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Herztätigkeit – Methoden der Überprüfung

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Team Digital
Herztätigkeit – Methoden der Überprüfung
lernst du in der Unterstufe 1. Klasse - 2. Klasse - 3. Klasse - 4. Klasse

Grundlagen zum Thema Herztätigkeit – Methoden der Überprüfung

Inhalt

Herztätigkeit – Biologie

Das menschliches Herz pumpt das Blut durch den ganzen Körper. Es ist also der Motor des Herzkreislaufsystems beim Menschen. Das Blut versorgt die Organe mit lebenswichtigen Stoffen wie zum Beispiel Sauerstoff. Was versteht man unter Herztätigkeit? Wann steigt die Herztätigkeit an? Und wie kann man die Herztätigkeit messen? Antworten auf diese Fragen erhältst du in diesem Lerntext.

Aufbau des Herzens

Das Herz ist ein etwa faustgroßer Hohlmuskel. Durch die Herzscheidewand ist es in zwei Hälften geteilt. Jede Hälfte besteht aus einem Vorhof und einer Herzkammer. Diese sind durch Segelklappen voneinander getrennt. Zwischen Herzkammern und den Blutgefäßen bilden die Taschenklappen eine Trennung.

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Phasen der Herztätigkeit

Während des Herzschlags füllen sich zunächst die Vorhöfe mit Blut. Wenn sich die Herzmuskulatur in der Herzkammer entspannt, öffnen sich die Segelklappen und die Herzkammern werden mit Blut gefüllt. Dieser Füllungsphase des Herzen wird Diastole genannt. Zieht sich die Kammermuskulatur des Herzens wieder zusammen, steigt der Druck an und die Segelklappen schließen sich wieder. Durch den Druckanstieg öffnen sich die Taschenklappen und das Blut kann ausströmen. Diese Erschlaffungsphase des Herzen wird Systole genannt. Das ist der Herzzyklus kurz zusammengefasst.

Methoden zur Messung der Herztätigkeit

Ein gesundes und funktionierendes Herz ist also von großer Wichtigkeit. Deshalb gibt es verschieden Methoden, um die Herztätigkeit und Herzleistung zu messen und zu untersuchen. Welche Herzuntersuchung gibt es? Die wichtigsten und häufigsten werden im Folgenden kurz dargestellt.

Elektrokardiogramm (EKG)

Angetrieben wird das Herz vom Sinusknoten im rechten Vorhof. Dieser besteht aus Nervenzellen, die schwache elektrische Impulse erzeugen und so die Herzmuskulatur erregen. Diese Impulse können durch Messung mit Elektroden sichtbar gemacht werden. Diese Untersuchung trägt die Bezeichnung Elektrokardiogramm (EKG).Für die Diastole und Systole ergibt sich ein typisches Muster, dass bei einem gesunden Herzen wie in folgender Abbildung aussieht:

Herzuntersuchung EKG

Ärztinnen und Ärzte könne auch geringfügige Abweichungen von dem normalen Muster erkennen und so Herzerkrankungen, wie beispielsweise einen Herzinfarkt, identifizieren. Kommt es zu einem Herzstillstand, kann das Herz mit elektrischen Impulsen wieder zum Schlagen gebracht werden. Das Gerät zur Anregung der Herztätigkeit heißt Defibrillator.

Pulsmessung

Eine Herzuntersuchung kann jeder selbst durchführen: Messung der Herzfrequenz über den Puls. Dabei legst du zwei Finger an die Halsschlagader oder an die Innenseite des Handgelenks, bis du ein pochen spürst. Das ist dein Herzschlag. Nun zählst du eine Minute lang die Schläge. Ein normales, gesundes Herz eines Erwachsenen schlägt in Ruhe 60 bis 80 mal pro Minute,. Bei körperlicher Anstrengung schlägt das Herz öfter. Auch in verschiedenen Altersklasse hat der Ruhepuls unterschiedliche Werte. In folgender Tabelle ist die Herzleistung in Abhängigkeit vom Alter dargestellt:

Alter Pulsfrequenz pro Minute
Babys 140
2 Jahre 120
4 Jahre 100
10 Jahre 90
14 Jahre 85
erwachsene Männer 70
erwachsene Frauen 75
Senioren 85

Auch im Mutterleib schlägt schon das Herz des ungeborenen Kindes. Bereits in der sechsten Schwangerschaftswoche beginnt die Herztätigkeit des Embryos.

Blutdruckmessung

Während der Diastole und Systole wird das Blut mit unterschiedlichem Druck durch die Gefäße gepumpt. Der Blutdruck ist ein Maß dafür, mit welchem Druck das Blut in die Gefäße gepumpt wird. Um den Blutdruck zu messen wird der Blutfluss durch eine Manschette am Oberarm zunächst unterbunden. Wird der Druck der Manschette gelockert schießt das angestaute Blut in die Gefäße ein. Das kann man durch ein Stethoskop hören und den entsprechenden Wert auf einer Skala ablesen. Das ist der systolische Wert. Wenn der Blutfluss nicht mehr zu hören ist, wird dieser Wert, der diastolische Wert ebenfalls abgelesen. Der systolische Wert sollte bei 120, der diastolische Wert bei 80 liegen. Die Blutdruckwerte werden in $\pu{mm/Hg}$ angegeben.

Herzuntersuchung Ultraschall

Form, Lage und Funktion des Herzens kann, wie bei anderen inneren Organen auch, durch eine Ultraschalluntersuchung überprüft werden. Diese Untersuchung wird auch als Echokardiographie oder kurs als Herzecho bezeichnet.

Herzkatheteruntersuchung

Es ist auch möglich das Herz direkt zu untersuchen. Bei der Herzkatheteruntersuchung erfolgt dies minimalinvasiv, also ohne das Herz durch öffnen des Brustkorbs freizulegen. Dabei wird ein dünner Draht oder Schlauch mit einer Kamera über die Leiste in das Herz eingeführt und das Innere des Herzens sichtbar gemacht, so dass es auf Auffälligkeiten untersucht werden kann.

Das Video Herztätigkeit – Methoden der Überprüfung

In diesem Video erfährst du einfach erklärt, was die Herztätigkeit ist und welche Herzuntersuchungen es gibt. Du erfährst wie man die Herztätigkeit überprüfen kann und wie ein Herzecho durchgeführt wird. Nach dem Betrachten des Videos hast du die Möglichkeit, Arbeitsblätter zum Thema zu bearbeiten. Viel Spaß!

2 Kommentare
2 Kommentare
  1. 99

    Von Korbinian, vor 2 Tagen
  2. 95

    Von Antonhaase02, vor 2 Tagen

Herztätigkeit – Methoden der Überprüfung Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Herztätigkeit – Methoden der Überprüfung kannst du es wiederholen und üben.
  • Gib an, mit welchen Methoden sich die Herztätigkeit überprüfen lässt.

    Tipps

    Drei der Antworten sind richtig.

    Beim Fiebermessen wird die Temperatur im Körper ermittelt.

    Durch einen Coronatest wird die Anwesenheit des Coronavirus im menschlichen Körper überprüft.

    Lösung

    Techniken zur Überprüfung der Herztätigkeit sind das Elektrokardiogramm, die Blutdruckmessung und die Pulsmessung.

    Beim Fiebermessen wird die Temperatur im Körper ermittelt. Mit einem Coronatest wird die Anwesenheit von Coronaviren im menschlichen Körper überprüft.
    Bei einer Urinuntersuchung wird beispielsweise untersucht, welche Stoffe sich im Urin befinden.

  • Stelle den Bau des menschlichen Herzens dar.

    Tipps

    Lass dich nicht von den Richtungen verwirren. Wir gehen – wie es auch üblich ist – von der Perspektive des Herzbesitzers oder der Herzbesitzerin aus. Deshalb befindet sich die linke Herzhälfte auf der rechten Bildseite und die rechte Herzhälfte auf der linken Bildseite.

    Es gibt eine obere und eine untere Hohlvene.

    Die beiden Herzhälften besitzen jeweils einen Vorhof und eine Kammer.

    Lösung

    Das Herz besteht aus zwei Hälften, die durch die Herzscheidewand voneinander getrennt sind. Die beiden Herzhälften haben jeweils einen Vorhof und eine Kammer, die durch Segelklappen voneinander getrennt sind.
    Durch die Aorta fließt sauerstoffreiches Blut aus der linken Herzkammer in den Körper und durch die Hohlvenen kommt sauerstoffarmes Blut aus dem Körper zurück in den rechten Vorhof.

  • Beschreibe, wie ein typischer Herzzyklus abläuft.

    Tipps

    Nutze die Abbildung als deine Hilfe: Hier findest du alle für die Übung relevanten Strukturen des Herzens.

    Das Wort „Systole“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie das „Zusammenziehen“.

    Lösung

    Über Hohlvenen gelangt das sauerstoffarme Blut in den rechten Vorhof, nachdem es im Körperkreislauf die Organe mit Sauerstoff versorgt hat. In der Füllungsphase, die auch Diastole genannt wird, fließt das Blut über die Segelklappen in die Herzkammern. Die Segelklappen fallen zu und verhindern ein Zurückfließen des Blutes.

    Anschließend folgt die Anspannungsphase, die auch Systole genannt wird, bei der das Blut über die Taschenklappen aus den Kammern strömen kann. Das sauerstoffarme Blut fließt hierbei aus der rechten Herzkammer in den Lungenkreislauf, um mit Sauerstoff angereichert zu werden.

    Das nun sauerstoffreiche Blut gelangt in den linken Vorhof und über die Segelklappe in die linke Herzkammer und von dort aus über die Aorta letztlich in den Körperkreislauf.

  • Überprüfe, welche Aussagen über den Blutdruck stimmen und welche nicht.

    Tipps

    Je eine der jeweiligen Optionen ist richtig und eine falsch.

    Hier siehst du einen Auszug aus dem Periodensystem der Elemente.

    Lösung

    Der Blutdruck beschreibt, wie viel Kraft das Blut auf die Gefäßwand ausübt. Bei der Blutdruckmessung wird der Oberarm mit der Manschette zunächst so abgedrückt, dass kein Blutfluss mehr hörbar ist.
    Wenn die Manschette dann gelöst wird, wird erfasst, wann der Blutfluss erneut hörbar wird. Hierbei handelt es sich um den systolischen Blutdruck. Je weniger die Manschette den Blutstrom abdrückt, desto leiser sind die hörbaren Verwirbelungen des Blutes. Wenn nichts mehr zu hören ist, wenn das Blut also wieder ungehindert fließen kann, wird der diastolische Blutdruck gemessen.
    Ein Wert von 150/90 mmHg ist bereits ein recht hoher Bluthochdruck. Für einen Erwachsenen beträgt ein normaler Blutdruck etwa 120/80 mmHg. Hg steht dabei nicht für das Element Gold, sondern für das Element Quecksilber, mit dessen Hilfe man früher den Blutdruck gemessen hat.

  • Gib an, auf welchen Bildern Menschen ihren Puls messen.

    Tipps

    Der Puls wird am besten da gemessen werden, wo Adern dicht unter der Haut verlaufen.

    In den Haaren verlaufen keine Adern.

    Der Puls beschreibt die Anzahl an Herzschlägen pro Minute. Um diesen zu messen, ist daher eine Uhr hilfreich: Mit ihr kannst du die Zeit von einer Minute stoppen.

    Lösung

    Am Handgelenk und am Hals kann man den Puls besonders gut messen. Generell lässt sich der Puls dort gut erfühlen, wo Adern dicht unter nur dünner Haut verlaufen. Die Nasenspitze ist daher nicht besonders gut geeignet. In den Haaren befinden sich keine Adern, darum kommen auch sie nicht infrage für eine Pulsmessung.

  • Beurteile, welche Messungen der Herztätigkeit auf eine Krankheit hindeuten.

    Tipps

    Zwei der Messungen sind ungewöhnlich. Da sollte Frau Sydän noch einmal genauer hinsehen.

    Ein Blutdruck von 120/80 mmHg ist ein normaler Wert für eine erwachsene Person.

    Ein optimaler Ruhepuls liegt bei Erwachsenen zwischen 60 bis 70 Schlägen pro Minute.

    Lösung

    Das EKG von Patient A ist laut Beschreibung nicht auffällig: Die regelmäßigen Abfolgen von höheren Ausschlägen und tieferen Spitzen sind der typische Ablauf bei einem EKG.

    Die Blutdruckmessung bei Patient B könnte darauf hinweisen, dass die Person erkrankt ist: Die Blutdruckwerte von 160/88 mmHg liegen oberhalb der Grenze eines normalen Blutdrucks. Der Ruhepuls von 82 Schlägen pro Minute ist leicht erhöht. Dies ist allerdings bei vielen Menschen der Fall, wenn sie durch den Besuch beim Arzt bzw. bei der Ärztin etwas aufgeregt sind.

    Der Ruhepuls von Patientin C bei 150 Schlägen pro Minute ist auffällig. Darum lohnt es sich in dem Fall, diese Person genauer zu untersuchen: Der Puls kann sich zwar individuell – je nach Alter und Lebensstil – stark unterscheiden kann, ist bei Patientin C jedoch stark erhöht.

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