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Intervalle in der Musiktheorie

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Team Entdeckungsreise
Intervalle in der Musiktheorie
lernst du in der Unterstufe 3. Klasse - 4. Klasse

Intervalle in der Musiktheorie Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Intervalle in der Musiktheorie kannst du es wiederholen und üben.
  • Fasse dein Wissen zu den Intervallen zusammen.

    Tipps

    Der Tonhöhenabstand bezeichnet den Abstand zwischen zwei Tönen.

    Zum Beispiel ist das c' vom f' fünf Halbtonschritte entfernt (c' – cis' – d' – dis' – e' – f').

    Unter Klangeigenschaften versteht man den Charakter eines Klangs. Ein harmonischer oder auch konsonanter Klang wird oft mit rund, ruhend umschrieben. Ein unharmonischer oder auch dissonanter Klang klingt eher störend, reibend.

    Lösung

    In dieser Aufgabe ging es im Wesentlichen darum, Fachbegriffe und das Grundwissen zu den Intervallen richtig zu erkennen.

    Hier sind für dich noch einmal die Hardfacts, die auch für die nächsten Aufgaben wichtig sind:

    • Ein Intervall bezeichnet in der Musiktheorie den Tonhöhenabstand zwischen zwei Tönen.
    • Diese können gleichzeitig oder hintereinander gespielt werden.
    • Es gibt acht Grundintervalle: Prime, Sekunde, Terz, Quarte, Quinte, Sexte, Septime und Oktave.
    • Diese werden in unterschiedliche Kategorien sortiert: reine und unreine Intervalle.
    • Von den unreinen Intervallen gibt es jeweils eine kleine und große Intervallform, die durch eine unterschiedliche Anzahl von Halbtönen gebildet wird.
    • Die Intervalle lassen sich noch weiter verändern: Es gibt übermäßige, verminderte und zusammengesetzte Intervalle.
  • Bestimme die reinen und unreinen Intervalle.

    Tipps

    Es gibt mehr Antwortmöglichkeiten als Lücken.

    Die Zieltöne der reinen Intervalle sind identisch mit den Stufen I, IV, V und VIII der C-Dur-Tonleiter. Beim Intervall von c' zu f' ist f' der Zielton.

    Die Zieltöne der unreinen Intervalle sind identisch mit den Stufen II, III, VI und VII der C-Dur-Tonleiter.

    Lösung

    Die korrekte Unterscheidung der Intervalle zwischen rein und unrein gelingt am leichtesten, wenn du dir die Regel merkst, dass alle reinen Intervalle nur in einer Form auftauchen:

    • Prime (keine Halbtonschritte, es klingt nur ein Ton)
    • Quarte (5 Halbtonschritte)
    • Quinte (7 Halbtonschritte)
    • Oktave (12 Halbtonschritte)

    Alle unreinen Intervalle hingegen gibt es in zwei Formen:

    • kleine und große Sekunde
    • kleine und große Terz
    • kleine und große Sexte
    • kleine und große Septime
    Die kleinen und großen Intervallformen unterscheiden sich jeweils um einen Halbton voneinander.

    • kleine Sekunde: 1 Halbton
    • große Sekunde: 2 Halbtöne
    • kleine Terz: 3 Halbtöne
    • große Terz: 4 Halbtöne
    • kleine Sexte: 8 Halbtöne
    • große Sexte: 9 Halbtöne
    • kleine Septime: 10 Halbtöne
    • große Septime: 11 Halbtöne
    Der Tritonus (Abstand von 6 Halbtönen) ist in dieser Übung übrig geblieben. Dieses Intervall wird weder als rein oder unrein eingestuft, sondern gilt in der Musiktheorie als Dissonanz, die in der klassischen Musik aufgelöst wird oder im Jazz besondere Klangfarben hervorzaubert.

  • Gib die richtigen Intervalle an.

    Tipps

    Vielleicht hilft dir die Tastatur des Klaviers zum Abzählen der Intervalle.

    Der Tritonus zählt weder zu den reinen noch den unreinen Intervallen.

    Am Anfang einer jeden Dur-Tonleiter steht eine große Sekunde, die aus den beiden ersten Tönen der Tonleiter besteht, für C-Dur sind das zum Beispiel c und d.

    Lösung

    In dieser Übung ging es darum, die Intervalle zunächst alle vom Grundton c aus zu erkennen – das ist noch recht einfach. Vor dem Bestimmen von Intervallen ist es immer hilfreich, sich zunächst mit den korrekten Namen der Töne sowie mit möglichen Vorzeichen (#/b) vertraut zu machen.

    Da hier alle Intervalle von c aus beginnen, kannst du dir bewusst machen, dass der C-Dur-Dreiklang aus den Tönen c – e – g besteht, der C-Moll-Dreiklang aus c – es – g. So findest du auch schnell die kleine und große Terz, da ein Dur-Dreiklang aus einer großen und einer kleinen Terz besteht, ein Moll-Dreiklang hingegen zunächst aus einer kleinen und dann einer großen Terz aufgebaut ist. Zwischen dem Start- und Zielton eines Akkords in Grundstellung, hier c und g, bildet sich immer eine Quinte. Von diesen Intervallen ausgehend kannst du alle anderen auch leicht finden.

    Viel Spaß beim weiteren Üben!

  • Ordne die Hörbeispiele den Notenausschnitten zu.

    Tipps

    Um Intervalle gut hören zu können, ist es hilfreich, sich bekannte Liedanfänge zu merken. Die Quarte klingt zum Beispiel wie das Tatütata der Feuerwehr, der Anfang von „Oh Tannenbaum“ oder „Amazing Grace“.

    Eine große Sekunde findest du am Anfang einer Durtonleiter oder bei „Happy Birthday“ oder „Der Mond ist aufgegangen“.

    Eine große Terz findet sich zwischen dem unteren und dem mittleren Ton eines Dur-Dreiklangs sowie am Anfang von „Morning has broken“.

    Die Oktave verbindet den ersten und den letzten Ton einer Tonleiter und erklingt auch zu Beginn des berühmten Songs „Somewhere over the rainbow“.

    Die Quinte umfasst den Abstand zwischen dem ersten und letzten Ton eines Dur- oder Moll-Dreiklangs, und wir singen sie zu Beginn von „Morgen kommt der Weihnachtsmann“.

    Lösung

    In dieser Übung bilden sich die Intervalle von jeweils unterschiedlichen Starttönen.

    Um Intervalle benennen zu können, helfen zwei Methoden:

    1) Abzählen anhand einer Klaviertastatur

    Um zum Beispiel die Quarte zu finden, kannst du vom Startton g' 5 Halbtonschritte nach oben bis zum c'' zählen. Dafür musst du wissen, dass ein Halbtonschritt auf dem Klavier meistens der Abstand zwischen einer weißen und einer schwarzen Taste ist. Nur zwischen ef und hc ist keine schwarze Taste und es klingt trotzdem ein Halbtonschritt.

    2) Intervalle über Liedanfänge oder bekannte Melodien lernen

    Um sich Intervalle besser merken zu können, ist es hilfreich, sich verschiedene Eselsbrücken zu bauen, z. B. durch Liedanfänge oder Zusammenhänge aus der Musiktheorie.

    Hier findest du für jedes Intervall ein paar Beispiele:

    • reine Prim: Hier klingt nur ein Ton.
    • kleine Sekunde: Beginn von „Für Elise“
    • große Sekunde: Anfang der Dur-Tonleiter, „Happy Birthday“
    • kleine Terz: ersten beiden Töne im Moll-Akkord, „Hänschen klein“
    • große Terz: ersten beiden Töne im Dur-Akkord, „Morning has broken“
    • reine Quarte: Tatütata der Feuerwehr, „Amazing Grace“
    • reine Quinte: „Morgen kommt der Weihnachtsmann“
    • Tritonus: „Maria“ aus der West Side Story
    • kleine Sexte: „When Israel was in Egypt's land"
    • große Sexte: „My bonnie is over the ocean“
    • kleine Septime: „There's a place for us/Somewhere“ aus der West Side Story
    • große Septime: dissonantes Intervall, das in die Oktave aufgelöst werden kann
    • Oktave: „Somewhere over the rainbow“
  • Bestimme die angegebenen Intervalle im Lied.

    Tipps

    Dieses Volkslied steht in D-Dur und hat zwei Kreuze als Vorzeichen, fis und cis. Das bedeutet, dass du dort, wo im Notentext ein f als Note geschrieben steht, bedenken musst, dass es einen Halbtonschritt höher klingt und als fis gespielt wird. Das Gleiche gilt für das cis.

    Vielleicht hilft es dir, wenn du dich an den D-Dur-Akkord erinnerst, der die Töne d – fis – a beinhaltet und vom Aufbau her aus einer großen und einer kleinen Terz besteht. An manchen Stellen im Lied kommen diese Tonverbindungen in der Melodie vor.

    Wenn es in einer Melodie Tonschritte gibt, ist es immer wichtig zu schauen, ob es sich um einen Halbtonschritt oder um einen Ganztonschritt (1 Ganztonschritt = 2 Halbtonschritte) handelt.

    1 Halbtonschritt entspricht einer kleinen Sekunde.

    2 Halbtonschritte entsprechen einer großen Sekunde.

    Lösung

    Um diese Aufgabe gut lösen zu können, helfen dir ein paar Tipps.

    Wenn du die Anzahl der jeweiligen Halbtonschritte zwischen zwei Intervallen gut gelernt hast, kannst du die Intervalle jeweils erkennen, indem du vom Startton anhand der Notenlinien und einer Klaviertastatur bis zum Zielton des Intervalls abzählst.

    Etwas leichter ist es, wenn du dich innerhalb der Harmonien der jeweiligen Tonart des Stücks ein bisschen orientieren kannst.

    Hier zum Beispiel handelt es sich um ein Stück in D-Dur. D-Dur hat zwei Vorzeichen, fis und cis, sodass es in der D-Dur-Tonleiter an zwei Stellen Halbtonschritte gibt, zwischen fis und g und cis und d. Das hilft zum Beispiel, um zu erkennen, wo kleine und wo große Sekundschritte zu finden sind.

    Ein Dur-Akkord besteht immer aus einer großen und einer kleinen Terz, hier sind dies die Töne d – fis – a. So kannst du schnell herausfinden, zwischen welchen Tönen es kleine und große Terzen gibt. Und auch die Quinte ist leicht zu finden, denn in der Grundstellung eines Akkords ist der Abstand zwischen dem Grundton und dem obersten Ton immer der einer Quinte, hier also d – a.

    Mit diesen Eselsbrücken wird es immer leichter Intervalle direkt zu erkennen. Vielleicht hast du ja Spaß daran und übst noch fleißig weiter!

  • Bestimme die Intervalle.

    Tipps

    Ein übermäßiges Intervall entsteht durch die Erweiterung eines reinen oder großen Intervalls um einen Halbton. Zum Beispiel für eine große Terz c – e bedeutet dies, dass du entweder das e zu einem eis erhöhst oder das c zu einem ces erniedrigst.

    Erinnerst du dich noch an die zusammengesetzten Intervalle? Hierbei handelt es sich um Intervalle, die über die Oktave hinausgehen. Zum Beispiel gibt es die Dezime: Diese wird aus einer Oktave und einer Terz gebildet.
    Welches zusammengesetzte Intervall kennst du noch?

    Denkst du noch an die verminderten Intervalle? Verminderte Intervalle werden ähnlich wie die übermäßigen gebildet, nur hier durch eine Verengung um einen Halbton eines reinen oder kleinen Intervalls. Das heißt, vom ursprünglichen Intervall musst du einen Halbton abziehen. Bei der kleinen Terz zwischen e und g wird dann entweder aus dem g ein ges oder aus dem e ein eis.

    Lösung

    Diese Übung war vielleicht etwas knifflig für dich? Denn wenn es um kleine, große, übermäßige, verminderte und zusammengesetzte Intervalle geht, muss man manchmal schon ganz schön kopfrechnen.

    Wenn du das Prinzip einmal verstanden hast, ist es jedoch nicht mehr so schwierig. Zum Abschluss der Übung hier nochmal ein paar Tipps und Tricks:

    • Die reinen Intervalle Quarte und Quinte bestehen aus 5 (Quarte) und 7 (Quinte) Halbtönen.
    • Die Quarte findest du immer einen Ganzton unter der Quinte einer Tonleiter.
    • Die Quinte erkennst du daran, dass entweder ein Zwischenraum oder eine Notenzeile im Notensystem frei ist, sodass immer noch ein Notenkopf genau dazwischen passen würde.
    • Die Septimen sind immer ganz nah and der Oktave.
    • Bestimme zu Beginn einer Intervall-Übung immer erst die Namen der Töne, sodass du zum Beispiel schnell weißt, wie der Oktav-Ton heißt. Es ist derselbe wie der Grundton.
    Das Bestimmen und Bilden von übermäßigen, verminderten oder zusammengesetzten Intervallen ist manchmal etwas knifflig.

    Hierbei gilt es zu beachten, dass zusammengesetzte Intervalle größer als eine Oktave sind. Eine kleine oder große None besteht zum Beispiel aus einer Oktave und einer kleinen oder großen Sekunde.

    Übermäßige oder verminderte Intervalle entstehen entweder durch das Erweitern oder Verengen des Grundintervalls.

    • Übermäßige Intervalle bildet man von einem reinen oder großen Intervall aus. Es entsteht durch die Erweiterung eines reinen oder großen Intervalls um einen Halbton.
    • Verminderte Intervalle bildet man von einem reinen oder kleinen Intervall aus. Sie werden ähnlich wie die übermäßigen gebildet, nur hier durch eine Verengung um einen Halbton eines reinen oder kleinen Intervalls. Das heißt, vom ursprünglichen Intervall musst du einen Halbton abziehen.