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Wintersnot - Vögel auf Nahrungssuche 05:43 min

Textversion des Videos

Transkript Wintersnot - Vögel auf Nahrungssuche

Hallo! Vögel ernähren sich von den Früchten der Natur. Aber was machen sie im Winter, wenn die Landschaft unter einer dicken Schneedecke begraben ist? Müssen sie dann verhungern? In diesem Video lernst du, wie Vögel bei uns überwintern und wie sie sich ernähren. Außerdem erfährst du wie der Mensch seinen Teil dazu beitragen kann, dass sie gut durch den Winter kommen.

Zug- und Standvögel

Wenn die Temperaturen sinken und der Winter sich ankündigt, brechen viele Vogelarten in den wärmeren Süden auf. Diese Vögel werden Zugvögel genannt.

Vogelarten, die sich das ganze Jahr über in der gleichen Region aufhalten, heißen Standvögel. Zu den Standvögeln gehören in Mitteleuropa etwa der Haussperling - auch Spatz genannt, oder die Kohlmeise, das Rotkehlchen, der Habicht, der Grünfink, die Blaumeise, der Kleiber, der Waldkauz, die Elster und viele andere mehr.

Standvögel im Winter

Der Einbruch des Winters bedeutet für die Standvögel nicht automatisch Not. Kleiber und Rotkehlchen ernähren sich im Sommer gerne von Insekten, Spinnen und Würmern. Wenn diese im Winter schwerer zu finden sind, fressen sie auch auch mal einen verfaulten Apfel oder andere liegengebliebene Früchte.

Finken und Spatzen hingegen sind leidenschaftliche Körnerfresser: Sonnenblumenkerne und andere Samen sind ihre Leibspeise. Auch im Winter finden sich solche Samen in der Natur.

Schwierig wird es aber, wenn eine dichte Schneedecke das Land verhüllt. Wenn dann auch noch die Temperatur über eine sehr lange Zeit sehr tief bleibt, kann es für Standvögel schonmal schwierig werden, noch Futter zu finden - speziell in städtischen Gebieten, wo oft zu wenig Pfanzen wachsen, die den Vögeln auch im Winter Nahrung bieten können.

Ist es sinnvoll zu helfen?

Viele Menschen füttern daher die Vögel im Winter, indem sie Futterhäuschen aufstellen oder Futtersäckchen aufhängen. Aber nicht alle finden, dass die Fütterung von Vögeln sinnvoll ist. Die einen sagen, dass die Winterfütterung ein wichtiger Teil des Vogelschutzes ist. Das es dabei aber wichtig ist die Vögel richtig zu füttern.

Andere finden die Winterfütterung unnötig, weil sie ohnehin nur Vogelarten betrifft, die nicht vom Aussterben bedroht sind. Tatsache ist aber, dass die zusätzliche Fütterung vielen Vögeln hilft Nahrung im Winter zu finden.

Richtige Vogelfütterung

Es gibt jedoch ein paar Grundregeln beim Füttern von Vögeln im Winter: Vogelfutter nicht einfach auf den Erdboden schütten! Erstens haben Vögel dort keine Deckung und sind leichte Beute für Katzen.

Und zweitens lassen die Vögel - während sie das Futter aufnehmen - ihren Kot auf das Vogelfutter ab. Wenn Vögel das verunreinigte Futter fressen, können sie sich mit Krankheiten anstecken. Deshalb muss man auch ein Futterhäuschen regelmäßig reinigen. So kann die Ausbreitung von Krankheitserregern verhindert werden.

Außerdem gilt: Keine Essensabfälle verfüttern! Speisen, die für Menschen zubereitet wurden, enthalten immer Gewürze - allen voran Salz. Das ist ganz und gar nicht gut für Vögel!

Um die Vogelfütterung richtig zu machen, hängt man ein Futtersäckchen an einer geschützten Stelle auf. Die Vögel im Winter freuen sich über solche Köstlichkeiten! Wer will, kann schon im Herbst anfangen, Sonnenblumenkerne, Holunder, Vogelbeere, Löwenzahnsamen und verschiedene andere Wildkräuter zu sammeln.

Futterhäuschen

Wenn du diese Köstlichkeiten in einem Futterhäuschen anbietest, solltest du darauf achten dass die Vögel beim Fressen auf einer Sitzleiste hocken können. Diese sollte so angebracht sein, dass der Vogelkot auf den Boden fällt und nicht auf das Futter.

Du kannst das Futterhäuschen an einer Wand anbringen, an einem Baum oder auch freistehend auf einem Stock. Wichtig ist in jedem Fall, dass Katzen nicht zum Futterhäuschen gelangen können.

Zusammenfassung

In diesem Video hast du also gelernt, dass Standvögel auch im Winter in ihrem angestammten Gebiet bleiben. Wenn die Schneedecke lange Zeit geschlossen bleibt und es über einen längeren Zeitraum kalt ist, kann es für diese Vogelarten schwierig werden, genügend Nahrung zu finden.

Gerade in städtischen Räumen kann der Mensch daher mit Futterhäuschen und Futtersäckchen aushelfen. Wichtig ist dabei, dass die Vögel ihr Fressen nicht mit Kot verschmutzen können und dass der Fütterungsort vor Katzen sicher ist. Außerdem weist Du, dass du geeignetes Vogelfutter auch selber sammeln kannst und damit Vögeln über den Winter hilfst. Viel Spaß dabei! Tschüss!

1 Kommentar
  1. Sehr hilfreich, danke.

    Von A Emanuelsson, vor mehr als 5 Jahren

Wintersnot - Vögel auf Nahrungssuche Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Wintersnot - Vögel auf Nahrungssuche kannst du es wiederholen und üben.

  • Gib an, ob die Vogelart zu den Standvögeln oder zu den Zugvögeln gehört.

    Tipps

    Vielleicht hast du im Herbst schon mal einen großen Schwarm Störche oder Kraniche am Himmel gesehen. Wo diese wohl hinfliegen?

    Lösung

    Zu den Standvögeln gehören in Mitteleuropa der Haussperling – auch Spatz genannt, die Blaumeise, das Rotkehlchen, der Habicht, der Waldkauz und viele mehr.

    Der Storch und der Kranich gehören zu den Zugvögeln. Sie brechen im Herbst in großen Schwärmen auf und legen weite Wege zu ihren Winterquartieren im wärmeren Süden zurück.

  • Zeige auf, welche Grundregeln beim Aufstellen eines Futterhauses zu beachten sind.

    Tipps

    All dies sind Möglichkeiten zur Anbringung des Futterhäuschens.

    Wenn Vogelkot auf das Futter gelangt, können Krankheitserreger an den nächsten Vogel übertragen werden.

    Lösung

    Vogelfutter gehört nicht auf den Erdboden! Auf dem Boden haben Vögel keine Deckung und sind leichte Beute für Katzen. Daher sollte auch das Häuschen nicht auf dem Boden stehen. Zudem lassen die Vögel beim Fressen Kot auf das Vogelfutter ab. Mit einer Sitzleiste am Häuschen wird dies verhindert. Wenn Vögel verunreinigtes Futter fressen, können sie sich mit Krankheiten anstecken. Deshalb muss man auch ein Futterhäuschen regelmäßig reinigen. So kann die Ausbreitung von Krankheitserregern verhindert werden.

  • Erläutere, wie Insekten überwintern.

    Tipps

    Dies ist eine sogenannte Wintertraube.

    Keines der hier genannten Insekten überwintert allein.

    Insekten sind wechselwarme Tiere, das heißt, ihre Körpertemperatur passt sich der Umgebung an.

    Lösung

    Mit ganz eigenen Techniken überstehen die verschiedenen Insektenarten den Winter. Die meisten Insekten verfallen im Winter in eine sogenannte Winterstarre, in welcher sie keiner Aktivität nachgehen und so jede Menge Energie sparen. Zudem besitzen viele Insekten ein körpereigenes Frostschutzmittel, welches verhindert, dass ihre Körperflüssigkeit bei Minustemperaturen zu Eis gefriert.

  • Leite aus den gegebenen Informationen her, was die verschiedenen Vogelarten im Winter fressen.

    Tipps

    Dies ist ein Buchfink.

    Mit kräftigen Schnabelhieben holt der Buntspecht seine Nahrung unter der Borke hervor.

    Der Fichtenkreuzschnabel hat seinen Namen nicht ohne Grund.

    Dies ist eine Buchecker.

    Lösung

    Am Anfang des Winters greifen die Vögel auf ihre bevorzugte Winternahrung zurück.

    • Meisen fressen Samen aller Art.
    • Buchfinken fressen Bucheckern.
    • Fichtenkreuzschnabel picken sich die Samen aus den Fichtenzapfen heraus.
    • Amseln essen übrig gebliebenes Obst und Würmer.
    • Buntspechte fressen Insekten, die sich in Baumritzen zum Überwintern zurückgezogen haben. Mit kräftigen Schnabelhieben holen sie zum Beispiel Borkenkäfer hervor.
    Das Angebot dieser Winternahrungsquellen wird im Verlauf des Winters immer weniger. Im Spätwinter sind viele Samen und Früchte bereits gefressen, oder werden durch den hohen Schnee unerreichbar. Falls die Vögel dann keine Futterstellen vorfinden, verhungern einige von ihnen.

  • Nenne die passende Vogelnahrung für ein Futtersäckchen.

    Tipps

    Du weißt bestimmt schon, dass man die roten Früchte der Vogelbeere nicht roh verzehren sollte, da dies zu Magenverstimmungen führen kann. Für Vögel sind die Früchte der Vogelbeere jedoch völlig ungefährlich.

    Essensabfälle von Menschen enthalten häufig Salz.

    Lösung

    Auf keinen Fall solltest du Essensabfälle an Vögel verfüttern! Speisen, die für Menschen zubereitet wurden, enthalten immer Gewürze - allen voran Salz. Das ist ganz und gar nicht gut für Vögel! Zudem ist Schimmel für Vögel sehr gefährlich! Geeignet für ein Futtersäckchen sind dagegen Sonnenblumenkerne, Vogelbeeren, Löwenzahnsamen und verschiedene andere Wildkräuter.

  • Erkläre, wie sich Vögel vor Wärmeverlust im Winter schützen.

    Tipps

    Die Aussagen müssen Sinn ergeben, wenn du sie verbindest. Lies die Sätze daher nochmal langsam durch, wenn du sie verbunden hast.

    Eine gute Winterjacke hält dich warm, weil sich zwischen ihrem Füllmaterial Luft ansammelt, die durch deine Körperwärme aufgeheizt ist.

    Lösung

    Wenn ein Vogel sich aufplustert, dient das meist dem Schutz vor Wärmeverlust. Er stellt seine Federn auf und sieht dadurch besonders dick aus. Die Federn greifen dabei nur lose ineinander, sodass zwischen ihnen und der Haut Luftpolster entstehen. Diese wirken als Wärmeisolation. Die Daunenjacken, welche viele Menschen im Winter tragen, funktionieren nach dem gleichen Prinzip. Zusätzlich nutzen Vögel das Aufplustern, um optisch größer zu erscheinen. Zum Beispiel bei der Balz oder bei Konkurrenzkämpfen.