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Metamorphose – Entwicklung von der Kaulquappe zum Frosch

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Metamorphose – Entwicklung von der Kaulquappe zum Frosch
lernst du in der Unterstufe 1. Klasse - 2. Klasse - 3. Klasse - 4. Klasse

Beschreibung Metamorphose – Entwicklung von der Kaulquappe zum Frosch

Inhalt

Was ist eine Metamorphose?

Metamorphose – Definition

Der Begriff Metamorphose wird verwendet, wenn man von der Verwandlung eines Lebewesens spricht. Dieser Verwandlungsprozess betrifft die Entwicklung vom Jugendstadium zum erwachsenen (adulten), fortpflanzungsfähigen Tier. Dabei verändern sich neben den körperlichen Merkmalen des Tiers häufig auch die Ernährungsweise und der Lebensraum.

Was bedeutet Metamorphose?

Wenn du dich fragst, was Metamorphose eigentlich wörtlich bedeutet, so lässt sich dieser Begriff mit Gestaltwandlung übersetzen.

Beispiele zur Metamorphose

Alle Lurche, also sowohl Froschlurche wie zum Beispiel Frösche, Kröten und Unken, aber auch die Schwanzlurche wie zum Beispiel Salamander oder Molche, durchlaufen eine Verwandlung vom Ei zur Larve und schließlich zum erwachsenen Lurch. Auch bei Insekten kann man eine Metamorphose beobachten. Ein schönes Beispiel hierfür ist die Verwandlung des Schmetterlings vom Ei zur Larve, die sich in der Folge verpuppt und aus der schließlich der Schmetterling schlüpft.

Metamorphose – Erklärung der Verwandlungsprozesse

Am Beispiel des Grasfroschs lässt sich der Ablauf der Metamorphose gut nachvollziehen.

Metamorphose des Froschs

In der Paarungszeit erreichen die männlichen und weiblichen Tiere ihren Geburtsort und es finden sich Paare. Das Grasfroschweibchen legt nach einiger Zeit etwa 4.000 Eier ins Wasser. Gleichzeitig gibt das Männchen seine Samenflüssigkeit ab, sodass es zur äußeren Befruchtung kommt.
Die Gallerthülle der Eier saugt sich mit Wasser voll, die Eier steigen an die Wasseroberfläche und lagern sich als Laichklumpen an der Wasseroberfläche zusammen.
Innerhalb der Gallerthülle entwickelt sich der Embryo.
Nach zehn Tagen schlüpft die Larve. Diese wird Kaulquappe genannt. Sie ist circa sechs Millimeter lang, atmet mithilfe von Außenkiemen und ernährt sich vom Dottervorrat.
Nach weiteren zehn Tagen hat sich die Kaulquappe schon merklich verändert. Nun besitzt das Tier Innenkiemen und ernährt sich von Pflanzen.
Nach etwa 40 Tagen haben sich die Kiemen zurückgebildet und ein Lungensack dient nun zur Atmung. Die Hinter- und Vorderbeine bilden sich aus, während sich der Schwanz zurückbildet.
Nach 15 Wochen ist die Verwandlung abgeschlossen und der junge Frosch geht an Land. Auch die Ernährung hat sich geändert. Der Grasfrosch ernährt sich nicht mehr von Pflanzen, sondern nimmt tierische Nahrung wie zum Beispiel Würmer oder kleine Insekten zu sich.
Nach etwa drei Jahren ist der ausgewachsene Frosch paarungsbereit und eine neue Generation kann entstehen.

Dieses Video

In diesem Video lernst du, wie die Entwicklung von der Kaulquappe zum fertigen Frosch vor sich geht. Wir zeigen dir alle Stationen einer neuen Froschgeneration am Beispiel des Grasfroschs: von der Paarung im Frühling, über die verschiedenen Entwicklungsstufen der Kaulquappen bis zum fertigen Frosch. Dabei werden wichtige Begriffe wie wechselwarm, Laich, Außenkiemen und Innenkiemen erklärt.

Transkript Metamorphose – Entwicklung von der Kaulquappe zum Frosch

Metamorphose - Entwicklung von der Kaulquappe zum Frosch

Hallo! Hast du schon einmal diese kleinen Tierchen in einem Teich schwimmen sehen? Das sind kleine Kaulquappen auf dem Weg, ein Frosch zu werden. Diese Verwandlung nennt man Metamorphose. In diesem Video lernst du, wie diese Entwicklung - von der Kaulquappe zum Frosch - vor sich geht.

Frösche sind Lurche, Froschlurche, um genau zu sein. Zu den Froschlurchen gehören außerdem noch Kröten und Unken. Schwanzlurche sind Salamander oder Molche. Alle Lurche machen eine Metamorphose, also eine Gestaltwandlung durch. Wir wollen uns diese Entwicklung am Beispiel des Grasfrosches ansehen.

Frösche sind Lurche, Froschlurche, um genau zu sein. Zu den Froschlurchen gehören außerdem noch Kröten und Unken. Schwanzlurche sind Salamander oder Molche. Alle Lurche machen eine Metamorphose, also eine Gestaltwandlung durch.

Wir wollen uns diese Entwicklung am Beispiel des Grasfrosches ansehen. Jedes Jahr im Frühling beginnt die Entwicklung der neuen Grasfroschgeneration. Dann ist nämlich Paarungszeit bei den Grasfröschen.

Zur Paarungszeit im März kehren alle Grasfrösche an ihren eigenen Geburtsteich zurück. Dort warten die Männchen auf die Weibchen - mit leisem Knurren locken die Männchen die Weibchen an. Kommt eines in seine Nähe springt das Männchen auf den Rücken den Weibchens und klammern sich dort fest.

Das Weibchen trägt das Männchen ein paar Tage huckepack herum. Wenn die Eier im Inneren des Weibchen herangereift sind, geht es zum Wasser und preßt bis zu 4000 Eier aus ihrem Körper.

Das Männchen - das ja immer noch hinten auf dem Weibchen draufsitzt - gibt jetzt seine Samenflüssigkeit dazu und befruchtet damit die Eier. Man spricht von einer äußeren Befruchtung, weil die Eier außerhalb des Körpers befruchtet werden.

Die Eier sinken zu Boden. Erst wenn sich die Gallerthülle, von der jedes einzelne Ei umgeben ist, mit Wasser vollgesogen hat, steigen sie zur Wasseroberfläche und bilden dort sogenannte Laichklumpen. In jedem Ei entwickelt sich ein kleiner Embryo.

Die Gallerthülle schützt vor schädlichen Pilzen und Bakterien. Nach etwa 10 Tagen schlüpft aus jedem einzelnen Ei eine kleine Larve, die sogenannte Kaulquappe.

Zuerst sind die Larven nur 6 mm groß und ernähren sich von dem Eidottervorrat, der an ihren Bäuchen hängt. Die Atmung erfolgt über Kiemenbüschel, die links und rechts vom Körper abstehen. Es handelt sich also um Außenkiemen.

Nach weiteren 10 Tagen ist der Dottervorrat aufgebraucht. Die Larven sehen jetzt so aus, wie man sich Kaulquappen vorstellt: Der platte Schwanz ist ein ideales Ruderinstrument und die Außenkiemen sind von einer Hautfalte überwachsen und damit zu Innenkiemen geworden. Mit ihrer Hornleiste am Mund knabbern Kaulquappen Algen von Pflanzen und Steinen. Die Kaulquappe ist also ein Pflanzenfresser, ihr langer Darm übernimmt die Verdauung.

Nach insgesamt 40 Tagen sind die Kaulquappen schon auf eine Größe von 4 cm herangewachsen. Aus zwei kleinen Beulchen neben dem Ruderschwanz wachsen nun zwei Hinterbeine. Ein, zwei Wochen später sind die Vorderbeine dran.

Langsam sieht die Kaulquappe einem Frosch immer ähnlicher. Im Inneren entwickelt sich ein Lungensack. Die Kaulquappen müssen jetzt manchmal zum Luftholen an die Wasseroberfläche kommen, denn ihre Kiemen bilden sich mehr und mehr zurück. Der Darm wird kürzer und auch der Schwanz beginnt zu schrumpfen.

Nach knapp 15 Wochen ist die Entwicklung abgeschlossen. Ein etwa 2 cm großer Frosch kriecht aus dem Wasser und beginnt sein Leben an Land. Ein Frosch ernährt sich von kleinen Würmern, Mücken und Insekten - ist also kein Pflanzenfresser mehr. Deshalb hat sich auch der Darm am Ende der Metamorphose verkürzt - Fleischfresser brauchen keinen langen Darm.

Drei Jahre nach der Metamorphose kehrt der Frosch zum ersten Mal wieder an seinen Geburtsteich zurück. Nun ist auch er geschlechtsreif und pflanzt sich fort. Eine neue Generation entsteht.

Während der sogenannten Metamorphose entwickelt sich aus einem Froschei, erst eine Kaulquappe und dann ein fertiger Frosch. Alle Lurche sind Gestaltwandler.

Wirf im Frühling einen Blick in einen Teich oder Tümpel - vielleicht kannst du die kleinen Kaulquappen entdecken! Tschüss und bis zum nächsten Mal!

23 Kommentare

23 Kommentare
  1. Sehr gut erklärt und interessant.

    Von Leona, vor etwa 2 Monaten
  2. Super

    Von Elena , vor 3 Monaten
  3. Mein Liblingsthema.Ixh kenne mich damit super aus.Ich konnte alles aus dem Kopf und ich hattedas Thema noch nie in der Schule!

    Von Tyler R., vor 5 Monaten
  4. SUPER!!!

    Von Dhathri, vor 5 Monaten
  5. Das video war gut

    Von Sirius Rost, vor 10 Monaten
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Metamorphose – Entwicklung von der Kaulquappe zum Frosch Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Metamorphose – Entwicklung von der Kaulquappe zum Frosch kannst du es wiederholen und üben.
  • Stelle die Metamorphose eines Frosches dar.

    Tipps

    Der Schwanz der Kaulquappe entwickelt sich langsam zurück.

    Lösung

    Nach 10 Tagen schlüpfen die Kaulquappen aus den Eiern. Sie sind 6 mm groß und ernähren sich über ihren Eidottersack. Über die Kiemenbüschel atmen sie. Nach weiteren 10 Tagen ist eine Hautfalte über die Außenkiemen gewachsen, es sind nun Innenkiemen entstanden. Der Eidottersack ist aufgebraucht und sie fressen Pflanzenteile. Nach weiteren 40 Tagen sind sie 4 cm lang. Es wachsen nun Hinterbeine. 1 bis 2 Wochen später entwickeln sich die Vorderbeine. Auch der Lungensack bildet sich, die Kiemen gehen zurück. Der Schwanz schrumpft. Nach 15 Wochen ist die Entwicklung abgeschlossen und ein 20 cm langer Frosch verlässt das Wasser.

  • Bestimme Frosch- und Schwanzlurche.

    Tipps

    Achte auf die Enden der Wörter. Dort steht, um welche Art es sich handelt. Dann fällt dir die Zuordnung leichter.

    Lösung

    Amphibien sind Tiere, die sowohl im Wasser als auch an Land leben können. Die Amphibien waren die ersten Wirbeltiere, die vor 360 Millionen Jahren an Land gingen. Heute gibt es Froschlurche (Frösche, Kröten und Unken) und Schwanzlurche (Molche und Salamander). Du kannst sie leicht anhand ihres Körperbaus auseinanderhalten. Schwanzlurche besitzen immer einen Schwanz, erwachsene Froschlurche besitzen diesen nicht mehr.

    Übrigens, die Knoblauchkröte gibt in Stresssituationen ein nach Knoblauch riechendes Sekret ab. Diesem verdankt sie ihren Namen. Der Name „Geburtshelferkröte" geht auf das ungewöhnliche Fortpflanzungsverhalten der Art zurück. Hierbei schnürt sich das Männchen die Eischnüre um die Hinterbeine und trägt diese einige Tage mit sich herum. Erst wenn die Kaulquappen anfangen zu schlüpfen, lässt es sie ins Wasser.

  • Vergleiche die Merkmale zweier Amphibienlarven.

    Tipps

    Ausgewachsene Frösche sind Fleischfresser.

    Lösung

    Alle Amphibien machen eine Metamorphose durch. Die Gestaltumwandlung des Frosches hast du in diesem Video genau kennengelernt.

    Die Kaulquappe der Froschlurche ernährt sich rein vegetarisch von Pflanzenteilen. Bei ihr entwickeln sich zunächst die Hinterbeine, dann die Vorderbeine. Der Schwanz entwickelt sich im Laufe der Zeit zurück und auch der Darm verkürzt sich. Ausgewachsene Froschlurche sind Fleischfresser, einen langen Darm benötigen sie nicht mehr.

    Etwas anders sieht die Metamorphose bei Schwanzlurchen aus. Die Kaulquappen der Schwanzlurche sind Fleischfresser, sie ernähren sich von Kleintieren. Bei ihnen entstehen zuerst die Vorderbeine und anschließend die Hinterbeine. Der Schwanz ist deutlich ausgeprägt, auch ausgewachsene Tiere besitzen ihn.

  • Nenne Charakteristika der Amphibien.

    Tipps

    Die Kloake ist eine Körperöffnung, in der sowohl Verdauungstrakt und Harnleiter als auch Geschlechtsorgane münden.

    Lösung

    Die meisten Amphibien sind getrenntgeschlechtlich. Meistens gibt es männliche Tiere, die Spermien produzieren, und weibliche, die die Eizellen besitzen. Bei den Froschlurchen findet eine äußere Befruchtung statt, die innere Befruchtung findet man bei den Schwanzlurchen. Das Männchen setzt ein Spermienpaket ab. Dieses wird vom Weibchen in ihre Kloake aufgenommen. Es gibt Salamander, die vollständig entwickelte Jungtiere zur Welt bringen, zum Beispiel der Alpensalamander. Amphibien stehen hier in Deutschland unter Naturschutz. Sie besitzen, wie die Reptilien, eine Kloake.

  • Bestimme die Nahrung von Kaulquappe und Frosch.

    Tipps

    Im Laufe der Metamorphose verkürzt sich der Darm der Kaulquappe.

    Lösung

    Die kleinen Kaulquappen sind Pflanzenfresser, sie nagen mit ihrer Hornleiste an Wasserpflanzen herum. Als ausgewachsene Frösche ernähren sie sich von Würmern, Fluginsekten, Schnecken und kleinen Amphibien. Sie werden also zu Fleischfressern. Auch ihr Darm verkürzt sich während der Metamorphose. Fleischfresser benötigen keinen langen Darm.

  • Erkläre die Überlebensstrategie der Frösche im Winter.

    Tipps

    Amphibien sind wechselwarme Tieren.

    Lösung

    Wenn die Temperaturen sinken, können Amphibien nicht einfach ihren Lebensraum verlassen, so wie die Zugvögel das tun. Aber auch sie haben eine Strategie entwickelt, die kalten Monate gut zu überstehen. Amphibien halten Winterstarre. Hierbei verlangsamt sich ihr Stoffwechsel und ihre Hautatmung reicht aus, um den Sauerstoff aus dem Wasser aufzunehmen. Amphibien können sowohl mit der Lunge als auch mit der Haut atmen.

    Winterschlaf halten zum Beispiel Fledermäuse oder Igel. Eichhörnchen und Bären halten Winterruhe. Sie gehen ab und zu auf Nahrungssuche.

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