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Einleitung Infektionskrankheiten

Als Infektionskrankheiten bezeichnet man alle Krankheiten, die sich durch den Kontakt oder das Eindringen von Krankheitserregern entwickeln. Hierzu zählen Bakterien, Viren, Pilze und Einzeller. Eine Infektionskrankheit ist nicht mit einer Infektion gleichzusetzen. Denn nicht jede Infektion führt zu einer Erkrankung mit Beschwerden und Symptomen. Es gibt unzählige Krankheitserreger, die Krankheiten wie Karies, Borreliose, HIV/AIDS, Hepatitis, Grippe oder Erkältung auslösen.

Infektionskrankheiten und ihre Ansteckungswege

Die Ansteckungswege sind bei Infektionskrankheiten so unterschiedlich wie die Erreger. Jeder Erreger hat seine eigenen Übertragungswege. Bei einer Tröpfcheninfektion können die Erreger durch Niesen, Husten oder Sprechen über winzige Speichel-Tröpfchen an die Luft gelangen und anschließend von einem anderen Menschen eingeatmet werden. Oder sie werden durch direkten Hautkontakt übertragen, etwa beim Küssen oder dem Händegeben zur Begrüßung. Krankheitserreger können auch an Gegenständen wie Türgriffen oder Armaturen hängen, die gemeinsam genutzt werden.

Manche Keime siedeln sich in Lebensmitteln an oder vermehren sich im Trinkwasser. Die Infektion erfolgt dann beim Essen und Trinken. Wieder andere dringen durch offene Wunden oder winzige Verletzungen in den Körper ein.

Infektionskrankheiten: je nach Erreger sehr unterschiedlich

Je nach Infektionskrankheit unterscheiden sich die Verläufe und Beschwerden sehr stark. Manche entstehen innerhalb weniger Tage wie etwa eine Erkältung, sind weitgehend harmlos und schnell wieder verschwunden. Andere entwickeln sich über Monate und Jahre wie zum Beispiel eine AIDS-Erkrankung, die lebensbedrohlich sein kann. Manche Infektionskrankheiten beschränken sich auf bestimmte Körpergebiete oder Organe (z.B. die Lunge), andere machen den ganzen Körper krank.

Das Risiko, das von einer Infektionskrankheit ausgeht, wird auch durch die Fähigkeit des Immunsystems beeinflusst, sich gegen den jeweiligen Erreger zu wehren. Gelingt es dem Immunsystem, einen Krankheitskeim schnell zu beseitigen, dann ist man schnell wieder gesund. Erweisen sich die Waffen des Immunsystems dagegen als harmlos und stumpf, kann sich ein Krankheitserreger weitgehend ungehindert und dauerhaft im Körper ausbreiten. Je nach Infektionskrankheit kann das schwere bis lebensbedrohliche Folgen haben.

Behandlung von Infektionskrankheiten: Antibiotika & Co.

Für diese Fälle hält die Medizin je nach Erreger Gegenmittel bereit. Während gegen Bakterien sogenannte Antibiotika eingesetzt werden, kommen bei Virusinfektionen Virostatika zur Anwendung. Erkrankungen in Folge einer Pilz-Infektion werden mit Antimykotika behandelt.

Darüber hinaus sollte man sich gegen verschiedene Erreger impfen lassen, zum Beispiel gegen das Bakterium Clostridium tetani, den Erreger der Tetanus-Erkrankung („Wundstarrkrampf“). Weitere Beispiele sind Impfungen gegen das Masern-Virus, das die Masern auslöst oder das Poliovirus, das für die Poliomyelitis verantwortlich ist – besser bekannt unter dem Namen „Kinderlähmung“.

Bakterielle Infektionskrankheiten am Beispiel Karies

Karies – manchmal auch als „Zahnfäule“ bezeichnet – zählt zu den häufigsten Infektionskrankheiten der industrialisierten Welt. Sie wird durch bestimmte Bakterien im Mundraum ausgelöst, die sich auf den Zähnen ansiedeln. Sie bauen den Zucker aus der Nahrung zu Säuren ab. Diese wiederum greifen den Zahnschmelz, die äußerste Schicht der Zähne an.

Am Anfang sind nur helle oder bräunliche Stellen zu sehen, später entwickeln sich dunkle bis schwarze Flecken. Der Zahn ist dann bereits stark geschädigt und Zahnschmerzen können auftreten. Wird eine Karies nicht behandelt, so kann sie bis ins Zahninnere vordringen und dort das Zahnbein und den Zahnnerven befallen.

Bakterien Aufbau Abbildung: Aufbau eines Bakteriums (schematisch)

Infektionskrankheiten durch Viren: HIV/AIDS

Die Abkürzung „HIV“ steht für den Erreger der HIV-Erkrankung, das Humane Immundefizienz-Virus. Eine HIV-Infektion kann nach mehreren Jahren in die Krankheit AIDS übergehen. Die Abkürzung „AIDS“ leitet sich vom englischen Begriff ab, dem Acquired Immuno Deficiency Syndrome. Übersetzt bedeutet das so viel, wie "erworbenes Immunschwäche-Syndrom". Das HI-Virus wird vor allem übertragen durch:

  • ungeschützten Geschlechtsverkehr
  • infizierte Blutprodukte
  • getauschte, verunreinigte Spritzen

Tage bis Monate nach der Infektion mit dem HI-Virus können erkältungsähnliche Beschwerden auftreten. Monate oder Jahre nach der HIV-Infektion kann AIDS ausbrechen. Die Betroffenen nehmen meist deutlich ab.

Virus Querschnitt Abbildung: Aufbau eines Virus (schematisch)

Da das Immunsystem stark geschwächt ist, treten alle möglichen Infektionskrankheiten häufiger auf als bei Gesunden. Außerdem können sich bestimmte Krebsarten entwickeln. AIDS ist bis heute nicht heilbar. Allerdings gibt es viele Medikamente, die die Ausbreitung und Vermehrung des Virus bremsen und so das Auftreten der AIDS-Erkrankung hinauszögern.

Infektionskrankheiten durch Pilze: Beispiel Fußpilz

Fußpilz ist eine entzündliche Pilzerkrankung der Zehenzwischenräume und Fußsohlen, von der viele Menschen mindestens einmal im Leben betroffen sind. Die Auslöser sind Dermatophyten, also Pilze, die nur Haut, Haare und Nägel befallen. Die Haut der Zehen und Zehenzwischenräume ist dann gerötet oder nässt. Es können sich Blasen bilden oder die Haut schuppt sich. Außerdem jucken die befallenen Stellen. Fußpilz wird mit Antipilzmedikamenten (Antimykotika) behandelt. Sie töten den Pilz ab oder hindern ihn daran sich zu vermehren.

Infektionskrankheiten durch Einzeller: Beispiel Malaria

Die Malaria gehört auch zu den Infektionskrankheiten. Sie wird durch eine bestimmte Mückenart, die Anophelesmücke übertragen. Wer Malaria hat, der hat regelmäßig hohes Fieber. Die Malaria ist eine Tropenkrankheit, kommt also nur in den feucht-warmen Zonen des Äquators vor. Der Auslöser ist ein winzig kleiner, einzelliger Parasit aus der Gattung Plasmodium.

Die Malaria wird mit verschiedenen Medikamenten behandelt, die auch vorbeugend eingenommen werden. Darüber hinaus gilt es in Malaria-Regionen, sich vor Mückenstichen zu schützen, zum Beispiel durch das Tragen langer, heller Kleidung oder insektenabwehrende Mittel.

Videos und Übungen in Infektionskrankheiten und deren Erreger

26 Videos

Arbeitsblätter zum Ausdrucken zum Thema Infektionskrankheiten und deren Erreger

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