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Alfred Nobel und das Dynamit

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Team Realfilm
Alfred Nobel und das Dynamit
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Grundlagen zum Thema Alfred Nobel und das Dynamit

Inhalt

Alfred Nobel und das Dynamit

Es gibt Persönlichkeiten, die die Wissenschaften und auch die Gesellschaft in besonderer Weise geprägt haben. Der schwedische Erfinder und Industrielle Alfred Nobel war eine solche Persönlichkeit. Er stiftete den Nobelpreis, die bedeutendste Ehrung, mit der Fortschritte in der Wissenschaft und Ideen zur Bewahrung des Friedens ausgezeichnet werden. Ironischerweise war er auch der Erfinder des Sprengstoffs Dynamit.

Alfred Nobel – Biografie

Nobels Jugendjahre
Alfred Nobel wurde im Jahr 1833 in Schweden geboren. Die Familie Nobel war sehr wohlhabend. Sein Vater war ein einflussreicher Rüstungsunternehmer, der in Russland eigene Hüttenwerke betrieb. Der junge Alfred interessierte sich besonders für Chemie und Physik, sein Vater ermutigte ihn, beruflich in seine Fußstapfen als Ingenieur zu treten.

Die Erfindung des Nitroglycerins
Bis zum Jahr 1846 war Schwarzpulver – ein Gemisch aus Chilesalpeter, Kohle und Schwefel – der einzige bekannte Sprengstoff. Dann erfand ein junger italienischer Chemiker, Ascanio Sobrero, einen weit mächtigeren, aber unkontrollierbaren Sprengstoff: das Nitroglycerin. Es entsteht bei der Reaktion von Glycerin mit Nitriersäure, einem Gemisch aus Salpetersäure und Schwefelsäure. Das Produkt ist eine hochgradig instabile Flüssigkeit, die durch kleinste Druckeinwirkungen explodieren kann. Dadurch ist Nitroglycerin viel zu unberechenbar, um es praktisch einsetzen zu können.

Alfred Nobel macht aus Nitroglycerin Dynamit
Alfred Nobel traf in Paris auf den Chemiker Sobrero und sein explosives Nitroglycerin. Nobels Neugier war geweckt. Jetzt wollte er diesen neuen Sprengstoff praktisch nutzbar machen.
Tragischerweise verunglückte bei einem seiner Experimente mit Nitroglycerin sein jüngerer Bruder Emil tödlich!
Alfred Nobel musste das Nitroglycerin unbedingt sicherer und kontrollierbarer machen. Nach zahlreichen erfolglosen Versuchen entdeckte er eher zufällig, dass man das instabile Nitroglycerin mit dem absorbierenden Silikatmineral Kieselgur mischen konnte, wodurch eine breiartige Paste entstand, die es stabiler machte. Im Jahr 1867 ließ er diese Substanz unter dem Namen Dynamit patentieren. Als Paste konnte man Dynamit so formen, dass es in Bohrlöcher passte. Daher kommt auch die bekannteste Form von Dynamit als Dynamitstange. Nobel erfand dazu einen Fernzünder für das Dynamit, sodass man es aus sicherer Entfernung zur Explosion bringen konnte. Fortan machte Alfred Nobel eine große Karriere als Produzent von Dynamit. In dieser Form konnte das hochexplosive Nitroglycerin als relativ sicherer und kostengünstiger Sprengstoff für Felssprengungen, Tunnelbohrungen und den Kanalbau genutzt werden.
Der Erfolg des Dynamits war so groß, dass Alfred Nobel den explosiven Stoff bald weltweit in zahlreichen Fabriken fertigen ließ und ein Vermögen damit machte.
Im 20. Jahrhundert wurde Dynamit durch noch günstigere und noch sicherere Sprengstoffe auf Basis von Ammoniumnitrat ersetzt.

Alfred Nobel

Alfred Nobel stiftet den Nobelpreis
Nobel interessierte sich keineswegs nur für Dynamit, sondern auch für das soziale Miteinander und die Bewahrung des Friedens. Er wollte nicht nur für die zerstörerische Macht seines Dynamits in Erinnerung bleiben. Ein Jahr vor seinem Tod im Jahr 1896 ordnete er deswegen im Testament an, dass mit seinem Vermögen eine Stiftung gegründet werden sollte. Mit den Zinsen aus dem Stiftungsvermögen sollten diejenigen geehrt werden, „die im vergangenen Jahr der Menschheit den größten Nutzen erbracht haben“. So werden seit 1901 in Nobels Namen herausragende Leistungen in den Bereichen Physik, Chemie, Medizin, Literatur und für erfolgreiche Bemühungen um den Frieden ausgezeichnet. Die mit dem Nobelpreis ausgezeichneten Menschen werden jedes Jahr im Oktober bekannt gegeben. Die offizielle Verleihung folgt am 10. Dezember, dem Todestag von Alfred Nobel.
Überlege einmal, ob du bereits eine Nobelpreisträgerin oder einen Nobelpreisträger kennst.

Hinweise zum Video

In diesem Video lernst du Alfred Nobel, den Stifter des Nobelpreises und den Erfinder des Dynamits kennen.

Übungen
Du findest hier auch Übungen, mit denen du dein neues Wissen über Alfred Nobel testen kannst.

Transkript Alfred Nobel und das Dynamit

Alfred Nobel wurde im Jahr 1833 in Schweden geboren. Am bekanntesten ist er als Stifter der wichtigsten Ehrung, mit der Fortschritte in Wissenschaft und Frieden ausgezeichnet werden: des Nobelpreises. Aber ironischerweise war er auch der Erfinder des Dynamits. Bis 1846 war Schwarzpulver der einzige bekannte Sprengstoff. Dann erfand ein junger italienischer Chemiker, Ascanio Sobrero, einen weit mächtigeren, aber unkontrollierbaren Sprengstoff: Nitroglycerin. Das war eine hochgradig instabile Flüssigkeit, die durch kleinste Veränderungen des Drucks explodieren konnte. Dadurch war sie viel zu unberechenbar, um sie praktisch einsetzen zu können. Als junger Mann ermutigte Alfred Nobels Vater Immanuel seinen Sohn dazu, in seine Fußstapfen als Ingenieur zu treten. Nach dem Studium reiste Alfred durch die Welt und traf in Paris auf Sobrero und seine explosive Flüssigkeit. Nobels Neugier war geweckt und er fragte sich, ob er diesen neuen Sprengstoff für Bauarbeiten nutzbar machen könnte. Zuerst aber musste Nobel ihn sicherer und kontrollierbarer machen. Er fand heraus, dass man das instabile Nitroglycerin mit einem absorbierenden Mineral mischen konnte, wodurch eine breiige Masse entsteht, die es stabiler macht. Im Jahr 1867 ließ er diese Substanz unter dem Namen „Dynamit“ patentieren. Als Paste konnte man Dynamit so formen, dass es in Bohrlöcher passte, und es konnte auch seine bekannteste Form als länglicher Stab annehmen. Nobel erfand schließlich einen Fernzünder für sein Dynamit, damit man es aus sicherer Entfernung zur Explosion bringen konnte. Nun war es bereit für den alltäglichen Einsatz und reduzierte die Kosten für Felssprengungen, Tunnelbohrungen und den Kanalbau. Nobel war aber auch an sozialen Fragen und an Fragen des Friedens interessiert. Er wollte nicht nur für die zerstörerische Macht seines Dynamits in Erinnerung bleiben, also änderte er sein Testament und gründete eine Stiftung. Seit 1901 werden in Nobels Namen herausragende Leistungen in den Bereichen Physik, Chemie, Medizin, Literatur und Friedensstiftung geehrt.

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