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Die Autor*innen
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Anne K
Das Präparat – Herstellung von Präparaten für das Mikroskop
lernst du in der Unterstufe 1. Klasse - 2. Klasse - 3. Klasse

Grundlagen zum Thema Das Präparat – Herstellung von Präparaten für das Mikroskop

Inhalt

Präparate für das Lichtmikroskop herstellen – Biologie

Du hast bereits das Lichtmikroskop als Werkzeug der Biologie kennengelernt. Zum Mikroskopieren benötigst du aber auch noch Präparate. Was Präparate sind, welche Arten von Präparaten es gibt und wie man ein Mikroskoppräparat einfach herstellt, erklären wir dir in diesem Text.

Was ist ein Präparat?

Ein Präparat ist in der Naturwissenschaft ein Objekt, das durch unterschiedliche Verfahren so aufbereitet worden ist, dass es zur Anschauung und Forschung dient. Der Vorgang der Präparatherstellung wird auch Präparation genannt.

Ein bekanntes Präparat ist die Mumie, die zu den Trockenpräparaten gehört. Es handelt sich bei Mumien also um menschliche oder tierische Körper, die durch ein bestimmtes Verfahren (der Mumifizierung) vollständig getrocknet wurden. Mumien aus der Zeit der Ägypter haben auf diese Weise bis zum heutigen Tag überdauert und können somit beispielsweise in Museen zur Anschauung dienen.

Es gibt aber auch Präparate, die man so aufgearbeitet hat, dass man sie unter dem Mikroskop beobachten kann. Das Lichtmikroskop arbeitet mit Licht, das durch das Präparat scheint. Das bedeutet, Mikroskoppräparate für Lichtmikroskope sind Objekte, die so dünn aufgearbeitet werden, dass Lichtstrahlen durch sie hindurchdringen können. Nur dann kann man einzelne Strukturen des betrachteten Objekts erkennen.

Anleitung zur Herstellung eines Präparats

Manche Objekte, wie zum Beispiel Zellen, sind bereits so klein und transparent, dass Lichtstrahlen sie durchdringen können. Sie können also unverändert in einen Wassertropfen auf einem Objektträger eingebracht werden, mit einem Deckgläschen versehen und direkt mikroskopiert werden. Dickere Objekte lassen nicht genug Licht durch sich hindurchtreten, sodass man ihre Strukturen erkennen kann. Diese müssen dann zuerst hauchdünn aufbereitet werden, bevor sie mikroskopiert werden können. Je nach Präparat und Anwendung gibt es unterschiedliche Techniken für diese Aufbereitung (dazu später mehr).

Färbung eines Präparats für das Lichtmikroskop

Da viele Objekte nicht pigmentiert sind und das Licht somit nur schwach absorbieren oder brechen, zeigen ihre Bilder im Mikroskop nur geringe Kontraste. Um diese Kontraste zu verstärken und die Objekte damit besser erkennen zu können, kann man sie mit Farbstoffen anfärben, die sich an den verschiedenen Zellstrukturen anlagern.

In der folgenden Tabelle findest du eine Übersicht über beispielhafte Farbstoffe für die Lichtmikroskopie und die von ihnen sichtbar gemachten Zellstrukturen.

Farbstoff Zellstruktur
Methylblau Zellkern
Karmin-Essigsäure Chromosomen
Iod-Kaliumiodid-Lösung Stärkekörner
Neutralrot Vakuole
Chlorzinkiodid Cellulose

Welche Arten von Präparaten für das Lichtmikroskop gibt es?

Es gibt verschiedene Arten von Mikroskoppräparaten, die man jeweils unterschiedlich herstellt. Dazu zählen Abziehpräparate, Quetschpräparate, Abstrichpräparate, Zupfpräparate, Dünnschnittpräparate und Ausstrichpräparate. All diese Präparate gehören zu den Frischpräparaten. Präparate, die man für lange Zeit präpariert und die dann auch noch nach Jahren zur Anschauung dienen können, nennt man Dauerpräparate. Wie man all diese unterschiedlichen Präparate herstellt, werden wir dir nun auf einfache Weise erklären.

Abziehpräparat

Das Abziehpräparat wird häufig in der Schule verwendet, um Schülerinnen und Schülern das Mikroskopieren und Präparieren zu lehren. Dafür wird zuerst ein Wassertropfen auf einen Objektträger gegeben. Dann ritzt man mit einem Skalpell oder einer Rasierklinge vorsichtig ein rechteckiges Stückchen in die konkave Seite einer Zwiebelhaut. Als Nächstes zieht man vorsichtig mit einer Pinzette die oberste Schicht der Zwiebelhaut von dem rechteckigen Stückchen ab, legt sie auf den Wassertropfen und streicht sie glatt. Im Anschluss setzt man zum Schutz vorsichtig das Deckgläschen darauf.

Herstellung eines Abziehpräparats in vielen Schritten

Quetschpräparat

Für ein Quetschpräparat kann zum Beispiel ein kleines Stück Fruchtfleisch einer Banane verwendet werden. Dieses positioniert man mittig auf einem Objektträger, legt einen zweiten Objektträger darauf und zerdrückt vorsichtig, so gleichmäßig wie möglich, das Fruchtfleisch. Dadurch erhält man eine dünne Zellschicht; einige Zellen der Banane werden dabei aber auch zerstört.

Abstrichpräparat

Das Abstrichpräparat wird hergestellt, indem man mit einem Holzspatel über die Zunge schabt oder mit einem Wattestäbchen über die Schleimhäute des Rachens oder der Nase reibt. Dabei lösen sich Schleimhautzellen, die nun in einen Wassertropfen auf einen Objektträger gebracht werden. Nachdem das Präparat wiederum mit einem Deckgläschen versehen wurde, kann es unter dem Mikroskop betrachtet werden.

Zupfpräparat

Für die Herstellung eines Zupfpräparats zupft man mit einer Pinzette beispielsweise ein Blatt einer Pflanze (oder einen Teil davon) aus. Dieses wird wieder auf einen Objektträger in einen Wassertropfen eingebracht und zum Schutz mit einem Deckgläschen versehen.

Dünnschnittpräparat

Einen Dünnschnitt erreicht man, indem man ein Objekt, zum Beispiel einen Stängel, mit einer Rasierklinge in möglichst dünne Scheiben schneidet. Diese Scheiben werden Querschnitte genannt. Auch diese werden wieder auf einen Objektträger in einen Wassertropfen eingebracht und mit einem Deckgläschen versehen.

Dauerpräparat

Manche besonders aufschlussreiche Präparate möchte man eventuell aufheben und für längere Zeit lagern. Dafür kann man sogenannte Dauerpräparate herstellen. Man legt das vollständige Präparat inklusive Objektträger und Deckglas dafür zum Beispiel in 80- bis 95-prozentigen Alkohol ein. Diesen Schritt nennt man Fixierung. Dabei löst sich das Deckglas entweder von selbst oder man entfernt es vorsichtig mit einer Rasierklinge. Im Anschluss wird das Objekt entwässert. Das macht man, weil ein Objekt – genau wie die getrocknete Mumie – besonders lange haltbar ist, wenn es so wenig Wasser wie möglich enthält. Bei Dauerpräparaten fürs Mikroskop setzt man dafür das Objekt nach und nach einer Alkoholreihe mit aufsteigender Konzentration aus. Der Alkohol verdrängt auf diese Weise Stück für Stück das Wasser aus dem Präparat und macht es damit lange haltbar. Zum Schutz wird es außerdem mit Kunstharz und einem neuen Deckgläschen versehen. Nun ist es für längere Zeit haltbar und kann auch noch Jahre später als Anschauungspräparat verwendet werden.

Herstellung eines Präparats für das Lichtmikroskop – Zusammenfassung

In diesem Video wird dir auf einfache Weise erklärt, was Präparate sind, welche Arten von Mikroskoppräparaten es gibt und wie du sie herstellst. Im Anschluss an das Video und diesen Text kannst du dein Wissen mit interaktiven Übungsaufgaben und einem Arbeitsblatt testen.

Transkript Das Präparat – Herstellung von Präparaten für das Mikroskop

Hallo! Dies ist ein kurzes Anschlussvideo an das Thema "Aufbau und Handhabung des Mikroskops". In diesem Video habe ich euch das Mikroskop als Werkzeug in der Biologie vorgestellt. Um auch richtig mit dem Lichtmikroskop arbeiten zu können, braucht man Präparate. Diese werden auf Objektträgern, kleinen Glasplättchen, fixiert. Meist verwendet man noch einen Wassertropfen und ein Deckblättchen, eine kleinere Glasscheibe. Um ein Objekt unter dem Lichtmikroskop untersuchen zu können, muss es für Lichtstrahlen durchlässig sein. Bei sehr dünnen, lichtdurchlässigen Objekten ist daher keine Präparation nötig. Die Objekte werden lediglich in einem Wassertropfen auf dem Objektträger angebracht und mit einem Deckgläschen versehen. So lassen sich auch lebende Zellen beobachten. Objekte, die dicker sind, müssen erst geschnitten werden. Dies geschieht meistens mit einer Rasierklinge. Die Präparate werden dabei abgetötet. Da viele biologische Objekte nicht pigmentiert sind und das Licht daher nur wenig absorbieren oder brechen, zeigen die Abbilder nur geringe Kontraste. Damit man diese zur besseren Sicht verstärken kann, nimmt man Farbstoffe, die sich an unterschiedlichen Zellstrukturen anlagern. Sie verstärken die optischen Unterschiede. Unterschiedliche Farbstoffe werden für spezifische Nachweise verwendet. Ich habe euch einmal ein paar Beispiele aufgelistet, mit welchen Farbstoffen welche Zellorgane nachgewiesen werden können: Mit dem Farbmittel Methylblau wird der Zellkern sichtbar gemacht, mit Karmin-Essigsäure die Chromosomen, mit einer Iod-Kaliumiod-Lösung werden Stärkekörner hervorgebracht, Neutralrot färbt die Vakuole ein und Chlorzinkiod die Cellulose. Nun stelle ich euch noch 7 verschiedene Präparattechniken anhand von Beispielen dar: das Erste ist das Abziehpräparat, welches sehr häufig in Schulen genommen wird, um Schülern das Mikroskopieren und Präparieren zu lehren. Hierbei wird zunächst ein Wassertropfen auf den Objektträger gegeben. Dann ritzt man von der konkaven Seite der Zwiebelschuppe ein rechteckiges Stückchen aus und legt es auf den Objektträger, dann glatt streichen und das Deckgläschen vorsichtig draufsetzen. Beim Quetschpräparat verwendet ihr zum Beispiel eine Scheibe Fruchtfleisch der Banane. Dieses positioniert ihr auf einen Objektträger und nehmt einen zweiten, um dieses Fruchtfleisch vorsichtig zu zerdrücken. Dabei werden die Zellen der Banane zerstört. Das Abstrichpräparat wird hergestellt, indem man mit einem Holzspatel beispielsweise über eine Zunge schabt. Dabei lösen sich Schleimhautzellen, die nun in einem Wassertropfen auf einem Objektträger eingebracht werden. Verseht das Präparat mit einem Deckgläschen, und nun könnt ihr es unter dem Mikroskop betrachten. Beim sogenannten Zupfpräparat wird mit einer Pinzette beispielsweise ein Blättchen, oder auch nur ein Teil davon, von einer Pflanze ausgezupft. Dieses wird nun wieder auf einen Objektträger gebracht, welcher mit einem Wassertropfen versehen ist. Zum Schutz wird ein Deckglas draufgesetzt. Wie bereits erwähnt und erklärt, gibt es auch die Dünnschnitte mit einer Rasierklinge. Hierbei wird ein Stängel durchgeschnitten, und dann werden feine Querschnitte mit der Rasierklinge angefertigt. Diese werden wieder in einem Wassertropfen auf einen Objektträger gebracht und abgedeckt. Das Ausstrichpräparat wird meistens bei Blutproben hergestellt. Man nimmt einen Tropfen Blut und positioniert ihn auf einen Objektträger. Mit einem zweiten, schräg angesetzten Objektträger verstreicht man das Blut zu einem dünnen Film und deckt es ab. Dies waren Möglichkeiten, Frischpräparate anzufertigen. Allerdings möchte man auch bestimmte Präparate, die sehr aufschlussreich geworden sind, nicht einfach so wieder entsorgen. Dann kann man Dauerpräparate herstellen. Dazu legt man sie in 80 - 95 %-igen Alkohol ein. Dabei werden die Objekte fixiert. Das Deckglas geht entweder von alleine ab oder muss vorsichtig mit einer Rasierklinge entfernt werden. Zum Entwässern wird das Objekt nun einer aufsteigenden Alkoholreihe entlanggeführt. Zum Schutz und Erhalt wird es mit Kunstharz und einem Deckgläschen versehen. Nun ist es für längere Zeit haltbar und nutzbar. Zum Schluss gebe ich euch noch eine kleine Übersicht über die verschiedenen Präpariertechniken: Es gibt die Abziehpräparate, die Quetschpräparate, Abstrichpräparate, Zupfpräparate, Dünnschnitte mit einer Rasierklinge, Ausstrichpräparate und die Dauerpräparate. Um Kontraste besser hervorzuheben, könnt ihr die Objekte mit verschiedenen Färbemitteln einfärben und so spezifische Nachweise anstellen. Jetzt wünsche ich euch viel Spaß beim Präparieren und Mikroskopieren. Bis zum nächsten Mal, tschüss!

17 Kommentare

17 Kommentare
  1. Super zum Lernen

    Von Jacob, vor 6 Monaten
  2. sehr gut Western so

    Von Calin, vor 8 Monaten
  3. sehr gut

    Von Paul K., vor mehr als einem Jahr
  4. Super : )

    Von Luna G., vor mehr als einem Jahr
  5. Sehr gut :)

    Von Phillip C., vor mehr als 3 Jahren
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