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Eidechsen – Lebensweise der Zauneidechse

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Team Digital
Eidechsen – Lebensweise der Zauneidechse
lernst du in der Unterstufe 3. Klasse - 4. Klasse

Grundlagen zum Thema Eidechsen – Lebensweise der Zauneidechse

Inhalt

Die Lebensweise der Zauneidechse – Biologie

Hast du schon einmal eine Zauneidechse gesehen? Vielleicht hattest du Glück und du konntest sie beim Sonnenbaden beobachten – vielleicht ist sie aber auch schnell davongelaufen. Heute wollen wir uns die Zauneidechse einmal im Detail ansehen.

Zauneidechse – Aussehen und Merkmale

Die Zauneidechse kann eine Gesamtlänge von bis zu 25 cm erreichen. Dabei beträgt die Länge von Kopf zu Rumpf (Kopf-Rumpf-Länge) nur etwa 10 cm – der Schwanz ist somit länger als der restliche Körper.
Die Zauneidechse gehört zu den Reptilien, die auch Kriechtiere genannt werden. Ihr Körper ist also von trockenen Hornschuppen bedeckt. Wenn die Zauneidechse wächst, wachsen die Schuppen nicht mit. Daher häutet sich die Zauneidechse: Sie wirft das zu klein gewordene Schuppenkleid ab, wenn sie ein neues, größeres entwickelt hat. Die Färbung des Schuppenkleids hängt von Geschlecht und Alter der Zauneidechse ab sowie von der Jahreszeit. Häufig hat es eine grüne Grundfärbung, wobei sich ein braunes Muster über Rücken- und Schwanzmitte erstreckt.

Zauneidechse Aussehen

Die Zauneidechse kann hervorragend sehen und riechen. Die Sinneszellen, die für das Riechen zuständig sind, sitzen auf dem Gaumen und nicht, wie bei uns Menschen, in der Nase. Daher benötigt die Zauneidechse zum Riechen ihre gespaltene Zunge: Durch das Züngeln nimmt sie Geruchsstoffe aus der Umgebung auf. Anschließend drückt sie die Zunge gegen den Gaumen, um die Geruchsstoffe wahrzunehmen.

Zauneidechse – Fortbewegung

Die Beine der Zauneidechse sitzen seitlich: Daher befindet sich der Bauch während des Laufens nur knapp oberhalb des Bodens. Zur Fortbewegung benutzt die Zauneidechse immer gegenüberliegende Gliedmaßen: So bewegt sie das linke Vorderbein zeitgleich mit dem rechten Hinterbein und anschließend das rechte Vorderbein mit dem linken Hinterbein. Das bezeichnet man auch als Kreuzgang oder Diagonalgang. Dabei krümmt sich die Wirbelsäule immer in entgegengesetzte Richtungen. Von oben betrachtet wirkt es so, als würde sich die Zauneidechse schlängelnd fortbewegen.

Zauneidechse – Lebensraum

Die Zauneidechse ist ein wechselwarmes Tier. Das bedeutet, dass sich ihre Körpertemperatur der Umgebung anpasst. Sie bevorzugt daher trockene und warme Gebiete, in denen sie sich ungestört sonnen kann – denn dann wird ihre Körpertemperatur und somit ihre Aktivität hochgefahren. Droht ihr aber Gefahr, zieht sie sich gerne in bewachsene Gebiete zurück. So lebt sie zum Beispiel an Böschungen oder an Wegrändern. Dort kann sie sich sonnen, aber auch ins Dickicht flüchten.
Im Winter zieht sich die Zauneidechse in ein frostsicheres Versteck zurück. Bei starker Kälte sinkt ihre Körpertemperatur so weit, dass sie in eine Kältestarre verfällt. Die Zauneidechse bewegt sich dann nicht mehr, Herzschlag und Atmung sind heruntergefahren.
Im Frühjahr, bei steigenden Temperaturen, wird die Aktivität der Zauneidechse durch Wärme wieder hochgefahren.

Zauneidechse – Nahrung

Die Zauneidechse ernährt sich hauptsächlich von Insekten. So zählen zum Beispiel Asseln und Fliegen zu ihrem Beutespektrum. Darüber hinaus ernährt sie sich aber auch von Spinnen und Regenwürmern.

Zauneidechse – Fortpflanzung

Zauneidechsen sind Einzelgänger und finden sich nur zur Paarung mit Artgenossen zusammen. Die Paarungszeit ist im Mai – dann findet die Fortpflanzung statt. Dazu drücken Weibchen und Männchen ihre Kloaken, die Körperausgänge der Geschlechtsorgane, zusammen. Die Eier werden im Körper des Weibchens befruchtet, was man auch als innere Befruchtung bezeichnet.
Nach einigen Wochen sucht sich das Weibchen zur Eiablage einen sandigen und sonnigen Platz. Sie gräbt ein Loch, in das sie bis zu 15 befruchtete Eier ablegt. Sie vergräbt die Eier und brütet sie nicht selbst aus. Die zur Entwicklung notwendige Wärme erhalten die Eier aus der umgebenden Erde. Nach etwa acht Wochen schlüpfen die Jungtiere. Dabei durchbrechen sie die Eierschale mithilfe des sogenannten Eizahns. Die Jungtiere sind vollständig entwickelt und können selbstständig nach Futter suchen.

Zauneidechse – Feinde

Zu den Fressfeinden der Zauneidechse zählen Schlangen, Igel und Vögel. Werden sie gejagt, können sie aber durch ihre schnelle Fortbewegung häufig flüchten. Außerdem haben sie noch einen weiteren Trick auf Lager: Sie können einen Teil ihres Schwanzes abwerfen, der nach Abwurf noch lange zuckt und dadurch den Verfolger ablenkt. In dieser Zeit kann die Zauneidechse im Dickicht verschwinden.
Nach dem Abwurf wächst der Schwanz wieder nach. Die ursprüngliche Schwanzwirbelsäule wird dabei durch eine Knorpelstange ersetzt – ein zweites Mal können die Zauneidechsen ihren Schwanz nicht abwerfen.

Zauneidechse Steckbrief

Zur Zusammenfassung sind einige Informationen zur Eidechse noch einmal in einer Tabelle aufgeführt:

Zauneidechse – Steckbrief
Systematik (Klasse) Reptilien
Gesamtlänge bis zu 25 cm
Kopf-Rumpf-Länge bis zu 10 cm
Lebensraum trockene und warme Gebiete
Nahrung hauptsächlich Insekten
Feinde Schlangen, Igel, Vögel
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Eidechsen – Lebensweise der Zauneidechse Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Eidechsen – Lebensweise der Zauneidechse kannst du es wiederholen und üben.
  • Stelle die Zauneidechse in einem Steckbrief dar.

    Tipps

    Bei der Artbezeichnung ist danach gefragt, wie das Tier genannt wird.

    Beim Aussehen ist zum Beispiel nach der Färbung des Tieres gefragt.

    Eidechsen fressen kleinere Tiere und werden von größeren Tieren gefressen.

    Lösung

    So könnte ein Steckbrief der Zauneidechse aussehen:

    • Artbezeichnung: Zauneidechse
    • Länge: bis zu 25 cm
    • Aussehen: braune Rückenfärbung mit dunklen Flecken
    • Haut: Hornschuppen
    • Nahrung: Insekten und Spinnen
    • Fressfeinde: Schlangen, Igel und Vögel
  • Stelle die Fortpflanzung der Zauneidechse dar.

    Tipps

    Zwei der Begriffe passen in keine der Lücken.

    Bei der Befruchtung verschmelzen die Geschlechtszellen des weiblichen und des männlichen Tieres. Bei der inneren Befruchtung geschieht das innerhalb des Körpers des Weibchens und bei der äußeren Befruchtung außerhalb.

    Die Eier werden vom Weibchen in sandigem Boden abgelegt.

    Die jungen Eidechsen schneiden die Eihülle von innen mit ihrem sogenannten Eizahn auf.

    Lösung

    Die Zauneidechse pflanzt sich durch innere Befruchtung fort, bei der die Geschlechtszellen des weiblichen und des männlichen Tieres innerhalb des weiblichen Körpers verschmelzen.
    Dann werden die Eier mit einer dünnen, pergamentartigen Hülle in sandigem Boden abgelegt. Sie werden nicht ausgebrütet.
    Die jungen Eidechsen schneiden die Eihülle von innen mit ihrem sogenannten Eizahn auf und schlüpfen schließlich als selbstständige Jungtiere.

  • Beschreibe die besonderen Merkmale der Zauneidechse.

    Tipps

    Im Gaumen der Zauneidechse liegen die Riechsinneszellen.

    Diese Eidechse wurde wohl einmal fast von einem Raubtier erwischt.

    Der Kreuzgang beschreibt die Fortbewegungsart der Zauneidechse.

    Lösung

    Die Zauneidechse hat verschiedene Eigenschaften, die mit besonderen Merkmalsausprägungen einhergehen:

    Die Hornschuppen der Eidechse bedecken ihre Haut und schützen sie vor Austrocknung und Verletzung. Da sie unflexibel sind, wachsen sie nicht mit und die Eidechse muss sich regelmäßig häuten.

    Die Zauneidechse kann sehr gut riechen.
    Die Sinneszellen für das Riechen liegen allerdings nicht wie bei uns in der Nase. Die Zauneidechse riecht nämlich mithilfe ihrer gespaltenen Zunge. Die Eidechse züngelt und nimmt somit Geruchsstoffe aus ihrer Umgebung auf. Dann drückt sie ihre Zunge gegen den Gaumen, in dem die Sinneszellen liegen, um den Geruch wahrzunehmen.

    Auffällig sind auch die Beine der Zauneidechse, die anders als bei anderen Säugetieren seitlich vom Körper abstehen. Beim Laufen werden diese über Kreuz bewegt, weshalb diese Art der Fortbewegung als Kreuzgang bezeichnet wird.

    Eine weitere Besonderheit, die die Zauneidechse von anderen Lebewesen unterscheidet, ist ihr Schwanz. Denn diesen kann sie bei Gefahr, zum Beispiel durch den Angriff eines Raubtiers, einmal im Leben abwerfen. Wird der Schwanz abgeworfen, bleibt ein kleiner Schwanzstummel zurück.

  • Beschreibe den Ablauf des Kreuzgangs der Zauneidechse.

    Tipps

    Zwei der Begriffe passen in keine der Lücken.

    Zauneidechsen gehören zu den Wirbeltieren.

    Lösung

    Die Zauneidechse fällt durch einige besondere körperliche Merkmale und Verhaltensweisen auf:

    Die Beine der Zauneidechse stehen – anders als bei Säugetieren – seitlich vom Körper ab. Die Vorderbeine befinden sich auf Höhe der Schultern und die Hinterbeine auf der Höhe des Beckens.

    Beim Laufen bewegt die Zauneidechse ihre Beine über Kreuz. Das bezeichnet man als Kreuzgang.

    Von oben betrachtet, erkennt man eine schlängelnde Bewegung, da sich die Wirbelsäule immer in die entgegengesetzte Richtung der Beine krümmt.

  • Bestimme, welches Merkmal die Eidechse zu einem Wirbeltier macht.

    Tipps

    Zur Erinnerung: Nur eine Aussage ist richtig.

    Das Bild gibt dir einen Hinweis darauf, welches Merkmal gesucht ist.

    Überlege einmal, warum die Wirbeltiere so heißen.

    Lösung

    Die Eidechse besitzt ein inneres Skelett mit einer Wirbelsäule und zählt daher wie alle Reptilien zu den Wirbeltieren.

    Die anderen genannten Merkmale treffen zwar auch auf die Eidechse und sogar auf zahlreiche Reptilien zu, doch sind sie keine Merkmale, die die Eidechse zur Gruppe der Wirbeltiere zugehörig macht.

  • Beschreibe den Lebensraum einer Zauneidechse.

    Tipps

    Mit steigender Wärme erhöht sich die Geschwindigkeit der chemischen Vorgänge im Körper.

    Gleichwarme Organismen nennt man so, weil ihre Körpertemperatur unabhängig von der Umgebungstemperatur immer gleichbleibend warm ist.

    Lösung

    Maja weiß wirklich viel über Zauneidechsen. Das sind die Aussagen, mit denen sie recht hat:

    • Zauneidechsen findest du bei schönem Wetter oft auf Steinen in der Sonne liegend, da sie dort mithilfe der Sonneneinstrahlung ihre Körpertemperatur erhöhen können.
    • Eidechsen sind Reptilien. Diese bezeichnet man als wechselwarm, weil ihre Körpertemperatur sich immer in etwa der Umgebungstemperatur anpasst.
    • Eine ausreichend warme Körpertemperatur ist so wichtig, weil Wärme für körperliche Bewegung und auch für die Verdauung nötig ist.
    • Im Winter können Eidechsen warme Temperaturen nicht aufrechterhalten. Sie ziehen sich darum in frostsichere Verstecke zurück und fallen in eine Kältestarre, in der ihre Herzfrequenz und Atmung gesenkt ist. Erst mit steigenden Außentemperaturen im Frühjahr werden sie wieder aktiv.
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