhöht den Druck in den Blutgefäßen und der hohe Blutdruck wiederum begünstigt die Fett- und Kalkablagerungen.

Wird bei einer Vorsorgeuntersuchung mit Methoden zur Überprüfung der Herztätigkeit festgestellt, dass die Herzkranzgefäße von einer Arteriosklerose betroffen sind, gibt es verschiedene Möglichkeiten, den Verschluss und damit einen Herzinfarkt zu verhindern. Eine Möglichkeit ist das Implantieren von Stents. Dabei handelt es sich um Metallröhren, mit denen die Blutgefäße gedehnt und erweitert werden. Eine andere Möglichkeit stellt die Bypass-Operation dar. Ein Bypass ist eine Überbrückung der verengten Gefäße durch eine Vene, die in der Regel aus dem Bein stammt.

Dieses Video

In diesem Video erfährst du einfach erklärt, was ein Herzinfarkt ist, und du erhältst eine kurze Erklärung dazu, wie ein Herzinfarkt entsteht. Nach dem Betrachten des Videos hast du die Möglichkeit, Arbeitsblätter zum Thema Herzinfarkt zu bearbeiten. Viel Spaß!

1 Kommentar
1 Kommentar
  1. Können Kinder eigentlich auch einen Herzinfarkt bekommen???

    Von Lara, vor etwa 12 Stunden

Herzinfarkt Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Herzinfarkt kannst du es wiederholen und üben.
  • Stelle den Aufbau des menschlichen Herzens dar.

    Tipps

    Bei der Bezeichnung der Herzhälften wird immer von der Perspektive der Herzbesitzerin oder des Herzbesitzers ausgegangen. Deshalb befindet sich die linke Herzhälfte auf der rechten Seite des Bildes und die rechte Herzhälfte auf der linken Seite des Bildes.

    In dieser Darstellung ist die Herzscheidewand, die die rechte von der linken Herzhälfte trennt, nicht dargestellt.

    Die Herzkranzgefäße bilden ein Adersystem, das das menschliche Herz mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt.

    Lösung

    Das Herz ist ein Hohlmuskel. Es setzt sich aus vier Bereichen zusammen: Der linken Herzkammer und dem linken Vorhof sowie der rechten Herzkammer und dem rechten Vorhof. Über die Hauptschlagader wird das sauerstoffreiche Blut in den Körper transportiert. Ein besonderes Adersystem sind die Herzkranzgefäße, denn diese versorgen das Herz selbst mit Sauerstoff und Nährstoffen.

  • Erläutere, was bei einem Herzinfarkt geschieht.

    Tipps

    Ein Herzinfarkt betrifft, wie der Name schon sagt, das Herz.

    Arterien sind wie Röhren: Wenn sie verstopfen, kann das Blut nicht mehr durch sie hindurchfließen.

    Die Herzkranzgefäße dienen der Versorgung des Herzgewebes.

    Lösung

    Durch eine Verstopfung von Arterien können die Herzkranzgefäße keinen Sauerstoff und keine Nährstoffe mehr zu dem Herzgewebe leiten, weshalb dieses unterversorgt wird. Auf diese Weise können Teile des Herzgewebes sterben.
    Ähnliches kann im Gehirn passieren: Durch Verstopfungen der Arterien, die das Gehirn versorgen, kann es dort zu Unterversorgungen kommen. Das kann zu dem Absterben von Gehirngewebe, einem sogenannten Schlaganfall, führen.

  • Nenne typische Symptome, mit denen sich ein Herzinfarkt bei Männern beziehungsweise bei Frauen ankündigt.

    Tipps

    Die Symptome bei Frauen können oft weniger gut einem Herzinfarkt zugeordnet werden als dies bei Männern der Fall ist.

    In dieser Aufgabe sollen jeweils drei typische Symptome den beiden Geschlechtern zugeordnet werden.

    Lösung

    Die typischen Symptome, mit denen sich ein Herzinfarkt ankündigt, unterscheiden sich zwischen Männern und Frauen.
    Für Männer sind z. B. typische Symptome: Atemnot, Schweißausbrüche und starke Schmerzen in der Brust.
    Für Frauen sind z. B. typische Symptome: Bauchschmerzen, Rückenschmerzen und Erbrechen.

    Auch hier noch einmal der Hinweis:
    Die Symptome unterscheiden sich stark zwischen einzelnen Personen. In dieser Aufgabe geht es nur um typische Symptome, die häufiger bei einem der beiden Geschlechter auftreten. Das bedeutet nicht, dass sie nicht beim anderen Geschlecht vorkommen können. Zudem treten selten alle der genannten Symptome auf.

  • Erkläre, wie die Medizin der Verengung von Gefäßen entgegenwirkt.

    Tipps

    Auf dem Bild siehst du einen Stent aus Metall.

    Der Aderlass war eine im Mittelalter weit verbreitete medizinische Methode, bei der Menschen Blut abgenommen wurde. Aufgrund der fehlenden Nachweise einer Wirksamkeit wird sie heute in der Medizin kaum verwendet.

    Arterien sind die Adern, die von dem Herz wegführen. Die Adern, die zu dem Herz hinführen, sind die Venen.

    Lösung

    In den Arterien sammeln sich über Jahre Kalk und Fett an. Diese Ablagerung bzw. die daraus resultierende Verengung der Arterien wirdArteriosklerose genannt. Die Folge dieser Verengung ist, dass Blut nicht mehr ungehindert fließen kann. Im schlimmsten Fall werden Gefäße ganz verstopft oder platzen.

    Um das zu verhindern, wendet die Medizin verschiedene Techniken an. Durch einen Stent werden die Gefäße offen gehalten. Hierbei handelt es sich meist um ein Geflecht aus Metall oder Kunststoff. Ein Bypass meint eine durch eine Operation erzeugte Umgehung einer verengten Arterie. Dafür werden meist Venen aus dem eigenen Bein genommen.

  • Bewerte, wobei es sich um Risikofaktoren für eine Gefäßverengung handelt.

    Tipps

    Die Risikofaktoren gelten nicht nur wegen der Verengung der Gefäße als ungesund. Überlege dir, welche der Optionen auf einen ungesunden Lebensstil hinweisen.

    Eine der Optionen stellt keinen Risikofaktor für einen Herzinfarkt dar.

    Lösung

    Risikofaktoren für eine Gefäßverengung sind zu wenig Bewegung, Stress, Rauchen und eine ungesunde Ernährung. Weitere Risikofaktoren sind Übergewicht und Bluthochdruck.
    Ein insgesamt ungesunder Lebensstil begünstigt somit Gefäßverengungen und Herzinfarkte.

  • Gib an, welche weiteren Krankheiten durch eine Arteriosklerose ausgelöst werden können.

    Tipps

    Drei der Antworten bzw. Krankheiten sind auf die Arteriosklerose zurückzuführen.

    Lösung

    Wesentliche Funktionen des Körpers basieren darauf, dass Stoffe durch röhrenartige Strukturen bewegt werden. Wenn diese verstopfen, können die Folgen fatal sein.

    Wenn Arterien durch Kalk und Fette verstopfen, kann das – je nach zugehörigem Organ – zu Herzinfarkten, zu Schlaganfällen, zu Nierenarterienstenosen oder zur Schaufensterkrankheit führen. Dies sind alles sehr schädliche Folgen der Arteriosklerose, die man mit einem gesunden Lebensstil zumindest teilweise verhindern kann.

    Es gibt auch noch andere Krankheiten, bei denen andere röhrenartige Strukturen im Körper verstopfen. Das kann etwa der Harnleiter sein, der durch Nierensteine verschlossen wird, oder der Darm, der durch Verklemmungen oder Tumore verschlossen wird. Hier ist die Ursache jedoch keine Arteriosklerose.

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