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Anpassung der Tiere an ein Leben in der Stadt

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Team Entdeckungsreise
Anpassung der Tiere an ein Leben in der Stadt
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Grundlagen zum Thema Anpassung der Tiere an ein Leben in der Stadt

Eigentlich haben wir Menschen die Städte für uns selbst gebaut, doch es sind noch viele andere Bewohner mit eingezogen. Viele dieser Tiere, die nun unsere Mitbewohner sind, haben sich an das Leben in Städten angepasst. Unsere Lebensweise und die Dinge, die wir so hinterlassen, werden von unseren tierischen Mitbewohnern genutzt. Dafür passen sie ihr Verhalten und ihre Lebensweisen an die Bedingungen einer Stadt an. Die Saatkrähe zum Beispiel verlegt ihre Brutkolonien und der Mauersegler unterscheidet nicht groß zwischen Steilklippe oder Hochhaus.

Transkript Anpassung der Tiere an ein Leben in der Stadt

Unsere Städte sind geprägt von Asphalt, Beton und Glas. Verkehr, Lärm, Abgase und ständiger Wandel scheinen nicht viel Raum für die Natur zu lassen. Städte erscheinen manchmal sogar lebensfeindlich. Trotzdem ist die natürliche Vielfalt in manchen Metropolen sogar größer als in ihrem weniger besiedelten Umland. Aber wie gelingt es den Tieren, in der Großstadt zu überleben? In Städten spielen alte Bäume eine besondere Rolle bei der Verbesserung der Luftqualität. Und sie bieten zahlreichen Tieren Unterschlupf. So brauchen die Saatkrähen alte Bäume als Brutplätze. Anders als auf dem Land bilden sie in der Stadt nur kleine Brutkolonien. Eine Anpassung an das begrenzte Nistplatzangebot. Mehrere hundert Jahre alte Bäume, wie diese knorrige Linde, findet man in Städten nur selten. Aber hier hat sich in einem hohlen Ast ein entflohenes Bienenvolk eingenistet. Ehe die Honigbienen zu Haustieren wurden, waren solche Bäume ihr bevorzugtes Zuhause. Städte sind Wärmeinseln. Hier findet man viele Bewohner trockenwarmer Lebensräume, wie die Mauereidechse. Sie stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum. Möglicherweise ist sie als blinder Passagier in Zügen nach Deutschland gekommen. Brach liegende Bahnstrecken besitzen einen steppenähnlichen Charakter und beherbergen eine ganz besondere Pflanzen- und Tierwelt. So finden Feldhasen zwischen den Gleisen oft bessere Lebensbedingungen als in der monotonen Agrarlandschaft rund um die Stadt. Im Schotter der Gleisanlagen leben Tiere, die wie die Ödlandschrecke an extreme Hitze und Trockenheit angepasst sind. Wechselkröten stammen ursprünglich ebenfalls aus Steppengebieten und auch sie kommen mit den Lebensbedingungen in der Stadt gut zurecht. Ein relativ neuer Bewohner unserer Städte ist der Waschbär. Er ist ein anpassungsfähiger Allesfresser, der ursprünglich wegen seines Pelzes aus Amerika eingeführt wurde. Heute ist er in ganz Deutschland zu finden, auch wenn man ihn wegen seiner nächtlichen Lebensweise kaum zu Gesicht bekommt. Steinmarder, vielen Menschen besser bekannt als Automarder, fühlen sich ebenfalls in Städten wohl. Warum sie sich aber so gerne über die Kabel in den Motorräumen von Autos hermachen, ist bis heute nicht im Detail geklärt. Auch die aus Amerika stammende Rotwangenschmuckschildkröte ist mittlerweile in vielen Stadtgebieten anzutreffen. Überforderte Schildkrötenhalter haben sie hier ausgesetzt. Die schrillen Schreie der Mauersegler kennt jeder Stadtbewohner. Ihr ursprünglicher Lebensraum sind steile Felslandschaften. Die hohen Gebäude in unseren Städten sind die bevorzugten Brutplätze der Mauersegler. Sie erfüllen hier die gleiche Funktion wie die Felswände in der freien Natur. Unsere Städte sind also gar nicht so lebensfeindlich. Viele Tierarten haben sich hier neue Nischen zum Leben geschaffen.

2 Kommentare

2 Kommentare
  1. Daumen hoch

    Von Melis, vor etwa einem Jahr
  2. Schönes Video

    Von Melis, vor etwa einem Jahr
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