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Wer war Friedrich Maximilian Klinger?

Sturm und Drang - diese Strömung bringt man heute vor allem mit den Namen Goethe und Schiller in Verbindung. Fast ein wenig in Vergessenheit geraten ist dabei der Schriftsteller Friedrich Maximilan Klinger (1752-1831), dessen Drama mit dem Titel „Sturm und Drang“ doch der Namensgeber für diese literarische Strömung ist. Wie viele anderen Autoren zu jener Zeit war Klinger ein begeisterter Shakespeare-Anhänger und orientierte sich bei der Konzeption seiner Dramen an den Werken seines englischsprachigen Vorbildes. Und wusstest du, dass auch Klinger sich – so wie Goethe – am legendären Faust-Stoff („Fausts Leben, Thaten und Höllenfahrten“) zu schaffen machte? Auch hier steht Klinger wieder einmal im Schatten des wohl größten deutschen Schriftstellers, mit dem er übrigens befreundet war.

F. M. Klinger

Klinger und seine Zeit

Klingers Schaffen fällt in die Zeit des Sturm und Drang (ca. 1767-1785), dessen Anhänger hauptsächlich junge Männer waren, die sich dem bloßen Vernunftbegriff der Aufklärung entgegenstellen wollten. Heute würde man sagen: Sie rebellierten gegen sämtliche Regeln, Traditionen und Autoritäten. Der Sturm und Drang ist aber keineswegs als Gegenbewegung zur Aufklärung zu verstehen; die Stürmer und Dränger forderten vielmehr die Verbindung von Vernunft und Gefühl. Dies schließt jedoch nicht aus, dass die Stürmer und Dränger einen Hang zur Selbstüberschätzung hatten. Im Zentrum stand stets das Individuum und seine Gefühle.

Klingers Kurzbiographie

Als Sohn eines einfachen Bauern in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen, hat Friedrich Maximilian Klinger eine beachtliche Karriere hingelegt: Klinger konnte zum Beispiel das Gymnasium besuchen und 1774 dank der finanziellen Hilfe seines Freundes und Gönners Goethe ein Studium aufnehmen. Doch nach zwei Jahren und ersten Erfolgen als Theaterautor gab er das Studium auf, um sich auf seine Arbeit im Theater zu konzentrieren. In dieser Zeit kam es dann zum Bruch mit Goethe. Es sollte übrigens bis 1811 dauern, bis die beiden wieder freundschaftliche Beziehungen aufnahmen.

Theater

In den folgenden Jahren arbeitete Klinger unter anderem in den Diensten des russischen Militärs, wurde sogar General. Seine Leidenschaft für die Literatur hat er jedoch niemals verloren, auch, wenn die Hochphase seines Schaffens etwa um 1798 endete. Anders als seine Dichter-Kollegen Goethe und Schiller entwickelte sich Klinger nämlich nicht weiter zu einem Vertreter der Weimarer Klassik.

Bedeutende Werke

Sturm und Drang

Wie du bereits weißt, geht der Name der literarischen Strömung des Sturm und Drang auf genau dieses Drama zurück. Es ist 1776 entstanden und wurde 1777 erstmals unter dem Namen „Wirrwarr“ veröffentlicht. Der ursprüngliche Name beschreibt den Inhalt der Komödie ganz gut, handelt es sich doch um eine wirre Geschichte zweier englischer Edelmänner, deren Familien verfeindet sind. Heute ist das Werk vor allem noch wegen der Epochenbezeichnung von Bedeutung.

Sturm und Drang

Die Zwillinge

Dieses Drama gilt als eines der bedeutendsten Werke des Sturm und Drang – neben Goethes „Götz von Berlichingen“ oder Schillers „Die Räuber“. Wie in letzterem wird sich auch hier eines typischen Motivs des Sturm und Drang bedient: Der dramatische Konflikt zwischen zwei Brüdern (hier: zwischen Ferdinando und Guelfo), der im Brudermord endet.

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