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Vorfahren des Menschen

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Vorfahren des Menschen
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Vorfahren des Menschen Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Vorfahren des Menschen kannst du es wiederholen und üben.
  • Benenne die Vorfahren des Menschen.

    Tipps

    Unsere Art, die des modernen Menschen, wird als Homo sapiens bezeichnet.

    Fossile Funde von Homo habilis werden auf ein Alter von ca. 2 Millionen Jahren datiert.

    Neben dem Homo sapiens verließ auch der Homo erectus den Ort seiner Entstehung und breitete sich in Teilen der Welt aus.

    Lösung

    Man geht davon aus, dass es vor den Australopithecinen bereits Hominiden, also Menschenaffen, gab. Allerdings liegen keine aussagekräftigen Funde vor, sodass dieser Stammbaum mit den Australopithecinen beginnt. Es gab viele verschiedene Arten. Aus einer Art, vielleicht aus der Art Australopithecus africanus, haben sich die ersten Arten Homo habilis und Homo rudolfensis entwickelt. Die anderen Arten der Australopithecien sind ausgestorben.
    Aus dem Homo rudolfensis ging wohl der Homo ergaster und später der Homo erectus hervor. Aus dem Homo erectus entwickelten sich der Homo neanderthalensis, welcher als Neandertaler bezeichnet wird, sowie der Homo sapiens.

    Einen „Homo litanies“ gibt es nicht. Den Namen haben wir uns ausgedacht.

  • Beschreibe Besonderheiten der verschiedenen Menschenarten.

    Tipps

    Der Homo neanderthalensis verdankt seinen Namen seinem Fundort. 1856 fand man im Neandertal bei Düsseldorf die Knochen eines Neandertalerschädels.

    Lösung

    Die Urmenschen Homo rudolfensis und Homo habilis stellten beide bereits einfache Werkzeuge aus Stein her.
    Der Homo ergaster konnte bereits Feuer machen.
    Der Homo erectus war die erste Art der Frühmenschen, die Afrika verlassen hat und das heutige Asien und Europa besiedelte.
    Aus dem Homo erectus entwickelte sich wahrscheinlich im heutigen Europa der Neandertaler, Homo neanderthalensis.
    Ein Teil der Population des Homo erectus ist jedoch in Afrika geblieben. Aus diesem Teil der Population hat sich der Jetztmensch oder der moderne Mensch, Homo sapiens, entwickelt.

  • Leite aus den Fossilienfunden den Weg der Ausbreitung des Homo sapiens her.

    Tipps

    Die Hypothese der Verbreitung des Homo sapiens wird auch als Out of Africa-Modell bezeichnet.

    Überlege, wie das Alter der Fossilienfunde mit dem Weg der Ausbreitung des Menschen zusammenhängt. In welchen Regionen lebt der Homo sapiens laut Fossilfunde schon vergleichbar lange und welche Regionen hat er vergleichbar spät erreicht?

    Lösung

    Viele Wissenschaftler vertreten die Hypothese, dass die ersten Menschen der Art Homo sapiens vor 200.000 Jahren in Afrika entstanden sind. 100.000 Jahre später breiteten sie sich von dort über die ganze Welt aus. Dieses Out of Africa-Modell wird durch die räumliche und auch zeitliche Verbreitung von Fossilien unterstützt. Denn in Äthiopien hat man die ältesten Fossilien vom Homo sapiens gefunden. Es wird davon ausgegangen, dass der Homo sapiens über die Sinai-Halbinsel, auf der sich auch das heutige Israel befindet, nach Asien ausbreitete. Von dort aus gelangten sie über eine Reihe von Inseln nach Australien. Ebenfalls von Asien aus wanderten sie nach Europa und trafen dort auf den Homo neanderthalensis. Über eine Landbrücke, die Beringbrücke, wanderten sie von Asien aus nach Nordamerika und schließlich nach Südamerika. Die “Out of Africa”-Hypothese wird auch durch molekularbiologische Untersuchungen gestärkt.

  • Vergleiche Merkmale von Australopithecus afarensis mit denen von Schimpansen und modernen Menschen.

    Tipps

    Der Australopithecus afarensis lebte hauptsächlich in Bäumen und konnte gut klettern und hangeln. Es wird jedoch angenommen, dass er bereits aufrecht gehen konnte.

    Sieh dir den Schädel des Australopithecus afarensis genau an. Die Überaugenwulst ist eine Verdickung des Stirnbeins.

    Lösung

    Das Skelett des Australopithecus afarensis ähnelt in einigen Merkmalen dem menschlichen Skelett und in anderen dem des Schimpansen. Fossilien, die Merkmale verschiedener Gruppen aufweisen, werden auch als Mosaikformen bezeichnet.

    Der Bau des Beckens, die langen Beine und auch die Form der Füße ähneln dem menschlichem Skelett und zeigen deutliche Anpassungen an den aufrechten Gang. Forscher vermuten daher, dass Australopithecus afarensis bereits kurze Strecken aufrecht gehend zurücklegte. Die meiste Zeit lebten sie jedoch in Bäumen. Daher sind die Arme, Hände und der Brustkorb ähnlich eines Schimpansen gebaut und für das Klettern und Hangeln in Bäumen bestens geeignet.

  • Stelle die zeitliche Reihenfolge der Vorfahren des Menschens dar.

    Tipps

    Homo ist lat. für Mensch.

    Für den Homo rudolfensis wurde auch die Bezeichnung „Australopithecus rudolfensis“ vorgeschlagen.

    Lösung

    Der Urmensch ging vor etwa 2,5 Millionen Jahren aus einer Art der Australopithecinen hervor. Die ältesten Urmenschen sind Homo rudolfensis und Homo habilis. Zurzeit geht man davon aus, dass sich aus dem Homo rudolfensis vor knapp 2 Millionen Jahren der Homo ergaster entwickelte. Aus dem Homo ergaster ging wahrscheinlich vor ca. 1,7 Millionen Jahren der Homo erectus hervor. Aus dem Homo erectus entwickelte sich wahrscheinlich vor etwa 200.000 Jahren in Afrika der heutige Homo sapiens.

  • Stelle Hypothesen zum Aussterben des Neanderthalers auf.

    Tipps

    Das Konkurrenzausschlussprinzip besagt, dass zwei Arten, welche die gleichen Lebensansprüche haben, nicht langfristig nebeneinander existieren können.

    Lösung

    Momentan existieren vier verschiedene Hypothesen, warum der Neandertaler ausgestorben sein könnte:

    • 1. Ausrottung durch Homo sapiens: Wenige Forscher vermuten, dass der Homo sapiens gegen den Homo neanderthalensis gekämpft habe und ihn so ausgerottet hat. Für diese Hypothese existieren jedoch keine Belege. Die meisten Forscher gehen daher nicht davon aus.
    • 2. Konkurrenzausschlussprinzip: Das Konkurrenzausschlussprinzip besagt, dass zwei Arten, welche die gleichen Lebensansprüche haben, nicht langfristig nebeneinander existieren können. Nur die an die Umwelt besser angepasste Art wird überleben. Der Homo sapiens und der Homo neanderthalensis wiesen die gleichen Lebensansprüche auf. Man sagt auch, sie belegten die gleiche ökologische Nische. Langfristig könnte der Homo sapiens einen Überlebensvorteil gehabt haben, da er weniger Nahrung benötigte als der Neandertaler.
    • 3. Der Neandertaler starb aufgrund einer mangelnden Fortpflanzung, einer hohen Kindersterblichkeit und einer geringen Lebenserwartung aus: Immer mehr Forscher sind der Ansicht, dass die Faktoren, die zum Aussterben der Neandertaler führten, unabhängig vom Homo sapiens waren. Aufgrund der geringen Anzahl von Neandertalern auf der großen Fläche, begegneten sich verschiedene Neandertalergruppen nur selten. Damit blieb dem Neandertaler oft nur die Inzucht. Zudem wird durch fossile Funde vermutet, dass die Kindersterblichkeit sehr hoch war. Diese Faktoren könnten dazu geführt haben, dass es langsam immer weniger Neandertaler gab, bis er schließlich ausstarb.
    • Vermischung mit Homo sapiens: Sicher ist, dass sich der Neandertaler und unsere Vorfahren miteinander paarten. Es konnte nachgewiesen werden, dass ein bis vier Prozent des Erbguts der Europäer vom Neandertaler stammen. Das der Neandertaler genetisch komplett im Homo sapiens aufging, wird jedoch als unwahrscheinlich betrachtet. In diesem Fall müsste der Anteil des Neandertalers im Genom des modernen Europäers noch höher sein.
    Möglich wäre auch, dass nicht nur eine Hypothese der Wahrheit entspricht und die Faktoren zusammen zum Aussterben der Neandertaler führten.

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