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Das Fell der Säugetiere

Erfahre alles Wesentliche über den Aufbau der Haare und ihre Funktionen im Fell von Säugetieren. Deck- und Wollhaare spielen eine wichtige Rolle und ermöglichen verschiedene Anpassungen. Entdecke interaktive Übungen, um dein Wissen zu vertiefen. Interessiert? Mehr dazu im folgenden Text!

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sofatutor Team
Das Fell der Säugetiere
lernst du in der Unterstufe 1. Klasse - 2. Klasse - 3. Klasse - 4. Klasse

Das Fell der Säugetiere Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Lerntext Das Fell der Säugetiere kannst du es wiederholen und üben.
  • Nenne Funktionen von Haaren.

    Tipps

    Der Eisbär lebt in der Arktis. Dort ist es sehr kalt. Das Fell ist sehr wichtig, damit er nicht erfriert.

    Biber sind oft im Wasser unterwegs. Das Fell ist sehr dicht, sodass es vor Wasser und Kälte schützt.

    Lösung

    Das Fell von Säugetieren besteht aus vielen Haaren. Diese übernehmen die unterschiedlichsten Funktionen wie:

    • Schutz vor UV- und Lichtstrahlung
    • Wärmedämmung und -isolierung
    • Schutz vor Feuchtigkeit
    • Tarnung
    • Imponieren
    • Drohen
    • Verbreitung von Duftstoffen
    • ...

  • Bestimme die Phasen des Haarwachstums.

    Tipps

    In der Ruhephase ist das Haar nicht mehr mit der Wurzel verbunden und fällt früher oder später aus.

    Lösung

    Jedes Haar unseres Körpers durchläuft bestimmte Phasen:

    1. In der Wachstumsphase wird ein neues Haar gebildet. Es wächst täglich rund 0,3 Millimeter, also etwa 1 mm in drei Tagen. Diese Phase dauert etwa 2-6 Jahre. 85 % unserer Kopfhaare befinden sich in der Wachstumsphase.
    2. In der Übergangsphase ist das Haarwachstum abgeschlossen. Das Haar trennt sich von der Haarwurzel. Die Übergangsphase, in der sich ca. 1 % unserer Kopfhaare befindet, dauert 2-4 Wochen.
    3. In der Ruhephase befinden sich etwa 18 % der Kopfhaare. Das Haar ist nicht mehr mit der Haarwurzel verbunden und wird somit nicht mehr mit Nährstoffen versorgt. In der 3 bis 5-monatigen Ruhephase wird ein neues Haar gebildet, welches das alte verdrängt. Das alte Haar wird von dem neuen weiter aus der Kopfhaut gedrückt, bis es schließlich ausfällt.
    Pro Tag fallen beim Menschen bis zu 100 Kopfhaare aus. Die Haarwurzeln, die in der Kopfhaut verbleiben, bilden im Normalfall wieder neue Haare aus und ersetzen die ausgefallenen.
    Wachsen die Haare nicht wieder nach, spricht man vom Haarausfall.

  • Prüfe, ob es sich bei den dargestellten Tieren um Säugetiere mit oder ohne Fell handelt.

    Tipps

    Nicht alle Säugetiere leben auf dem Land. Es gibt auch Säugetiere, die ihre Heimat im Wasser haben.

    Lösung

    Säugetiere säugen ihren Nachwuchs mit Milch und bringen ihren Nachwuchs in der Regel lebend zur Welt. Zudem tragen nur Säugetiere ein Fell. Allerdings hast du bestimmt gemerkt, dass gar nicht alle Säugetiere ein Fell tragen. Hier gibt es also Ausnahmen.

    Zu den Säugetieren ohne Fell zählen

    • Nacktmullen,
    • Elefanten,
    • Nilpferde,
    • Nashörner,
    • Hausschweine sowie
    • Delfine und Wale.
    Säugetiere mit Fell gibt es viele, darunter
    • Fledermäuse,
    • Tiger,
    • Giraffen,
    • Affen,
    • Hamster,
    • Schafe,
    • Bären,
    • Pferde sowie
    • die meisten Hunde und Katzen.
    Und der Mensch? Auch dieser ist ein Säugetier, welches kein Fell besitzt. Nur einige Hautregionen wie der Kopf sind etwas dichter behaart.

    Spinnen, Insekten oder Vögel sind gar keine Säugetiere.

  • Erkläre verschiedene Fellanpassungen.

    Tipps

    Die Haare eines Pinsels werden als Borsten bezeichnet.

    Dass Katzen schnurren, hat nichts mit ihren Schnurrhaaren zu tun.

    Tiere kommunizieren, also „sprechen“, durch ihre Fellfarbe. Stellen Hasen ihren Schwanz auf, wird darunter weißes Fell sichtbar. Dieses gilt als Warnsignal.

    Lösung

    Du siehst: Haar ist nicht gleich Haar. Schon beim allgemeinen Fellaufbau hast du gelernt, dass das Fell aus zwei verschiedenen Haararten aufgebaut ist (Deck- und Wollhaar). Nun wollen wir noch weitere Anpassungen von Fell und Haar zusammenfassen:

    • Die Fellfarbe ist bei vielen Tieren an die Umgebung angepasst, sodass sie in ihrem Lebensraum gut getarnt sind. Denke an den schneeweißen Schneehasen oder den sandfarbenen Löwen. Eine gute Tarnung ist sowohl für Räuber als auch für Beutetiere überlebenswichtig. Zudem kann eine bestimmte Farbe ein Warnsignal für andere Tiere sein oder Artgenossen anlocken.
    • Über das Jahr hinweg kann sich ein Lebensraum schon ziemlich verändern, vor allem, wenn im Winter Schnee liegt. Um die Tarnung über das Jahr hinweg zu gewährleisten, findet bei vielen Tieren ein Fellwechsel statt. So kann es passieren, dass ein Schneehase plötzlich ein bräunliches Fell hat.
    • Borsten-, Tast-, Lang- und Kurzhaare sind weitere Anpassungen, welche ganz bestimmte Aufgaben übernehmen. Alle haben gemeinsam, dass sie die Wahrscheinlichkeit des Überlebens verbessern, indem sie der Orientierung oder dem Schutz dienen.

  • Skizziere den Aufbau von Fell.

    Tipps

    Fellhaare sind länger als Wollhaare und bestimmen die Farbe des Fells.

    Die Wollhaare schützen das Tier vor Kälte und stehen daher sehr dicht beieinander.

    Lösung

    Als Fell wird die Haut von Säugetieren bezeichnet, das mit bis zu 400 Haaren pro cm² besetzt sein kann. Ist die Behaarung noch stärker, spricht man von Pelz.

    Das Fell besteht einerseits aus Deck- bzw. Fellhaaren. Diese sind sehr kräftig. Da sie den Hauptanteil des Fells bilden, bestimmen sie auch die Fellfarbe.
    Jedes Deckhaar wird von Wollhaaren (Unterfell) umgeben. Diese stehen dicht beieinander und schützen das Tier vor Kälte (Wärmeisolierung). Sie sind dünn und gekräuselt und mit dem Flaumhaar des Menschen vergleichbar.

  • Untersuche, ob es sich beim Horn um eine spezielle Anpassung des Haares handelt.

    Tipps

    Knochen sind besonders hart. Sie bilden das Skelett aller Wirbeltiere (nicht nur der Säugetiere). Sie sind mit Blutgefäßen durchzogen, welche die Sauerstoff- und Nährstoffversorgung gewährleisten. Knochen sind also kein lebloses Material.

    Elfenbein findet sich vor allem beim Elefanten, im weiteren Sinne aber auch z. B. beim Walross oder Flusspferd. Das Horn von Nashörnern und anderen Tieren besteht aus einem anderen Material.

    Das Wort Keratin kommt aus der griechischen Sprache. Es bedeutet Horn.

    Lösung

    Hörner bestehen aus Haaren? Das klingt zwar unglaubwürdig, aber Hörner bestehen tatsächlich aus dem gleichen Material wie Haare, nämlich Keratin (griech. Horn).

    Keratin ist ein Eiweiß bzw. Protein, aus dem viele Strukturen des Körpers aufgebaut sind, darunter Haare, Fingernägel, Zehennägel, Hufen, Krallen, Stacheln des Igels, Schnäbel und Federn.

    Obwohl Hörner sehr fest sind, enthalten sie keine Knochensubstanz und auch kein Elfenbein. Hörner können sich abnutzen und infolge von Kämpfen sogar abbrechen. Da das Material, aus dem Hörner bestehen, aber stetig wächst, wächst auch ein abgebrochenes Horn ein Leben lang nach.

    Übrigens sind Hörner und Geweihe nicht dasselbe. Das Geweih wird jedes Jahr gewechselt und besteht aus Knochensubstanz.