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Funktionsweise des Bunsenbrenners

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Die Autor*innen
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André Otto
Funktionsweise des Bunsenbrenners
lernst du in der Unterstufe 3. Klasse - 4. Klasse

Grundlagen zum Thema Funktionsweise des Bunsenbrenners

Inhalt

Funktionsweise des Bunsenbrenners – Chemie

Sicher hast du im Chemieunterricht in der Schule schon einmal einen Bunsenbrenner gesehen. Die Einsatzgebiete eines Bunsenbrenners sind vielfältig. Du kannst ihn in jedem naturwissenschaftlichen Labor finden. Und wofür braucht man einen Bunsenbrenner? Du kannst damit eine mittlere oder starke Erwärmung erreichen und Stoffe erhitzen. Wie nennt man Bunsenbrenner noch? Ein Bunsenbrenner kannst du auch kurz als Brenner bezeichnen. Wie ein Bunsenbrenner aufgebaut ist, wie ein Bunsenbrenner funktioniert und wie ein sicherer Umgang mit dem Bunsenbrenner gewährleistet wird, findest du im folgenden Text einfach erklärt.

Wie ist ein Bunsenbrenner aufgebaut?

Ein Bunsenbrenner besteht aus einer Gaszufuhr, einer Stellschraube für die Gasregulierung, einem zylindrischen Brennerrohr, einer Luftzufuhr und einem Fuß, der dem Brenner Halt gibt. Im folgenden Bild hier kannst du den beschrifteten Aufbau eines Bunsenbrenners sehen. Wenn die Luftzufuhr geschlossen ist, erhältst du eine leuchtende Flamme. Wenn die Luftzufuhr geöffnet ist, erhältst du eine nichtleuchtende Flamme.

Bunsenbrenner Bild Beschriftung Aufbau

Wie funktioniert ein Bunsenbrenner?

Du hast gelernt, wie ein Bunsenbrenner aufgebaut ist. An der Gasregulierung kannst du den Gasfluss regulieren. Mit der Luftzufuhr kannst du einstellen, wie viel Luft bei Benutzung des Brenners hinzugeführt wird.

Möchtest du eine leuchtende, fast geräuschlose Flamme (Leuchtflamme) am Bunsenbrenner haben, musst du die Luftzufuhr geschlossen halten. Durch den so entstehenden Sauerstoffmangel verbrennt das Gas unvollständig und die Flamme rußt. Bei der leuchtenden, fast geräuschlosen Flamme beträgt die Temperatur in der Mitte des Flammenkegels etwa $\pu{600 °C}$ und an der Spitze etwa $\pu{900 °C}$. Die Leuchtflamme wird oft eingestellt, wenn der Brenner eine kurze Zeit nicht benötigt wird.

Bei halb geöffneter Luftzufuhr entsteht eine nichtleuchtende Flamme. Sie wird fast immer beim Experimentieren benutzt.

Bei einer nichtleuchtenden, rauschenden Flamme (Heizflamme) öffnest du die Luftzufuhr komplett. Und welche Temperatur erreicht eine solche Flamme? In der folgenden Abbildung kannst du die Temperaturzonen der nichtleuchtenden Flamme sehen. An der Spitze der Brennerflamme ist die Temperatur mit $\pu{400 °C}$ am geringsten, während sich die höchste Temperatur an der Spitze des kleinen Flammenkegels mit $\pu{1 500°C}$ befindet. Das ist ganz schön heiß. Mit der Heizflamme wird nur gearbeitet, wenn ein Stoff sehr stark erhitzt werden muss.

Aufbau Bunsenbrenner Temperaturzonen nichtleuchtende Flamme

Sicherer Umgang mit dem Bunsenbrenner

Nun kennst du die Funktion eines Bunsenbrenners. Doch wie machst du den Bunsenbrenner an? Bei Gebrauch des Bunsenbrenners ist unbedingt eine Schutzbrille zu tragen. Lange Ärmel sollten hochgerafft und die Haare müssen hochgesteckt werden. Außerdem sollten sich keine brennbaren Stoffe in der Nähe des Brenners befinden. Sind also die Haare hochgesteckt, die Ärmel hochgerafft und alle brennbaren Gegenstände weggeräumt, kannst du dir ein Streichholz nehmen, dieses anzünden und erst dann die Gaszufuhr des Brenners öffnen.

Merke dir die Schritte für einen sicheren Umgang mit dem Bunsenbrenner:

  1. Schutzbrille tragen, Haare und Ärmel wegstecken, brennbare Sachen wegräumen
  2. Streichholz nehmen und anzünden
  3. Gaszufuhr des Bunsenbrenners öffnen und dann mit einem Streichholz anzünden
  4. Luftregulierung öffnen, um aus der Leuchtflamme eine Heizflamme zu machen
  5. Wenn du fertig bist, unbedingt daran denken: Zuerst die Luft- und dann die Gasregulierung schließen.

Warum muss der Bunsenbrenner sofort nach dem Öffnen entzündet werden? Wenn du die Gaszufuhr des Bunsenbrenners öffnest, tritt Gas aus. Wenn du den Brenner nicht sofort anzündest, kann das Gas in den Raum treten und sich bei einem Funken entzünden. Und was machst du, wenn der Brenner erlischt? Dann stellst du das Gas ab und lüftest gut durch. Erst danach darfst du den Brenner erneut anstellen.

Dieses Video

In diesem Video lernst du, was man mit einem Bunsenbrenner macht. Du kennst nun die Einsatzgebiete eines Bunsenbrenners und seinen Aufbau. Du weißt, wie ein Bunsenbrenner funktioniert und wie du sicher mit ihm umgehen kannst.

Im Anschluss an das Video und diesen Text findest du Übungsaufgaben und Arbeitsblätter zu dem Thema Aufbau und Funktion eines Bunsenbrenners, um dein erlerntes Wissen zu überprüfen. Viel Spaß!

Transkript Funktionsweise des Bunsenbrenners

Guten Tag und herzlich willkommen. In diesem Video geht es um die Funktionsweise des Bunsenbrenners. Das Video besteht aus vier Abschnitten: 1. Einsatzgebiete 2. Aufbau 3. Funktionsweise 4. Sicherheit 1. Einsatzgebiete: Der Bunsenbrenner findet in jedem naturwissenschaftlichem Laboratorium Verwendung. Man benutzt ihn, um mittlere und starke Erwärmung zu erzielen. Man kann ihn mit gutem Gewissen verwenden, wenn die Stoffe, die ich euch jetzt zeige, im Laboratorium untersucht werden. Das heißt, man kann ihn ruhig verwenden, wenn man es mit nicht brennbaren Stoffen zu tun hat. Auch in einem Wasserlabor kann man mit dem Bunsenbrenner getrost hantieren, denn Wasser und wässrige Lösungen sind nicht brennbar. 2. Aufbau des Bunsenbrenners: Ich werde den Bunsenbrenner nun zeichnen und ihr werdet erstaunt sein, wie einfach er eigentlich aufgebaut ist. Durch das Rohr rechts wird in den Bunsenbrenner Gas eingeleitet. Die Stellschraube links ist die Gasregulierung. Außer der Gaszufuhr kann man auch die Luftzufuhr regulieren. Das Gas gelangt über die Gasdüse in den Brenner. Durch das zylindrische Brennerrohr steigt das Gas nach oben. Der Fuß verleiht dem Bunsenbrenner Halt. 3. Funktionsweise: Zunächst wollen wir den Brenner ohne innere Luftzufuhr betreiben. Wir erhalten eine leuchtende, praktisch geräuschlose Flamme. Nun soll Luft zugeführt werden. Wir stellen die Luftzufuhr auf maximal ein. Wir erhalten eine nicht leuchtende, fast farblose, rauschende Flamme. Interessant ist die Temperaturverteilung in den beiden Flammenkegeln. An der Spitze der Brennerflamme ist die Temperatur am geringsten, 400°C. Am höchsten ist die Temperatur an der Spitze des kleinen Flammenkegels, 1500°C. Im unteren Teil des kleinen Flammenkegels ist die Temperatur etwas niedriger, 1400°C. 4. Sicherheit: Man sollte immer zuerst das Streichholz anzünden und dann erst das Gas öffnen. Es ist wichtig, eine Schutzbrille zu tragen. In der Umgebung des Brenners dürfen keine brennbaren Stoffe vorhanden sein. Man darf bei der Arbeit mit dem Bunsenbrenner keine offenen Haare tragen. Lange und weite Ärmel sind zu raffen. Also noch einmal zum Einprägen: 1. Das Streichholz und es ist gut ein Streichholz zu nehmen und keinen Gasanzünder und 2. erst das Gas zuführen. Offene Haare sind verboten. Richtig ist es, die Haare hochzustecken. Es ist unbedingt eine Schutzbrille zu tragen. Wenn ihr weite oder lange Ärmel tragt, dann rafft sie bitte. Brennbare Stoffe sind aus der Reichweite des Bunsenbrenners zu entfernen. Was ist zu tun, wenn der Brenner erlischt? Achtet bitte auf folgende Reihenfolge: 1. Gas abstellen 2. gut lüften und erst dann den Brenner wieder entzünden. So, wir sind schon wieder am Ende. Ich hoffe, ihr hattet etwas Spaß. Ich wünsche euch alles Gute und viel Erfolg. Tschüss.

34 Kommentare

34 Kommentare
  1. Das Video hat mir sehr gut geholfen.Am Anfang dachte ich ich lerne das nie auswendig aber jetzt kann ich es dank des Videos

    Von Sophia, vor 6 Monaten
  2. Gena Cooles Vidieo

    Von Tanja R, vor 11 Monaten
  3. sehr gut

    Von Nora, vor 11 Monaten
  4. Ich habe alles verstanden und bin für die chemie arbeit morgen gut vorbereitet dank dem Video

    Von Anna, vor etwa einem Jahr
  5. hilft mir nicht besonders viel leider

    Von B Emily074, vor etwa einem Jahr
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Funktionsweise des Bunsenbrenners Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Funktionsweise des Bunsenbrenners kannst du es wiederholen und üben.
  • Benenne die Bestandteile eines Brenners.

    Tipps

    Ein Brenner wird z. B. mit Propan oder Butan betrieben.

    Lösung

    Ein Brenner besteht, im Groben, aus einem Fuß und einem Brennerrohr. Durch das Brennerrohr wird das Gas geleitet. Das kann z. B. Propan oder Butan sein. Dieses Gas ist der brennbare Stoff.

    Die Regulierung des Gasstroms erfolgt über eine kleine Stellschraube. Auch die Sauerstoffzufuhr durch die Umgebungsluft kann durch eine Öffnung im Brennerrohr reguliert werden. Wird das Gas nun entzündet, entsteht über dem Brennerrohr die Flamme.

  • Erkläre die Funktionen der Besttandteile eines Brenners.

    Tipps

    Feuer ist gefährlich. Ein Bestandteil dient der Sicherheit.

    Lösung

    Die einzelnen Bestandteile eines Brenners erfüllen alle einen bestimmten Zweck. Wichtig ist ein guter Stand des Brenners. Die Flamme eines Brenners ist sehr heiß, deshalb sollte der Brenner während des Betriebes nicht umkippen. Aus diesem Grund haben Brenner einen schweren Fuß.

    Wichtig ist auch das Brennerrohr. Durch dieses kann sowohl das brennbare Gas als auch die Luft an die Spitze des Brenners gelangen. Die Menge des brennbares Gases lässt sich durch die Gasregulierung bestimmen. Auch die Luftzufuhr kann am Brennerrohr, am Lufteinlass, reguliert werden. Je mehr Luft hinzugefügt wird, desto rauschender und farbloser wird die Flamme. Außerdem wird die Flamme mit Luftzufuhr heißer als die Flamme ohne Luftzufuhr.

  • Bestimme die Stoffe, die mit einem Bunsenbrenner erwärmt werden dürfen.

    Tipps

    Wässrige Lösungen können gefahrlos mit dem Brenner erwärmt werden.

    Lösung

    Früchte und Getränke bestehen zu einem großen Teil aus Wasser. Sie können daher gefahrlos mit einem Brenner erwärmt werden. Anders ist das bei Benzin und Nagellackentferner. Benzin besteht aus leicht brennbaren Kohlenwasserstoffverbindungen und Nagellackentferner enthält Ethylacetat. Dieses organische Lösungsmittel ist auch brennbar. Brennbare Flüssigkeiten sollten aus Sicherheitsgründen nie mit offener Brennerflamme erwärmt werden.

  • Bestimme die Schutzmaßnahmen beim Umgang mit Brennern.

    Tipps

    Welche Gefahren entstehen durch einen Brenner und wie kannst du dich davor schützen?

    Lösung

    Jenny sollte vor ihrem Versuch eine Schutzbrille aufsetzen und ihre Haare zusammenbinden. Lange Haare können sonst schnell in die Brennerflamme geraten und Feuer fangen. Auch die Augen müssen gut geschützt werden. Wenn Flüssigkeiten stark erhitzt werden, können diese herausspritzen und schlimme Verletzungen in den Augen verursachen.

    Gummistiefel und ein Helm dagegen wirst du wohl in keinem normalen Labor finden können.

  • Nenne Anwendungsmöglichkeiten eines Brenners.

    Tipps

    Wofür kann die heiße Flamme des Brenners verwendet werden?

    Lösung

    Wie im Bild oben in der Aufgabe gut zu erkennen ist, wird ein Brenner in Laboratorien häufig zur Erwärmung von Stoffen und Reaktionsgemischen verwendet. Dabei muss aber darauf geachtet werden, dass nur nicht brennbare Verbindungen mit einer offenen Flamme erwärmt werden dürfen. Bei brennbaren Verbindungen wäre die Gefahr eines Laborbrandes zu groß.

  • Erkläre, warum bei leuchtender Brennerflamme das Reagenzglas schwarz wird.

    Tipps

    Wird eine Kerze mit einem umgekehrten Glas verdeckt, erlischt die Flamme.

    Lösung

    Eine Verbrennung benötigt immer Sauerstoff. Der Sauerstoff befindet sich in der Umgebungsluft. Ohne zusätzliche Luftzufuhr am Brenner erfolgt die Verbrennung des Gases nicht vollständig. Feine Rußpartikel befinden sich in der Flamme. Diese fangen in der Hitze der Flamme an zu glühen und sie erscheint uns gelb. Diese Rußpartikel kannst du sichtbar machen, wenn du ein Glas über die Flamme hältst, dann verfärbt es sich schwarz, weil der Ruß sich daran ablagert.

    Wird die Luftzufuhr am Brenner geöffnet, wird die Flamme farblos. Die Verbrennung des Gases erfolgt nun vollständig zu Kohlenstoffdioxid und Wasser und es ist kein Ruß mehr in der Flamme enthalten.

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