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Nahrungsbeziehungen im Ökosystem

Erfahre alles über Nahrungsketten und -netze im Ökosystem Wald: von Produzenten bis hin zu Endkonsumenten. Lerne, wie Räuber und Beute interagieren, und vertiefe dein Verständnis mit interaktiven Übungen. Interessiert? Tauche ein und werde zum Waldexperten!

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Die Autor*innen
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Steffi123
Nahrungsbeziehungen im Ökosystem
lernst du in der Unterstufe 3. Klasse - 4. Klasse - Oberstufe 5. Klasse - 6. Klasse

Nahrungsbeziehungen im Ökosystem Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Nahrungsbeziehungen im Ökosystem kannst du es wiederholen und üben.
  • Definiere die Begriffe Produzent, Konsument und Destruent.

    Tipps

    Zersetzer wandeln das organische Material von abgefallenem Laub und toten Tieren wieder in anorganisches um. Davon ernähren sich wiederum die Pflanzen und der Nahrungskreislauf ist geschlossen.

    Lösung

    Alle Organismen in einem Ökosystem lassen sich nach ihrer Ernährungsweise in Gruppen einteilen:

    • Produzenten (Erzeuger) sind alle Pflanzen, die Fotosynthese betreiben. Durch diesen Prozess werden anorganische Stoffe in organische umgewandelt. Produzenten sind deshalb die Grundlage einer jeden Nahrungskette.
    • Primärkonsumenten ernähren sich von Produzenten. Sie sind dementsprechend Pflanzenfresser bzw. Herbivore.
    • Sekundärkonsumenten sind Fleischfresser bzw. Carnivore. Sie ernähren sich von den Pflanzenfressern. Konsumenten dritter Ordnung ernähren sich dann von den Konsumenten zweiter Ordnung und so weiter.
    • Destruenten (Zersetzer) zersetzen totes organisches Material. Sie wandeln also totes Tier- und Pflanzenmaterial in anorganische Substanzen um und schaffen so die Nahrungsgrundlage für die Produzenten. Der Nahrungskreislauf ist geschlossen.

  • Zeige auf, dass es in Ökosystemen Nahrungsnetze gibt.

    Tipps

    Hier siehst du eine Perlenkette. Jede Perle steht für einen Organismus in der Nahrungskette, also z. B. das Eichenblatt, die Raupe und der Vogel. Die letzte Perle ist dementsprechend das Ende der Nahrungskette.

    Lösung

    Die Nahrungsbeziehungen zwischen den Organismen eines Ökosystems sind gar nicht so einfach zu durchschauen. Hier siehst du ein Nahrungsnetz für das Ökosystem Wald. Du siehst, dass ein Nahrungsnetz aus mehreren Nahrungsketten besteht. Ein Beispiel für eine Nahrungskette wäre hier
    Gras $\xrightarrow{wird~gefressen~von}$ Kaninchen $\to$ Fuchs.

    Nahrungsnetze entstehen, da sich die meisten Tiere vielfältig ernähren. In unserem Beispiel frisst der Fuchs nicht nur Kaninchen, sondern z. B. auch Mäuse. Die Maus wiederum wird nicht nur vom Fuchs gejagt, sondern auch vom Habicht oder Bussard.
    In jedem Ökosystem finden wir Nahrungsnetze, die aus Nahrungsketten aufgebaut sind.

  • Ordne die dargestellten Tiere und Pflanzen in die Nahrungsstruktur des Ökosystems Wald ein.

    Tipps

    Primärkonsumenten sind Pflanzenfresser. Sie ernähren sich also von den Produzenten.

    Sekundärkonsumenten ernähren sich von den Primärkonsumenten und sind Fleischfresser.

    Destruenten sind Bodenorganismen. Dazu zählen Regenwürmer, Milben, Springschwänze, aber auch Bakterien und Pilze.

    Lösung

    Betrachtet man die Nahrungsbeziehungen in einem Ökosystem, lassen sich drei große Gruppen erkennen: Produzenten, Konsumenten und Destruenten.

    Produzenten stellen aus anorganischen, energiearmen Stoffen organische und energiereiche Substanzen her. Dies gelingt durch den Prozess der Fotosynthese.

    Diese energiereichen Stoffe sind Nahrungsgrundlage für die Konsumenten. Primärkonsumenten bzw. Konsumenten 1. Ordnung ernähren sich von Produzenten und sind somit Pflanzenfresser. Sekundärkonsumenten ernähren sich von Pflanzenfressern und sind demnach Fleischfresser.

    Destruenten sind oft nicht zu sehen, da es sich hierbei um meist ziemlich kleine Bodenorganismen handelt. Sie zersetzen das organische Material von toten Pflanzen und Tieren zu anorganischen Verbindungen und schaffen so die Nahrungsgrundlage für die Produzenten.

  • Erläutere den Nährstoffkreislauf im Ökosystem Wald.

    Tipps

    Hirsche, Eichhörnchen und Kaninchen sind Pflanzenfresser und somit Primärkonsumenten.

    Lösung

    Zugegeben, die Szenarien sind sehr extrem und würden wohl nur so ablaufen, wenn der Wald vollkommen von der Außenwelt abgeschnitten wäre. Dennoch ist das biologische Gleichgewicht in einem Ökosystem sensibel. Es beschreibt einen stabilen Zustand der Populationen einer Lebensgemeinschaft, in der sich wachstumsfördernde und -hemmende Faktoren in ihrer Wirkung ausgleichen. Wird dieses Gleichgewicht gestört, bricht das System früher oder später zusammen. Umso wichtiger ist es, dass der Einfluss des Menschen auf die Ökosysteme dieser Erde so gering wie möglich ist.

  • Stelle die Nahrungskette für ausgewählte Lebewesen dar.

    Tipps

    Der Habicht ist ein Greifvogel. Auf seinem Speiseplan stehen vor allem kleinere Vögel und Säugetiere.

    Lösung

    An erster Stelle einer jeden Nahrungskette stehen die Pflanzen (Produzenten). Es folgen Pflanzen- und Fleischfresser, also Konsumenten unterschiedlicher Ordnungen. In unserem Beispiel ist der Habicht ein Tertiärkonsument, also ein Konsument 3. Ordnung.

  • Arbeite die drei Volterra-Regeln heraus.

    Tipps

    Startet sowohl die Räuber- als auch die Beutepopulation auf einem gleichen Level, erhöht sich die Populationsdichte der Beute schneller als die des Räubers.

    Lösung

    Die Wissenschaftler Gause, Lotka und Volterra untersuchten Anfang des 20. Jahrhunderts die Beziehung zwischen Räubern und ihrer Beute. Ihre Erkenntnisse stellten sie in drei Regeln zusammen, die als Volterra-Regeln bzw. Lotka-Volterra-Regeln bis heute anerkannt sind. Im Folgenden sind die Regeln formuliert. Du kannst sie in den drei Diagrammen oben noch einmal nachvollziehen:

    1. Die Populationsdichten von Räuber und Beute schwanken periodisch und sind zeitlich versetzt.
    2. Die Populationsdichten schwanken um einen Mittelwert.
    3. Erhöht sich die Beutedichte, vergrößert sich auch die Räuberpopulation. Sind beide Populationen gleichstark vermindert, erholt sich die Beutepopulation schneller als die des Räubers.
    Diese Regeln gelten nicht nur in einem kontrollierten Laborversuch, sondern sind auch in der Natur zu beobachten. Hier muss allerdings der Einfluss anderer Beutetiere, konkurrierender Räuber und anderer ökologischen Faktoren berücksichtigt werden.